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12/2017
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Paillard

<b>Paillard</b><br>Werbeplakat für Radios der Marke Paillard,  geschaffen von Hans Handschin,  1936 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Angesichts der Bedrohung durch Nationalsozialismus und Faschismus war das Radio in den 1930er Jahren ein zentrales Medium zur Verteidigung der Grundwerte der Schweiz. Wie wichtig die neuen Medien für die Geistige Landesverteidigung waren, zeigt das abgebildete Soldatendenkmal von Les Rangiers (1924), das an die Rolle der Armee im 1. Weltkrieg erinnert.<BR/>

Paläolithikum

<b>Paläolithikum</b><br>Lochstab aus Rentiergeweih (32 cm lang) aus der Magdalénienkultur, verziert mit zwei eingravierten Wildpferden, entdeckt am Fundort Schweizersbild (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/><BR/>

Papier

<b>Papier</b><br>Detail eines Scheibenrisses für den Basler Papierfabrikanten Niclaus Hüsler. Gezeichnet 1591 (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>Zur Dekoration der Porträts von Niclaus Hüsler und seiner Frau Christina Pantaleon (auf dem Bildausschnitt nicht zu sehen) werden Arbeiten der Papierproduktion dargestellt: Rechts schneiden zwei Frauen die Lumpen, die fermentiert werden sollen, links hebt ein Arbeiter mit einem Sieb den Faserbrei, aus dem Blätter gepresst werden, aus der Schöpfbütte.<BR/><b>Papier</b><br>Basler Lumpensammlerin. Stich aus den "Basslerischen Ausruff-Bildern" von 1749 von   David Herrliberger (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>Das Sammeln von Lumpen für die Papierindustrie war vom 15. bis zum 19. Jahrhundert, bevor die Holzzellulose eingesetzt wurde, ein lukratives Geschäft. Zahlreiche Lumpensammler reisten auf der Suche nach verwendbarem Material durch die Städte und Dörfer.<BR/><b>Papier</b><br>Plakat der Papyrus Zentralstelle Schweizerischer Papierfabriken, einer 1919 gegründeten Vereinigung der Papierfabrikanten, 1962 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Paravicini, Rudolf

<b>Rudolf Paravicini</b><br>Porträt, aufgenommen vom Pariser Fotografen  André Adolphe Eugène Disdéri (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Paravicini liess sich vermutlich anlässlich einer Reise nach Paris um 1860 vom offiziellen Fotografen Kaiser Napoleons III. fotografieren. Bei der europäischen Prominenz war Disdéri, der zwischen 1855 und 1870 in Paris tätig war und in seinem Atelier rund 100 Mitarbeiter beschäftigte, sehr in Mode.<BR/>

Parkanlagen

<b>Parkanlagen</b><br>Riva Vincenzo Vela in Lugano mit dem Monte San Salvatore im Hintergrund. Fotochrom um 1910 (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>Wie andere schweizerische Städte am See schüttete die Stadt Lugano zwischen 1863 und 1908 etappenweise das Seeufer zu einem Quai auf. Auf dem neu gewonnenen Land entstand eine Promenade, die mit einer doppelten Baumreihe bepflanzt wurde. Von 1896 bis 1959 verkehrten auch Trams auf dem Quai.<BR/>

Parlament

<b>Parlament</b><br>Konstituierende Versammlung des ersten Parlaments der Helvetischen Republik am 12. April 1798 in Aarau. Holzschnitt aus der Zeitschrift "Véritable Messager boiteux de Vevey" für das Jahr 1799 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Die Helvetische Republik schuf das erste Schweizer Parlament mit zwei Kammern, dem Senat und dem Grossen Rat.<BR/><b>Parlament</b><br>Vereidigung von Felix Calonder im Nationalratsaal des Bundeshauses in Bern. Fotografie von 1913 (Schweizerisches Sozialarchiv, F Fb-0016-43).<BR/>Zu den wichtigen Aufgaben des Parlaments gehört die Wahl der Regierung. Nach dem Tod von Bundesrat Louis Perrier wird der Bündner Felix Calonder zum Nachfolger bestimmt. Zu seiner Vereidigung haben sich die Mitglieder der Vereinigten Bundesversammlung von den Sitzen erhoben. Der Ständerat verfügt über seinen eigenen Saal, aber für gemeinsame Geschäfte mit dem Nationalrat nimmt er den Wänden entlang Platz.<BR/>

Partei der Arbeit (PdA)

<b>Partei der Arbeit (PdA)</b><br>Abstimmungsplakat in Genf für die Einführung des Frauenstimmrechts, gestaltet von   Charles Gorgerat  für die Partei der Arbeit, 1946 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Nach dem Zweiten Weltkrieg gelangte in Genf die Vorlage über die Einführung des Frauenstimmrechts auf kantonaler Ebene zur Abstimmung. Trotz des Engagements der linken Parteien wurde das Volksbegehren von 56% der männlichen Wählerschaft abgelehnt.<BR/>

Pässe

<b>Pässe</b><br>Ansicht von Hospental 1843. Kolorierte Lithografie von  George Barnard (Museum für Kommunikation, Bern).<BR/>Der Bau der Kunststrassen – hier über den Gotthardpass – veränderte die Landschaft: Rechts der alte, auf Fels verlaufende Saumweg, links der gepflästerte Weg und in der Mitte die neue Kunststrasse (1830), auf der eine Postkutsche die Reuss überquert.<BR/>

Patenwesen

<b>Patenwesen</b><br>Studiofotografie einer unbekannten Familie. Atelier Carlotta Interlaken, um 1890 (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Anlass zu diesem Bild ist die Taufe. Die sitzende Mutter trägt das Kind auf einem Taufkissen mit weisser Decke. Die schwarzgekleidete Taufpatin legt die linke Hand auf ein Buch, vielleicht auf die Bibel. Die rechte weist zum Kind. Dies soll zeigen, dass die Patin die religiöse Erziehung des Kindes unterstützt und helfend hinter der Mutter steht.<BR/>

Patocchi, Aldo

<b>Aldo Patocchi</b><br>Titelseite der einzigen Ausgabe der Zeitschrift "Il Maglio", des Organs der Vereinigung der sozialistischen Jugend des Tessins. Holzschnitt des Tessiner Künstlers, 1929 (Schweizerisches Sozialarchiv).<BR/>

Patrioten

<b>Patrioten</b><br>"Chacun son tour. Heüte mir – Morgen dir". Kolorierter Kupferstich, Karikatur eines unbekannten Künstlers, 1803 (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>Der Karikaturist stellt den Patrioten, der ein Anhänger der Revolution ist, und den gegenrevolutionären Aristokraten in drei Bildern dar: Am 28. Oktober 1801 ("heute"), nach dem Staatsstreich der Föderalisten, machen die Aristokraten den Patrioten eine lange Nase. Nach der Machtergreifung der Unitarier am 17. April 1802 ist es gerade umgekehrt ("morgen"), und mit dem Eingreifen Napoleons ("übermorgen") verspottet der französische Soldat sowohl den Aristokraten als auch den Patrioten.<BR/>

Patrozinium

<b>Patrozinium</b><br>Fresko mit dem heiligen Ambrosius zu Pferd, Kirche Sant'Ambrogio Vecchio (heute San Carlo) in Prugiasco-Negrentino (Bleniotal), aus der Werkstatt des  Antonio da Tradate,   um 1510 (Ufficio dei beni culturali, Bellinzona).<BR/>Mehrere der 53 Tessiner Pfarrkirchen, die bis 1888 zum Erzbistum Mailand gehörten, tragen das Patrozinium des Mailänder Bischofs Ambrosius (4. Jahrhundert). In der alten Ambrosiuskirche von Negrentino wird der beliebte Kirchenpatron durch ein grosses Fresko dargestellt, das ihn als Helfer der Mailänder im Kampf gegen ein deutsches Söldnerheer zeigt (Schlacht von Parabiago, 1339).<BR/>

Pauli, Wolfgang

<b>Wolfgang Pauli</b><br>Porträt von  Bettina Katzenstein, um 1945 (ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv).<BR/>

Pauperismus

<b>Pauperismus</b><br>Erstausgabe der Schrift "Die Armennoth" von  Jeremias Gotthelf (Zentralbibliothek Zürich).<BR/>Nach der Gründung der Armenerziehungsanstalt Trachselwald (1835) beschäftigte sich Gotthelf mit der Frage der strukturellen Armut. Mit seiner Schrift "Die Armennoth" (1840) griff er literarisch in den Diskurs um den Pauperismus ein. Als Konservativer erklärte er die Massenverarmung mit dem Verlust der ständischen Ordnung.<BR/>

Payerne (Gemeinde)

<b>Payerne (Gemeinde)</b><br>Stadtansicht. Untere linke Ecke des topografischen Plans der Herrschaft Payerne ("Plan topographique du territoire, seigneurie et gouvernance de Payerne"), gezeichnet von  Pierre Willomet,  versehen mit einer Widmung an die "erlauchten Säckelmeister und Bannerherren der Stadt Bern", 1738 (Archives cantonales vaudoises, Gc 2404).<BR/>Der gotische Turm der Abteikirche überragt die mittelalterliche Stadt, die von einer Mauer umgeben ist. Das Schloss neben der Kirche war bis 1798 Sitz des Berner Landvogts.<BR/><BR/>

Pazifismus

<b>Pazifismus</b><br>Werbeplakat für die Friedensausstellung der Frauenliga für Frieden und Freiheit in Zürich, 1934 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><b>Pazifismus</b><br>Werbeplakat für das nationale Zivildienstlager, 1982 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>1979 wurde die Volksinitiative "für einen echten Zivildienst auf der Grundlage des Tatbeweises" eingereicht. Die Initianten richteten im Abstimmungskampf ein nationales Lager ein, ähnlich dem jährlich stattfindenden Zivildienstlager des Service Civil International (SCI). 1920 hatte der Waadtländer Pierre Cérésole den SCI mitgegründet und das erste Zivildienstlager in der Nähe von Verdun (Frankreich) organisiert.<BR/>

Peikert, Martin

<b>Martin Peikert</b><br>Tourismusplakat des Zuger Grafikers im Auftrag des Verkehrsvereins Graubünden, 1946 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Pellegrini, Carlo

<b>Carlo Pellegrini</b><br>Werbeplakat des italienischen Grafikers für das vom Skiclub Gotthard-Andermatt im Januar 1909 organisierte Rennen (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><BR/>

Pensionäre

<b>Pensionäre</b><br>Eine Bildseite aus "Excursion dans les Alpes" von  Rodolphe Töpffer,   Genf 1832 (Zentralbibliothek Zürich).<BR/>Der Genfer Rodolphe Töpffer eröffnete 1823 ein Knabenpensionat. Von 1824 bis 1842 unternahm er jedes Jahr mit seinen Pensionären eine mehrtägige Schulreise durch die Alpen. Die Reiserlebnisse fasste er in illustrierten gedruckten Heften zusammen, die den modernen Comic vorwegnahmen. Die Episode zeigt ein improvisiertes Nachtlager in einem Hotelzimmer in Savoyen.<BR/>

Pensionen

<b>Pensionen</b><br>Zürcher Priester schwören 1523 vor dem Bürgermeister, dass sie keine Pensionen entgegennehmen werden. Kolorierte Federzeichnung in Heinrich Thomanns Abschrift von Heinrich Bullingers Reformationsgeschichte, 1605 (Zentralbibliothek Zürich, Ms. B 316, Fol. 64v).<BR/>Ab dem ausgehenden 15. Jahrhundert wurde der Empfang von Pensionen als korrumpierend für Gesellschaft und Politik kritisiert. Unter dem Einfluss von Huldrych Zwingli erliess der Zürcher Rat 1523 ein Verbot für fremde Kriegsdienste und Pensionen, das er kurze Zeit später auch auf die gesamte Geistlichkeit ausdehnte. Daraus ist zu schliessen, dass selbst Kleriker Gelder fremder Kriegsherren angenommen hatten.<BR/>

Perrier, Louis

<b>Louis Perrier</b><br>Porträt aus dem Neuenburger Fotoatelier von  Auguste Montbaron,  um 1910 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Pest

<b>Pest</b><br>Bestattung von drei Pesttoten auf dem Kirchhof des Grossmünsters in Zürich, 1582. Aquarellierte Federzeichnung aus der 24-bändigen handschriftlichen Chronik des Zürcher Chorherrn Johann Jakob Wick (Zentralbibliothek Zürich, Handschriftenabteilung, Wickiana, Ms. F 30, Fol. 11r).<BR/>Auch in Pestzeiten wurden die Opfer auf den Friedhöfen der Pfarrkirchen beigesetzt. Die Massengräber mit bis zu vierzig Leichen blieben einige Zeit offen, die Bestattungen wurden täglich mit ungelöschtem Kalk überstreut. Solche Grabstätten aus Seuchenzeiten des 15. und 16. Jahrhunderts wurden in Zürich (Zwingliplatz) und in Winterthur (Stadtkirche, beim Südturm) archäologisch untersucht. Schwarz als Trauerfarbe ist noch nicht verbreitet. Hingegen tragen alle Frauen im Bild den weissen Trauerschleier.<BR/>

Pestalozzi, Johann Heinrich

<b>Johann Heinrich Pestalozzi</b><br>Porträt Öl auf Leinwand, von  Georg Friedrich Adolph Schöner,   um 1804 (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>Der Porträtierte hält seinen Enkel Gottlieb Pestalozzi (1799–1863) in den Armen.<BR/>

Petitionsrecht

<b>Petitionsrecht</b><br>Medienwirksame Übergabe einer Unterschriftensammlung gegen Probebohrungen der Nagra in der Gemeinde Siblingen an die Bundeskanzlei in Bern im September 1980  © KEYSTONE/Photopress.<BR/>Das Petitionsrecht ist das unverbindlichste aller Volksrechte in der Schweiz. Dennoch kann eine Petition Wirkung zeigen. Petenten schaffen es oft, auf sich und ihre Anliegen aufmerksam zu machen. Eine solche Überzeugungsarbeit gelang auch den Einwohnern des Klettgaus, nahm doch das Schaffhauser Stimmvolk nur zwei Jahre nach der Lancierung der lokalen Petition eine kantonale Volksinitiative gegen die Errichtung von Endlagerstätten für radioaktives Material an.<BR/>

Pfadfinder

<b>Pfadfinder</b><br>Plakat für das Bundeslager der Schweizer Pfadfinder in Zürich 1938, gestaltet von  André Tödtli (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Pfäfers (Gemeinde)

<b>Pfäfers (Gemeinde)</b><br>Bad Pfäfers in der Taminaschlucht. Radierung von  Matthaeus Merian   nach einer Vorlage von  Joseph Plepp,   1629 (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>Der Längsschnitt durch die enge Taminaschlucht zeigt den hängenden Steg, der von der Naturbrücke hinunter zu den ältesten, auf Balkenlagern stehenden Badegebäuden bei der heissen Quelle führt. 1630 begann man, das Thermalwasser mit einer Wasserleitung oder Bisse aus der engen Schlucht zu einer Terrasse zu leiten, wo ein neues Bad und Hospiz entstanden.<BR/>

Pfäffikon (ZH)

<b>Pfäffikon (ZH)</b><br>Panorama aus Südwesten, bestehend aus drei Einzelbildern, auf Karton geklebt. Fotografien von 1949 (Staatsarchiv Zürich, Tiefbauamt).<BR/>Nachdem der Regierungsrat 1948 die Pfäffikerseelandschaft mit einer Verordnung unter Schutz gestellt hatte, liess die kantonale Baudirektion eine Dokumentation der Landschaft und der Siedlung erstellen. Die Fotografien dienten der Verwaltung bei der Umsetzung der Schutzverordnung als Entscheidungshilfe. Das Bild von Pfäffikon wurde vom gegenüberliegenden Seeufer aufgenommen. Während die Uferpartien durch die Verordnung von 1948 wirksam geschützt wurden, entstanden nach 1960 an den noch unbebauten Hanglagen der Tämbrigkette (im Hintergrund) zahlreiche Einfamilienhausquartiere.<BR/>

Pfahlbauer

<b>Pfahlbauer</b><br>Idealisierte Darstellung einer neolithischen Ufersiedlung am Neuenburgersee. Öl auf Leinwand von  Auguste Bachelin,   1867 (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>1867 präsentierte die Eidgenossenschaft das eigens für diesen Anlass realisierte Bild mit den gesammelten Fundstücken aus der Pfahlbauzeit an der Pariser Weltausstellung. Anschliessend hing das Gemälde im Bundeshaus in Bern, was darauf verweist, dass die Behörden die Pfahlbauervergangenheit in die nationale Erinnerungskultur integrierten. Diese Vision einer friedlichen und geeinten Schweiz sollte die nach dem Sonderbundskrieg zerstrittenen Parteien zur Aussöhnung bewegen. Das Bild kam 1891 in die Sammlung des Landesmuseums, das 1898 eröffnet wurde.<BR/>

Pfandschaftswesen

<b>Pfandschaftswesen</b><br>Pfandrodel der Zürcher und Thurgauer Ämter aus dem Habsburgischen Urbar (Staatsarchiv Zürich, C I, Nr. 3285).<BR/>Der 295 cm lange Pergamentrodel ist aus sechs Stücken zusammengesetzt, wobei der hier aufgerollte Anfang die Pfandinhaber des Amts Winterthur auflistet. Der Rodel ist Bestandteil der Urbaraufnahme unter König Albrecht I. Es handelt sich um eine deutsche Übersetzung, die einige Jahre nach dem heute verlorenen, ca. 1306 abgefassten lateinischen Original angefertigt worden ist.<BR/>

Pfarrhäuser

<b>Pfarrhäuser</b><br>Grundrisse des Erdgeschosses und des ersten Stocks des Pfarrhauses von Yvonand, mit einem Erweiterungsprojekt von 1787 (Archives cantonales vaudoises, Be r/20, Foto Rémy Gindroz).<BR/>Der von Daniel-Henri Vaucher 1746 erstellte Bau ist eines der luxuriösesten Pfarrhäuser, das unter Berner Herrschaft im Waadtland entstand.<BR/>

Pfenninger, Johannes

<b>Johannes Pfenninger</b><br>Der Maler mit seiner Familie in seinem Atelier in Zürich. Aquarell, um 1805 (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>

Pferd

<b>Pferd</b><br>Meteor in der Nähe von Ensisheim (Elsass) am 7. November 1492, so wie ihn der Zeichner in der "Luzerner Chronik" von   Diebold Schilling  1513 dargestellt hat (Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern, Sondersammlung, Eigentum Korporation Luzern).<BR/>Das Pferd, auf dem ein Kind sitzt, ist vor eine Egge gespannt. Die zerlumpten Kleidungsstücke der abgebildeten Personen zeigen, der ikonografischen Tradition folgend, die harten Bedingungen der Feldarbeit.<BR/>

Pflug

<b>Pflug</b><br>Drei Pflugtypen vom Ende des 18. Jahrhunderts, dargestellt auf einer Tafel im Anhang des Werks "Beyträge zur nähern Kenntniss des Schweizerlandes" von   Hans Rudolph Schinz,  Zürich, Füssli, 1784, Bd. 5 (Burgerbibliothek Bern).<BR/>

Pfyffer, Eduard (von Altishofen)

<b>Eduard Pfyffer (von Altishofen)</b><br>Lithografie des Luzerner Ateliers der   Gebrüder Eglin,  um 1825 (Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern, Sondersammlung).<BR/><BR/>

Pfyffer, Franz Ludwig (von Wyher)

<b>Franz Ludwig Pfyffer (von Wyher)</b><br>Der Topograf bei der Aufnahme des Geländes. Kolorierter Kupferstich von   Christian von Mechel,  1786 (Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern, Sondersammlung).<BR/>Franz Ludwig Pfyffer zeichnet auf einer Felskanzel hoch über dem Vierwaldstättersee. Das Blatt erinnert an die Vollendung des "Reliefs der Urschweiz", das im Laufe von zwanzig Jahren entstanden war.<BR/>

Pfyffer, Kasimir (von Altishofen)

<b>Kasimir Pfyffer (von Altishofen)</b><br>Fotografie, um 1870 (Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern, Sondersammlung).<BR/>

Pfyffer, Max Alphons (von Altishofen)

<b>Max Alphons Pfyffer (von Altishofen)</b><br>Fotoxylografie, hergestellt von der Thüring AG, um 1890 (Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern, Sondersammlung).<BR/>

Philosophie

<b>Philosophie</b><br>Frontispiz und Titelseite der zweiten Auflage des Werks "Logique" von Jean-Pierre de Crousaz, 1737 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Unter der allegorischen Figur steht: "Wie das Gold mit dem Prüfstein, so lässt sich das Wahre leicht aufspüren und erkennen, denn die Logik bedeutet für das Urteil dasselbe wie der Stein für das Metall, das er berührt."<BR/><BR/>

Physiokratie

<b>Physiokratie</b><br>Französische Titelseite aus der Reihe "Abhandlungen und Beobachtungen", publiziert 1767 in Deutsch und Französisch von der Ökonomischen Gesellschaft zu Bern (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Zwischen 1762 und 1773 veröffentlichte die Berner Ökonomische Gesellschaft mehr als 30 Bände zu den Themen Landwirtschaft, Bevölkerungsstatistik, Wetterbeobachtung und Technik. Der Stecher Johann Rudolf Holzhalb gestaltete auf den Titelbildern beide Seiten der von der Ökonomischen Gesellschaft verliehenen Verdienstmedaille. Auf der Vorderseite der Medaille sitzt die Allegorie der Republik auf einem Pflug. Die französische Version der Titelseite ist mit einem Bienenkorb, einem Dreschflegel und einer Sense versehen.<BR/><b>Physiokratie</b><br>Deutsche Titelseite aus der Reihe "Abhandlungen und Beobachtungen", publiziert 1767 in Deutsch und Französisch von der Ökonomischen Gesellschaft zu Bern(Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Zwischen 1762 und 1773 veröffentlichte die Berner Ökonomische Gesellschaft mehr als 30 Bände zu den Themen Landwirtschaft, Bevölkerungsstatistik, Wetterbeobachtung und Technik. Der Stecher Johann Rudolf Holzhalb gestaltete auf den Titelbildern beide Seiten der von der Ökonomischen Gesellschaft verliehenen Verdienstmedaille. Auf der Vorderseite der Medaille sitzt die Allegorie der Republik auf einem Pflug. Die deutsche Version der Titelseite ist mit dem Kopf einer Kuh, Ähren und Trauben versehen.<BR/>

Piaget, Alexis-Marie

<b>Alexis-Marie Piaget</b><br>Porträt des Neuenburger Politikers, um 1870. Lithografie von  Albert Anker,  nach einer Zeichnung von Auguste Bachelin (Bibliothèque publique et universitaire de Neuchâtel).<BR/>

Pidou, Auguste

<b>Auguste Pidou</b><br>Porträt als helvetischer Senator an der Consulta in Paris. Bleistiftzeichnung mit Hervorhebungen in Pastell und Aquarell aus dem "Cahier vert" von  Benjamin Bolomey,  um 1802 (Musée historique de Lausanne).<BR/>

Pieczynska, Emma

<b>Emma Pieczynska-Reichenbach</b><br>Fotografie, um 1900 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Pierre Pertuis

<b>Pierre Pertuis</b><br>Ansicht der Öffnung im Fels, die dem Pass seinen Namen gab. Aquarellierte Radierung von  Peter Birmann,  um 1792, in Basel herausgegeben von Christian von Mechel (Museum für Kommunikation, Bern).<BR/>

Pietismus

<b>Pietismus</b><br>Erbauungsschrift "Ein neuer Strauss von schönen und gesunden Himmelsblumen" von  Samuel Lutz,   1737 (Zentralbibliothek Zürich).<BR/>Der Berner Landpfarrer Samuel Lutz wurde von Zeitgenossen als "Haupt aller schweizerischen Pietisten" bezeichnet. Die Predigten, die er als Pfarrer von Amsoldingen und später von Oberdiessbach hielt, fanden grossen Zuspruch.<BR/>

Pilatus

<b>Pilatus</b><br>Der Hausberg der Stadt Luzern. Fotochrom, um 1904 (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>Über der Luzerner Seebucht mit der Bahnhofskuppel (Bildmitte) und dem Kriegs- und Friedensmuseum (links) steigt das ursprünglich bewaldete Gelände sanft an. Die Weideflächen wurden durch Rodung gewonnen. Das Felsmassiv mit den beiden Pilatusgipfeln Esel und Tomlishorn krönt das idyllische Bild.<BR/>

Pilet-Golaz, Marcel

<b>Marcel Pilet-Golaz</b><br>Als neu gewählter Bundespräsident mit General Henri Guisan auf dem Platz vor dem Waadtländer Grossratsgebäude in Lausanne, Dezember 1939  © KEYSTONE/Photopress.<BR/>Pilet-Golaz wird in seinem Heimatkanton offiziell empfangen, nachdem die Bundesversammlung ihn am 13. Dezember 1939 für das Jahr 1940 zum zweiten Mal zum Bundespräsidenten gewählt hatte. Begleitet wird er von General Henri Guisan, ebenfalls einem Waadtländer, der von der Bundesversammlung am 30. August 1939 zum Oberbefehlshaber der Schweizer Armee gewählt worden war.<BR/>

Pilgerwesen

<b>Pilgerwesen</b><br>Ein Pilger springt über einen Bach. Zeichnung aus dem Bericht über eine Pilgerreise durch Syrien in den Jahren 1520 und 1521 von  Heinrich Wölfli,   1582 aus dem Lateinischen ins Deutsche übersetzt von Johann Haller (Burgerbibliothek Bern, Mss.h.h.XX.168, S. 187).<BR/>Viele Pilger, die sich nach Rom oder Jerusalem begaben, verfassten eine Reisebeschreibung. Skizzen oder Aquarelle illustrierten oft die wichtigsten Ereignisse.<BR/><b>Pilgerwesen</b><br>25 Pilger aus Schwyz und Zug wurden auf ihrem Weg nach Santiago de Compostela 1569 von hugenottischen Truppen umgebracht. Illustration aus der 24-bändigen handschriftlichen Chronik des Chorherrn  Johann Jakob Wick (Zentralbibliothek Zürich, Handschriftenabteilung, Wickiana, Ms. F 19, Fol. 8r).<BR/>

Pinkus, Theo

<b>Theo Pinkus</b><br>Das Ehepaar Theo und Amalie Pinkus-De Sassi mit Sohn Marco. Fotografie von  Kurt Abraham,   1941 (Zentralbibliothek Zürich, Studienbibliothek zur Geschichte der Arbeiterbewegung).<BR/>Dass sich Frauen und Männer bei einem gemeinsamen sportlichen Freizeitvergnügen in der Öffentlichkeit zeigen, war in den 1940er Jahren noch nicht die Regel. Auch mit dem Fahrradanhänger Marke Eigenbau ist die Familie Pinkus der Zeit einen Schritt voraus. Theo Pinkus vertrieb im Übrigen eine Gepäcktasche für Velos, die er selbst entworfen hatte.<BR/>

Plakat

<b>Plakat</b><br>"Sommer in Graubünden". Tourismusplakat von  Emil Cardinaux,   1909 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><b>Plakat</b><br>Plakat für das Béjart Ballet von Lausanne von 1988, gestaltet vom Grafiker  Pierre Neumann (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Die Zusammenarbeit zwischen Grafikern und Fotografen prägt die Geschichte des Plakats von den 1920er Jahren an bis heute. Die für dieses Plakat benutzte Fotografie stammt von Christian Coigny.<BR/>

Planta, Albert Dietegen von

<b>Albert Dietegen von Planta</b><br>Uniform, die von Planta als Hauptmann in holländischen Diensten getragen hat (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>

Planta, Gaudenz von (Samedan)

<b>Gaudenz von Planta (Samedan)</b><br>Porträt von  Heinrich Kraneck.  Öl auf Leinwand, 1832  (Rätisches Museum, Chur).<BR/><BR/>

Planwirtschaft

<b>Planwirtschaft</b><br>Plakat von  Otto Ernst   für die Abstimmung vom 3. März 1929 über die Volksinitiative zur Getreideversorgung (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Das 1926 vom Volk abgelehnte Getreidemonopol wurde 1929 in abgeschwächter Form angenommen (Bundesgesetz vom 7. Juli 1932).<BR/><BR/>

Platten, Fritz

<b>Fritz Platten</b><br>Der in die Sowjetunion ausgewanderte Schweizer Kommunist als Dozent des Moskauer Instituts für Fremdsprachen. Fotografie von  Kurt Spiess,   um 1935 (Schweizerisches Sozialarchiv, F Fb-0011-12).<BR/>Fritz Platten sitzt unter seinen Schülerinnen und einem Schüler in der mittleren Reihe (Zweiter von links). Die Fotografie wurde etwa drei Jahre vor seiner Verhaftung und Deportation aufgenommen.<BR/>

Plattner, Placidus

<b>Placidus Plattner</b><br>Titelblatt der deutschen Übersetzung des vom Bündner Humanisten Simon Lemnius verfassten epischen Gedichts "Raeteis", kommentiert und mit einer Einleitung versehen vom Historiker und Philologen Placidus Plattner, 1881 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Nachdem Plattner 1874 die lateinische Originalausgabe des unvollendeten Heldenepos über die Schlacht an der Calven herausgegeben hatte, legte er eine deutsche Fassung in Versform vor, die sich auf acht Gesänge beschränkte.<BR/>

Plepp, Joseph

<b>Joseph Plepp</b><br>Rötelzeichnung.  Conrad Meyer   zugeschrieben, um 1642 (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>

Polen

<b>Polen</b><br>Der Platz vor dem Schloss Warschau, Fotografie von 1938 (Süddeutsche Zeitung Photo) © KEYSTONE.<BR/>Das Denkmal von König Zygmunt III. Wasa im Vordergrund links wurde vom Tessiner Architekten Costante Tencalla 1644 entworfen.<BR/><b>Polen</b><br>Titelblatt des Kurzführers des polnischen Nationalmuseums in Rapperswil (SG). Lithografie von  Paul Brugier   in Zürich, nach einer Vorlage von W. von Czarnomski, 1872 (Zentralbibliothek Zürich).<BR/>Bereits zwei Jahre nach der Eröffnung des Polenmuseums in Rapperswil wurde dieser 190 Druckseiten umfassende Museums- und Bibliotheksführer herausgegeben. Im Zentrum des Titelblatts prangt das ehemalige polnisch-litauische Wappen. 1872 erschien zudem ein über 400-seitiger wissenschaftlicher Gesamtkatalog.<BR/>

Politische Willensbildung

<b>Politische Willensbildung</b><br>Pressekonferenz des Vororts des Schweizerischen Handels- und Industrievereins zur Konjunkturpolitik des Bundesrats am 5. April 1976 in Bern  © KEYSTONE.<BR/>Die Spitzenverbände der Wirtschaft sind Mitgestalter der politischen Willensbildung. Auf dem Podium spricht Gerhard Winterberger, Präsident des Vororts (Zweiter von rechts). Im Vordergrund sitzt Sekretär Bernhard Wehrli.<BR/>

Polizei

<b>Polizei</b><br>Abstimmungsplakat zum Bundesgesetz über den Schutz der öffentlichen Ordnung vom 11. März 1934, gestaltet von  Emil Cardinaux (Schweizerische Nationalbibliothek, Graphische Sammlung).<BR/>Das Parlament verabschiedete 1933 das als Lex Häberlin II bekannt gewordene Gesetz, das in der Furcht vor den Frontisten und sozialen Unruhen gründete. Nachdem das Referendum ergriffen worden war, wurde die Gesetzesvorlage vom Volk mit 53,8% der Stimmen verworfen. Für den Schutz der öffentlichen Ordnung hat die Polizei von Kantonen und Gemeinden zu sorgen.<BR/><BR/><b>Polizei</b><br>Plakat, gestaltet von der Allgemeinen Gewerbeschule Basel für das Polizeidepartement Basel-Stadt, 1965 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><BR/>

Pontresina

<b>Pontresina</b><br>Werbeplakat, im Auftrag des Verkehrsbüros Pontresina von  Emil Schulthess   gestaltet, 1937 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Pornografie

<b>Pornografie</b><br>Werbeplakat von 1969 für einen Film von Erwin C. Dietrich (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Der in der Sparte Unterhaltungsfilme spezialisierte Zürcher Produzent Dietrich gründete in Berlin die Urania Filmproduktion, die in den 1960er Jahren zahlreiche Streifen pornografischen Inhalts drehte.<BR/>

Port

<b>Port</b><br>Keltische Inschrift auf einem in Port gefundenen Schwert (Bernisches Historisches Museum).<BR/>Der Schriftzug <I>Korisios</I>, der mit griechischen Buchstaben auf dem Schwert steht, könnte den Namen des Besitzers angeben. Aber die Schlagmarke mit den zwei Ziegen unter dem Baum des Lebens legt nahe, dass eher der Schmied Korisios hiess. Das Schwert (um 100 v.Chr.) ist eines der ältesten Schriftzeugnisse im Gebiet der heutigen Schweiz.<BR/>

Portugal

<b>Portugal</b><br>Karikatur zum Sturz des portugiesischen Königshauses am 5. Oktober 1910, aus dem "Nebelspalter" vom 15. Oktober 1910, gezeichnet von  Fritz Boscovits (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>König Emanuel II. aus dem Haus Braganza wurde im Oktober 1910 gestürzt, ohne dass ihm eine der Grossmächte zu Hilfe geeilt wäre. Boscovits zeigt den jungen König, wie er unter den spöttischen Blicken ausländischer Machthaber – die Köpfe am oberen Bildrand stehen für Deutschland, Österreich, Italien, England, Russland, Frankreich und die Türkei (von links nach rechts) – vom Rücken seines Pferdes Portugal geschleudert wird. In der Schweizer Presse lösten diese Ereignisse ein grosses Echo aus. Die Eidgenossenschaft anerkannte die republikanische Regierung im Dezember 1910.<BR/>

Poschiavo (Gemeinde)

<b>Poschiavo (Gemeinde)</b><br>Ausschnitt aus der "Carte des pais reconquis et restitués par le Roy aux 3 Ligues Grises [...]", im Anhang des in Paris publizierten Werks "Pratiques sur l'ordre & règle de fortifier [...] les places" von  Jean Fabre,   1629 (ETH-Bibliothek Zürich, Alte und Seltene Drucke).<BR/>Die Karte (Süden liegt oben) unterstreicht die strategische Bedeutung des Puschlavs, das mit dem Berninapass eine Verbindung zwischen dem Gebiet der Drei Bünde und den Untertanengebieten im Veltlin bildete. Unter den Befestigungen ist der Turm von Fortino erkennbar, der 1620 ausgebaut wurde, um die Kontrolle über den Transitverkehr am rechten Seeufer zu sichern. 1620 wurde das Veltlin vom spanischen Statthalter von Mailand besetzt, der 1622 päpstlichen Truppen Platz machte, die wiederum zwei Jahre später von französischen Truppen abgelöst wurden. Im Vertrag von Monzon gab Ludwig XIII. den Drei Bünden 1626 das Veltlin zurück.<BR/>

Post

<b>Post</b><br>Postreiter der Fischerpost mit Horn und aufgeschnallter Posttasche. Schliffscheibe, 1763 (Museum für Kommunikation, Bern).<BR/>In der frühen Neuzeit war die Fischer'sche Post das wichtigste Postunternehmen in der Schweiz. Beim dargestellten Reiter handelt es sich laut Bildunterschrift um Samuel Übersax, Postbote in Herzogenbuchsee und Rössliwirt in Hermiswil. Die Zeichnung auf Glas erinnert an seine Heirat mit Barbara Marti.<BR/><b>Post</b><br>Das Postauto löst die Pferdekutsche ab. Fotografie von  A. Brunel,  1927 (Museum für Kommunikation, Bern).<BR/>Die Fotografie entstand vor dem Postbüro in Carena im Valle Morobbia zur Erinnerung an die Eröffnung des Postautohalterkurses nach Bellinzona. Im und um das neue Automobil posieren der Dorfpfarrer und die Dorfhonoratioren. Hinter dem Auto steht der ausgediente vierplätzige Pferdepostwagen.<BR/><b>Post</b><br>Werbeplakat auf Englisch für das Postauto, gestaltet von  Emil Cardinaux, 1922 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Der Postautodienst hatte weit über den Alpenraum hinaus einen guten Ruf und die Touristen liebten es, durch die malerische Schweizer Bergwelt zu reisen.<BR/>

Postwertzeichen

<b>Postwertzeichen</b><br>Basler Taube, 1845. Im Buchdruckverfahren produzierte Marke von   Melchior Berri (Museum für Kommunikation, Bern).<BR/>Vom Absender bezahlte Postwertzeichen wurden in den Kantonen Genf und Zürich 1843, in Basel-Stadt 1845 eingeführt.<BR/><b>Postwertzeichen</b><br>Allgemeine Briefmarke der Schweizer Post, 1850. Lithografie von  Carl Durheim (Museum für Kommunikation, Bern).<BR/>Die ersten Marken der neu gegründeten Schweizer Post zeigen einen Schweizer Wappenschild, der mit einem Posthorn geschmückt ist.<BR/>

Pourtalès, Jacques-Louis de

<b>Jacques-Louis de Pourtalès</b><br>Porträt, um 1770. Öl auf Leinwand,  Jean Preudhomme  zugeschrieben (Bibliothèque publique et universitaire de Neuchâtel).<BR/>

Prähistorische Temporärsiedlungen

<b>Prähistorische Temporärsiedlungen</b><br>Detail eines Modells der Siedlung Moosseedorf-Moosbühl, realisiert vom Bernischen Historischen Museum (Bernisches Historisches Museum) © Foto Stefan Rebsamen.<BR/>

Prangins

<b>Prangins</b><br>Das Schloss, wie es ein unbekannter Zeichner für die "Carte d'une partie du Pays de Vaud" dargestellt hat, um 1650 (Archives cantonales vaudoises, Gc 406/B, Foto Rémy Gindroz).<BR/>Das nahe der Stadt Nyon und dem Hafen von Rive, der durch einige Schiffe angedeutet wird, gelegene Schloss wurde nicht massstabsgetreu abgebildet. Bei der Eroberung der Waadt durch die Berner 1536 wurde das mittelalterliche Schloss niedergebrannt und vor 1548 wieder aufgebaut. Sein heutiges Aussehen erhielt es erst in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts, nachdem der Bankier Louis Guiguer das Anwesen gekauft hatte.<BR/>

Predigt

<b>Predigt</b><br>Titelblatt des "Manuale curatorum" von  Johann Ulrich Surgant,   erschienen in der Offizin von Michael Furter in Basel, 1503 (Universitätsbibliothek Basel).<BR/>Das Manuale aus dem Umfeld der oberrheinischen Frühhumanisten ist ein Handbuch für den Wortgottesdienst.<BR/>

Preise

<b>Preise</b><br>Karikatur über den ungenügenden Teuerungsausgleich, um 1960 (Schweizerisches Sozialarchiv, F 5030-Za-0005).<BR/>Die Karikatur war vom Verband der Handels-, Transport- und Lebensmittelarbeiter (VHTL) in Auftrag gegeben worden und kritisierte, dass die Löhne den Preisen zur Zeit der Hochkonjunktur nicht folgten. Die Teuerung wird durch den statistischen Warenkorb veranschaulicht, mit dem der Konsumentenpreisindex ermittelt wird.<BR/>

Presse

<b>Presse</b><br>Plakat für eine Werbekampagne des "Tages Anzeigers", 1974 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/><b>Presse</b><br>Plakat für eine Werbekampagne der Zeitung "24 Heures", gestaltet vom Studio Pérusset in Lausanne, 1972 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/><b>Presse</b><br>Plakat für eine Werbekampagne des "Corriere del Ticino", 2003 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/><BR/><b>Presse</b><br>Werbeplakat für die "Schweizer Illustrierte", 1974  (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><BR/>

Preussen

<b>Preussen</b><br>Modelldorfkirche für Schweizer Auswanderer. Lavierte Federzeichnung, 1703  (Staatsarchiv Zürich, B VIII 165, fol. 240r).<BR/>Die Schweizer Auswanderer in Preussen (Mark Brandenburg) wurden von den reformierten Orten finanziell unterstützt. Als der Zürcher Herkules Dälliker, von 1690 bis 1724 Pfarrer in Lindow, einen Rechenschaftsbericht über die Verwendung von 4'600 Talern Hilfsgelder ablegte, ergänzte er das Schreiben an den Zürcher Rat mit drei Planskizzen von Modelldorfkirchen. Insgesamt wurden sechs solcher Koloniekirchen realisiert, darunter die noch existierenden Gotteshäuser von Altlüdersdorf, Storbeck und Linow. 1711 sprach der preussische König Zürich und Bern das Recht zu, für alle sechs "Schweizer" Gemeinden den Pfarrer zu wählen (Kollatur).<BR/><BR/><b>Preussen</b><br>Ein Hundertschweizer mit Hellebarde. Illustration aus einem Sammelband des Zürcher Stadtschreibers David Holzhalb über die brandenburgisch-preussische Leibwache, um 1698 (Staatsarchiv Zürich, B I 322, eingeklebt nach fol. 248).<BR/>Das Militärabkommen zwischen den reformierten Orten der Eidgenossenschaft und Brandenburg-Preussen von 1696 erlaubte Kurfürst Friedrich III., Soldaten für eine Leibgarde zu rekrutieren. Die aus Schweizer Söldnern formierte Ehrenwache bestand nur wenige Jahre.<BR/>

Primarschule

<b>Primarschule</b><br>"Volksbildung ist Volksbefreiung! Subvention der Volksschule durch den Bund / Die weltliche, unentgeltliche und obligatorische Schule". Karikatur von  Fritz Boscovits,  erschienen im "Nebelspalter", 1902, Nr. 47 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Mutter Helvetia in Berner Tracht verteilt Brot an ihre Kinder, die Kantone. Der Bundesbeschluss betreffend die Unterstützung der öffentlichen Primarschule durch den Bund wurde am 23. November 1902 vom Volk gutgeheissen. Der Bund hat in allen Kantonen die Aufsichtspflicht über die konfessionell neutralen, unentgeltlichen und obligatorischen Schulen inne und subventionierte diese bis 1985.<BR/>

Privatrecht

<b>Privatrecht</b><br>Erster Entwurf des Zürcher "Privatrechtlichen Gesetzbuches" von Johann Caspar Bluntschli, 1851 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Privatsphäre

<b>Privatsphäre</b><br>Sterbender Mann. Kupferstich aus "Heilige Ceremonien" von  David Herrliberger,   1750 (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>In spätmittelalterlichen Darstellungen sind sterbende Menschen oft von zahlreichen Personen umgeben (Priester, Verwandte und Nachbarn). Herrliberger hingegen bietet einen Einblick in die Intimität einer vornehmen, frühbürgerlichen Stube des 18. Jahrhunderts. Nur die Ehefrau, die Kinder und der Hausarzt halten engen Kontakt mit dem Kranken. Die Dienstboten warten am Rand des Geschehens, bis sie gerufen werden.<BR/>

Pro Juventute

<b>Pro Juventute</b><br>Fünf-Rappen-Marke der Pro Juventute mit dem Porträt von Bundesrat Ludwig Forrer, 1945 (Museum für Kommunikation, Bern) © Die Schweizerische Post.<BR/>Seit 1913 bringt die Pro Juventute jährlich einen Satz von Briefmarken in den Verkauf, wobei der Erlös aus dem Zuschlag zum Frankaturwert der Stiftung zufliesst. Ein Set ist üblicherweise einem Thema gewidmet und besteht aus vier verschiedenen Marken. Seit 1927 werden hauptsächlich Schweizer Persönlichkeiten abgebildet, von den 1960er Jahren an auch Tiere und Pflanzen. Die Pro-Juventute-Marken erfreuen sich bei Philatelisten grosser Beliebtheit.<BR/>

Probst, Raymond

<b>Raymond Probst</b><br>Porträt aus dem Fotostudio  Friedli  in Bern, um 1983 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Produktionsgenossenschaften

<b>Produktionsgenossenschaften</b><br>Arbeiter der Spenglergenossenschaft Zürich. Fotografie, 1909 (Schweizerisches Sozialarchiv).<BR/>Die auch unter dem Namen "Sada" bekannte Genossenschaft wurde 1907 im Anschluss an einen Streik gegründet. Entsprechend kämpferisch gab sie sich mit der auf die Fotografie gestempelten Ermahnung: "7000 Kilo gesperrtes Blech – Der Spenglermeister ewiges Pech." Damit wird auf die Aussperrung von Arbeitern angespielt, die nun ihrerseits den Meistern Rohmaterial und Aufträge entziehen.<BR/>

Progressive Organisationen (POCH)

<b>Progressive Organisationen (POCH)</b><br>Plakat der POCH für die Nationalratswahlen 1983, gestaltet von  Andreas Schärer (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><BR/>

Prostitution

<b>Prostitution</b><br>Karikatur aus dem Neuen Postillon vom September 1897 (Schweizerisches Sozialarchiv).<BR/>1897 schlossen die Behörden der Stadt Zürich die Bordelle. Dies gab den Karikaturisten Anlass, die polizeiliche Doppelmoral an den Pranger zu stellen.<BR/>

Protestantismus

<b>Protestantismus</b><br>Der Theologieprofessor Karl Barth in seinem Büro an der Universität Basel, 1962  © KEYSTONE/Photopress.<BR/>Barth übertrug die reformierte Theologie auf das Alltagsleben und beeinflusste mit seinem Werk Generationen von Pfarrern. Sein weltweit rezipiertes Werk löste leidenschaftlich geführte Auseinandersetzungen aus.<BR/>

Pruntrut (Gemeinde)

<b>Pruntrut (Gemeinde)</b><br>Modell der Bastille aus Originalsteinen und Gips von  Pierre-François Palloy,   um 1793  (Bernisches Historisches Museum) © Foto Stefan Rebsamen.<BR/>1793–1800 war Pruntrut Hauptort des französischen Departements Mont-Terrible. Wie jede andere französische Departementsstadt erhielt Pruntrut ein Modell der Bastille, das der frühere königliche Bauunternehmer und Teilnehmer am Bastillesturm, Pierre-François Palloy, aus den Steinen der geschleiften Festung bauen liess. Die Modelle wurden bei politischen Veranstaltungen mitgetragen. Nach der Eingliederung des Territoriums des ehemaligen Fürstbistums Basel in den Kanton Bern liess Kanzler Abraham Friedrich von Mutach das an die Revolution erinnernde Requisit nach Bern überführen.<BR/>

Psychiatrie

<b>Psychiatrie</b><br>Turnstunde in der psychiatrischen Klinik Schlössli. Fotografie von  Theo Frey,  1955 (Schweizerische Nationalbibliothek, Eidgenössisches Archiv für Denkmalpflege, Sammlung Frey).<BR/>1889 gründete Gottlieb Hinderer in Oetwil am See ein Pflegeheim für Geisteskranke. Die Klinik blieb während fünf Generationen in der Hand der Familie Hinderer. 2008 erfolgte der Zusammenschluss des Unternehmens mit der Thurgauer Privatklinik Littenheid zur ersten psychiatrischen Privatklinikgruppe der Schweiz unter dem Namen Clienia. Die Klinik, die zu Beginn des 21. Jahrhunderts über rund 210 Betten verfügte, fördert seit den 1950er Jahren Gruppenaktivitäten wie Turnen, Theater, Musik oder gemeinsames Kochen.<BR/>

Pully

<b>Pully</b><br>Kirche und Pfarrhaus von Südosten. Kolorierte Aquatinta von  Samuel Weibel,  1826 (Musée historique de Lausanne).<BR/>Angrenzend an die Terrasse vor der Pfarrkirche wurde 1723 das Pfarrhaus neu erbaut. Es steht über dem Rebberg, der zum Genfersee abfällt.<BR/>

Pury, Abram de

<b>Abram de Pury</b><br>Porträt. Öl auf Leinwand von  Franz Niklaus König,  um 1795 (Privatsammlung) © Foto Bibliothèque publique et universitaire de Neuchâtel.<BR/>

Pury, David de

<b>David de Pury</b><br>Porträt in Öl des irischen Malers  Thomas Hickey,  um 1780 (Hôtel de Ville, Neuenburg) © Foto Bibliothèque publique et universitaire de Neuchâtel.<BR/>Der Künstler stellt de Pury, eine Landkarte der Region Neuenburg betrachtend, vor einer Ansicht Lissabons mit der Mündung des Tejo dar. Thomas Hickey malte das Bild wahrscheinlich in Portugal. De Pury gelangte dort zu grossem Reichtum, indem er den Abbau von und den Handel mit brasilianischen Diamanten organisierte. Sein Vermögen vermachte er der Stadt Neuenburg, die damit mehrere Gebäude (z.B. Rathaus, Collège latin usw.) errichten liess, 1788 die öffentliche Bibliothek gründete und sich am Erwerb der ersten Bestände beteiligte.<BR/>

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