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12/2017
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Maag (Dr. R. Maag)

<b>Maag (Dr. R. Maag)</b><br>Werbeplakat für Maag Pflanzenschutzmittel, gestaltet von  Willi Günthart,  1941 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><BR/>

Machiavelli, Niccolò

<b>Niccolò Machiavelli</b><br>Titelseite einer Quartedition seiner Werke mit dem Porträt des Autors und Erscheinungsjahr 1550, publiziert in Genf in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts (Universitätsbibliothek Basel).<BR/>Von dieser wegen des Porträts als <I>testina</I> bezeichneten Ausgabe gibt es verschiedene Drucke. Das abgebildete Exemplar gehört zu jenen, die vom Genfer Drucker Filippo Alberto (Pseudonym für Pierre Aubert) vertrieben wurden. Die Widmung an Machiavellis Förderer Papst Clemens VII. und die Rückdatierung der Ausgabe auf 1550 – neun Jahre bevor Machiavellis Schriften auf den kirchlichen Index der verbotenen Bücher gesetzt wurden – liessen das Werk im Licht der päpstlichen Gunst erscheinen. Nachdrucke von Machiavellis Schriften in italienischer Sprache entstanden auch in Lausanne und Capolago. Weil die Schweizer Drucker den italienischen Schwarzmarkt belieferten, trugen sie massgeblich zur Verbreitung von Machiavellis Gedankengut in dessen Heimat bei.<BR/><BR/>

Mädchenerziehung

<b>Mädchenerziehung</b><br>Mädchen an der Arbeit. Stich von   Daniel Chodowiecki   im "Elementarbuch für die Jugend und für ihre Lehrer und Freunde in gesitteten Ständen" des deutschen Pädagogen Johann Bernhard Basedow, Altona, 1770 (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>Das Bild zeigt "einige Arten nützlicher Beschäftigungen" für Frauen. Basedows philanthropische Pädagogik richtete sich sowohl an die Jugend als auch an Eltern und Erzieher.<BR/><BR/>

Madretsch

<b>Madretsch</b><br>Werbeplakat für die 1894 gegründete Firma Cosmos. Lithografie, 1914 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Maggi

<b>Maggi</b><br>Werbeplakat von  Burkhard Mangold,   1915 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Magnin, Armand

<b>Armand Magnin</b><br>Der Redaktor der Zeitschrift "La Voix ouvrière", um 1970 (Schweizerisches Nationalmuseum, Actualités suisses Lausanne).<BR/>

Magro

<b>Magro</b><br>Werbeplakat zum zehnjährigen Bestehen des Einkaufszentrums Uvrier bei Sitten, 1980 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Mailand (Herzogtum)

<b>Mailand (Herzogtum)</b><br>Das Grenzgebiet am Comersee und am Lago di Mezzola zwischen dem Herzogtum Mailand und Graubünden um 1640. Handgezeichnete Karte aus der Sammlung des Ingenieurs  Johann Ardüser (Zentralbibliothek Zürich).<BR/>Norden befindet sich rechts auf der Karte. Über dem Delta der Adda (links) erhebt sich am Weg ins Veltlin die 1603–1604 vom spanischen Statthalter in Mailand errichtete Festung Fuentes, die der Beherrschung des Taleingangs diente. Die Ebene rund um die Festung wurde von der ansässigen Bevölkerung auch Piano di Spagna (spanische Ebene) oder Tomba degli Spagnoli (Grab der Spanier) genannt. Die Namen nehmen Bezug auf die Zeit der spanischen Herrschaft und das ungesunde Klima in den Sümpfen. Die weiteren Befestigungen zeugen von der strategischen Bedeutung dieser Verbindung zwischen Rätien und der Lombardei.<BR/>

Mailänderkriege

<b>Mailänderkriege</b><br>Karl VIII. zieht mit seinen Schweizer Söldnern 1494 durch Italien nach Neapel. Illustration in  Diebold Schillings  "Luzerner Chronik", 1513 (Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern, Sondersammlung, Eigentum Korporation Luzern).<BR/><BR/>

Maillart, Robert

<b>Robert Maillart</b><br>Porträt, um 1898. Foto des Berner Ateliers  Arnold Wicky (ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv).<BR/>

Mais

<b>Mais</b><br>Trocknen von Mais in Brione sopra Minusio, um 1892. Foto von  Rudolf Zinggeler (Schweizerische Nationalbibliothek, Eidgenössisches Archiv für Denkmalpflege).<BR/>Die Maiskolben wurden nach der Ernte an den Holzbrüstungen der Balkone bis zur Reife aufgehängt. Damit der Mais nicht zu trocken wurde, musste der Reifeprozess aufmerksam überwacht werden.<BR/>

Malan, César

<b>César Malan</b><br>Titelseite der kleinen Schrift "The A.B.C. of Faith", die als Übersetzung aus dem Französischen in New York publiziert wurde, 1867 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Malerei

<b>Malerei</b><br>"Der wunderbare Fischzug" von  Konrad Witz.   Aussenseite eines Flügels des Petrusaltars aus der Genfer Kathedrale, Mischtechnik auf Holz, 1444. Foto von Bettina Jacot-Descombes (Musée d'art et d'histoire Genève, no inv. 1843-0011).<BR/>Die vom Maler auf dem Rahmen signierte Tafel ist als frühe wirklichkeitsgetreue Landschaftsdarstellung von Bedeutung. Indem Witz das biblische Ereignis in die topografisch genau wiedergegebene Genfer Uferlandschaft mit dem Höhenzug Les Voirons, dem Môle und dem Petit Salève verlegt, betont er die Wahrhaftigkeit des von Christus vollbrachten Wunders.<BR/><b>Malerei</b><br>Der Rückzug von Marignano. Mittelfeld des Wandbildes von  Ferdinand Hodler  in der Waffenhalle des Schweizerischen Landesmuseums in Zürich, 1899-1900 (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Hodlers Entwurf für die Dekoration des Waffensaals von 1897 löste einen jahrelangen Bilderstreit aus. Die Museumskommission kritisierte die künstlerische Umsetzung des Themas und sah mit der mangelnden "historischen Treue" die volkserzieherischen Ziele des Landesmuseums gefährdet. Nach zahlreichen Überarbeitungen durch den Künstler folgte der Bundesrat 1899 schliesslich der befürwortenden Meinung der Fachjury und liess die Wandbilder ausführen.<BR/>

Malters

<b>Malters</b><br>Die 1910 erbaute zweite Industriemühle der Mühlenwerke Steiner beim Bahnhof. Fotografie, 1930er Jahre (Schweizerische Nationalbibliothek, Eidgenössisches Archiv für Denkmalpflege, Sammlung Photoglob).<BR/>

Malvaglia

<b>Malvaglia</b><br>"Besuchen Sie das Malvagliatal", Werbeplakat für die Luftseilbahn Orino–Ponterio von 1935, signiert mit dem Namen  Bölt,   gedruckt bei A. Salvioni & Co. in Bellinzona (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><BR/>

Mamie, Pierre

<b>Pierre Mamie</b><br>Festgottesdienst in der Kathedrale St. Niklaus in Freiburg zum 25. Jahrestag der Bischofsweihe von François Charrière zum Bischof von Lausanne, Genf und Freiburg, 1970 (Schweizerisches Nationalmuseum, Actualités suisses Lausanne).<BR/>Von links nach rechts: Pierre Mamie, Weihbischof von Lausanne, Genf und Freiburg, François Charrière, Nestor Adam, Bischof von Sitten und Präsident der Schweizer Bischofskonferenz.<BR/>

Mangold, Burkhard

<b>Burkhard Mangold</b><br>Plakat für die Automobilfabrik Safir. Lithografie, gedruckt in der Graphischen Anstalt J. E. Wolfensberger in Zürich, 1907 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Mann, Thomas

<b>Thomas Mann</b><br>An der Feier zu seinem 80. Geburtstag, welche die Gemeinde Kilchberg (ZH) organisiert hatte, 4. Juni 1955 (ETH-Bibliothek Zürich, Thomas-Mann-Archiv) © Thomas-Mann-Archiv ETH Zürich / KEYSTONE.<BR/>Thomas Mann wird im Conrad-Ferdinand-Meyer-Haus in Kilchberg von Bundespräsident Max Petitpierre und seiner Frau Katia flankiert.<BR/>

Manuel, Albrecht

<b>Albrecht Manuel</b><br>Als Schultheiss von Bern. Öl auf Holz, 1631 (Burgerbibliothek Bern).<BR/>

Manz, Felix

<b>Felix Manz</b><br>Der Täufer wurde am 5. Januar 1527 durch Ertränken in der Limmat hingerichtet. Illustration in Heinrich Thomanns Abschrift (1605) von Heinrich Bullingers "Reformationsgeschichte" (Zentralbibliothek Zürich, Ms. B 316, Fol. 284v).<BR/><BR/>

Marat, Jean-Paul

<b>Jean-Paul Marat</b><br>Titelseite eines wissenschaftlichen Hauptwerks von Marat aus dem Jahr 1780. Damals wirkte er als Arzt der Leibwache des Grafen von Artois, Bruder Ludwigs XVI. (Bibliothèque publique et universitaire de Neuchâtel).<BR/>

Marca, a

<b>A Marca</b><br>Innenansicht des oberen a-Marca-Hauses in Mesocco, 1936. Fotografie von   Rudolf Zinggeler (Schweizerische Nationalbibliothek, Eidgenössisches Archiv für Denkmalpflege, Sammlung Zinggeler).<BR/>In Mesocco gibt es zwei a-Marca-Häuser, das obere und das untere. Das Foto zeigt den ehemaligen Empfangssaal des oberen Hauses, in dem ein mit Wappenschildern geschmückter Specksteinofen steht. Der 1960 umgebaute Raum bestand noch zu Beginn des 21. Jahrhunderts.<BR/>

Mareschet, Humbert

<b>Humbert Mareschet</b><br>Appenzeller Bannerträger, aus dem dreizehnteiligen Zyklus der Bannerträger, die Mareschet für die Westwand des Grossratssaals im Berner Rathaus gemalt hat, 1584–1585  (Bernisches Historisches Museum) © Foto Stefan Rebsamen.<BR/>Die Bannerträger sind mit Absicht in archaischen Kostümen dargestellt. Als sinnbildliche Vertreter der dreizehnörtigen Eidgenossenschaft sollten sie die tapferen Vorfahren in Erinnerung rufen, die vor der konfessionellen Spaltung und den Spannungen zwischen den Städte- und den Länderorten ihre Waffen im Namen der Freiheit und nicht für fremde Fürsten erhoben hätten.<BR/><b>Humbert Mareschet</b><br>Schaffhauser Bannerträger, aus dem dreizehnteiligen Zyklus der Bannerträger, die Mareschet für die Westwand des Grossratssaals im Berner Rathaus gemalt hat, 1584–1585  (Bernisches Historisches Museum) © Foto Stefan Rebsamen . <BR/>Die Bannerträger sind mit Absicht in archaischen Kostümen dargestellt. Als sinnbildliche Vertreter der dreizehnörtigen Eidgenossenschaft sollten sie die tapferen Vorfahren in Erinnerung rufen, die vor der konfessionellen Spaltung und den Spannungen zwischen den Städte- und den Länderorten ihre Waffen im Namen der Freiheit und nicht für fremde Fürsten erhoben hätten.<BR/><b>Humbert Mareschet</b><br>Solothurner Bannerträger, aus dem dreizehnteiligen Zyklus der Bannerträger, die Mareschet für die Westwand des Grossratssaals im Berner Rathaus gemalt hat, 1584–1585 (Bernisches Historisches Museum) © Foto Stefan Rebsamen.<BR/>Die Bannerträger sind mit Absicht in archaischen Kostümen dargestellt. Als sinnbildliche Vertreter der dreizehnörtigen Eidgenossenschaft sollten sie die tapferen Vorfahren in Erinnerung rufen, die vor der konfessionellen Spaltung und den Spannungen zwischen den Städte- und den Länderorten ihre Waffen im Namen der Freiheit und nicht für fremde Fürsten erhoben hätten.<BR/>

Maric, Mileva

<b>Mileva Maric</b><br>Zu Beginn ihres Studiums am Polytechnikum in Zürich. Fotografie, um 1896 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Marignano, Schlacht von

<b>Schlacht von Marignano</b><br>Gedenkbild "zu Ehren und zum Ruhme Seiner Allerchristlichsten Majestät Franz von Angoulême, König von Frankreich, und der erlauchten Republik Venedig". In Venedig gedruckter Monumentalholzschnitt von  Giovanni Andrea Vavassore,   um 1515 (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>Um die Bedeutung des Ereignisses zu betonen, wurde die monumentale Komposition auf acht Druckstöcken angelegt. Für die Ansicht Mailands (links) verwendete der Künstler früher gefertigte Druckstöcke. Die Darstellung gewichtet das Kampfgeschehen stärker als den Ort der Auseinandersetzung. Oben im Bild greifen die Schweizer Truppen die von den Venezianern unterstützten Franzosen an. Das Schlachtfeld ist von der Artillerie umstellt (unten in der Mitte), dank der Franz I. schliesslich den Sieg davontrug.<BR/><BR/>

Marketing

<b>Marketing</b><br>Erste Seite der Statuten der 1941 in Zürich gegründeten Gesellschaft für Marktforschung (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/><BR/>

Marktregulierung

<b>Marktregulierung</b><br>Ordnung der Marktstände für die Messen in Zürich. Plan von Ingenieur  Johannes Müller,   1784 (Staatsarchiv Zürich, Plan C 101).<BR/>1701 wurden die Pfingst- und Herbstmessen auf dem Münsterhof neben der Fraumünsterkirche (links) zentralisiert. Damit ging eine Neuordnung und Vereinheitlichung der Marktstände einher: Das Bauamt liess Krämerläden unterschiedlicher Kategorien – offene und geschlossene, fest gemauerte und bewegliche – mit nummerierten Standplätzen einrichten und zog Standgeld ein. Der Plan bildet die Ordnung der Krämerbuden ab, nachdem das Jahrmarktareal 1767 um den "Neumarkt" auf dem heutigen Paradeplatz (rechts) erweitert worden war.<BR/>

Marmels, von

<b>Von Marmels</b><br>Die Burgruine von Marmorera (deutsch Marmels) von Osten aus der Vogelperspektive. Federzeichnung von  Johann Rudolf Rahn,   1893 (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>Die Burg wurde vermutlich im 12. Jahrhundert erbaut. Vom Wohntrakt (links im Bild), der inzwischen zerfallen ist, bestanden zu Rahns Zeiten noch Überreste. Das Patrozinium der Kapelle (rechts) ist nicht bekannt. Die Wirtschaftsgebäude befanden sich weiter unten beim Ort Castigl. Im 17. Jahrhundert wird die Burg in den Quellen nur noch als Ruine erwähnt.<BR/><BR/>

Marschlins

<b>Marschlins</b><br>Schloss mit Umgebung zur Zeit, als es Sitz des von Ulysses von Salis und Johann Peter Nesemann geleiteten Philanthropinums war. Ansicht in Parallelperspektive, signiert von  Wolfgang Wanner,   um 1775 (Rätisches Museum, Chur).<BR/>Die detaillierte Legende über dem Bild listet die Teile des Anwesens von A bis R auf. Die Bildlegende unten vermittelt einen Überblick über die Räumlichkeiten des Schlosses. Neben den Unterrichtssälen, die nach den neun Musen benannt sind, gibt es eine Bibliothek, einen Theater- und einen Fechtsaal sowie ein Observatorium. Die Lehrer bewohnen die Ecktürme, die Schüler das Dachgeschoss.<BR/><BR/>

Martens, Friedrich von

<b>Friedrich von Martens</b><br>Ansicht von Flüelen am Ufer des Vierwaldstättersees. Kalotypie auf einem Salzpapierabzug, um 1855 (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/><BR/>

Marti, Eduard

<b>Eduard Marti</b><br>Federlithografie aus der "Schweizerischen Portrait-Gallerie", erschienen 1888–1907 bei Orell Füssli in Zürich (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Marti, Hugo

<b>Hugo Marti</b><br>Der Schriftsteller beim Lesen. Kaltnadelradierung, signiert und datiert von  Fritz Pauli,  1939 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/><BR/>

Martigny (Gemeinde)

<b>Martigny (Gemeinde)</b><br>Die Poststation um 1835. Kolorierte Aquatinta von  Franz Grundmann (Museum für Kommunikation, Bern).<BR/>In Martigny, einem wichtigen Etappenort auf der Simplonroute nach Italien, kreuzen sich die Postkutschen. Die Pferde der Kutsche Richtung Simplon sind noch zum Tränken ausgespannt, während die andere Kutsche bereits Richtung Genfersee weiterfährt. Reisende über den Grossen St. Bernhard, die durch das Aostatal nach Italien gelangen wollten, wurden auf Sänften oder Maultieren befördert. Erst um 1905 führte eine Strasse über den Pass.<BR/>

Martin, Alfred

<b>Alfred Martin</b><br>Porträt, aufgenommen von der Genfer Fotografin  Louise Marie Fueslin-Rigaud,  um 1920 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Martin, Frank

<b>Frank Martin</b><br>Der Komponist in den 1950er Jahren  © KEYSTONE / Len Sirman-Archiv.<BR/>

Martini, Adolf von

<b>Adolf von Martini</b><br>Werbeplakat von  Emile Courvoisier  für die Automarke Martini, gedruckt in Zürich, 1916 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Maschinensturm

<b>Maschinensturm</b><br>Der Brand der Fabrik Corrodi & Pfister in Uster am 22. November 1832. Lithografie von  G. Werner (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Einige Heimarbeiter und Kleinfabrikanten der Zürcher Oberländer Textilindustrie nutzten die Gedenkfeier des Ustertags von 1830 für ihre Zwecke: Weil die neue, mit mechanischen Webmaschinen bestückte Fabrik ihre Arbeitsplätze gefährdete, setzten sie das Gebäude in Brand.<BR/>

Masse und Gewichte

<b>Masse und Gewichte</b><br>Die römische Juchart und ihre Teilflächen. Schematischer Textholzschnitt in  Glareans  Abhandlung über die Mass- und Münzeinheiten im Römischen Reich und deren Entsprechungen in der Neuzeit ("Liber de asse, & partibus eius"), 1. Auflage Basel 1550 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Glarean bezieht sich auf antike Quellen, im 10. Kapitel über die römische Juchart vor allem auf Varros und Columellas Schriften über die Landwirtschaft. Im Unterschied zu diesen will er dem Leser den Stoff jedoch anschaulich, in knappen Worten und mit einer grafischen Darstellung vermitteln. Diese zeigt in der Duodezimalteilung die Teilflächen der 240 x 120 Fuss umfassenden Juchart und eine tabellarische Zusammenfassung der Masseinheiten mit ihren Symbolzeichen.<BR/><b>Masse und Gewichte</b><br>Der Markplatz von Greyerz. Foto von  Charles Morel , Postkartenverleger in Bulle, um 1920 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Die in Granit gehauenen Masseinheiten im Vordergrund wurden erstmals im Katasterplan von 1745 erwähnt, doch gab es sie mit Sicherheit schon vorher. Der grösste Hohlraum im Vordergrund ist ein Coupe, der 51,8 Liter fasst. In der Mitte und am äusseren Rand finden sich zwei halbe Coupes von 26 bzw. 26,35 Litern, die man auch Mäss nennt. Die kleinsten Masse von 12,5 und 11,6 Litern entsprechen dem Viertel eines Coupe.<BR/><BR/>

Mathematik

<b>Mathematik</b><br>"Messung" einer unzugänglichen Länge AB mittels Basismessung CD, Winkelmessung und anschliessender trigonometrischer Berechnung (linke Figurenhälfte), bzw. von AO mittels Konstruktion einer verkleinerten ähnlichen Figur auf einem Messtisch (rechte Figurenhälfte). Aus <I>Geometriae theoricae et practicae</I> (1627), Blatt 219, von  Johann Ardüser (Zentralbibliothek Zürich, Abteilung Alte Drucke und Rara).<BR/>Ardüsers Werk ist eines der ersten deutschen Handbücher der Geometrie und behandelt in 12 Büchern auf 558 Seiten die Fundamente der euklidischen Geometrie, die Erklärung der einfachen Rechenoperationen mit Dezimalzahlen, die Herstellung von geometrischen Instrumenten und Massstäben sowie die Grundlagen der Trigonometrie und Feldmesskunst.<BR/><b>Mathematik</b><br>Die "Vollständige Anleitung zur Algebra" von Leonhard Euler. Titelseite des ersten Bandes, erschienen in Sankt Petersburg 1770 (Universitätsbibliothek Basel).<BR/>Die in Sankt Petersburg verfasste zweibändige Einführung in die Algebra erschien 1768–1769 zuerst in russischer Übersetzung und 1770 in der deutschen Originalfassung. In wenigen Jahren erlebte Eulers populärstes mathematisches Buch zahlreiche Auflagen, auch in Französisch, Englisch und Holländisch. Der Titelkupfer zeigt die Göttin Athene als Schirmherrin der Wissenschaften. Hinter ihr sitzt auf dem Säulenstumpf die ihr symbolisch zugeordnete Eule, Sinnbild der Weisheit.<BR/>

Matile, Georges-Auguste

<b>Georges-Auguste Matile</b><br>Porträt. Zinkätzung von  Max Girardet,  um 1880, nach einer Graphitzeichnung von  Auguste Bachelin,  um 1856 (Bibliothèque publique et universitaire de Neuchâtel).<BR/>

Matter, Herbert

<b>Herbert Matter</b><br>Plakatentwurf für die Schweizerische Verkehrszentrale, 1935. Kolorierte Fotomontage (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><BR/>

Matter, Mani

<b>Mani Matter</b><br>Der Liedermacher mit seiner Frau Joy bei sich zu Hause in Wabern bei Bern, 1969. Fotografie von  Walter Studer  © KEYSTONE / Walter Studer.<BR/>

Matterhorn

<b>Matterhorn</b><br>Ausstellungsplakat von  Martin Diethelm,   1974 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Die Ausstellung und der Katalog versammelten mehrere Essays über die Bilder der Schweiz. Die Spiegelung des Matterhorns in einem modernen Gebäude hinterfragt den Alpenmythos der Schweiz, wonach deren Bewohner naturnah leben, obschon das Land stark urbanisiert ist.<BR/>

Matthey, Robert

<b>Robert Matthey</b><br>Der Forscher im Jahr 1944, als er mit dem Marcel-Benoist-Preis ausgezeichnet wurde  © KEYSTONE/Photopress.<BR/>

Maus

<b>Maus</b><br>Werbeplakat für das Warenhaus Manor, 1996 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Maximilian I.

<b>Maximilian I.</b><br>Als römischer König, erwählter, aber noch nicht gekrönter römischer Kaiser, empfängt Maximilian am 29. Oktober 1507 im bayrischen Kempten während des Reichstags zu Konstanz die eidgenössischen Boten. Illustration in der "Luzerner Chronik" von  Diebold Schilling,  1513 (Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern, Sondersammlung, Eigentum Korporation Luzern).<BR/>Verhandelt wurde um eine allfällige Beteiligung eidgenössischer Kontingente am geplanten Romzug Maximilians. Die Eidgenossen sollten den Kaiser auf dessen Reise zum Papst, von dem er sich krönen lassen wollte, begleiten und ihm Schutz gewähren.<BR/>

May

<b>May</b><br>Ansicht des Schlosses Löwenberg mit dem Weinberg, Mitte 18. Jahrhundert. Radierung im Werk "Neue und vollständige Topographie der Eydgnossschaft" von  David Herrliberger (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>Löwenberg, dessen erste Besitzer Berner Patrizier waren, liegt nordöstlich von Murten. Die Familie May erwarb den Landsitz mit den dazugehörigen Ländereien im Jahr 1660 und behielt das Gut bis 1790.<BR/>

Mayer, Konrad

<b>Konrad Mayer</b><br>Als junger Mann, vermutlich in der Uniform der Jugendsektion der Arbeiterschutzwehr, einer paramilitärischen, kommunistischen Organisation, um 1929 (Schweizerisches Sozialarchiv, F Fa-0011-28).<BR/>

Mayor, Mathias

<b>Mathias Mayor</b><br>Porträt aus dem "Cahier vert" von  Benjamin Bolomey,  um 1805. Kohle und Rötel mit Pastell- und Aquarellerhöhungen (Musée historique de Lausanne).<BR/><BR/>

Mäzenatentum

<b>Mäzenatentum</b><br>Paul Sacher vor Partituren in der von ihm gegründeten Stiftung in Basel. Fotografie, April 1986  © KEYSTONE.<BR/>Der Basler Dirigent förderte als Interpret, als Auftraggeber neuer Kompositionen und als Gründer von zwei Orchestern die zeitgenössische Musik. Durch Kompositionsaufträge unterstützte er Komponisten seines persönlichen Umfelds und internationale Grössen wie Béla Bartók, Igor Strawinsky, Paul Hindemith oder Heinz Holliger. Den Aufträgen folgten gelegentlich Manuskriptgeschenke, später auch ganze Nachlässe, die das Fundament der 1973 errichteten Paul-Sacher-Stiftung bildeten.<BR/>

Mediation

<b>Mediation</b><br>Karikatur von   David Hess.   Aquarell, 1813 (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>Der Adler an Napoleons Leine – ein Symbol für Österreich – bedroht einen kleinen Eidgenossen. Dieser steht in unbequemer Haltung direkt oberhalb eines Wasserfalls in den Alpen und versucht, sich mit einem Schriftstück in den französischen Farben (der Mediationsakte) zu schützen. Am Himmel sind dunkle Wolken aufgezogen. Nach dem Desaster des Russlandfeldzugs von 1812 wird Napoleons Situation gegenüber der Koalition der europäischen Mächte ungemütlich. Der Kaiser kann die österreichischen Truppen nicht davon abhalten, im Dezember 1813 durch die Schweiz zu marschieren und die Mediationszeit zu beenden.<BR/>

Medizin

<b>Medizin</b><br>Titelseite des ersten Bandes der von  Théophile Bonet   in lateinischer Sprache verfassten Abhandlung über praktische Anatomie, Genf 1679 (Universitätsbibliothek Basel).<BR/>Davon überzeugt, dass Leichensektionen die Krankheitsursachen aufzudecken vermöchten, klassifizierte der Genfer Arzt in seinem Werk "Begräbnisplatz oder Praktische Anatomie" 2'934 anatomische Beobachtungen von mehreren hundert Medizinern.<BR/><b>Medizin</b><br>Magnetresonanztomograf des Universitätsspitals Lausanne, Juni 2007  © KEYSTONE / Alain Herzog.<BR/>Die Forschungsinstitute am Genfersee kooperieren auf dem Gebiet der biomedizinischen Tomografie. Das Centre d'imagerie biomédicale, das 2007 eingeweihte Gemeinschaftsprojekt der Universitäten Lausanne und Genf, der beiden Universitätsspitäler und der Ecole polytechnique fédérale de Lausanne, eröffnet dank Apparaten der Spitzenmedizin neue Perspektiven bei der Untersuchung des menschlichen Körpers mittels bildgebender Verfahren.<BR/>

Meggen

<b>Meggen</b><br>Der Herrensitz Meggenhorn. Kupferstich von David Herrliberger nach einer Zeichnung von  Johann Ulrich Schellenberg,   1755 (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>1626 hatte Ludwig Meyer von Schauensee das Gut Meggenhorn erworben. Seine Tochter Dorothea liess 1674–1675 auf der Anhöhe der Halbinsel einen repräsentativen Landsitz mit Garten gegen den See erbauen. Mit architektonischen Herrschaftsmotiven – Treppengiebel, Türmchen und zinnenbesetzter Gartenmauer – bekundeten die Besitzer ihren gesellschaftlichen Status.<BR/>

Mehrwertsteuer (MWSt)

<b>Mehrwertsteuer (MWSt)</b><br>Plakat der Progressiven Organisationen (POCH) für die eidgenössische Volksabstimmung vom 20.5.1979 über die Einführung der Mehrwertsteuer (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><BR/>

Meienberg, Niklaus

<b>Niklaus Meienberg</b><br>Der Journalist (rechts) mit Max Frisch in Zürich an dessen 70. Geburtstag, 1981  © KEYSTONE / Niklaus Stauss.<BR/>

Meier, Karl

<b>Karl Meier</b><br>Der Schauspieler und Schriftsteller (rechts) tanzt auf einem Fest im Theater am Neumarkt in Zürich mit einem Freund, Anfang 1950er Jahre (Schwulenarchiv Schweiz) © KEYSTONE.<BR/>

Meierhans, Paul

<b>Paul Meierhans</b><br>Wahlplakat für die Zürcher Regierungsratswahlen mit einem Porträt von  Gregor Rabinovitch,   1950 (Schweizerisches Sozialarchiv, F Pe-0456).<BR/>

Meilen (Gemeinde)

<b>Meilen (Gemeinde)</b><br>Die Pfahlbaustation in Obermeilen, Plan und Rekonstruktion von  Ferdinand Keller.   Tafel in den "Mitteilungen der Antiquarischen Gesellschaft in Zürich", Band 9, II. Abteilung, Heft 3, 1854 (Zentralbibliothek Zürich).<BR/>Die romantisierende Rekonstruktion einer in den See vorgebauten Holzplattform mit Wohnhäusern, die Ferdinand Keller aufgrund der Funde von Pfählen im Seegrund bei Obermeilen machte, löste in der Schweiz ein eigentliches Pfahlbaufieber aus.<BR/><b>Meilen (Gemeinde)</b><br>Ansicht über die Rebhänge gegen Süden. Anonyme Federzeichnung, um 1720/1730 (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>Dicht am See drängen sich auf dem Delta des Dorfbachs die Häuser des Ortsteils Dorfmeilen, überragt vom weithin sichtbaren Turm der reformierten Kirche. Die im Vordergrund dargestellten barocken Landsitze – vorn Im Horn (A), weiter gegen das Dorf die Seehalde (B) mit dem in den See vorgebauten Garten und dem Pächterhaus mit Trotte – befanden sich im 18. Jahrhundert im Besitz verschiedener Linien der Junkerfamilie Meiss.<BR/>

Meiringen

<b>Meiringen</b><br>Dorfpartie mit Dorfbach und Alpbach. Kolorierte Aquatinta von  Gabriel Lory (Fils),  1822 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Die in Lorys "Voyage pittoresque de l'Oberland bernois" 1822 publizierte Vedute entsprach in ihrer idealisierenden Wiedergabe den Erwartungen der Reisenden jener Zeit. Auch der Begleittext preist den Flecken als letzte malerische Landschaft vor der wilden Einöde des Grimselpasses, weist aber auch auf die Gefahr hin, welche die beiden imposanten Wasserfälle für die Dorfbewohner bei Hochwasser bedeuteten.<BR/><BR/>

Melchnau

<b>Melchnau</b><br>Namensaktie der Berghof-Gesellschaft in Melchnau für Jakob Käser, 1873 (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Sieben Einwohner Melchnaus kauften 1873 den Berghof und das umliegende Gebiet, um einen landwirtschaftlichen Musterbetrieb aufzubauen. Mit diesem Ziel gründeten sie am 1. März 1873 eine Aktiengesellschaft. 1901 wurde das Anwesen einer Privatperson, 1934 dem Kanton Luzern verkauft.<BR/>

Melioration

<b>Melioration</b><br>Kolmatierungsarbeiten, Ausschnitt aus dem Plan im Anhang des Berichts "Die Integralmelioration in der Talebene Domleschg", den das Bündner Meliorationsamt im August 1945 veröffentlichte (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Bei der Auflandung (Kolmatierung) unfruchtbarer Böden wird das Abfliessen von schlickhaltigem Wasser verhindert, wodurch es zu einer stickstoffreichen Ablagerung kommt. 1939 beschloss der Kleine Rat des Kantons Graubünden diese Melioration für ein Gebiet von 260 Hektaren. 1940 wurden die Arbeiten mit Hilfe von polnischen Internierten und Häftlingen aus der Strafanstalt von Realta eingeleitet. Das Wasser der Nolla, eines Zuflusses des Hinterrheins, dringt durch ein Kanalsystem (blau markiert) in die durch Deiche voneinander getrennten Teilstücke der Ebene. Ende 2003 war die Melioration beendet.<BR/><BR/>

Mellingen

<b>Mellingen</b><br>Ansicht von Nordosten aus der "Topographia Helvetiae" von  Matthaeus Merian,   Ausgabe von 1655 (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>Das mittelalterliche Brückenstädtchen liegt am westlichen Ufer der Reuss. Aus der geschlossenen Silhouette hebt sich links der Ibergerhof ab (A), der 1602–1731 eine Filiale der Deutschordenskommende Beuggen war. Rechts davon überragt der spätmittelalterliche Chorturm der katholischen Pfarrkirche (B) die Häuser. Das Lenzburgertor mit dem Zeitturm (D) und das Brückentor markieren den Verlauf der Hauptgasse durch den Ort.<BR/>

Mels

<b>Mels</b><br>Beigaben aus dem Urnengrab von Heiligkreuz: Vollgriffdolch, Messer, Mohnkopfnadeln und verschiedene Armringe. Frühe Spätbronzezeit, ca. 13. Jahrhundert v.Chr. (Rätisches Museum, Chur).<BR/><BR/><b>Mels</b><br>Blick vom Nidberg über das Dorf rheinaufwärts gegen den Falknis. Lithografie von E. Willy nach einer Zeichnung von  Franz Schmid (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>Die katholische Pfarrkirche dominiert das Dorfbild. Hinter ihr liegt, etwas abseits der Siedlung in der Rheinebene, das Kapuzinerkloster. Die barocke Kapelle Unserer Lieben Frau (am linken Bildrand) wurde an der Stelle einer älteren Wegkapelle errichtet. Auf der anderen Seite der Ebene fällt der Blick auf Dorf und Schloss Sargans.<BR/>

Menschenrechte

<b>Menschenrechte</b><br>Entwurf für eine Menschenrechtserklärung von Joseph-Michel-Antoine Servan, gedruckt in Lausanne im August 1789 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Servan, der früher Generaladvokat im Parlament von Grenoble war, veröffentlichte für die vom August bis Oktober 1789 in der französischen Nationalversammlung geführte Debatte über die Menschenrechte drei Entwürfe der "Déclaration". Die hier abgebildete dritte Version gab er bei einem seiner Lausanner Freunde heraus, dem Buchhändler und Verleger Jean Mourer, der mit ihm die Ideale der Französischen Revolution und die Bewunderung für Jean-Jacques Rousseau teilte.<BR/>

Mercanton, Jacques

<b>Jacques Mercanton</b><br>Der Schriftsteller anlässlich der Ehrung mit dem Preis der Büchergilde Gutenberg für sein Werk "Le soleil ni la mort". Fotografie, 1948 (Schweizerisches Nationalmuseum, Actualités suisses Lausanne, Presse-Diffusion).<BR/>

Merian, Maria Sibylla

<b>Maria Sibylla Merian</b><br>Die Distel <I>carduus spinosus</I> und die Metamorphose eines Insekts aus Suriname. Tafel XXIV aus dem 1705 in Amsterdam publizierten Werk "Metamorphosis insectorum Surinamensium" (ETH-Bibliothek Zürich, Alte und Seltene Drucke).<BR/>Die wissenschaftlichen Zeichnungen der in Suriname tätigen Naturforscherin werden von ausführlichen Kommentaren begleitet, die darauf schliessen lassen, dass die Tafeln im März 1701 entstanden sind.<BR/>

Mertens, Reni

<b>Reni Mertens</b><br>Mit ihrem Lebensgefährten Walter Marti am 41. internationalen Filmfestival von Locarno, 9. August 1988  © KEYSTONE/DELAY.<BR/>

Merz, Johannes

<b>Johannes Merz</b><br>Titelseite der ersten Ausgabe seiner Gedichte im Herisauer Dialekt über das Leben in Appenzell und St. Gallen, veröffentlicht in St. Gallen 1826 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Mesolithikum

<b>Mesolithikum</b><br>Mikrolithen; Pfeilspitzen aus Silex und Bergkristall  (Musée cantonal d'archéologie et d'histoire, Lausanne; Musées cantonaux du Valais; Office de la culture, Pruntrut; Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Oben: Spitzen und ungleichschenklige Spitzen aus dem mittleren Mesolithikum (8000–7000 v.Chr.). Herkunft: Simplon (VS), Saint-Ursanne (JU), Rougemont (VD). Unten: Trapeze, Spätmesolithikum (7000–6000 v.Chr.). Herkunft: Château-d'Œx (VD), Zweisimmen (BE), Schötz (LU).<BR/><b>Mesolithikum</b><br>Harpune aus Hirschgeweih aus dem späten Mesolithikum; Liesbergmühle VI, Liesberg (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>

Messner, Emil

<b>Emil Messner</b><br>Während einer militärischen Übung im Jura mit der Ballontruppe, 1915  © KEYSTONE/Photopress.<BR/>Neben Major Emil Messner (rechts) steht Hauptmann Walo Gerber im Korb, ein weiterer Pionier der Schweizer Luftschifffahrt.<BR/>

Metallverarbeitende Handwerke

<b>Metallverarbeitende Handwerke</b><br>Der Schmid. Holzschnitt im "Ständebuch" von  Jost Ammann,  1568 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/><b>Metallverarbeitende Handwerke</b><br>Ein Schmied bearbeitet ein Stück Eisen für die Nagelherstellung. Fotografiert in Obersulz, 1940 (Schweizerisches Nationalmuseum, Actualités suisses Lausanne, Presse-Diffusion).<BR/>Während des Zweiten Weltkriegs wurde im Aargauer Weiler ein altes Handwerk zu neuem Leben erweckt: Die Obersulzer fabrizierten Nägel für die Ordonnanzschuhe der Schweizer Soldaten.<BR/>

Metzgerei

<b>Metzgerei</b><br>Der Schlachthof eines Regiments in St. Moritz während des Ersten Weltkriegs. Fotografie von  Rudolf Zinggeler (Schweizerische Nationalbibliothek, Eidgenössisches Archiv für Denkmalpflege, Sammlung Zinggeler).<BR/>

Meyer von Knonau, Gerold

<b>Gerold Meyer von Knonau</b><br>Fotografie von  Johannes Meiner,   gegen 1900 (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/><BR/>

Meyer von Knonau, Ludwig

<b>Ludwig Meyer von Knonau</b><br>Porträt eines unbekannten Malers. Öl auf Holz, um 1840 (Zentralbibliothek Zürich).<BR/>

Meyer von Schauensee, Joseph Rudolf Valentin

<b>Joseph Rudolf Valentin Meyer von Schauensee</b><br>Porträt von  Ildefons Troxler  in der "Portrait-Gallerie merkwürdiger Luzerner", um 1780 (Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern, Sondersammlung, Eigentum Korporation Luzern).<BR/>

Meyer von Schauensee

<b>Meyer von Schauensee</b><br>Schloss Schauensee von Norden. Kupferstich von  David Herrliberger   in seiner "Topographie der Eydgnoßschaft", 1754 (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>Das aus einer Wehrburg des 13. Jahrhunderts hervorgegangene Schloss liegt im Süden von Kriens auf einer dreiseitig steil in die Talebene abfallenden Felsnase der Krienseregg. In der Ansicht ist die bauliche Entwicklung deutlich zu erkennen: Der älteste Teil ist der rechteckige Wohnturm in der Mitte, an den noch im 13. Jahrhundert der markante Rundturm rechts angebaut wurde. An ihn schmiegt sich die Schlosskapelle. Ratsherr Franz Joseph Leonti Meyer von Schauensee liess um 1750 den Wohntrakt links erweitern.<BR/>

Meyer, Albert

<b>Albert Meyer</b><br>Nach seiner Ernennung zum Bundespräsidenten auf dem Titelblatt der "Schweizer Illustrierten Zeitung", Dezember 1935, Nr. 50 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Meyer, Conrad Ferdinand

<b>Conrad Ferdinand Meyer</b><br>In seinem Arbeitszimmer in Kilchberg (ZH). Fotografiert von   Rudolf Ganz  am 3. Oktober 1895  (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>

Meyer, Verena

<b>Verena Meyer</b><br>Die Präsidentin des Schweizerischen Wissenschaftsrats und Vizepräsident Werner Arber stellen am 21. August 1997 in Bern das Programm "Wissenschaftspolitik 2000" vor © KEYSTONE / Edi Engeler.<BR/><BR/>

Meylan, René

<b>René Meylan</b><br>Wahlplakat für die Ständeratswahlen 1978: "Ein Sozialdemokrat in den Ständerat. Ich kämpfe in Bern für unseren Kanton" (Schweizerisches Sozialarchiv, F Pe-0057).<BR/>

Michel, Rosmarie

<b>Rosmarie Michel</b><br>Ankunft im Kongresszentrum Luzern am 17. Juni 2005  © KEYSTONE / Sigi Tischler.<BR/>In Begleitung von Nestlé-Chef Peter Brabeck-Letmathe eröffnet Rosmarie Michel den 25. Kongress der International Federation of Business and Professional Women.<BR/>

Miescher, Friedrich

<b>Friedrich Miescher</b><br>Porträt des Basler Fotografen  Jakob Höflinger,   Mai 1878 (Universitätsbibliothek Basel).<BR/>

Mikrobiologie

<b>Mikrobiologie</b><br>Mikroskopiersaal des landwirtschaftlich-bakteriologischen Instituts der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich. Fotografie, um 1939 (ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv).<BR/>Hinten am Fenster steht Professor Max Düggelin, unter dem die landwirtschaftliche Bakteriologie an der Eidgenössischen Technischen Hochschule 1914 zu einem Ordinariat ausgebaut wurde. Damals umfasste die mikrobiologische Forschung vor allem Untersuchungen der Mikroflora des Bodens und der Milch sowie hydrobiologische Untersuchungen.<BR/>

Milchwirtschaft

<b>Milchwirtschaft</b><br>Käseherstellung in einer Alphütte auf dem Trüschhubel im Emmental. Aquarell eines unbekannten Künstlers, 1805 (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Das Feuer unter dem Kessel erhitzt die Milch. An der Wand hängen verschiedene Geräte, die zur Käseherstellung benötigt werden.<BR/><b>Milchwirtschaft</b><br>Werbeplakat für sterilisierte Dosenmilch ("Frische Alpenmilch in den Tropen"), gestaltet von  Eric de Coulon,   1937 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Das Verfahren des Kondensierens begünstigte die Vermarktung und den Export von Milch.<BR/>

Militärische Schulen

<b>Militärische Schulen</b><br>Der Truppenübungsplatz der ersten Eidgenössischen Central-Militärschule in Thun, 1846. Aquarellierte Radierung von  Jean Bryner (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>

Militärischer Frauendienst (MFD)

<b>Militärischer Frauendienst (MFD)</b><br>Werbeplakat aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs der Genfer Grafiker  Du Bois & Perrier,  1944 (Schweizerische Nationalbibliothek, Graphische Sammlung).<BR/><BR/>

Militärjustiz

<b>Militärjustiz</b><br>Titelseite und Frontispiz des "Schweitzerischen Kriegs-Rechts" von 1704 (Universitätsbibliothek Basel).<BR/>Dank des kleinen Oktavformats konnten die Offiziere der Regimenter in fremden Diensten das "Schweitzerische Kriegs-Recht" überallhin mitnehmen.<BR/><b>Militärjustiz</b><br>Plakat zur eidgenössischen Abstimmung vom 30. Januar 1921, gestaltet von  Hans Beat Wieland (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Während des Ersten Weltkriegs zeigte sich, dass die Militärgerichte Offiziere und Soldaten ungleich behandelten (etwa in der Obersten-Affäre). Dies bewog die Sozialdemokratische Partei, eine Volksinitiative zur Abschaffung der Militärjustiz zu lancieren, die im August 1916 eingereicht wurde. Die Initianten wurden von den Gegnern der Initiative als rote Ratten, also als vaterlandslose Bolschewiken, dargestellt. Das Begehren wurde 1921 an der Urne deutlich verworfen.<BR/><BR/>

Militärunternehmer

<b>Militärunternehmer</b><br>Der Lochmann-Saal aus dem Haus Zum Langen Stadelhof, der abgebaut und im Schweizerischen Landesmuseum in Zürich 1897 vollständig wiederaufgebaut wurde. Fotografie, 1970 (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Heinrich Lochmann aus Zürich, Oberst in französischen Diensten, liess um 1600 in seinem Landhaus im Stadelhofen einen prunkvollen Barocksaal einrichten und diesen mit 54 Porträts von französischen Königen, Adligen und Heerführern ausstatten. Oberst Lochmann erhielt 1654 von König Ludwig XIV. für sich und seine Nachkommen den Adelstitel.<BR/><BR/>

Militärwesen

<b>Militärwesen</b><br>Berner Truppen dringen im Mai 1340 auf das Gebiet der Kyburger vor, beschrieben und illustriert in der "Spiezer Chronik" von  Diebold Schilling,   1485 (Burgerbibliothek Bern, Mss.h.h.I.16, S. 309).<BR/>Der berittene Hauptmann Rudolf von Erlach führt seine Truppen an. Fussknechte mit Armbrust und Langspiess umgeben und schützen das Banner und das Fähnlein.<BR/><BR/>

Mineralogie

<b>Mineralogie</b><br>Frontispiz und Titelseite des bahnbrechenden Werks von  Johann Jakob Scheuchzer  über die Naturgeschichte der Schweiz (1716–18), dessen dritter Band eine detailgetreue Beschreibung der einheimischen Mineralien enthält (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Mineralquellen

<b>Mineralquellen</b><br>Werbeplakat für Passugger Mineralwasser, 1953 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Das Plakat wirbt mit dem doppelten Nutzen des Mineralwassers als Heil- und Genussmittel. Mit der Gründung der Allegra Passugger Mineralquellen (APM) 2005 kam das Passugger Mineralwasser wieder mehrheitlich in bündnerischen Besitz, nachdem es 2000 von der Feldschlösschen Getränke AG übernommen worden war.<BR/><b>Mineralquellen</b><br>Innenansicht der Trinkhalle in Bad Tarasp. Foto von  Rudolf Zinggeler,  frühes 20. Jahrhundert (Schweizerische Nationalbibliothek, Eidgenössisches Archiv für Denkmalpflege, Sammlung Zinggeler).<BR/>Die an die Wandelhalle anschliessende Trinkhalle der Kuranlage Tarasp-Vulpera wurde 1874–1876 erbaut und ist bis heute in Betrieb. Die Bedeutung der Trinkkur als Bestandteil der Badekur kommt hier auch architektonisch zum Ausdruck: Ein achteckiger Kuppelbau überwölbt die drei in der Belle Epoque neu gestalteten Fassungen der Glaubersalzquellen Bonifacius, Lucius und Emerita. Das Kurmotto an der Wand verspricht "AËRE, SALE, SALUS AEREA" (Eiserne Gesundheit durch Luft und Salz).<BR/>

Minger, Rudolf

<b>Rudolf Minger</b><br>Kurz nach seiner Wahl in den Bundesrat hielt Rudolf Minger im Dezember 1929 seine erste öffentliche Rede im Zürcher Arbeiterquartier Aussersihl  © KEYSTONE.<BR/>

Mittelstand

<b>Mittelstand</b><br>Titelbild des Werks "Über die Bewegung der Bevölkerung [...]" in Appenzell, Rheineck (SG) und Gaissau (Vorarlberg) von Titus Tobler, 1835 in St. Gallen erschienen (Schweizerische Nationalbibliothek ).<BR/>Die auf minutiösen Statistiken basierende Untersuchung stellte eine allmähliche Abnahme des Mittelstandes fest, insbesondere der Bauern und der Handwerker.<BR/>

Möbelindustrie

<b>Möbelindustrie</b><br>Plakat der Zürcher Firma Embru (Eisen- und Metall-Betten-Fabrik, Rüti) von   Pierre Gauchat,  1940 (Schweizerische Nationalbibliothek, Plakatsammlung).<BR/>Aus der ehemaligen Eisenwarenfabrik der Familie Hess-Vontobel ging nach deren Umwandlung in eine Aktiengesellschaft 1904 die Firma Embru hervor. Die Produktion von Stahldrahtmatratzen öffnete dem Unternehmen den Marktzugang zur Hotellerie, zu Spitälern und Kasernen. Als Embru in den 1930er Jahren die Zusammenarbeit mit Architekten der Avantgarde aufnahm, behauptete sich die Firma auch im Bereich des Designs, etwa mit der Produktion der Le Corbusier-Liege (Modell 2072).<BR/><BR/>

Moeckli, Georges

<b>Georges Moeckli</b><br>Der jurassische Politiker im Jahr 1954  © KEYSTONE/Photopress.<BR/>

Mohr, von (GR)

<b>Von Mohr (GR)</b><br>Burg Tschanüff <I>(casa nova)</I> in Ramosch. Grundriss und Schrägansicht des Südtrakts vom Burginnenhof aus. Zeichnungen von  Johann Rudolf Rahn   vom August 1905 (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv, Nachlass Rahn).<BR/>Der Bergfried in der Nordostecke der Umfassungsmauer wurde vor dem 13. Jahrhundert gebaut, der Südtrakt und die Vorburg kamen ab dem 15. Jahrhundert dazu. Die von Mohr sind als Richter und/oder Kastellane der Burg vom Beginn des 15. Jahrhunderts an belegt. 1780 gab der Fürstbischof von Chur die Burg auf.<BR/><BR/>

Molina, Anton

<b>Anton Molina</b><br>Seite aus der in Genf publizierten Sammlung "La Valteline, ou Mémoires, discours traités, et Actes des négociations sur le sujet des troubles et guerres survenues en la Valteline et au pays des Grisons, Recueil très utile et nécessaire en ce temps à tous bons patriotes" (Das Veltlin, oder Denkschriften, Reden und Verhandlungsakten über die Unruhen und Kriege im Veltlin und im Bündnerland, eine äusserst nützliche Sammlung, unentbehrlich für jeden guten Patrioten unserer Zeit), 1631 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Anton Molina, der die Interessen der französischen Krone in den Drei Bünden vertrat, legt darin Rechenschaft über seine verschiedenen diplomatischen Vorstösse ab.<BR/>

Monnier, Jean-Pierre

<b>Jean-Pierre Monnier</b><br>Anlässlich der Übergabe des Prix Charles Veillon im Mai 1957 in Lausanne  © KEYSTONE/Photopress.<BR/>

Mont, de (GR)

<b>De Mont (GR)</b><br>Totentafel für Johann de Mont, "Königlicher Marschall zu Frankreich, Ritter des St.-Michael-Ordens, Hauptmann der Leibgarde, Gott befohlen am 5. Mai 1635" (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Diese Kartusche aus bemaltem Holz gehörte ursprünglich zusammen mit einem fein gearbeiteten Dolch und vergoldeten Sporen de Monts zu einem Ehrenmal, das sich im familieneigenen Schloss in Vella befand.<BR/><BR/>

Montagny (FR, Herrschaft)

<b>Montagny (FR, Herrschaft)</b><br>Die Eroberung des Schlosses und der kleinen Stadt Montagny-les-Monts durch Freiburger Truppen im Jahr 1447. Illustration in der "Berner Chronik" von  Benedikt Tschachtlan,   um 1470 (Zentralbibliothek Zürich, Handschriftenabteilung, Ms. A 120, S. 962).<BR/>Das Zentrum der Herrschaft Montagny, bestehend aus dem Schloss und dem Städtchen, wurde während des Kriegs zwischen Freiburg und dem Herzog von Savoyen 1447–1448 erobert und teilweise zerstört.<BR/>

Montana

<b>Montana</b><br>Das Skigebiet des Ferienorts mit dem Skilift auf den Mont Lachaux und der Drahtseilbahn Siders–Montana–Crans. Plakat von  Martin Peikert , um 1940 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Montenach, Georges de

<b>Georges de Montenach</b><br>Buchumschlag seines Werks über die zunehmende Verschandelung der Schweiz, veröffentlicht in der Reihe "Propagande esthétique et sociale", 1908 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Montenach entwickelte die Idee, dass die Kantone das ästhetische Wesen der Schweiz bildeten und dass jeder politische Zentralismus deshalb für das malerische Gesicht des Vaterlandes verhängnisvoll sei. Wie Gonzague de Reynold postulierte er, dass allein die Berge das Zeichen der nationalen Einheit seien. Nun aber würde die Natur durch Kraftwerke, Metallbrücken oder Luftseilbahnen entwürdigt. Nur eine allgemeine Kampagne zum Schutz des öffentlichen Wohls könne die Schweizer Seele retten.<BR/>

Montet, Gertrude

<b>Gertrude Montet</b><br>Anlässlich der Konferenz vom 1. Februar 1971 mit Bundesrat Pierre Graber (links) und dem Vizepräsidenten der Waadtländer Regierung, Edouard Debétaz (Schweizerisches Nationalmuseum, Actualités suisses Lausanne).<BR/>Vor der Abstimmung vom 7. Februar 1971 über die Einführung des Stimm- und Wahlrechts für Frauen auf nationaler Ebene fand in Lausanne die Feier zum 12-Jahr-Jubiläum des Frauenstimm- und -wahlrechts im Kanton Waadt statt, an dem die Präsidentin des Schweizerischen Verbands für Frauenstimmrecht teilnahm.<BR/>

Montfalcon, Aymon de

<b>Aymon de Montfalcon</b><br>Der Dichter Antitus, Kaplan der Herzöge von Burgund und Savoyen, überreicht dem Bischof von Lausanne seine Gedichte. Buchmalerei in einer Sammlung von drei illustrierten Handschriften, 1501 (Archives cantonales vaudoises, P Antitus, Fol. 24, Foto Rémy Gindroz).<BR/>Aymon de Montfalcon, Bischof von Lausanne, umgab sich als Dichter mit einem Kreis von Künstlern und Literaten, die eine wichtige Rolle bei der Verbreitung der Renaissance in der Westschweiz spielten.<BR/>

Montmollin, Georges de

<b>Georges de Montmollin</b><br>Als Staatsschreiber, um 1675. Öl auf Leinwand (Bibliothèque publique et universitaire de Neuchâtel).<BR/>

Montmollin, Louis de

<b>Louis de Montmollin</b><br>Der Generalstabschef (rechts) mit dem britischen Feldmarschall Bernard Montgomery am 30. Januar 1949 anlässlich des Jubiläums des Kandahar-Skiclubs in Mürren im Berner Oberland  © KEYSTONE/Photopress.<BR/>

Montreux

<b>Montreux</b><br>Plakat für das Jazz Festival 1984 von  Niki de Saint-Phalle (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Das 1967 von Claude Nobs ins Leben gerufene Montreux Jazz Festival entwickelte sich zu einem internationalen Treffpunkt und zu einem musikalischen Ereignis, das über die Grenzen des Jazz hinaus verschiedenen Stilrichtungen der modernen Musik eine Plattform bietet.<BR/>

Moor, Carl Vital

<b>Carl Vital Moor</b><br>Fotografie, um 1920 (Schweizerisches Sozialarchiv, F 5048-Fx-001-009).<BR/>

Moore

<b>Moore</b><br>Plakat von  Fritz Hug   für die Abstimmung vom 6. Dezember 1987 über die Volksinitiative zum Schutz der Moore (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Die Initiative wurde von den Kantonen und vom Volk mit 57,8% der Stimmen gutgeheissen.<BR/>

Moos, Ludwig von

<b>Ludwig von Moos</b><br>Im Bundeshaus im Gespräch mit Armin Riesen (links), dem Generalsekretär des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartements, 1969 (Schweizerisches Nationalmuseum, Actualités suisses Lausanne).<BR/>

Morach, Otto

<b>Otto Morach</b><br>Plakat für eine Lotterie im Volkshaus in Bern, 1917 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><BR/>

Mordnächte

<b>Mordnächte</b><br>Die Zürcher Mordnacht vom 23. auf den 24. Februar 1350 in der Chronik von  Benedikt Tschachtlan,   1470 (Zentralbibliothek Zürich, Handschriftenabteilung, Ms. A 120, S. 227).<BR/>Wie der Chronist berichtet, entdeckte der Bürgermeister die Verschwörer um Mitternacht. Er eilte zum Rathaus, wo er sich einschloss und vom Dach aus seine Truppen alarmierte, die oben im Bild die Brücke überqueren. Einer seiner Knechte wurde trotzdem ermordet.<BR/><BR/>

Morgenthaler, Ernst

<b>Ernst Morgenthaler</b><br>Plakat des Künstlers zur 100-Jahr-Feier der Eisenbahn, 1947 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Gemeinsam mit Ferdinand Hodler und Cuno Amiet war Ernst Morgenthaler einer der ersten Künstler, der ohne Grafikerausbildung Plakate entwarf.<BR/>

Morges (Gemeinde)

<b>Morges (Gemeinde)</b><br>Die Stadt vom See aus gesehen. Aquarell von  Albrecht Kauw,   1676 (Bernisches Historisches Museum) © Foto Stefan Rebsamen.<BR/>Die Stadt wird in ihrer ganzen Ausdehnung dargestellt. Das Hauptaugenmerk liegt auf dem von den Bernern Mitte des 16. Jahrhunderts erneuerten Schloss und auf dem Hafen, zu dem vor seiner Umgestaltung Ende des 17. Jahrhunderts ein schützendes Pfahlwerk gehörte. Im Hintergrund sind die Jurakette und der Mont-Tendre sowie auf einem Hügelzug oberhalb der Stadt das Schloss Vufflens zu sehen. Die nach Süden ausgerichteten Hänge, die den Ort umgeben, werden fast ausschliesslich für den Weinbau genutzt.<BR/><b>Morges (Gemeinde)</b><br>Plakat für den Concours hippique vom Mai 1954, gestaltet von  Fred Stauffer (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Zwischen 1898 und 1966 organisierte die Société hippique du Léman die bekannten Rennen von Morges <I>(courses de Morges)</I>. Die erste Austragung fand jedoch bereits 1869 statt.<BR/>

Morges (Vogtei, Bezirk)

<b>Morges (Vogtei, Bezirk)</b><br>Ausschnitt aus der südorientierten Karte des bernischen Staatsgebiets. Kolorierte Kupferplatte von  Thomas Schöpf,   1578 (Zentralbibliothek Zürich, Abteilung Karten und Panoramen).<BR/>Die Karte zeigt – von Saint-Sulpice und der Mündung der Venoge (links im Bild) bis zum Schloss Saint-Prex (rechts) – die im 17. Jahrhundert zur Vogtei Morges gehörenden Dörfer.<BR/><BR/>

Mörigen

<b>Mörigen</b><br>Schmuck, Alltagsgeräte und Waffen aus bronzezeitlichen Fundschichten (Bernisches Historisches Museum).<BR/>

Morlot, Adolf von

<b>Adolf von Morlot</b><br>Fotografie vom 7. Februar 1862. Auf Karton aufgezogen vom Berner Fotoatelier  Hermann Völlger (Bernisches Historisches Museum).<BR/>Die mit Feder geschriebene Widmung für Morlots Kollegen Johann Uhlmann verweist auf die gemeinsame Tätigkeit der beiden Archäologen bei den Ausgrabungen am Moossee 1856–1857. Uhlmann arbeitete auch an der 1876 herausgegebenen "Carte archéologique du Canton de Berne" mit.<BR/>

Moser, Amélie

<b>Amélie Moser-Moser</b><br>Fotografie, um 1910 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/><BR/>

Moser, Wilfrid

<b>Wilfrid Moser</b><br>Plakat für die Retrospektive des Künstlers im Kunsthaus Zürich, 1970 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Motorisierung

<b>Motorisierung</b><br>Luftaufnahme des Berner Wankdorfstadions anlässlich des Fussball-Cupfinals 1966  © KEYSTONE/Photopress.<BR/>Rekordkulisse an einem Cupfinal in der Schweiz: Vor 54'000 Zuschauern treffen 1966 der FC Zürich und der FC Servette aufeinander. Die geparkten Autos zeugen von der Mitte der 1960er Jahre bereits weit fortgeschrittenen Motorisierung der Bevölkerung.<BR/>

Motorrad

<b>Motorrad</b><br>Motorradfahrer vor dem Genfer Sekretariat der Union motocycliste suisse auf Sunbeam-Motorrädern. Foto  P. Geiselhard,   um 1925 (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/><BR/>

Motosacoche

<b>Motosacoche</b><br>Werbeplakat des italienischen Grafikers  Marcello Nizzoli,  1929 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Moudon (Vogtei, Bezirk)

<b>Moudon (Vogtei, Bezirk)</b><br>Ausschnitt aus der Karte des Bernischen Staatsgebiets. Kolorierte Kupferplatte von  Thomas Schöpf,   1578 (Zentralbibliothek Zürich, Abteilung Karten und Panoramen).<BR/>Die südorientierte Karte zeigt den an der Broye gelegenen Teil der bernischen Vogtei von Montpreveyres (oben rechts) über Lucens (in der Mitte links) mit seinem Schloss bis Combremont-le-Petit (in der Mitte unten). Die rote Linie markiert die Grenze zu den Freiburger Vogteien.<BR/>

Moutier (Gemeinde)

<b>Moutier (Gemeinde)</b><br>Plakat für eine Retrospektive des Werks von Max Kohler im Musée jurassien des Arts in Moutier, 1990 (Schweizerische Nationalbibliothek, Plakatsammlung).<BR/>Der jurassische Maler und Grafiker Max Kohler (1919–2001) leitete ab 1973 das Grafikatelier der Association jurassienne d'animation culturelle in Moutier.<BR/>

Movado

<b>Movado</b><br>Werbeplakat für die automatische Uhr "Movado Kingmatic", die ab 1957 im Verkauf war (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Mühleberg

<b>Mühleberg</b><br>Die Kirche und das Pfarrhaus, 1827. Aquarellierte Umrissradierung von  Samuel Weibel (Schweizerische Nationalbibliothek, Sammlung Gugelmann).<BR/><BR/>

Mülinen, Helene von

<b>Helene von Mülinen</b><br>Foto von 1897 (Burgerbibliothek Bern, Mss.Mül.644a).<BR/>

Mülinen, Niklaus Friedrich von

<b>Niklaus Friedrich von Mülinen</b><br>Vor seinem Landsitz La Chartreuse am Thunersee. Öl auf Leinwand,  David Sulzer   zugeschrieben, um 1820 (Bernisches Historisches Museum) © Foto Stefan Rebsamen.<BR/>Der Name des Anwesens erinnert an die ehemaligen Besitzer des Gebiets, die Kartäuser von Thorberg. Der Staatsmann verband mit der Anspielung auf den Orden wohl auch die Hoffnung, hier eine Stätte der Stille und der Gelehrsamkeit zu errichten. Den Geist des Mittelalters atmete auch die neugotische, an Sakralbauten gemahnende Architektur des Landhauses.<BR/>

Müller, Eduard

<b>Eduard Müller</b><br>Porträt um 1913 von  Fritz Fuss,  der das Atelier des Berner Fotografen Arnold Wicky übernommen hatte (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Müller, Franz

<b>Franz Müller</b><br>Bericht des Leiters der Abteilung Landwirtschaft im Eidgenössischen Departement für Handel, Industrie und Landwirtschaft über die Rindertuberkulose und die Viehversicherung, 1892 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Nach dem Erscheinen von Müllers Bericht wurde die Viehversicherung 1893 im Bundesgesetz über die Förderung der Landwirtschaft geregelt.<BR/><BR/>

Müller, Heinrich

<b>Heinrich Müller</b><br>Plakat für die Retrospektive im Museum zu Allerheiligen in Schaffhausen, 1975 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><BR/>

Müller, Josef

<b>Josef Müller-Brockmann</b><br>Plakat für ein Ja zur Volksabstimmung vom 3. Dezember 1950 zum Bundesbeschluss über die Finanzordnung 1951 bis 1954 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><BR/>

Müller, Maurice E.

<b>Maurice E. Müller</b><br>Der Mäzen (links) mit dem Architekten Renzo Piano (Mitte) an der Pressekonferenz vom 9. Dezember 1999, an der das Projekt Zentrum Paul Klee den Medien vorgestellt wurde  © KEYSTONE / Edi Engeler.<BR/>Der italienische Architekt wurde von der Maurice E. and Martha Müller Foundation beauftragt, in Bern ein Museum zu Ehren Paul Klees zu realisieren. Die Einweihung des als Kulturzentrum konzipierten Museums fand im Juni 2005 statt.<BR/>

Müllerei

<b>Müllerei</b><br>Der Müller. Holzschnitt aus dem "Ständebuch" von  Jost Ammann,   1568 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/><BR/>

Mülner

<b>Mülner</b><br>Erste Seite der Familiengeschichte mit den aquarellierten Wappen im Zürcher Geschlechterbuch ("Stemmatologia Tigurina") von  Erhard Dürsteler,   begonnen vor 1723 (Zentralbibliothek Zürich, Ms. E 20, Fol. 383r).<BR/><BR/>

Münch (von Landskron, von Münchenstein)

<b>Münch (von Landskron, von Münchenstein)</b><br>Schloss Landskron im Elsass. Aquarell von  Albrecht Kauw,   um 1670 (Bernisches Historisches Museum) © Foto Stefan Rebsamen.<BR/>Das im 13. Jahrhundert von den Münch erbaute Schloss war bis Mitte des 15. Jahrhunderts in Familienbesitz. Frankreich stellte die Ruinen des zu Beginn des 19. Jahrhunderts zerstörten Schlosses 1923 unter Denkmalschutz. Seit 1984 gehören sie dem französisch-schweizerischen Verein Pro Landskron, der sich zum Ziel gesetzt hat, die verbliebenen Gebäudeteile zu restaurieren. Rechts unten im Bild sind die Bäder und die Herberge des solothurnischen Weilers Flüh zu erkennen.<BR/>

München

<b>München</b><br>Werbeplakat für ein Radio von Siemens-Albis, in Zollikon gedruckt von Paul Bender, um 1942 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Die in der Fernsprechtechnik tätige Münchner Firma Siemens eröffnete 1900 ihr erstes Büro in Zürich, weitere folgten in Lausanne und Bern. 1935 übernahm Siemens die Albiswerke in Zürich und entwickelte sie zu einem führenden Unternehmen der Sparten Fernmeldetechnik und Radiobau.<BR/>

Münchenstein

<b>Münchenstein</b><br>Sicht aus der Vogelperspektive auf das Schloss und den Flecken. Aquarell von  Albrecht Kauw   nach einer Vorlage des Basler Kartografen Georg Friedrich Meyer,   1670 (Bernisches Historisches Museum).<BR/>Das Schloss und die mittelalterliche, durch eine Ringmauer geschützte Siedlung liegen am rechten Ufer der Birs. Zwischen dem Ort und der Pfarrkirche Sankt Bartholomäus, die ausserhalb der Mauer auf einem kleinen Hügel errichtet wurde, fliesst in einem Tobel ein Nebenfluss der Birs, der dem Schloss und dem Flecken zusätzlichen Schutz bietet.<BR/><BR/>

Münchenwiler

<b>Münchenwiler</b><br>Ansicht des Schlosses von Südosten. Aquarell von  Gabriel Lory,   um 1840 (Bernisches Historisches Museum) © Foto Yvonne Hurni.<BR/>Nach dem Umbau des Priorats in ein Schloss im 16. Jahrhundert ist die Klosteranlage teilweise erhalten und gut erkennbar geblieben. Während das Kirchenschiff und der Westflügel des Kreuzgangs abgebrochen wurden, um Platz für einen Ehrenhof zu gewinnen, blieb die Ostpartie der Kirche bestehen. Hans Jakob von Wattenwyl baute sie zum Palas um, den der romanische Vierungsturm überragte. Südlich (im Bild vorn) schliessen der Ost- und der Südflügel des ehemaligen Klausurgevierts mit dem neu erstellten Eckturm an, die als Wohntrakte dienten.<BR/>

Mündlichkeit

<b>Mündlichkeit</b><br>Ein Schweizer Grenadier in französischen Diensten erzählt seinen Landsleuten von der Pariser Julirevolution im Jahr 1830. Kolorierte Lithografie von  Gottlieb Bodmer   nach einem Gemälde von Johann Baptist Kirner, um 1835 (Bernisches Historisches Museum) © Foto Stefan Rebsamen.<BR/>In einer idealisierten Berner Oberländer Bauernstube – durch das Fenster erkennt man das Lauterbrunnental – hält der Soldat seine in Trachten gekleideten Zuhörer in Atem. Als Mitglied der Schweizergarde von König Karl X. erlebte er die Revolution hautnah mit.<BR/><BR/>

Münsingen

<b>Münsingen</b><br>Originalplan des keltischen Friedhofs in Münsingen-Rain. Reinzeichnung von  Jakob Wiedmer-Stern (Bernisches Historisches Museum).<BR/>Der während der Ausgrabungen 1904–1906 entstandene und 1908 publizierte Gesamtplan verzeichnet Lage, Orientierung und Typus der über 200 Gräber aus dem 5. bis 2. Jahrhundert v.Chr. Er wurde vom Münsinger Sekundarlehrer Jakob Lüdi aufgenommen, der den Archäologen Jakob Wiedmer-Stern unterstützte. Die Belegung des Gräberfeldes erfolgte von Norden (links) nach Süden.<BR/>

Münster, Sebastian

<b>Sebastian Münster</b><br>Erste Seite der Geschichte Basels in der "Cosmographia", zweite Ausgabe, gedruckt in der Offizin von Heinrich Petri, Basel 1545, S. 338 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Münsters "Beschreibung der ganzen Welt" entstand während über 20 Jahren und unter Mitarbeit von mehr als 120 "Standespersonen, Gelehrten und Künstlern". Im Mittelpunkt dieser Ausgabe steht das Heilige Römische Reich, zu dem auch die damalige Eidgenossenschaft zählte. Allein die Beschreibung der Stadt Basel umfasst 17 Seiten. Texte und Illustrationen wurden für die rasch aufeinanderfolgenden Neuausgaben ständig vermehrt, verbessert, ergänzt und aktualisiert.<BR/>

Münsterlingen

<b>Münsterlingen</b><br>Das Benediktinerinnenkloster von Westen. Getönte Lithografie von  Johann Andreas Pecht,  publiziert im Thurgauischen Neujahrsblatt auf das Jahr 1854 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Das 1709–13 erbaute neue Kloster steht erhöht über dem Ufer des Bodensees. Auf einer in den See ragenden Landzunge, durch eine Mauer mit Wassergraben vom Ufer getrennt, sind links die Reste des alten Klosters zu sehen.<BR/>

Münzen

<b>Münzen</b><br>Berner Taler (Guldiner) von 1493. Silber, 42,1 mm, Vorderseite (Bernisches Historisches Museum) © Foto Stefan Rebsamen.<BR/>Die Vorderseite zeigt den Berner Bär und den Reichsadler, umrahmt von den Vogteiwappen, die den Herrschaftsbereich der Stadt repräsentieren. Die Talerprägung wurde anlässlich der bernischen Münzreform von 1492 eingeführt und wirkte vorbildlich für die übrigen eidgenössischen Orte. Der Taler von 1493, ein Meisterwerk der spätgotischen Stempelschneidekunst, war vor allem eine Prestigeprägung, der wirtschaftlich keine Bedeutung zukam.<BR/><b>Münzen</b><br>Berner Taler (Guldiner) von 1493. Silber, 42,1 mm, Rückseite  (Bernisches Historisches Museum) © Foto Stefan Rebsamen.<BR/>Die Rückseite bildet den Stadtpatron, den heiligen Vinzenz, ab. Die Talerprägung wurde anlässlich der bernischen Münzreform von 1492 eingeführt und wirkte vorbildlich für die übrigen eidgenössischen Orte. Der Taler von 1493, ein Meisterwerk der spätgotischen Stempelschneidekunst, war vor allem eine Prestigeprägung, der wirtschaftlich keine Bedeutung zukam.<BR/><b>Münzen</b><br>Hugues Darier: "Tableau du titre, poids et valeur des différentes monnaies d'or et d'argent, qui circulent dans le commerce", Genf 1807, Tafel 36, gestochen von  Pierre Escuyer (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Das vom Genfer Münzprüfer verfasste und zusammen mit dem Kupferstecher Pierre Escuyer herausgegebene Handbuch verzeichnet die damals im Handel kursierenden europäischen Münzen. Die abgebildete Tafel zeigt zwei Münzen der Helvetischen Republik (40 Batzen und 4 Franken), einen Basler Taler und ein Solothurner 20-Batzenstück mit den jeweiligen Kantonswappen.<BR/><BR/><b>Münzen</b><br>"Münzrevolution". Karikatur im "Schweizerischen Charivari", 15.11.1850 (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>Die vom Bund 1850 geprägte Einheitsmünze mit der neu gestalteten Helvetia überstrahlt die kantonalen und ausländischen Währungen, die in ihre Ursprungsländer flüchten (z.B. deutsches Geld gemäss dem Wegweiser rechts im Bild) oder im Schmelztiegel landen (links beim Podest der thronenden Helvetia, die die neuen Münzen ausschüttet). Im Vordergrund schlägt die neue Münze mit einer Holzkeule den alten Gulden nieder.<BR/><BR/>

Münzenberg, Willi

<b>Willi Münzenberg</b><br>Gruppenfoto, aufgenommen beim Treffen des Büros der internationalen Verbindung sozialistischer Jugendorganisationen, um 1915 (Schweizerisches Sozialarchiv, F 5008-Fb-023).<BR/>Münzenberg, Sekretär der Jugendinternationale, sitzt im Vordergrund links. Hinter ihm (von links nach rechts) befinden sich Julius Mimiola, Zentralpräsident der Sozialdemokratischen Jugendorganisation der Schweiz, Ernst Christiansen, Leiter der sozialistischen Jugend Dänemarks, dann Jakob Herzog, Redaktor der Zürcher Zeitschrift "Freie Jugend", der Norweger Eugene Olaussen und rechts aussen J.M. Schweide (sitzend), zuständig für die Federazione italiana giovanile socialista di Zurigo.<BR/><BR/>

Münzprägung

<b>Münzprägung</b><br>Eine Münzstätte im 15. Jahrhundert, Detail einer Illustration aus der "Spiezer Chronik" von  Diebold Schilling,   1485 (Burgerbibliothek Bern, Mss.h.h.I.16, S. 222).<BR/>Rechts im Bild unterhält sich der Münzmeister, dem die Münzstätte untersteht, mit Besuchern von hohem Rang. Drei Arbeitsschritte werden gezeigt: Links wägt und schneidet ein Arbeiter das Metall. In der Mitte prägt ein anderer Arbeiter die Stücke mit einem Stempel. Ein Dritter zeigt die fertigen Münzen den Besuchern.<BR/>

Muralt, Johann Bernhard von

<b>Johann Bernhard von Muralt</b><br>Repräsentatives Porträt. Öl auf Leinwand von  Emanuel Handmann,  1779 (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Der Magistrat sitzt an einem klassizistischen Tisch, auf dem das Rechnungsbuch des bernischen Staates ("Teutsche Stands Rechnung für das Jahr 1778") aufgestellt ist, was auf von Muralts Amt als Deutschsäckelmeister hinweist.<BR/>

Muralto

<b>Muralto</b><br>Der "Vogelbecher" aus bemaltem Glas, aus einer Nekropole (20–50 n.Chr.) in der Umgebung der Villa Liverpool  (Museo civico e archeologico, Locarno) © Foto Ufficio dei beni culturali, Bellinzona.<BR/>Dieser Becher gehört zu einer kleinen Gruppe von geblasenen, bemalten Gläsern, von denen im ganzen Römischen Reich insgesamt kaum vierzig Stück gefunden wurden. Er wurde vermutlich nach griechisch-römischem Vorbild in einer Glashütte in Norditalien hergestellt.<BR/>

Muri (Kloster)

<b>Muri (Kloster)</b><br>Das Kloster und die Pfarrkirche St. Goar von Südosten. Kupferstich von   Johann Caspar Winterlin,   1615 (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>Unten links sind die Klosterheiligen Martin und Benedikt mit dem Abtei-, dem Abts- und dem Konventswappen abgebildet. Die Vedute von Winterlin, der ab 1596 als Mönch im Kloster lebte, zeigt den vorbarocken Zustand der Anlage . Der Klosterbezirk mit seinen Wirtschaftsgebäuden, Gärten und Wiesen ist von einer Ringmauer umgeben. Am linken Bildrand ist die spätgotische Pfarrkirche St. Goar zu erkennen.<BR/>

Muri bei Bern

<b>Muri bei Bern</b><br>Ansicht von Südosten mit Kirche und Schloss. Aquarell von  Albrecht Kauw,   um 1670 (Bernisches Historisches Museum) © Foto Stefan Rebsamen.<BR/>In der Bildmitte fällt das zwischen 1652 und 1658 neu gebaute Schloss ins Auge. Im Hintergrund erkennt man die Stadt Bern, vorne links sitzt der Maler bei der Arbeit.<BR/>

Mürren

<b>Mürren</b><br>Plakat des Zuger Grafikers  Martin Peikert  für das Verkehrsbüro Mürren, 1935 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Murten, Schlacht bei

<b>Schlacht bei Murten</b><br>Schlachtdarstellung. Illustration aus der "Luzerner Chronik" von  Diebold Schilling,  1513 (Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern, Sondersammlung, Eigentum Korporation Luzern).<BR/>Die doppelseitige Darstellung hatte ein verlorenes Bild Heinrich Bichlers zum Vorbild, das dieser 1480 für den Freiburger Ratsaal gemalt hatte. Der Künstler stellte im selben Bild verschiedene, zeitlich aufeinanderfolgende Ereignisse dar. Im Vordergrund trifft Adrian I. von Bubenberg Vorbereitungen zur Verteidigung der Stadt Murten. Links davon befindet sich das Lager Jakob von Savoyens, des Grafen von Romont, rechts das später aufgebaute Lager der Burgunder. Die dargestellten Szenen lassen sich mehr oder weniger identifizieren; links oben beispielsweise stehen sich die Kavallerie der Burgunder und die Truppen der Eidgenossen beim Kloster Münchenwiler gegenüber.<BR/>

Muschg, Walter

<b>Walter Muschg</b><br>Der Schweizer Literaturhistoriker um 1940  © KEYSTONE/Photopress.<BR/>

Museen

<b>Museen</b><br>Die Kunstkammer in der Wasserkirche in Zürich. Rekonstruierende Darstellung in einer kolorierten Aquatinta von  Franz Hegi,   1844 (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>1677 wurde die Kunstkammer von der Bibliothek getrennt und im oberen Geschoss der Wasserkirche eingerichtet. Als Kabinett einer Gelehrtengesellschaft, die gleichzeitig vom Rat unterstützt wurde, war sie bereits ein richtiges Museum im modernen Sinn. An den Wänden sind Münzschränke und Schränke für kleinformatige Sammlungsstücke, Gemälde und ein menschliches Skelett zu sehen, in der Mitte des Raums Globen und astronomische Geräte. Mit der Ausdifferenzierung der Wissenschaften im 18. Jahrhundert begann die Auflösung dieser enzyklopädischen Sammlung.<BR/><b>Museen</b><br>Das Zentrum Paul Klee an der A6 am Stadtrand von Bern. Luftaufnahme vom 18. Juli 2005  © KEYSTONE / Alessandro della Valle.<BR/>Der im Juni 2005 eingeweihte Bau von Renzo Piano ist in Form von drei sanft gewellten Hügeln aus Stahl und Glas angelegt, die mit dem natürlichen Gelände zu einer Landschaftsskulptur verschmelzen. Er ist kein traditionelles Kunstmuseum, sondern ein Kulturzentrum, das dem interdisziplinären Schaffen des Künstlers Rechnung trägt. Nebst der Sammlungspräsentation umfasst es ein Kindermuseum, eine Aula für Konzerte, Restaurierungsateliers und Räumlichkeiten für Wechselausstellungen sowie für die Forschung.<BR/>

Musik

<b>Musik</b><br>Strassenmusikanten in der Gerechtigkeitsgasse in Bern um 1840. Aquarell aus dem vierten Band der "Stadtbrunnenchronik" von  Karl Howald (Burgerbibliothek Bern, Mss.Hist.Helv.XXIb.364, S. 77).<BR/><BR/><b>Musik</b><br>Plakat für ein Konzert des Jazz Festivals Willisau 1978, gestaltet von  Niklaus Troxler (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Das Festival verdankt seinen guten Ruf den seit 1975 durchgeführten qualitativ hochstehenden Jazzkonzerten.<BR/>

Musiktheater

<b>Musiktheater</b><br>Innenaufnahme des Teatro Sociale in Bellinzona anlässlich der Eröffnungsfeier nach der Restaurierung, 9. Oktober 1997  © KEYSTONE / Karl Mathis.<BR/>Das nach einem Plan des Mailänder Architekten Giacomo Moraglia errichtete Gebäude ist mit demjenigen von La Chaux-de-Fonds eines der seltenen klassizistischen Logentheater im italienischen Stil in der Schweiz. 1851 wurde als erste Oper Gaetano Donizettis "Lucrezia Borgia" aufgeführt. Hundert Jahre später wurde das Theater zu einem Kino umgestaltet, bevor es 1997 einer Totalrenovation unterzogen wurde und wieder seine ursprüngliche Funktion übernahm.<BR/><b>Musiktheater</b><br>Plakat für die deutschsprachige Erstaufführung von Sergej Prokofjews Oper im Opernhaus Zürich, entworfen von der Werbeagentur   Josef Müller-Brockmanns,   1965 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Musikvereine

<b>Musikvereine</b><br>Plakat von  Walter Läubli,  1935 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>An den Eidgenössischen Musikfesten, die normalerweise alle fünf Jahre stattfinden, messen sich Blasmusikkapellen aus der ganzen Schweiz.<BR/>

Mussolini, Benito

<b>Benito Mussolini</b><br>Karikatur zur Verleihung der Ehrendoktorwürde durch die Universität Lausanne, kommentarlos erschienen im "Nebelspalter" 1937, Nr. 14 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Die Universität Lausanne verlieh Mussolini im Januar 1937 auf Vorschlag des Schulrats der an die rechtswissenschaftliche Fakultät angegliederten Abteilung für Sozial- und Politikwissenschaften die Ehrendoktorwürde. Mussolini wurde geehrt, weil er in seinem Land eine "gesellschaftliche Ordnung" geschaffen habe, welche die "Wissenschaft der Soziologie bereichert" habe und in der Geschichte "tiefe Spuren" hinterlassen werde.<BR/>

Mutterschaft

<b>Mutterschaft</b><br>Die Gewerkschaft Bau und Industrie wirbt mit einem Transparent an einem der Türme des Zürcher Grossmünsters für ein Ja zur eidgenössischen Vorlage für eine Mutterschaftsversicherung und höhere Kinderzulagen vom 26. September 2004  © KEYSTONE / Walter Bieri.<BR/>Erwerbstätige Mütter sollten während vierzehn Wochen eine Mutterschaftsentschädigung in Form eines Taggeldes erhalten (80% des bisherigen Lohns, bis höchstens 172 Franken pro Tag). Die Kantone Bern, Zürich, Basel-Stadt und Tessin sowie die gesamte Westschweiz stimmten der Vorlage mehrheitlich zu, die mit 55,4% Jastimmen angenommen wurde.<BR/>

Mystik

<b>Mystik</b><br>Die Offenbarung der  Elsbeth von Oye.   Volkssprachliches Autograf aus den 1330er Jahren (Zentralbibliothek Zürich, Ms. Rh. 159, S. 48-49).<BR/>In 35 Kapiteln beschreibt die Dominikanerschwester aus dem Kloster Oetenbach in Zürich ihre asketischen Übungen und mystischen Erfahrungen. Elsbeths "Offenbarungen" stehen stets im Zusammenhang mit ihrer blutigen Selbstkasteiung durch ein schweres Holz- und ein Nagelkreuz, das sie mit einem Gürtel an ihrem Körper befestigte.<BR/>

180 Bilder

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