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12/2017
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z 

La Roche, Benedikt

<b>Benedikt La Roche</b><br>Heliogravüre nach einer Originalfotografie, um 1860 (Museum für Kommunikation, Bern).<BR/><BR/>

Labhardt, Jakob

<b>Jakob Labhart</b><br>Als Divisionär. Fotografie, 1935/36 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Laborde, Jean-Benjamin de

<b>Jean-Benjamin de Laborde</b><br>Titelseite einer der Ausgaben der "Tableaux de la Suisse" von Beat Fidel Zurlauben, mit einem Stich von  François-Denis Née (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Der Stich von 1785 zeigt den Obelisken, den Abbé Guillaume Thomas François Raynal in Erinnerung an die Gründer der helvetischen Freiheit 1783 auf der Insel Altstatt im Vierwaldstättersee errichten liess. Das Monument wurde 1796 durch einen Blitz zerstört.<BR/>

Labram, Jonas David

<b>Jonas David Labram</b><br><I>Oxalis acetosella L.</I> (Sauerklee); Originalaquarell für die "Sammlung von Schweizerpflanzen" (Universitätsbibliothek Basel, Nachlass Labram, A 15, fol. 4).<BR/>

Lachat, Eugène

<b>Eugène Lachat</b><br>Porträt. Stahlstich von  André Pickel,  gedruckt von den Gebrüdern Karl & Nikolaus Benziger in Einsiedeln, um 1870  (Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern, Sondersammlung).<BR/>Handschriftlich hat Bischof Lachat Folgendes unter das Bild notiert: "Pignus amoris non morituri [in ewig währender Freundschaft], Luzern, am 29. Juni 1885, Eugenius, Erzbischof von Damiette".<BR/>

Lachen

<b>Lachen</b><br>Ansicht vom See, gemalt von  Matthias Pfenninger.   Bleistift und Aquarell, um 1790–1793 (ETH-Bibliothek Zürich, Graphische Sammlung).<BR/>Die Ortssilhouette bestimmen die zwei Türme der barocken Pfarrkirche zum Heiligen Kreuz, die 1707–1711 nach Plänen der Vorarlberger Baumeister Johann Peter und Gabriel Thumb errichtet wurde. Das markante, turmartige Sust- und Schulhausgebäude bei den Hafenrampen links musste 1867 dem Bau des heutigen Gemeindehauses weichen. Der Hafen und der im Bildvordergrund sichtbare Warenumschlag- und Lagerplatz beim Rotbach verloren mit dem Eisenbahnanschluss 1875 an Bedeutung.<BR/>

Lachenal, Adrien

<b>Adrien Lachenal</b><br>Der Freisinnige Adrien Lachenal (links) und der Liberale Philippe Godet (rechts) anlässlich der Feier der akademischen Gesellschaft Belles-Lettres 1898 in Rolle (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Lädrach, Otto

<b>Otto Lädrach</b><br>Der Missionar an der früheren Goldküste (heute Ghana), 1903 (Bernisches Historisches Museum).<BR/><BR/>

Lambert, Johann Heinrich

<b>Johann Heinrich Lambert</b><br>Situs Thermometrorum, nach 1764 (Universitätsbibliothek Basel, L Ia 733, S. 438, Fol. 701v).<BR/>In diesem eigenhändig skizzierten massgerechten Grundriss seiner Berliner Wohnung hat Lambert die genaue Aufstellung der für seine Beobachtungsreihen benutzten Instrumente (Barometer, sechs Thermometer, Hygrometer) eingezeichnet. Der Situationsplan bildet den Anfang von Lamberts meteorologischen Aufzeichnungen in Berlin, die er bis zu seinem Tod fortgeführt hat.<BR/>

Landenberg, von

<b>Von Landenberg</b><br>Die Burg Breitenlandenberg bei Turbenthal. Lavierte Federzeichnung von  Hans Conrad Nözli,   eingeklebt in Johann Konrad Vögelis handschriftlicher Zürcher Geschichte von 1812–1826 (Zentralbibliothek Zürich, Ms. W 65, S. 421b).<BR/>Die in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts von Beringer und Hugo von Landenberg errichtete Burg blieb bis ins 18. Jahrhundert im Besitz des Geschlechts. Durch den schlossartigen Ausbau im 16. Jahrhundert, den die Zeichnung überliefert, büsste sie ihren Wehrcharakter teilweise ein. 1801 wurde sie versteigert und als Steinbruch ausgebeutet.<BR/>

Landesausstellungen

<b>Landesausstellungen</b><br>Plakat von  Emile-Auguste Pinchart   für die Landesausstellung in Genf 1896 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><b>Landesausstellungen</b><br>Plakat von  Emile Cardinaux  für die Landesausstellung in Bern 1914 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><b>Landesausstellungen</b><br>Plakat von  Alois Carigiet  für die Landi 1939 in Zürich (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><b>Landesausstellungen</b><br>"Die Schweiz von morgen lädt Sie heute ein". Plakat von  Franz Fässler  für die Expo 64 in Lausanne (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Landesverrat

<b>Landesverrat</b><br>Plakat für den Film von Richard Dindo und Niklaus Meienberg, gestaltet vom Grafiker Pierre Brauchli, 1977 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Ernst Schrämli wurde im Zweiten Weltkrieg als einer von 22 Schweizern wegen Landesverrats zum Tod verurteilt und am 11. November 1942 erschossen. Der Dokumentarfilm zeichnet die Lebensgeschichte des jungen Mannes nach, der das deutsche Konsulat mit Informationen belieferte. Der Film (1976) und die unter dem gleichen Titel veröffentlichte Buchreportage von Meienberg (1977) stellen die als Exempel statuierte Hinrichtung der Straffreiheit gegenüber, die zahlreiche bedeutende Persönlichkeiten genossen, die mit den Nazis kollaboriert hatten. Das umstrittene Werk löste eine heftige öffentliche Debatte aus.<BR/>

Landesverteidigung

<b>Landesverteidigung</b><br>Ausstellungsplakat von  Otto Baumberger,   1934 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Zwischen 1934 und 1939 sensibilisierten zahlreiche Veranstaltungen wie Ausstellungen, Flugtage und Defilees die Öffentlichkeit für die verschiedenen Aspekte der Landesverteidigung.<BR/><BR/>

Landfrieden

<b>Landfrieden</b><br>Peter von Aarberg und Berner Krieger treiben geraubte Schweine, Rinder und zwei mit Beutestücken von einem Raubzug nach Avenches (um 1300) bepackte Pferde vor sich her. Illustration in der "Spiezer Chronik" (1485) von  Diebold Schilling (Burgerbibliothek Bern, Mss.h.h.I.16, S. 216).<BR/>Plünderungen und Fehden waren häufig, wobei die Schäden sowohl für die beteiligten Parteien wie auch für die nicht direkt in Kriegshandlungen involvierte Bevölkerung beträchtlich waren. Gottes- und Landfrieden trugen dazu bei, sie in Grenzen zu halten.<BR/><BR/>

Landfriedensbünde

<b>Landfriedensbünde</b><br>Zweiter Kappeler Landfriede zwischen den fünf katholischen Orten und Zürich. Pergamenturkunde vom 20. November 1531 (Staatsarchiv Zürich, C I, Nr. 403).<BR/>Nach der Schlacht bei Kappel schlossen die fünf katholischen Orte zunächst mit Zürich sowie etwas später mit Bern und Basel Friedensbünde. Beide Parteien verpflichteten sich, den Glauben der Gegenpartei zu respektieren. Die Pergamenturkunde ist mit den Siegeln von Zürch, Luzern, Uri, Schwyz, Unterwalden und Zug versehen. Die Siegelschnüre entsprechen der jeweiligen Standesfarbe. Die beiden Unterhändler, die zuvor das Abkommen ausgehandelt hatten, besiegelten das Dokument als Zeugen. Ihre Siegelschnüre sind in der Gerichtsfarbe Grün gehalten.<BR/>

Ländliche Unruhen

<b>Ländliche Unruhen</b><br>Hinrichtung der Anführer des Livineraufstands 1755. Stich, um 1758 in Zug publiziert von  Johann Jost Hiltensperger (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>Nach den Unruhen in der Urner Landvogtei Leventina intervenierten die Urner Truppen mit Unterstützung der Luzerner und Unterwaldner. Nach der Niederschlagung der Revolte wurden die drei Anführer Lorenzo Orsi, Giovan Antonio Forni und Giuseppe Sartore auf der Piazza di Croce in Faido enthauptet. Die Bevölkerung, umringt von vier Reihen Soldaten, musste der Hinrichtung barhäuptig und kniend beiwohnen.<BR/>

Landmann, Julius

<b>Julius Landmann</b><br>Fotografie, um 1920 (Universitätsbibliothek Basel).<BR/>

Landolt, Elias

<b>Elias Landolt</b><br>Foto von  Johannes Ganz,   1886 (ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv).<BR/>

Landquart (Gemeinde)

<b>Landquart (Gemeinde)</b><br>Das Bahnhofquartier von Westen, 1939. Foto für eine Postkarte von   Hans Gross (Rätisches Museum, Chur).<BR/>Der Bahnhof und das Hotel Landquart sowie der zum Hotel gehörende bewaldete Park sind links im Vordergrund zu sehen. Hinter diesen Bauten, die am Anfang der Siedlungsentwicklung gestanden haben, erstreckt sich die von der Rhätischen Bahn für ihre Belegschaft zwischen 1896 und 1910 erstellte Gartenstadt. Durch die Klus (hinten links) fliesst die eingedämmte Landquart ins Rheintal. Die einzige Brücke führt am Standort der ehemaligen Zollstation über den Fluss.<BR/>

Landsgemeinde

<b>Landsgemeinde</b><br>Das Handmehr an der Landsgemeinde Glarus im Mai 1940. Foto von  Joseph Hayot (Schweizerisches Nationalmuseum, Actualités suisses Lausanne, Presse-Diffusion).<BR/>Die Landsgemeinde findet einmal jährlich am ersten Maisonntag unter freiem Himmel in der Öffentlichkeit statt. Alle Schweizer Bürger des Kantons Glarus, die einen Stimmausweis besitzen, können daran teilnehmen. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts gibt es die Landsgemeinde nur noch in den Kantonen Glarus und Appenzell Innerrhoden.<BR/>

Landwirtschaft

<b>Landwirtschaft</b><br>Darstellung und Beschreibung der zwölf Monate und ihrer Arbeiten. Neujahrsblatt der Burgerbibliothek Zürich auf das Jahr 1663, gestochen von  Conrad Meyer (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>Das "Einer Tugend liebenden Jugend in Zürich" gewidmete Blatt stellt alle landwirtschaftlichen Arbeiten im Ablauf der Jahreszeiten nach der altgriechischen Tradition der Monatsbilder dar.<BR/><b>Landwirtschaft</b><br>Feldarbeit im Val Müstair um 1920 (Schweizerische Nationalbibliothek, Eidgenössisches Archiv für Denkmalpflege, Sammlung Kopp).<BR/>Die Landwirtschaft in den Berggebieten wurde bis ins 20. Jahrhundert oft unter archaischen Bedingungen ausgeübt, wie diese Fotografie dokumentiert: Mit Hilfe von zwei Kühen und einem einfachen Handpflug bearbeiten die beiden Frauen den Acker.<BR/>

Landwirtschaftliche Genossenschaften

<b>Landwirtschaftliche Genossenschaften</b><br>Werbeplakat für das Saatgut der genossenschaftlichen Detailhandelsorganisation Volg, 1969 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Lang, Otto

<b>Otto Lang</b><br>Der Sozialdemokrat und Zürcher Oberrichter im Gespräch mit seinem Parteigenossen Edy Meyer (links). Fotografie, 1931 (Schweizerisches Sozialarchiv, F 5008-Fa-065).<BR/><BR/>

Langenthal

<b>Langenthal</b><br>Marktgasse um 1840. Kolorierte Lithografie von  G. Weber (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Nachdem Langenthal im 18. Jahrhundert städtische Handesprivilegien erhalten hatte, nahm das Dorfzentrum urbanere Züge an, und die ländlich geprägten giebelständigen Häuser mit Ründifronten verschwanden. Einen ersten modernen Akzent setzte der 1808 vollendete Neubau des Kaufhauses (Mitte links), der mit dem Gasthof Bären (vorne links) bis heute das Ortszentrum bildet. Rechts vorne sind die erhöhten Gehsteige zu erkennen, die als Schutz gegen das Hochwasser der Langeten errichtet wurden.<BR/><BR/>

Langobarden

<b>Langobarden</b><br>In einer Nekropole in Stabio gefundenes Goldblattkreuz aus gepresster Goldfolie, 1. Hälfte 7. Jahrhundert (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Das 9 x 9 cm grosse Fundstück aus einem langobardischen Grab bezeugt die kulturellen Wechselbeziehungen jener Epoche. Die Ornamentik ist charakteristisch für die damalige Kunstproduktion im nördlichen Italien.<BR/>

Lasker-Schüler, Else

<b>Else Lasker-Schüler</b><br>"Das Hebräerland", 1937 von Oprecht in Zürich verlegt. Titelseite und Frontispiz (Privatsammlung) © Foto Zentralbibliothek Zürich.<BR/>Die Zeichnung des Frontispizes mit dem hebräischen Untertitel "Die Kolonisten am Sabbattag in Jerusalem" stammt von der Autorin selbst. Die 80 Exemplare der Vorzugsausgabe sind von ihr handkoloriert und signiert. Das poetische Reisebuch, das die Konflikte zwischen Juden und Arabern in Palästina ausblendet, schrieb Lasker-Schüler in Erinnerung an ihre erste Reise ins Heilige Land 1934.<BR/>

Latein

<b>Latein</b><br>Der "Novus Graecismus" des  Konrad von Mure.   Textanfang mit Vorrede und Marginalglossen. Handschrift von 1312 (Universitätsbibliothek Basel, Ms. F I 22, Fol. 3r).<BR/>Das zwischen 1244 und ungefähr 1250 entstandene Lehrgedicht umfasst 10'550 Verse. Die ersten drei Bücher behandeln die lateinische Grammatik, sechs weitere Realienkunde aller Art, das letzte Buch ist der Kirchengeschichte und Liturgie gewidmet. Als eigentliche Schulenzyklopädie des mittelalterlichen Bildungskanons wurde der "Novus Graecismus" bis ins 15. Jahrhundert benutzt.<BR/>

Lateinamerika

<b>Lateinamerika</b><br>Informationsbroschüre für Schweizer Auswanderer nach Argentinien, verfasst und vertrieben vom eidgenössischen Auswanderungsamt, Ausgabe von 1911 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Der Ratgeber enthält praktische Informationen über die Reise, das schweizerische Auswanderungsgesetz, Pflichten und Rechte der Einwanderer in Argentinien und andere Formalitäten. Sie orientiert über Arbeitsmöglichkeiten, vor allem für Landwirte, warnt aber auch vor der Vorstellung, dort leicht gut bezahlte Arbeit zu finden. Die Zahl der in Argentinien lebenden Schweizer wird in diesem Ratgeber auf 30'000 geschätzt.<BR/><b>Lateinamerika</b><br>Plakat einer Ausstellung im Kunsthaus Zürich über "Fotografie Lateinamerika 1860 bis heute", 1981 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Latènezeit

<b>Latènezeit</b><br>Bogenfibel mit Drachenkopf und kreisaugenverziertem Nadelrast der Frühlatènezeit (4. Jahrhundert v.Chr.). Fibel vom Duxer Typ, Variante Carzaghetto. Fund aus dem Grab 145 in Arbedo (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/><BR/><b>Latènezeit</b><br>Krug mit Henkel, Keramik der Spätlatènezeit. Fund aus dem Grab 99 in Giubiasco (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>

Laubi, Hugo

<b>Hugo Laubi</b><br>Vom Zürcher Grafiker 1918 entworfenes Abstimmungsplakat (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Das Plakat unterstützt die sozialdemokratische Initiative, über die am 2. Juni 1918 abgestimmt wurde. Da die meisten Gemeinden das Plakat als zu brutal beurteilten, wurde es eine Woche vor der Abstimmung fast überall verboten.<BR/><BR/>

Laufenburg (AG, Gemeinde)

<b>Laufenburg (AG, Gemeinde)</b><br>Ansicht von Südwesten. Kolorierte Aquatinta von Friedrich Salathé nach einer Zeichnung von  Johann Ludwig Bleuler,  Anfang der 1830er Jahre (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Die beiden Stadtteile – das zum Grossherzogtum Baden gehörige Klein-Laufenburg (links) am nördlichen Rheinufer und das aargauische Gross-Laufenburg (rechts) am südlichen Rheinufer – sind an der engsten Stelle des Rheins durch die 1207 erstmals urkundlich erwähnte und in der Folge mehrfach erneuerte Brücke verbunden. Im Vordergrund erkennt man die Stromschnelle, den Laufen, mit den reichen Fischgründen im oberen Teil.<BR/>

Laupen (BE)

<b>Laupen (BE)</b><br>Ansicht von Süden. Aquarellvedute aus der Sammlung von Albrecht Kauw, spätes 18. Jahrhundert (Bernisches Historisches Museum) © Foto Stefan Rebsamen.<BR/>Das Städtchen liegt im Schutz der hoch über dem Senseufer thronenden Burg, die 1648–1650 durch den barocken Neubau des Amtshauses (links) zur schlossartigen Anlage erweitert worden ist. In der Mitte des Städtchens erhebt sich die 1734–1736 neu gebaute reformierte Kirche. In der mittelalterlichen Ringmauer sind links das Murtentor, rechts das Freiburgtor und rechts unten am Bildrand die gedeckte Holzbrücke über die Sense zu erkennen.<BR/>

Lausanne (Gemeinde)

<b>Lausanne (Gemeinde)</b><br>Stadt und Umland von Westen, um 1820. Kolorierte Aquatinta von  Jean Du Bois (Musée historique de Lausanne).<BR/>Von Maladière bzw. von der Mündung des Flon aus sind einige topografische Merkmale zu sehen, welche Lausanne vom Mittelalter bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts prägten: die deutliche Trennung zwischen der Stadt und dem Hafen (Ouchy), der tiefe Einschnitt des Flontals vor seiner Aufschüttung (1874–1964) und das Sumpfgebiet am Seeufer, wo die gallorömische Siedlung Lousonna lag.<BR/><b>Lausanne (Gemeinde)</b><br>Ausschnitt aus dem Stadtplan von  David Buttet  für den Rathaussaal, 1638 (Musée historique de Lausanne).<BR/>Der Ausschnitt zeigt das Burgpanner mit der Kirche Saint-François. Ausserhalb der Mauern südlich der Stadt erstrecken sich die mit Wein- und Obstkulturen bewirtschafteten Hügel bis an die Ufer des Genfersees. Die Rue de Bourg führt im Osten (rechts) bis an die Porte de Saint-Pierre und setzt sich durch die Vorstadt Etraz in Richtung Vevey fort. Bis zu den Umgestaltungen des 19. Jahrhunderts bildete sie ein Teilstück der Ost–West-Achse (Italien–Frankreich).<BR/><b>Lausanne (Gemeinde)</b><br>Doppelseite des zwischen 1665 und 1680 vom Vermesser  Pierre Rebeur  erstellten Gebietsplans der Herrschaft Lausanne (Archives cantonales vaudoises, GB 132a, Fol. 44–45, Foto Rémy Gindroz).<BR/>Der Plan zeigt ein exaktes Bild vom Besitz des Panners der Cité, das bis zur Reformation das Zentrum der kirchlichen Macht bildete. Von oben nach unten zeigt der Plan das Schloss Saint-Maire, das im 15. Jahrhundert Bischofspalast war und nach der Eroberung durch Bern zum Amtssitz des Vogts wurde, in der Mitte die 1537 eröffnete reformierte Akademie, unten die gotische Kathedrale aus dem 12.–13. Jahrhundert. Dieser handgezeichnete Katasterplan enthält die Namen aller Hauseigentümer. Der Vermesser vermerkte auch bei jeder Parzelle die Höhe der Abgaben, welche der Berner Herrschaft, der Stadt oder anderen Herren zu entrichten waren.<BR/><b>Lausanne (Gemeinde)</b><br>Wahlplakat der Liberalen Partei für die Gemeindewahlen 1933. Lithografie aus der Druckerei Marsens (Musée historique de Lausanne).<BR/>Die drohende Machtübernahme der Sozialdemokraten bei den Wahlen 1933 erregte die Angst der Lausanner Bürgerlichen: "Bürger! Willst du das Rathaus den Sozialdemokraten überlassen? Nein, dann wähle die Liste der Liberalen".<BR/><b>Lausanne (Gemeinde)</b><br>Das weitgehend aufgeschüttete Flontal und die Chauderonbrücke. Foto um 1940 (Musée historique de Lausanne).<BR/>Die Compagnie du chemin de fer Lausanne–Ouchy, Besitzerin des Gebiets bis zur 1905 erbauten Chauderonbrücke (über der Bildmitte), begann 1874 mit der Aufschüttung des Flontals unterhalb des Grand Pont. Im neuen Quartier wurden Lagerhallen und Verbindungsstrassen zu den umliegenden Stadtteilen gebaut. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts wurde das Quartier Flon zum Freizeit- und Geschäftsviertel umgenutzt. Mit dem Zugang zur Metro im Westen von Lausanne (M1), zur Eisenbahn Lausanne–Echallens–Bercher sowie zur Metro Ouchy–Spital–Epalinges (M2), die 2004–2008 gebaut wurde, blieb dieses eine Drehscheibe für den Verkehr.<BR/><b>Lausanne (Gemeinde)</b><br>Die Stadt aus der Vogelschau. Chromolithografie von  Alfred Guesdon  für das Werk "La Suisse à vol d'oiseau", eine in Paris um 1858 veröffentlichte Serie (Musée historique de Lausanne).<BR/>Kantonsingenieur Adrien Pichard sah vor, eine Umfahrung mit geringem Gefälle zu bauen, um den Verkehr zwischen den Hügeln zu erleichtern. Zuerst baute er den Grand Pont über dem Flontal, der 1844 für den Verkehr geöffnet wurde (in der Bildmitte). Dieser verbindet Bourg und den Platz Saint-François mit der Vorstadt Ale im Westen. Zwischen 1851 und 1855 wurde der Tunnel unter dem Schloss Saint-Maire (ganz links) angelegt. Die Stadt war aber immer noch von ihrem Hafen in Ouchy getrennt. Die Quartiere am Hang unterhalb von Saint-François (rechts im Bild) entstanden erst mit dem Bau des Bahnhofs, v.a. aber in den 1880er Jahren nach dem Bau der Standseilbahn Lausanne–Ouchy.<BR/><b>Lausanne (Gemeinde)</b><br>Plakat für eine Ausstellung über die Simplonbahnlinie, 1926 (Musée historique de Lausanne).<BR/>Die am Comptoir suisse anlässlich des 20-Jahr-Jubiläums der Tunneleröffnung gezeigte Ausstellung wies auf die wirtschaftliche und touristische Bedeutung dieser Transitachse für Stadt und Region Lausanne hin.<BR/><b>Lausanne (Gemeinde)</b><br>Plakat für eine Retrospektive von Jean-Luc Godards Filmen im Schweizer Filmarchiv, entworfen vom Grafiker  Werner Jeker,  gedruckt bei Albin Uldry in Hinterkappelen, 1991 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>1948 in Lausanne als Verein gegründet, wurde das Schweizer Filmarchiv mit dem Bundesgesetz über das Filmwesen 1962 zu einer nationalen Institution. Seit 1981, als das Filmarchiv eine Stiftung wurde, befinden sich sein Sitz und die Kinosäle im ehemaligen Casino von Montbenon.<BR/>

Lavanchy, Henri-Ferdinand

<b>Henri-Ferdinand Lavanchy</b><br>Werbeplakat für das Stellenvermittlungsunternehmen, Ende der 1960er Jahre (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Lavater, Johann Kaspar

<b>Johann Kaspar Lavater</b><br>Der Zürcher Pfarrer und Schriftsteller an seinem Arbeitstisch, 1798. Gouache von  Antonio Orazio Moretto (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Lavater lernte den deutschen Maler Moretto in Zürich kennen, worauf dieser mehrere Jahre lang für ihn tätig war. Er zeichnete vor allem physiognomische Darstellungen und malte religiöse Bilder, von denen im Hintergrund einige sichtbar sind.<BR/>

Lavater

<b>Lavater</b><br>Das Landhaus Zum Ankenhof in Oberengstringen, von der Eingangsseite her gesehen. Lavierte Federzeichnung von  Johann Jakob Kuhn,   nach 1761 (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>Das Landgut wurde 1761 von Johann Lavater zum grossen Erggel in Zürich erworben und blieb bis um 1780 im Besitz der Familie. Das in seinem schlichten Erscheinungsbild typische Zürcher Landhaus war umgeben von Rebbergen und Obstgärten, die zum Gut gehörten, und besass an der Rückseite einen barocken Ziergarten.<BR/>

Lavey-Morcles

<b>Lavey-Morcles</b><br>Werbeplakat für die Bäder von Lavey-les-Bains. Gestaltet um 1890 vom Atelier  Gantner,  Lithografie von J. Chappuis, Lausanne (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Le Fort, François

<b>François Le Fort</b><br>Ölporträt von  Michiel van Musscher,  signiert und datiert 1698 am unteren Rand des Teppichs. Foto von Bettina Jacot-Descombes (Musée d'art et d'histoire Genève, no inv. 014237).<BR/>Das Bildnis entstand, als Zar Peter der Grosse anlässlich der von François Le Fort geleiteten sogenannten Grossen Ambassade von März bis Oktober 1697 die Niederlande besuchte. Während dieses Aufenthalts bestellte Le Fort beim niederländischen Künstler mehrere Porträts, darunter auch jenes des Zaren, das der Maler im Jahr darauf vollendete.<BR/>

Lebenszyklus

<b>Lebenszyklus</b><br>Fayence-Schale, um 1810 (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Die Stufen des Alters boten zu allen Zeiten Anlass zur Darstellung idealisierter sozialer Ordnungen.<BR/>

Legrand, Johann Lukas

<b>Johann Lukas Legrand</b><br>Als Mitglied des Direktoriums der Helvetischen Republik. Radierung von  Heinrich Pfenninger,   1798 (Universitätsbibliothek Basel).<BR/>

Lehrerseminar

<b>Lehrerseminar</b><br>Lehrerseminar Münchenbuchsee. Lithografie von   F. Kräuchli,   1850 (Burgerbibliothek Bern).<BR/>Das erste Lehrerseminar des Kantons Bern in der ehemaligen Johanniterkommende war von der Kirche und landwirtschaftlich genutzten Gebäuden umgeben, was den Vorstellungen des 19. Jahrhunderts entsprach, die Lehrerbildung an das kirchliche und ländliche Leben anzupassen.<BR/>

Leibeigenschaft

<b>Leibeigenschaft</b><br>Freibrief eines Leibeigenen aus Lausanne, 1354 (Archives cantonales vaudoises, C VI j 332, Foto Rémy Gindroz).<BR/>Junker Mermod, genannt Charbon von Collonges, befreit Jean, Sohn des Etienne Navion, von Mont-le-Grand, von der Leibeigenschaft und von persönlichen Abgaben. Mit dieser von Notar Jean de Crissier erstellten Urkunde wird dem Leibeigenen die uneingeschränkte Freiheit zugesichert. Persönliche und kollektive Freibriefe wurden in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts mehrfach ausgestellt, unter anderem von den Grafen von Greyerz.<BR/>

Leica

<b>Leica</b><br>Werbeplakat für Fotoapparate der Marke Leica, 1974 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><BR/>

Lektüre

<b>Lektüre</b><br>Lesemaschine bzw. Bücherrad. Illustration in   Agostino Ramellis  Werk "Le Diverse Et Artificiose Machine", Paris, 1588, S. 317 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Das in französischer und italienischer Sprache verfasste Werk im Folioformat enthält mehrere druckgrafische Tafeln mit Abbildungen von Kriegsmaschinen sowie von ausgeklügelten Mechanismen für Wasserpumpen, Brunnen und Mühlen. Der aus Ponte Tresa stammende Ingenieur Agostino Ramelli stellte sich in den Dienst des französischen Königs Heinrich III., bevor er in Paris eine Druckerei gründete.<BR/>

Lenk

<b>Lenk</b><br>Kurbad und Hotel. Farblithografie, Mitte 19. Jahrhundert (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Die Ansicht der stattlichen Kur- und Hotelanlage mit Garten und Park, damals unter der Direktion von A. Kaelin-Archinard, ist umrahmt von Veduten mit den Naturschönheiten in der Umgebung von Lenk: links die Simmenfälle, rechts der Iffigfall und unten das Panorama von der Mülkerblatte aus.<BR/>

Lenzburg (Gemeinde)

<b>Lenzburg (Gemeinde)</b><br>Kantonale Strafanstalt, erbaut 1862–1864 von Architekt  Robert Moser. Fotografie, zwischen 1925 und 1950 (Schweizerische Nationalbibliothek, Eidgenössisches Archiv für Denkmalpflege).<BR/>Die im Süden der Stadt auf freiem Feld errichtete Strafanstalt folgt dem Bautypus der sogenannten panoptischen Anlage: Mit den strahlenförmig um eine Kontrollzentrale angeordneten Zellenflügeln sollte die Überwachung der Häftlinge optimiert werden. Robert Moser hatte diesen modernen Gefängnistypus im Ausland studiert und gleichzeitig mit Lenzburg die kantonale Strafanstalt in Basel als Dreiflügelanlage konzipiert. Das Lenzburger Gefängnis wurde 1864 für alle Arten des Vollzugs, für Frauen und Männer, eröffnet. 1962 wurde die Frauenanstalt aufgehoben.<BR/>

Lenzburg, von

<b>Von Lenzburg</b><br>Schloss Lenzburg von Norden. Kolorierte Umrissradierung, gezeichnet von  Caspar Wolf,   gestochen von Caspar Wyss, 1770er Jahre (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>Der Stammsitz der Grafen von Lenzburg liegt auf einer Felskuppe über dem Städtchen. Aus der Gründungszeit der Burg im 11. Jahrhundert sind keine Reste erhalten, die ältesten noch sichtbaren Bauteile reichen ins spätere 12. Jahrhundert zurück. Seine heutige Gestalt erhielt das Schloss als Landvogteisitz unter der bernischen Herrschaft ab 1444.<BR/><BR/>

Léry, Jean de

<b>Jean de Léry</b><br>Titelseite der in La Rochelle veröffentlichten Geschichte einer Reise nach Brasilien, 1578 (Universitätsbibliothek Basel).<BR/>

Letzi

<b>Letzi</b><br>Die Schlacht von Näfels 1388 in der "Luzerner Chronik" von  Diebold Schilling,  1513 (Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern, Sondersammlung, Eigentum Korporation Luzern).<BR/>Die Illustration zeigt die Letzi als imposante Festungsmauer. Der Glarner Landespatron Fridolin (rechts auf der Mauer) hilft den Schwyzern und den Glarnern, die österreichischen Angreifer abzuwehren.<BR/><BR/>

Leu, Hans (der Jüngere)

<b>Hans Leu (der Jüngere)</b><br>Tafelbild mit Kreuztragung Christi und heiliger Veronika. Stiftung zum Gedenken an Gefallene der Schlacht von Marignano. Öl auf Holz, nach 1515 (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Das unten rechts signierte Bild zählt zu den wenigen Sakralgemälden Leus, die den reformatorischen Bildersturm überlebt haben, vermutlich weil es die Stifter an sich genommen hatten. Am unteren Bildrand sind die Wappen der gefallenen Zürcher (wahrscheinlich Hans Bürkli, Bilgeri I. von Hohenlandenberg und Alexander Metzger) dargestellt, deren Gedenken die Stiftung galt. Leu lenkt von seiner Schwäche in der Komposition figurenreicher Szenen ab, indem er den Blick des Betrachters auf den gemarterten Körper Christi leitet und der szenischen Darstellung die Funktion eines Andachtsbildes verleiht.<BR/>

Leuenberger, Hermann

<b>Hermann Leuenberger</b><br>Als Vizepräsident des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes an der Landsgemeinde der Bau- und Holzarbeiter in Stäfa im September 1945 (Schweizerisches Sozialarchiv, F 5003-Fx-042).<BR/><BR/>

Leukerbad

<b>Leukerbad</b><br>"Intérieur du bâtiment du grand et premier Bain de Loèche en Valais" ("Das Innere des grossen und ersten Bades von Leuk im Wallis"). Aquarellierte Umrissradierung von  Abraham Samuel Fischer,  um 1785 (Museum für Kommunikation, Bern).<BR/>Als die Gefahr von Epidemien im 18. Jahrhundert abnahm, erfreuten sich die Bäder wieder wachsender Beliebtheit. Gut situierte Gäste gelangten nun dank besseren Strassen und Postverbindungen bequemer ins Bergdorf. Man badete in den Kleidern, bediente sich von schwimmenden Tabletts und verbrachte die Zeit mit Spielen und Lesen.<BR/><BR/>

Leupin, Herbert

<b>Herbert Leupin</b><br>Plakat für das 36. Schweizerische Skirennen in Grindelwald, 1942 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><BR/>

Liberale Partei (LP)

<b>Liberale Partei (LP)</b><br>Plakat der Liberalen von Basel-Stadt für die eidgenössischen Wahlen von 1931, gestaltet von Titus Burckhardt (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Der Wahlspruch richtete sich gegen die Linke. Die Sichel als Zeichen des Kommunismus versinnbildlicht die Gefahr, die von der Sozialisierung der Wirtschaft ausgeht.<BR/><b>Liberale Partei (LP)</b><br>Plakat der Waadtländer Liberalen für die eidgenössischen Wahlen von 1943, gestaltet von Willy Jordan (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Die Wahlparolen der Liberalen Partei lauten: «Vertrauensvoll säe ich. Ordnung und Freiheit, Gerechtigkeit und sozialer Friede. Familie, Gewerbe, Vaterland.»<BR/>

Liberalismus

<b>Liberalismus</b><br>Antiliberale Karikatur auf den "Geist unserer Zeit". Kolorierte Radierung von  David Hess,  1831 (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>Die Konservativen jener Zeit verteufelten den Liberalismus. Der Karikaturist, in diesem Fall ein reformierter Zürcher, lässt den satanischen Zeitgeist die Symbole der religiösen und politischen Ordnung (Kreuz, Bibel, die besiegelte Urkunde) mit Füssen bzw. mit Hufen treten, wobei er Plakate mit den liberalen Werten "PressFreiheit", "Souveränität des Volkes" und "Philantropie" anklebt.<BR/><b>Liberalismus</b><br>Werbeplakat für die Neue Zürcher Zeitung von  Hermann Suter,   1948–49 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Die Plakatunterschrift macht darauf aufmerksam, dass die Neue Zürcher Zeitung trotz ihrer wirtschaftsliberalen Ausrichtung auch kulturellen Themen einen hohen Wert beimisst: Ab Februar 1949 veröffentlichte sie die Memoiren Winston Churchills.<BR/><BR/>

Liebenberg, von (Reichsministerialen)

<b>Von Liebenberg (Reichsministerialen)</b><br>Burgruine Liebenberg im Brand bei Mönchaltorf. Aquarell von  Hans Erhard Escher,   1673 (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>Die Burg wurde im frühen 13. Jahrhundert errichtet und im Alten Zürichkrieg 1440 durch die Schwyzer zerstört. 1851 stürzte die hier abgebildete Ruine des Wehrturms ein.<BR/>

Liebermann, Rolf

<b>Rolf Liebermann</b><br>Während der Expo 64 in Lausanne vor seiner "Büromaschinenmusik" (rechts)  © KEYSTONE.<BR/>Für den Wirtschaftspavillon der Schweizerischen Landesausstellung komponierte Liebermann die Symphonie "Les Echanges", ein Dreiminutenstück, in dem 156 lochkartengesteuerte Büromaschinen klappern.<BR/>

Limes

<b>Limes</b><br>Grundrissaufnahmen der spätrömischen Kastelle Irgenhausen (Mitte) sowie Kirchlibuck und Sidelen (unten) in Tenedo (Zurzach). Lithografierte Tafel, publiziert von  Ferdinand Keller  in den "Mitteilungen der Antiquarischen Gesellschaft in Zürich", Band 12, Heft 7, 1860, Tafel V (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Limmat

<b>Limmat</b><br>Wappenscheibe der Zürcher Niederwasserschiffer, 1581 (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Die von den Schiffsmeistern des Niederwassers (Flussschifffahrt) gestiftete Scheibe stellt die Limmat bei der oberen Brücke (heutige Münsterbrücke) in Zürich und ihre vielfältigen Nutzungen dar. Das Frachtschiff bezeugt die Bedeutung des Flusses als Verkehrs- und Handelsweg. Auf die Fischerei weisen das Fischfach (aus Pfählen und geflochtenem Astwerk bestehende trichterförmige Fischereiverbauung) und die Fischerhütte an dessen Mündung hin. Das Schöpfrad auf der Brücke diente der Trinkwasserförderung. Und schliesslich haben auch die Badefreuden der Jugend ihren Platz.<BR/>

Lindi

<b>Lindi</b><br>Werbeplakat des Berner Künstlers für Kleider-Frey, 1950 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Lindt, Rudolf

<b>Rudolf Lindt</b><br>Werbeplakat für Lindt Schokolade, gestaltet vom Zürcher Atelier Althaus, 1930 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Lindtberg, Leopold

<b>Leopold Lindtberg</b><br>Plakat für die Pariser Erstaufführung des von der Zürcher Praesens Film AG produzierten Films "Die letzte Chance" (Sammlung Cinémathèque suisse, alle Rechte vorbehalten).<BR/>Der Film, der von den Schwierigkeiten der Flüchtlinge beim Grenzübertritt von Italien in die Schweiz handelt, startete hierzulande im Mai 1945 kurz nach dem Zusammenbruch des Dritten Reichs. Obwohl er die Rolle der offiziellen Schweiz kritisierte, war "Die letzte Chance" mit mehr als einer Million Kinoeintritten in der Schweiz äusserst erfolgreich und wurde anschliessend in Europa, den USA und in Südamerika gezeigt, wo er ebenfalls auf grosses Echo stiess.<BR/>

Linksradikalismus

<b>Linksradikalismus</b><br>Plakat der Revolutionären Marxistischen Liga, 1969: "Unser Kandidat hat auf keiner Liste Platz gefunden" (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><BR/>

Liotard, Jean-Etienne

<b>Jean-Etienne Liotard</b><br>Selbstporträt mit Bart, Pastell auf Papier, 1749. Foto von Bettina Jacot-Descombes (Cabinet d'arts graphiques des Musées d'art et d'histoire Genève, no inv. 1843-0005).<BR/>Das Selbstbildnis, in dem sich der Künstler bei der Arbeit mit dem Pastellstift darstellte, entstand Mitte des 18. Jahrhunderts in Paris, als Liotard am Hof Ludwigs XV. eingeführt wurde.<BR/>

Liturgie (katholisch)

<b>Liturgie (katholisch)</b><br>Gestickter Rückenschild eines von Jakob von Savoyen, Graf von Romont, der Kathedrale von Lausanne gestifteten Chormantels, zwischen 1463 und 1478 (Bernisches Historisches Museum) © Foto Stefan Rebsamen.<BR/>Die sieben Sakramente, mit denen der Chormantel bestickt ist, gewähren Einblick in Riten, liturgisches Mobiliar und Gerät des Spätmittelalters. Den Rückenschild ziert das Messopfer als wichtigstes Sakrament. In der himmlischen Sphäre erscheint der Schmerzensmann als Zeichen für die Realpräsenz Christi in der Wandlung, die der Priester am linken Altar vollzieht, indem er die Hostie zur Konsekrierung erhebt. Am Altar rechts empfängt ein vornehmes Paar die Kommunion. Der Priester trägt den für Segnungen und Prozessionen üblichen Chormantel mit Stickereibesatz, der Priester links das Pluviale, das Messgewand.<BR/>

Locarno (Gemeinde)

<b>Locarno (Gemeinde)</b><br>Balsamarium (Gefäss zur Aufbewahrung von Balsam oder Salbe) in Form einer Taube aus dem 1. Jahrhundert n.Chr. Blaues, transparentes Glas, gefunden in einer Locarneser Nekropole Ende des 19. Jahrhunderts (Museo civico e archeologico, Locarno) © Foto Ufficio dei beni culturali, Bellinzona.<BR/><BR/><b>Locarno (Gemeinde)</b><br>Blick auf die Piazza Grande während des Eröffnungsfilms am 60. internationalen Filmfestival, 1. August 2007  © KEYSTONE / Martial Trezzini.<BR/>

Locle, Le

<b>Le Locle</b><br>Die Stadt von Osten, um 1865. Zeichnung von A. Graf, Radierung von F. Burkhard, veröffentlicht von Hasler & Cie. in Basel (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>Das Quartier-Neuf oder Quartier du Progrès im Vordergrund, ein philanthropisches Projekt mit günstigen Häusern für die Arbeiterklasse, wurde zwischen 1856 und 1861 nach Plänen des Architekten Hans Rychner aus Neuenburg realisiert. Dahinter ist die 1857 eröffnete Bahnlinie der Bahngesellschaft Jura-Industriel zu erkennen, die Le Locle mit La Chaux-de-Fonds verbindet, darüber das Quartier des Monts.<BR/>

Loeb

<b>Loeb</b><br>Werbeplakat von  Walter Küpfer,   1916 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Loewensberg, Verena

<b>Verena Loewensberg</b><br>Plakat der Künstlerin für eine Retrospektive ihrer Werke in der Galerie Suzanne Bollag in Zürich, 1970 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Lohn

<b>Lohn</b><br>Lohngeschirr eines Kundenmüllers. Lärchenholz, mit der Jahreszahl 1749 auf dem vorderen Rand und der Hausmarke auf der Boden- und der Aussenfläche (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Mit Hilfe dieses Werkzeugs mass der Müller jenen Anteil ab, den ihm der Kunde als Naturallohn schuldete.<BR/><b>Lohn</b><br>"Die Löhne herabsetzen heisst rückwärts gehen. Nein zum Krebsgang!". Abstimmungsplakat gegen das "Bundesgesetz über die vorübergehende Herabsetzung der Besoldungen, Gehälter und Löhne der im Dienste des Bundes stehenden Personen", 1933 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Die Senkung der Beamtengehälter, die der Bundesrat als Massnahme zur Krisenbekämpfung in der Zwischenkriegszeit vorgesehen hatte, wurde von den Arbeitnehmerorganisationen mit einem Referendum bekämpft. Am 28. Mai 1933 verwarf das Volk den Gesetzesentwurf mit einer Mehrheit von 55,1%.<BR/>

Lohner, Emil

<b>Emil Lohner</b><br>Fotografie, um 1930 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Lombardei

<b>Lombardei</b><br>Die Söldner des Jost von Silenen, Bischofs von Sitten, werden von den Truppen der Sforza 1487 in Crevola geschlagen. Illustration aus der "Luzerner Chronik" von  Diebold Schilling,  1513 (Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern, Sondersammlung, Eigentum Korporation Luzern).<BR/>Vor der kleinen Stadt Crevola im Val d'Ossola steckten die Walliser Truppen eine Niederlage ein und mussten sich zurückziehen. Rechts unten im Bild sind an den weissen Federbüschen die beiden Anführer der Walliser Truppen zu erkennen. Diese verliessen das Schlachtfeld laut dem Chronisten als Erste.<BR/>

Longines

<b>Longines</b><br>Werbeplakat für die "beste Präzisionsuhr", gestaltet von  Leonetto Cappiello,   1922 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><BR/>

Lonza

<b>Lonza</b><br>Werbeplakat, 1935 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><BR/>

Lory, Gabriel (Père)

<b>Gabriel Lory (Père)</b><br>Der Maler an seiner Staffelei. Öl auf Leinwand von  David Sulzer,   um 1825 (Bernisches Historisches Museum).<BR/>

Lothringen

<b>Lothringen</b><br>Herzog René II. bei seinem Besuch im Oktober 1476 in Luzern. Illustration in  Diebold Schillings  "Luzerner Chronik", 1513 (Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern, Sondersammlung, Eigentum Korporation Luzern).<BR/>Das obere Bild zeigt den Herzog, mit Bart und roter Robe, am Tisch des Luzerner Rats. Am 7. Oktober 1476 schloss er mit den acht Alten Orten, vertreten durch den Luzerner Schultheissen Peter Rust, in Luzern ein Bündnis. Der Herzog erhielt das Recht, für den Kampf gegen Karl den Kühnen eidgenössische Truppen auszuheben. Im unteren Teil des Bildes verteilt der Herzog den Kindern, die ihn am Reussufer erwarten, Goldstücke.<BR/>

Luban, Boris

<b>Boris Luban-Plozza</b><br>Doppelseite aus dem Buch «Schlaf’ Dich gesund!», mit Anleitungen zum autogenen Training, von Boris Luban-Plozza und Hans H. Dickhaut, achte Auflage, erschienen 1993 (Schweizerische Nationalbibliothek).  <BR/><BR/>

Luccheni, Luigi

<b>Luigi Luccheni</b><br>Vorderseite der von der Genfer Kriminalpolizei angefertigten anthropometrischen Signalementskarte (vom Typ Bertillon) des italienischen Anarchisten, 1898 (Archives cantonales vaudoises, SB 73, Police de sûreté, identité judiciaire).<BR/><b>Luigi Luccheni</b><br>Rückseite der von der Genfer Kriminalpolizei angefertigten anthropometrischen Signalementskarte (vom Typ Bertillon) des italienischen Anarchisten, 1898 (Archives cantonales vaudoises, SB 73, Police de sûreté, identité judiciaire).<BR/><BR/>

Lucchini, Pasquale

<b>Pasquale Lucchini</b><br>Lithografie aus der "Schweizerischen Portrait-Gallerie", erschienen 1888–1907 bei Orell Füssli in Zürich (ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv).<BR/><BR/>

Lucens

<b>Lucens</b><br>Ansicht des Schlosses von Südosten. Aquarell eines unbekannten Malers, Ende 18. Jahrhundert (Bernisches Historisches Museum) © Foto Stefan Rebsamen.<BR/>Das Schloss diente 1542-1798 als Sitz des bernischen Landvogts von Moudon.<BR/>

Luftfahrt

<b>Luftfahrt</b><br>Der Start eines Ballons des Aero-Clubs der Schweiz in Schlieren zu Beginn des 20. Jahrhunderts zieht eine grosse Menge von Schaulustigen an (Schweizerische Nationalbibliothek, Eidgenössisches Archiv für Denkmalpflege, Sammlung Wehrli).<BR/><b>Luftfahrt</b><br>Die "Stadt Luzern I" verlässt ihren neuen Hangar, 1910 (Schweizerische Nationalbibliothek, Eidgenössisches Archiv für Denkmalpflege, Sammlung Wehrli).<BR/><b>Luftfahrt</b><br>Mehrere DC-3 der Swiss Air Lines auf der Rollbahn des Flughafens Zürich-Kloten, 1953 (Schweizerische Nationalbibliothek, Eidgenössisches Archiv für Denkmalpflege, Sammlung Schweizerische Verkehrszentrale).<BR/>

Lugano (Gemeinde)

<b>Lugano (Gemeinde)</b><br>Fassade der Kirche San Lorenzo  © Foto Ufficio dei beni culturali, Bellinzona.<BR/>Die 818 erstmals erwähnte Kirche wurde mehrfach umgebaut. 1517 erhielt sie diese zweigeschossige, dreiachsige Fassade im Stil der lombardischen Frührenaissance. Zahlreiche Fresken und eine kostbare barocke Ausstattung zieren das Innere der Kirche, die 1078 zur Kollegiatskirche und 1888 zur Kathedrale erhoben wurde.<BR/><BR/><b>Lugano (Gemeinde)</b><br>Plakat für das Grandhotel Métropole & Majestic, gestaltet von  Otto Ernst , um 1920 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Grafisch werden die Lichter der Standseilbahn auf den San Salvatore (1890) mit dem Grandhotel von Lugano verbunden, das zwischen 1900 und 1903 vom Architekten Giuseppe Ferla umgebaut und renoviert wurde.<BR/>

Lungernsee

<b>Lungernsee</b><br>Karte des Lungernsees, gezeichnet von  Johann Jakob Goll.   Faltblatt in Ferdinand Kellers Publikation "Die Tieferlegung des Lungern-Sees im Kanton Unterwalden" von 1836 (Zentralbibliothek Zürich).<BR/>Das für die damalige Zeit aussergewöhnliche technische Unternehmen der Seeabsenkung dauerte mit Unterbrechungen von 1790 bis 1836. Die Karte von Johann Jakob Goll, später einer der wichtigsten Mitarbeiter an Guillaume-Henri Dufours grossem Kartenwerk, zeigt rechts den See nach der Absenkung, und links, bräunlich eingefärbt, das gewonnene Land.<BR/>

Luternau, Augustin von

<b>Augustin von Luternau</b><br>Porträt eines unbekannten Künstlers, um 1555 (Bernisches Historisches Museum) © Foto Stefan Rebsamen.<BR/>Die Inschrift oben links erwähnt seine Titel und Funktionen: Augustin von Luternau, erster Landvogt zu Chillon, auch gewesener Landvogt von Gex, Herr zu Belp und Liebegg.<BR/><BR/>

Luternau, Rudolf von

<b>Rudolf von Luternau</b><br>Porträt. Aquarell auf Papier, signiert von  Daniel David Burgdorfer,   1832 (Bernisches Historisches Museum).<BR/>Ein Zettel auf der Bildrückseite ruft in Erinnerung, dass Rudolf von Luternau Ratgeber der russischen Grossfürstin Anna Feodorowna war, als diese ihr 1814 an der Aare in Bern erworbenes Landgut zum Elfenaupark umgestalten liess.<BR/><BR/>

Lutry

<b>Lutry</b><br>Ausschnitt aus  Thomas Schöpfs   Karte des Standes Bern. Kolorierter Kupferstich, 1578 (Zentralbibliothek Zürich, Abteilung Karten und Panoramen).<BR/>Die schematische, aber doch detaillierte Darstellung zeigt das Genferseeufer zwischen Cully und Lutry. Im Ancien Régime erstreckte sich das Gebiet des Fleckens bis nach Savigny (links unten im Bild) und umfasste auch die Weiler Le Châtelard (Chastagnier) und Montagny. Die über die ganze Karte verteilten, stilisierten Rebstöcke weisen auf die Bedeutung des Weinbaus für die Region hin.<BR/>

Lutz, Carl

<b>Carl Lutz</b><br>Bei seiner Ankunft in Budapest 1942 auf einer Festungsmauer über der Donau  © KEYSTONE.<BR/>

Lutz, Samuel

<b>Samuel Lutz</b><br>Im Alter von 55 Jahren. Kupferstichporträt nach einer Zeichnung von  Johann Rudolf Dälliker,  gestochen von Johann Georg Seiler (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Der Kupferstich ist als Frontispiz in ein Exemplar seiner moraltheologischen Schrift von 1726 eingeklebt.<BR/>

Luxus

<b>Luxus</b><br>Titelseite aus dem Genfer Sittenmandat vom 27. November 1785 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/><b>Luxus</b><br>Ausschnitt aus dem Genfer Sittenmandat vom 27. November 1785 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Auch wenn Abschnitt 6 des Sittenmandats Kutschen verbietet, die mit Wappen, Zierleisten und Ornamenten aus Feingold, unechtem Blattgold oder Silber geschmückt sind, wurde der Kampf gegen den Luxus in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts nicht mehr so heftig geführt. Die Genfer Gesellschaft hatte sich von den Idealvorstellungen Johannes Calvins abgewandt und die Reichsten verschrieben sich ebenso dem Luxus wie die Oberschichten anderer europäischer Länder.<BR/>

Luzern (Gemeinde)

<b>Luzern (Gemeinde)</b><br>Auf dem Kornmarkt vor dem Rathaus versucht der Rat, jugendliche Bürger davon abzuhalten, zusammen mit den Reisläufern aus den Waldstätten in den Solddienst Kaiser Maximilians zu treten (17. Mai 1508). Illustration in der "Luzerner Chronik" von  Diebold Schilling,  1513, fol. 281v (Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern, Sondersammlung, Eigentum Korporation Luzern).<BR/>Mit der Einrichtung des Rathauses im Korn- und Kaufhaus in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts übernahm der Kornmarkt als neues Stadtzentrum die Funktion des Versammlungs- und Gerichtsplatzes, die bis dahin der Fischmarkt (heute Weinmarkt) innegehabt hatte. Das stattliche neue Rathaus mit angebautem gotischem Treppenhaus und reich bemaltem Turm barg ebenerdig die Korn- und Kaufhalle, im Obergeschoss die Ratsstuben.<BR/><b>Luzern (Gemeinde)</b><br>Ausblick von der Anhöhe Allenwinden gegen Süden. Chromolithografie von  Jules Arnout   aus der Serie "La Suisse à vol d'oiseau", um 1860 (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>Der Blick umfasst das Alpenpanorama zwischen Rigi (links) und Pilatus (rechts), das Reisende damals in grossen Massen nach Luzern lockte. Zwischen der Hofkirche St. Leodegar (links) und der Altstadt erstreckt sich an Stelle der mittelalterlichen Hofbrücke der neue Schweizerhofquai mit dem Hotel Schweizerhof. Er bildete den Ausgangspunkt für die moderne Überbauung des Weyquartiers. Die mittelalterliche Stadtbefestigung ist bis auf die Museggmauer abgetragen.<BR/><b>Luzern (Gemeinde)</b><br>Sommerbetrieb am Schweizerhofquai. Blick Richtung Hofkirche. Kolorierte Aquatinta, nach 1870 (Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern, Sondersammlung).<BR/>Mit dem Bau des Hotels Schweizerhof 1844–1845 (links vorne) und des gleichnamigen ersten Quais anstelle der mittelalterlichen Hofbrücke öffnete sich die Stadt gegen den See. 1870 erstreckten sich der Quai und die Reihe prächtiger Luxushotels bereits bis zum Grand Hotel National (rechts hinten). Als urbane Aussichtsterrasse und mondäne Promenade avancierte der Quai in der Belle Epoque für die in grosser Zahl aus ganz Europa angereisten Fremden zur ersten Sehenswürdigkeit Luzerns.<BR/>

Luzern (Kanton)

<b>Luzern (Kanton)</b><br>Burgruine Neu-Habsburg in Meggen. Radierung von  David Herrliberger   in dessen Werk "Neue und vollständige Topographie der Eydgnoßschaft", Band 2, 1758 (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>Um 1240 errichtete Rudolf III. (der I. von Habsburg-Laufenburg) die Burg als Herrschaftszentrum des ihm zugefallenen habsburgischen Besitzes am Vierwaldstättersee bei Luzern. 1352 wurde die Neu-Habsburg in den kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen den Eidgenossen und Österreich von den Luzernern erobert und zerstört. 1406 verlieh sie dem luzernischen Amt Habsburg Namen und Wappen.<BR/><b>Luzern (Kanton)</b><br>Luzerner Kaufleute erleiden beim Aufbruch zur Zurzacher Messe bei der Reussschwelle zwischen Spreuer- und Reussbrücke im Jahr 1504 Schiffbruch. Illustration in der "Luzerner Chronik" des  Diebold Schilling  von 1513 (Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern, Sondersammlung, Eigentum Korporation Luzern).<BR/>Bis zum Ausbau der Transitstrassen im 18. Jahrhundert war der Unterlauf der Reuss für die Luzerner der wichtigste Transportweg Richtung Norden. Das Monopol für den Schiffstransport von Luzern aus an die Zurzacher Messen und rheinabwärts nach Basel hatten die Reussschiffer der Niederwässer-Gesellschaft inne.<BR/><BR/><b>Luzern (Kanton)</b><br>Altarantependium aus dem Frauenkloster Eschenbach. Wollwirkerei, frühes 17. Jahrhundert (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Die Umwandlung der Augustinerinnengemeinschaft in einen Zisterzienserinnenkonvent 1588 liess das Kloster aufblühen. Von der guten wirtschaftlichen Lage zeugen die Erneuerung der liturgischen Ausstattung und umfangreiche Bauten, v.a. der Teilneubau 1625–27. Das in dieser Zeit für das Kloster gefertigte Antependium zeigt eine auf den Frauenkonvent abgestimmte Thematik. In einem Paradiesgarten sind um die Muttergottes sieben heilige Jungfrauen versammelt, unter ihnen rechts Katharina, die Schutzpatronin des Klosters. Seitlich sind Zisterzienserinnen im Gespräch mit Engeln zu sehen.<BR/><b>Luzern (Kanton)</b><br>Seite aus den "Collectanea pro chronica Lucernensi et Helvetiae" von  Renward Cysat (Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern, Sondersammlung, Ms. 99.2, Fol. 464v).<BR/>Die reiche Materialsammlung zur Geschichte Luzerns und der Eidgenossenschaft umfasst 22 handschriftliche Folianten mit dicht beschriebenen Seiten. Die mit Ergänzungen gefüllten Randspalten zeigen Cysats Bestreben, seinen Text laufend zu ergänzen und zu korrigieren. Hier abgebildet ist ein Ausschnitt aus der ausführlichen Schilderung der Flutwelle im Vierwaldstättersee am 18. September 1601.<BR/><b>Luzern (Kanton)</b><br>Der Sturz der Mediationsregierung am 16. Februar 1814. Lavierte Federzeichnung eines unbekannten Künstlers (Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern, Sondersammlung).<BR/>Bewaffnete Stadtbürger und Patrizier stürmen das von Regierungssoldaten verteidigte Zeughaus in Luzern. Gut einen Monat später lag die neue Verfassung der Restaurationszeit vor.<BR/><b>Luzern (Kanton)</b><br>Antiklerikale Karikatur. Anonyme Lithografie, Juni 1845 (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>Das Blatt karikiert die Stimmung im katholisch-konservativen Luzern nach der Jesuitenberufung 1844. Im Hintergrund zieht unter der Aufsicht von Klerikern eine Schar von Schülern mit Eselsohrenkappen in Prozession durch eine Luzerner Gasse. Im Vordergrund bietet ein dickwanstiger Priester zwei mageren Bürgern in zerschlissenen Kleidern Schnupftabak an mit den Worten "Ihr darbt und füllt den Magen mir; zum Dank nehmt eine Prise hier" (Untertitel). Konterkariert werden Auftreten und Aussage des Priesters durch den Haupttitel, der in Anlehnung an den Hebräerbrief (Hebräer 13,16) auffordert, Gutes zu tun und mit anderen zu teilen, um damit ein Gott gefälliges Opfer zu bringen.<BR/><b>Luzern (Kanton)</b><br>Wahlplakat der Christlichdemokratischen Volkspartei (CVP) des Kantons Luzern für die Grossrats- und Regierungsratswahlen 1987 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/><b>Luzern (Kanton)</b><br>Werbeplakat für das Meyer'sche Diorama in Luzern, spätes 19. Jahrhundert (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Im Fremdenquartier hinter den Quaihotels richtete Ludwig Meyer von Schauensee 1854 in der Nähe des Löwendenkmals ein Diorama ein. Auf künstlich beleuchteten, naturgetreuen Transparentbildern betrachteten Besucher, welche die Strapazen einer Besteigung nicht auf sich nehmen wollten oder wegen schlechter Witterung davon abgehalten wurden, bequem die Rundsicht von Rigi-Kulm und vom Pilatus. Das Diorama gehörte bis zum Abbruch 1903 zu den beliebtesten Touristenattraktionen Luzerns.<BR/><b>Luzern (Kanton)</b><br>Plakat für das Jazzfestival Willisau 1979, gestaltet von dessen Organisator  Niklaus Troxler (Schweizerische Nationalbibliothek, Plakatsammlung).<BR/><b>Luzern (Kanton)</b><br>Plakat für die Musikwochen Ettiswil, 11.–23. Mai 1980, entworfen von  Eugen Bachmann (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Lyss

<b>Lyss</b><br>Alte Kirche (1935 aufgegeben) und Pfarrhaus. Kolorierte Aquatinta von  Samuel Weibel,  1823 (Schweizerische Nationalbibliothek, Sammlung Gugelmann).<BR/><BR/>

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