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12/2017
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Kaba

<b>Kaba</b><br>Werbeplakat der Bauer AG, 1925 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Die Bauer AG führte die Produktion von Büromöbeln aus Stahlblech (Staba) und Kassenschränken (Kaba) weiter.<BR/>

Kaiser, Niklaus

<b>Niklaus Kaiser</b><br>Broschüre über die Verwaltung und Bewirtschaftung der Staatswaldungen des Kantons Bern, veröffentlicht 1880 in Laufen (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Kaiserstuhl

<b>Kaiserstuhl</b><br>Luftaufnahme von Nordosten, um 1940 (Schweizerische Nationalbibliothek) © Photoswissair, Zürich.<BR/>Im Vordergrund erkennt man die Burg der Freiherren von Kaiserstuhl, die als Brückenkopf auf dem deutschen Rheinufer liegt und ein halbes Jahrhundert vor der Stadtgründung entstanden ist. Der Zugang vom Südufer wird durch die Stadt selbst, die in den 1260er Jahren befestigt worden ist, verwehrt. Mehrere Holzbrücken gingen der abgebildeten, 1890 erbauten Stahlbrücke voraus, die ihrerseits 1985 ersetzt wurde.<BR/><BR/>

Kalender

<b>Kalender</b><br>Persönlicher Kalender, gefertigt von seinem Benutzer  Johann Jakob Aschmann.   Aquarell auf Karton, 1777 (Schweizerisches Nationalmuseum) © A. & G. Zimmermann, Genf.<BR/>Der Kalender hat drei drehbare Skalen: eine für die Tage, eine für die Jahre von 1777 bis 1812 und eine für den Sonnenaufgang und -untergang. Unten das Allianzwappen Schmid-Aschmann, Thalwil.<BR/>

Kalter Krieg

<b>Kalter Krieg</b><br>Schweigeminuten auf dem Bahnhofplatz in Bern am 20. November 1956, aus Solidarität mit den Opfern der brutalen Unterdrückung des Ungarnaufstands  © KEYSTONE/Photopress.<BR/>

Kambli

<b>Kambli</b><br>Werbeplakat von  Werner Belmont und Heinz Jost  für die Bretzeli aus dem Emmental, 1979 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Kandersteg

<b>Kandersteg</b><br>Plakat des Grafikers  Pierre Monnerat,   1948 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Kantonalbanken

<b>Kantonalbanken</b><br>Werbeplakat für die Kantonalbanken, gestaltet von der Agentur  Rudolf Farner,   1985 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><BR/>

Kantonales Recht

<b>Kantonales Recht</b><br>Frontispiz des 1727–1746 publizierten Werks von Johann Jacob Leu, mit einer allegorischen Darstellung der Gerechtigkeit und den Wappen der Kantone. Kupferstich von  Johann Simler (Zentralbibliothek Zürich).<BR/>

Kantone

<b>Kantone</b><br>Das grosse Siegel der Eidgenossenschaft der 22 Kantone von 1815. Stich von  Rudolf Dickenmann,   um 1850 (Schweizerisches Nationalmuseum, LM-39461).<BR/>Der Herausgeber hat das Siegel von 1815 der neuen Lage angepasst. Auf die beiden aus der Teilung von 1833 hervorgegangenen Halbkantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft verweisen die zwei Weibel auf der rechten Bildseite. Neuenburg wird bereits durch das Wappen, das nach der Revolution von 1848 eingeführt worden ist, vertreten. Verschiedene Versionen dieser Art von Stich wurden zwischen 1830 und 1860 verbreitet und sollten das eidgenössische Bewusstsein der Kantone und ihrer Bürger stärken.<BR/><b>Kantone</b><br>Karikatur von  Heinrich von Arx,  Lithografie um 1845/1846  (Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern, Sondersammlung).<BR/>Auf dem Notenblatt ist jedem Kanton seiner parteipolitischen Tonlage entsprechend eine Note zugeordnet: je konservativer der Kanton, desto tiefer die Note, je radikaler, desto höher. Die Kantonswappen sind mit Figuren versehen, die ebenfalls auf die politische Ausrichtung hinweisen: Jesuiten zum Beispiel kennzeichnen Uri, Schwyz und Unterwalden, ein Soldat Baselland. Die Melodie endet mit den Worten "Wir sitzen so fröhlich beisammen".<BR/>

Kanzlei

<b>Kanzlei</b><br>Register des Lausanner Domkapitels, 1253–1313  (Archives cantonales vaudoises, Ac 11, Fol. 1r, Foto Rémy Gindroz).<BR/>Rechtsakt vom Oktober 1259 betreffend Zinsen und Güter in Echichens, aufgezeichnet unter Robert von Genf, Propst des Lausanner Domkapitels.<BR/>

Kapitalmarkt

<b>Kapitalmarkt</b><br>Am 6. Dezember 1852 in St. Gallen ausgegebene Inhaberaktie der Gesellschaft Lake Constance and Basle Railway im Wert von Fr. 500.- für den Streckenabschnitt zwischen Wil (SG) und Rorschach (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Zu Beginn des Eisenbahnbaus wurden viele Bauvorhaben durch privates englisches Kapital finanziert. Die Verlängerung der Strecke Winterthur–Wil bis nach Rorschach erfolgte 1856.<BR/><BR/><b>Kapitalmarkt</b><br>Am 15. November 1920 in Täuffelen ausgegebene Obligation der Seeländischen Wasserversorgungs-Genossenschaft zu 10 Franken (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Lithografierte Darstellungen des unterschiedlichen Wassergebrauchs (Kühe an der Tränke, Feuerwehr, Waschfrauen) zieren das Wertpapier.<BR/><b>Kapitalmarkt</b><br>Von   Advico, Young & Rubbicam   gestaltete Werbung für die Wirtschaftszeitung "Cash", 1989 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Die zur Ringier AG gehörende Wochenzeitung machte sich als Wirtschaftsblatt einen Namen, das eine breite Öffentlichkeit ansprach. Im Juli 2007 stellte "Cash" sein Erscheinen ein, fand aber in der täglich erscheinenden Gratiszeitung "Cashdaily" einen Nachfolger und wird als Online-Zeitung mit Links zu Banken, Fonds und Derivaten sowie zur Börse weitergeführt.<BR/>

Kapodistrias, Ioannes Antonios

<b>Ioannes Antonios Kapodistrias</b><br>Besuch von Kapodistrias an der Landsgemeinde in Trogen, 24. April 1814. Stich von   Johann Jakob Mock (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Kappel (Kloster)

<b>Kappel (Kloster)</b><br>Die Klosteranlage aus der Vogelschau von Südosten. Kolorierte Federzeichnung, um 1712 (Zentralbibliothek Zürich, Ms. E 5, vor S. 201).<BR/>Die Konventgebäude blieben dank der Umnutzung nach der Reformation als Klosteramtssitz der Stadt Zürich weitgehend erhalten. Die gotische Klosterkirche diente als Pfarrkirche des Orts. An deren Südseite schliesst das damals noch intakte Kreuzganggeviert an. Unmittelbar östlich davon (rechts) steht isoliert das zum Amtshaus ausgebaute mittelalterliche Abts- und Krankenhaus. Die ursprünglich weitläufigere Klostermauer umfasste auch den Weiher, die Mühle und weitere Wirtschaftsbauten rechts im Plan.<BR/>

Kappeler, Johann Karl

<b>Johann Karl Kappeler</b><br>Als Präsident des eidgenössischen Schulrats und Vorsteher des Polytechnikums Zürich. Fotografie, 1860er Jahre (ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv).<BR/>

Kappelerkriege

<b>Kappelerkriege</b><br>Die Kappeler Milchsuppe. Text und Illustration in  Heinrich Thomanns   Abschrift von Heinrich Bullingers Reformationschronik, 1605 (Zentralbibliothek Zürich, Ms. B 316, Fol. 418v).<BR/>Die chronikalisch überlieferte Verbrüderung zwischen den verfeindeten Eidgenossen im Ersten Kappelerkrieg kleidete Bullinger in seiner 1564 abgeschlossenen Reformationschronik in die populär gewordene Erzählung der freundnachbarlich verzehrten Milchsuppe: Der Topf wurde angeblich genau auf die zürcherisch-zugerische Grenze gestellt. Wenn einer Brot jenseits der Grenze löffeln wollte, soll ihm der andere mit dem Löffel auf die Hand geschlagen und gesagt haben: "Friss auf deinem Erdreich".<BR/>

Kapuziner

<b>Kapuziner</b><br>Zwei Kapuziner an der Glarner Landsgemeinde, 1941 (Schweizerisches Nationalmuseum, Actualités suisses Lausanne).<BR/>

Karikatur

<b>Karikatur</b><br>Karikatur von Gregor Rabinovitch,  erschienen im "Nebelspalter" am 18. November 1938 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Der Karikaturist (alias "Nebelspalter") im Narrenkleid, ein Bild für die politische Überwachung kurz vor dem Zweiten Weltkrieg.<BR/>

Karl V.

<b>Karl V.</b><br>Titelseite der an den Kaiser gerichteten Schrift "Fidei ratio" ("Rechenschaft des Glaubens") von Huldrych Zwingli zum Augsburger Reichstag 1530, gedruckt von Christoph Froschauer in Zürich. Titelholzschnitt mit Porträt Karls V. (Universitätsbibliothek Basel).<BR/>In seiner rasch verfassten Schrift, die den Kaiser am 8. Juli 1530 erreichte, machte Zwingli keinen Hehl aus seiner Enttäuschung, dass die Eidgenossen zum Reichstag, dessen Haupttraktandum die Religionsfrage war, nicht eingeladen worden waren. Mit seiner Erklärung wollte er den Kaiser auf dessen Verantwortung hinweisen und von ihm die Freigabe der evangelischen Predigt bewirken.<BR/><BR/>

Karl der Grosse

<b>Karl der Grosse</b><br>Der Kaiser überreicht Bischof Theodul von Sitten das Schwert. Miniatur des Breviers von  Jost von Silenen,   1493 (Schweizerisches Nationalmuseum, LM-4624, Band 1, Folio 295r).<BR/>Vom 12. Jahrhundert an wurde Theodul als Zeitgenosse Karls des Grossen dargestellt. Zahlreiche Bilder, Miniaturen, Fresken und Gemälde illustrieren die legendenhafte Schwertübergabe, mit der die Bischöfe von Sitten ihre weltliche Herrschaft über das Wallis legitimierten.<BR/>

Karrer, Otto

<b>Otto Karrer</b><br>Fotografie aus den 1940er Jahren (Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern, Sondersammlung, Nachlass Otto Karrer).<BR/><BR/>

Kartelle

<b>Kartelle</b><br>Abstimmungsplakat gegen die Kriseninitiative von  Carl Scherer (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><b>Kartelle</b><br>Abstimmungsplakat gegen die Kartellinitiative  (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Die 1955 eingereichte Initiative, die ein Kartellverbot vorsah, wurde nur vom Landesring der Unabhängigen und der Partei der Arbeit unterstützt. Heftig bekämpft vom Schweizerischen Gewerkschaftsbund und vom Schweizerischen Bauernverband, wurde sie in der Volksabstimmung vom 26. Januar 1958 wuchtig verworfen.<BR/>

Kartoffel

<b>Kartoffel</b><br>"Das Tischgebet im Kanton Bern", Lithografie nach einer Zeichnung von  Ludwig Vogel,   1. Hälfte 19. Jahrhundert (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Zur Essenszeit versammelt sich die Bauernfamilie um eine Schüssel Kartoffeln (hier mit Käse und Schinken). Die Kartoffel wurde im 19. Jahrhundert für einen grossen Teil der Bevölkerung zur Nahrungsgrundlage. In den Hungerjahren ersetzte sie das Brot und wurde zu Mehl verarbeitet, das man mit Getreidemehl mischte.<BR/><BR/>

Käse

<b>Käse</b><br>Plakat von   Herbert Leupin, 1960 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><BR/>

Katholische Kirche

<b>Katholische Kirche</b><br>Plakat von  Werner Andermatt,   1962 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Katholizismus

<b>Katholizismus</b><br>Erneuerung der christlichen Allianz, Goldener Bund genannt, vom 3. Oktober 1655 (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>Der Goldene Bund von 1586 vereinigte die sieben katholischen Orte der Eidgenossenschaft. Seit der Erneuerung 1655, welche die Katholiken von Glarus miteinbezog, wird der Bund auch Borromäischer Bund genannt. Karl Borromäus (in der Bildmitte), der 1610 heilig gesprochen worden war, wurde bei dieser Gelegenheit zum Schutzpatron der katholischen Eidgenossenschaft erklärt.<BR/><b>Katholizismus</b><br>Titelblatt des "Hercules catholicus", Werk des Freiburger Chorherrn   Jacob Schueler,   1651 (Universitätsbibliothek Basel).<BR/>Nach der Ausweisung der Reformierten und der Jesuitenberufung wurde Freiburg bereits im 16. Jahrhundert zu einer Bastion des Katholizismus in der Westschweiz. Die Illustration geht auf den Freiburger Bildhauer Pankraz Reyff zurück und zeigt den katholischen Glauben im Kampf mit der zehnköpfigen bernischen Hydra, Symbol für den reformierten Glauben.<BR/><b>Katholizismus</b><br>Plakat von  Werner Andermatt (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste)<BR/>Organisiert wurden die Katholikentage vom Schweizerischen Katholischen Volksverein, einer Nachfolgeorganisation des Piusvereins.<BR/>

Kaufleute

<b>Kaufleute</b><br>Frachtschiff auf dem Bodensee. Glasgemälde, Ende 17. Jahrhundert (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Vornehm gekleidete, zechende Kaufleute fahren auf einem mit Handelsware schwer beladenen Segelschiff vor der Reichenau seeaufwärts. Die Fässer und Warenballen sind mit Kaufmannszeichen, eigentlichen Firmensigneten, versehen. Solche Zeichen trägt auch das (nicht identifizierte) Wappen in der unteren Randleiste.<BR/>

Kauw, Albrecht

<b>Albrecht Kauw</b><br>Berner Landvogteisitz und ehemaliges Kartäuserkloster Thorberg. Aquarellvedute des Künstlers, signiert und datiert 1669 (Bernisches Historisches Museum) © Foto Stefan Rebsamen.<BR/>Vorne links hat Albrecht Kauw eine Zeichnerfigur in die Landschaft gesetzt. Die in der topografischen Malerei der Zeit beliebten Selbstdarstellungen von Malern als Staffagefiguren sollten die Wahrhaftigkeit der aufgrund von Feldstudien gezeichneten Ansichten bezeugen. Die vornehm gekleidete Figur, die dem Zeichner über die Schulter blickt und die Aufnahme überwacht, ist möglicherweise der Landvogt.<BR/><BR/>

Kavallerie

<b>Kavallerie</b><br>Für die Dragoner bestimmte Formationen und Manöver. Radierung von  Johann Rudolf Holzhalb  für die Militärische Gesellschaft Zürich, 1780 (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/><b>Kavallerie</b><br>Eine Dragonerschwadron in den 1960er Jahren  © KEYSTONE/Photopress.<BR/>

Keel, Johann Joseph

<b>Johann Joseph Keel</b><br>Karikatur im "Nebelspalter", 1897 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>"Radikalinsky", der Vertreter der antiklerikalen Politik, erteilt dem konservativen Chef des sankt-gallischen Finanzdepartements, Johann Joseph Keel, Ratschläge zur Behebung der Finanzprobleme. Er schlug ihm vor, moderne soziale Institutionen wie die Taubstummenanstalt oder eine Anstalt für schwachsinnige Kinder, wie sie die kantonale Lehrerkonferenz gefordert hatte, durch die Aufhebung von Klöstern zu finanzieren.<BR/>

Keller, Augustin

<b>Augustin Keller</b><br>Antiklerikale Karikatur in der "Wochen-Zeitung", gezeichnet von  Johann Jakob Ulrich,  1846 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Augustin Keller spielt mit Figuren, die Geistliche und Kämpfer der Freischarenzüge darstellen, eine Partie Schach gegen einen Jesuiten. Die Feindseligkeit des Aargauer Politikers gegen die Jesuiten erklärt sich hauptsächlich durch sein Bestreben, die Liberalen – sowohl die kleine Minderheit jener Katholiken, die sich gegen die Vorherrschaft der Geistlichkeit stellten, als auch die reformierte Mehrheit – dazu anzuspornen, die Radikalen im Hinblick auf die Revision des Bundesvertrags auf ihre Seite zu bringen.<BR/>

Keller, Franz Xaver

<b>Franz Xaver Keller</b><br>Porträt von  L. Zemp,   um 1810.  Lithografiert von Bernard Egli in Luzern, um 1830 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Keller, Friedrich Ludwig

<b>Friedrich Ludwig Keller</b><br>Als Professor in Halle. Lithografie um 1845 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Keller, Gottfried

<b>Gottfried Keller</b><br>Imaginäre Landschaft mit Gewitterstimmung. Aquarell, wahrscheinlich 1842 in München entstanden (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>Im Wanderer mit Studientasche und Feldstuhl, der seinen Malerschirm gegen ein bedrohliches, irreal blaues Wolkenfeld aufspannt und dem Lichteinbruch im Bildhintergrund entgegenschreitet, hat sich der als Landschaftsmaler ohne Erfolg gebliebene Keller selbst dargestellt. Das Aquarell entstand, kurz bevor er 1843 die Malerei als Berufsziel zugunsten der Schriftstellerei aufgab.<BR/><b>Gottfried Keller</b><br>10-Franken-Banknote der Schweizerischen Nationalbank (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Die Banknote mit Kellers Porträt war von 1956 bis 1980 im Umlauf.<BR/>

Keller, Heinrich

<b>Heinrich Keller</b><br>"Die Aussicht vom Rigi gegen Schwÿz". Teilblatt des ersten Rigi-Panoramas des Kartografen von 1804. Die vierteilige Rundsicht wurde als handkolorierte Umrissradierung 1807 publiziert in  Johann Heinrich Meyers   "Der Rigiberg in Zeichnungen nach der Natur von Heinrich Fuessli und Heinrich Keller" (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>Das Blatt zeigt die Fernsicht gegen den Lauerzersee zwischen Rigi (rechts) und Rossberg (links), noch vor dem Goldauer Bergsturz am 2. September 1806. Kellers Rigi-Panoramen trugen wesentlich zur Förderung des Rigitourismus bei. Ein Spendenaufruf des Künstlers ermöglichte den Bau des ersten, 1816 eröffneten Gasthauses auf Rigi-Kulm.<BR/>

Keller, Johann Balthasar

<b>Johann Balthasar Keller</b><br>Porträt des Generalkommissars der königlichen Giessereien von Frankreich. Ölgemälde von  Hyacinthe Rigaud,   um 1695 (Schweizerisches Nationalmuseum, Depositum der Gottfried Keller-Stiftung).<BR/>Kellers linke Hand liegt auf einem Geschütz, dem wichtigsten Erzeugnis seiner Giesserei. Mit der anderen Hand weist er auf die Reiterstatue von Louis XIV., die er nach einem Modell von François Girardon in einem einzigen Gussvorgang geschaffen hatte. Die 1699 auf der Place Louis-le-Grand (heute Place Vendôme) in Paris aufgestellte Statue wurde während der Revolution zerstört.<BR/>

Keller, Max Leo

<b>Max Leo Keller</b><br>Der Schweizer Nationalsozialist beim Verlassen des Luzerner Rathauses, Juni 1948  © KEYSTONE/Photopress.<BR/>Das Divisionsgericht 6 hatte Keller schon am 9. Januar 1946 wegen Verletzung militärischer Geheimnisse zu zwei Jahren Zuchthaus verurteilt. Am 3. Juli 1948 verlängerte das Bundesgericht, das zu diesem Anlass in Luzern tagte, die Haftstrafe wegen Angriffs auf die Unabhängigkeit der Schweiz um weitere zwölf Jahre.<BR/>

Kelten

<b>Kelten</b><br>Eisenhelm aus einer keltischen Werkstatt nördlich der Alpen, 400–250 v.Chr. Fund aus dem Grab 263 in Giubiasco  (Schweizerisches Nationalmuseum, LM-15325).<BR/><b>Kelten</b><br>Ausgrabung des keltischen Gräberfeldes von Münsingen-Rain (Bernisches Historisches Museum).<BR/>Das Gräberfeld wurde 1904 beim Kiesabbau entdeckt und bis 1906 ausgegraben. Die unter Leitung von Jakob Wiedmer-Stern (ganz links im Bild) gehobenen Funde aus insgesamt 220 Gräbern dokumentieren den Zeitraum von 420 bis um 180 v.Chr.<BR/>

Keramik

<b>Keramik</b><br>Tonschüssel mit dem Graffito TVRTI GERMANI, um 200 n.Chr. (Foto Rätisches Museum, Chur).<BR/>Die Tonschüssel, möglicherweise eine lokale Imitation von Terra Sigillata, wurde in Chur auf dem Areal Dosch gefunden.<BR/><BR/><b>Keramik</b><br>"Le berger suisse" ("Der Schweizer Senn"), bemalter Keramikteller, gestaltet von  Pierre Mulhauser,   um 1810 (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>

Kern, August

<b>August Kern</b><br>Plakat für die Tessiner Ausgabe von "Al canto del cucù", 1941 (Sammlung Cinémathèque suisse, alle Rechte vorbehalten).<BR/>Laut dem Plakat wurde der Film mit "Tessiner Kindern und Einwohnern Asconas" gedreht. Diese erste Tessiner Filmproduktion zeichnet ein verzerrtes Bild der Sonnenstube Tessin und transportiert die herkömmlichen Klischees, weshalb die Vereinigung Pro Ticino gegen diese vereinfachende Sicht protestierte. Der Misserfolg des Films beim Publikum führte zum Untergang der Eos-Film, der ältesten Vertriebsfirma in der Schweiz.<BR/>

Kilchberg (ZH)

<b>Kilchberg (ZH)</b><br>Die Porzellanmanufaktur im Schooren, vom See aus gezeichnet von   Johann Jakob Hofmann.   Ausschnitt aus einer lavierten Federzeichnung, 1771/1772 (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>1763 erwarb das Gründungskonsortium, dem Salomon Gessner angehörte, das Anwesen mit Fachwerkhaus und Seegarten in der Bildmitte für die Errichtung einer Porzellanfabrik und liess daneben das Fabrikgebäude mit den hohen Rundbogenfenstern errichten. Vor dem Ökonomiegebäude rechts des Fachwerkhauses lagern Holzfässer mit Tonerde für die Porzellanherstellung. Das im 20. Jahrhundert zu Wohnzwecken umgebaute Ensemble wurde 2002 gesprengt.<BR/>

Killer, Karl

<b>Karl Killer</b><br>Fotografie aus den 1940er Jahren  © KEYSTONE/Photopress.<BR/>

Kinder- und Jugendliteratur

<b>Kinder- und Jugendliteratur</b><br>"Catechetische Kinder-Bibel, oder heilige Kirchen- und Bibel-Historien", herausgegeben vom Berner Pfarrer  Abraham Kyburz.   Titelblatt und Frontispiz der zweiten Ausgabe, erster Teil, Zürich 1763 (Zentralbibliothek Zürich).<BR/>Der Band mit 82 Geschichten aus dem Alten Testament ist ähnlich aufgebaut wie ein Katechismus. Der von Bibelstellen kommentierte Kupferstich unterstreicht den strengen, erzieherischen Anspruch des Büchleins: Der Prediger lockt die Kinder von der "verdorbenen Stadt", dem zerstörten Babylon (rechts), weg und weist ihnen den heilsversprechenden, aber schmalen Weg zu Christus, auf dem sie mit zahlreichen Versuchungen zu kämpfen haben. Jesus empfängt sie am Fuss des Himmlischen Jerusalem (links) und fordert sie zu seiner Nachfolge auf.<BR/><b>Kinder- und Jugendliteratur</b><br>Buchumschlag der rätoromanischen Originalausgabe des von der Lia Rumantscha in Chur herausgegebenen Kinderbuchs "Uorsin" ("Schellen-Ursli") von Selina Chönz, illustriert von  Alois Carigiet,   1945 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Dieses Buch machte den Engadiner Brauch des Chalandamarz (1. März) international bekannt. Beim Fest ziehen die Kinder durch die Dörfer, wobei die Buben mit umgehängten Glocken läuten, um den Winter zu vertreiben. Das Buch wurde mehr als eine Million Mal verkauft, in deutscher Sprache über 25-mal neu aufgelegt und in zahlreiche Sprachen übersetzt, so 1950 ins Englische und 2001 ins Japanische.<BR/>

Kindesmord

<b>Kindesmord</b><br>Eine Magd wirft am 7. Dezember 1508 ihr Neugeborenes bei der städtischen Mühle Luzerns in die Reuss. Illustration aus  Diebold Schillings  "Luzerner Chronik", 1513 (Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern, Sondersammlung, Eigentum Korporation Luzern).<BR/>Der Chronist erzählt, dass die Magd des Luzerner Ratsherrn Aerni Moser ohne Hilfe einer Hebamme ein Kind geboren und dieses in einem Korb zur Spreuerbrücke getragen habe, um es in der Reuss zu ertränken. Prozessakten zeigen, dass wegen Kindesmords verfolgte Frauen oftmals Mägde waren, die vom Hausherrn oder einem Diener geschwängert worden waren und fürchten mussten, ihre Stelle zu verlieren bzw. keine Anerkennung der Vaterschaft zu erhalten.<BR/><BR/>

Kindheit

<b>Kindheit</b><br>Ausschnitt einer Ansicht von Belp, um 1780. Federzeichnung von  Johann Ludwig Aberli (Schweizerische Nationalbibliothek, Sammlung Gugelmann).<BR/>Die Kinder spielen unter den aufmerksamen Blicken der Mutter und des Grossvaters frei um den Bauernhof herum. Die idealisierte Darstellung entstand wohl unter dem Einfluss der Aufklärungsphilosophen und Jean-Jacques Rousseaus Roman "Emile".<BR/>

Kinkel, Gottfried

<b>Gottfried Kinkel</b><br>Porträt um 1848. Stich eines unbekannten Künstlers (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Kino

<b>Kino</b><br>Der Circus Kinematograph von Georges Hipleh um 1909 (Sammlung Cinémathèque suisse, alle Rechte vorbehalten).<BR/>Im riesigen Zelt fanden bis zu 2'500 Zuschauerinnen und Zuschauer Platz. Auf dem Programm standen aktuelle Kurzfilme – etwa über das Eidgenössische Turnfest oder die Manöver des vierten Armeekorps –, aber auch lustige Sketche und historische Szenen.<BR/><b>Kino</b><br>Innenansicht des 1908 erbauten Lichtspieltheaters Lumen in Lausanne (Foto Musée historique de Lausanne).<BR/>

Kirchberg (BE)

<b>Kirchberg (BE)</b><br>Kirche und Pfarrhaus von Westen. Aquarell von  Samuel Weibel,  um 1825 (Schweizerische Nationalbibliothek, Sammlung Gugelmann).<BR/>Auf einem Hügelplateau über der Emme und dem Dorf liegt weithin sichtbar die um 1506 neu errichtete Dorfkirche. Der 56 m hohe Turm erhielt 1667 einen neuen Turmabschluss nach einem Entwurf von Abraham Dünz, dem Berner Münsterwerkmeister. Links blicken wir auf die westliche Schmalseite des stattlichen, in der Barockzeit erneuerten Pfarrhauses.<BR/>

Kirche und Staat

<b>Kirche und Staat</b><br>Plakat zur eidgenössischen Abstimmung vom 2. März 1980 über die Volksinitiative betreffend die vollständige Trennung von Kirche und Staat. Die Initiative wurde von 78,9% der Abstimmenden abgelehnt (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><BR/>

Kirchengeschichte

<b>Kirchengeschichte</b><br>Titelseite des 3. Bandes von Johann Jakob Hottingers "Helvetischen Kirchengeschichten" (1698–1729) mit der Abhandlung der Reformation (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Hottinger argumentiert in seiner von Christi Geburt bis ins Jahr 1728 reichenden, gegen die katholische Kirchengeschichtsschreibung polemisierenden Darlegung für die These, dass die Reformation nichts Neues sei, sondern die ursprüngliche christliche Kirche wiederherstelle, während die katholische Kirche von ihr abgefallen sei.<BR/>

Kirchenjahr

<b>Kirchenjahr</b><br>Auf Rollen montierter Palmesel aus Steinen (SZ). Geschnitztes und bemaltes Tannen- und Fichtenholz, 176,5 cm hoch, Anfang 11. Jahrhundert (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Die Figur wurde zu Beginn der Passionszeit an einer Palmsonntagsprozession im Gedenken an den Einzug Christi in Jerusalem mitgeführt.<BR/><BR/>

Kissel, Margrit

<b>Margrit Kissel-Brutschy</b><br>Die Sozialdemokratin (Dritte von rechts) zusammen mit Genossinnen an einer Konferenz in Paris 1949 (Schweizerisches Sozialarchiv, F Fb-0003-47).<BR/>

Klausenpass

<b>Klausenpass</b><br>Plakat von  Anton Trieb   für das internationale Bergrennen, 1923 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>An dem von der Zürcher Sektion des Automobilclubs der Schweiz organisierten Rennen, das 1922–34 durchgeführt wurde, nahmen Grössen des Automobilsports wie Rudolf Caracciola, Tazio Nuvolari und Louis Chiron teil.<BR/>

Klawa, Anny

<b>Anny Klawa-Morf</b><br>Mit Bundesrat Willy Ritschard am Parteitag der Sozialdemokratischen Partei der Schweiz in Lugano 1982. Foto von  Edouard Rieben (Schweizerisches Sozialarchiv, F Fc-0002-20).<BR/><BR/>

Kleidung

<b>Kleidung</b><br>Junge Frau mit ihrem Schneider. Illustration aus dem "Schnittmusterbuch von Salomon Erb" von 1730 (Bernisches Historisches Museum) © Foto Stefan Rebsamen.<BR/>Das vom 12. Jahrhundert an benutzte Korsett wurde vor allem im 18. Jahrhundert stark geschnürt. In einer für die damalige Zeit typischen, leicht pikanten Szene reicht der Schneider seiner Kundin, die bloss ihr Unterkleid trägt, ein Korsett.<BR/><b>Kleidung</b><br>Porträt von Ulrich Bräker und seiner Frau Salome Ambühl. Ölgemälde von  Joseph Reinhart,   1793 (Bernisches Historisches Museum) © Foto Stefan Rebsamen.<BR/>Im Gegensatz zu den meisten, den Bauernstand idealisierenden Trachtenzyklen von Schweizer Kleinmeistern zeigt dieses individualisierte Porträt die Toggenburger Alltagskleidung am Ende des Ancien Régime mit minutiöser Genauigkeit. Reinhart hatte im Auftrag des Aargauer Seidenbandfabrikanten und Aufklärers Johann Rudolf Meyer alle Gebiete der Eidgenossenschaft bereist und ein Inventar der Regionaltrachten erstellt. Die 127 Bilder werden im Bernischen Historischen Museum aufbewahrt.<BR/><b>Kleidung</b><br>Porträt der Julie Willading. Ölgemälde von  Friedrich Oelenhainz,  1792 (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Die französische Mode, wie sie hier von der Frau Emanuel Niklaus Willadings, Vogts von Nyon und Venners zu Bern, getragen wird, war am Ende des Ancien Régime im Patriziat beliebt.<BR/><b>Kleidung</b><br>Plakat von  Robert Alexandre Convert,   1917 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><BR/><b>Kleidung</b><br>Schaufenster des Modegeschäfts Bonnard in Lausanne, 1956. Foto von  André Brandt (Musée historique de Lausanne).<BR/><b>Kleidung</b><br>Werbeplakat für Jeans, 1981 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><BR/><b>Kleidung</b><br>Werbeplakat eines Basler Hutgeschäfts, 1921 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><BR/>

Kleinandelfingen

<b>Kleinandelfingen</b><br>Ausschnitt aus dem Zehntenplan von 1661, gezeichnet vom Kartografen und Vermessungsingenieur  Hans Conrad Gyger (Staatsarchiv Zürich, Plan Q 201).<BR/>Das Dorf liegt am Nordufer der Thur und ist durch die bereits 1324 erwähnte Brücke mit Andelfingen verbunden. Die Einfärbungen zeigen die verschiedenen Flurnutzungen. Die grössten Flächen nehmen das damals in Dreizelgenwirtschaft bebaute Ackerland (gelb, rötlich, blassgrün) und der Gürtel des Gemeindewalds im Norden (dunkelgrün) ein. Ein hellgrünes, zwei Zelgen trennendes Band, das auf einer Steilstufe nördlich des Dorfs mit Reben beginnt und sich in Wiesen, Matten und Gehölz fortsetzt, folgt einem alten Flusslauf. Die Siedlung ist von Wiesen umgeben, die sich als Band auch am Thurufer entlangziehen.<BR/>

Kleinhandel

<b>Kleinhandel</b><br>Wandernder Tonwarenhändler vor den Toren Hauptwils, um 1780. Ausschnitt aus einer aquarellierten Radierung von  Johann Jakob Aschmann (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/><b>Kleinhandel</b><br>Der Handelscommis und Kolporteur Fuchs, gezeichnet um 1840 im vierten Band der handschriftlichen Berner "Stadtbrunnenchronik" von  Karl Howald (Burgerbibliothek Bern, Mss.Hist.Helv.XXIb.364, S. 239).<BR/><BR/><b>Kleinhandel</b><br>Verkaufsstand eines Kurzwarenhändlers auf der Piazza Grande in Locarno vor einem kleinen Confiseriegeschäft, um 1895. Foto von  Rudolf Zinggeler (Schweizerische Nationalbibliothek, Eidgenössisches Archiv für Denkmalpflege, Sammlung Zinggeler).<BR/>

Klerus

<b>Klerus</b><br>Ein Pfarrer spendet einem Gläubigen die Kommunion. Illustration in der Bibelhandschrift von  Nikolaus von Lyra,  1459 (Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern, Sondersammlung, Ms. 42.2, fol. 170v).<BR/>

Klima

<b>Klima</b><br>Der zugefrorene Zürichsee im Januar 1571. Darstellung aus der Chronik des Chorherrn  Johann Jakob Wick (Zentralbibliothek Zürich, Handschriftenabteilung, Wickiana, Ms. F 19, Fol. 191).<BR/>Der Chronist berichtet von sämtlichen, im extrem strengen Winter 1570–1571 verzeichneten Unglücksfällen. Unabhängig von ihrer chronologischen Reihenfolge und den Unglücksorten fasst der Zeichner alle Geschehnisse in einer einzigen Szenerie zusammen.<BR/>

Klingenberg, von

<b>Von Klingenberg</b><br>Schloss Klingenberg von Südwesten. Lavierte Federzeichnung im "Lexicon geographico-heraldico-stemmatographicum urbis et agri Tigurini" von  Johann Friedrich Meiss,   Band 8, 1743 (Zentralbibliothek Zürich, Ms. E 60, Fol. 148r).<BR/>Von der Stammburg auf dem Felsen ist heute nichts mehr zu sehen. An ihrer Stelle stand bis ins 19. Jahrhundert das auf der Zeichnung abgebildete Obere Schloss, ein turmartiges Gebäude, in dem sich der Kern der Burganlage erahnen lässt. Noch erhalten ist das im Vordergrund erkennbare Untere Schloss, das wohl im 15. Jahrhundert am Fuss des Burghügels errichtet und in der Folge mehrmals umgebaut worden war.<BR/>

Klosters-Serneus

<b>Klosters-Serneus</b><br>Ansicht eines Teils von Klosters von Süden, 1888. Foto von  Gottfried Gassler,   Davos (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Nach dem 1861 erfolgten Ausbau der Prättigaustrasse, welche die Landquart überquert und nach Davos führt, entwickelte sich der Weiler Brüggen (im Vordergrund) stark. Hotels und Pensionen ersetzten nach und nach Mühlen und landwirtschaftliche Bauten entlang des Mönchalpbachs. In Klosters-Platz, dem Sitz der Gemeindebehörden, dominiert die Kirche St. Jakob das Ortsbild. Der Standort des 1889 gebauten Bahnhofs der Rhätischen Bahn zwischen den zwei Weilern trug zur Verdichtung der Streusiedlung bei.<BR/>

Kloten

<b>Kloten</b><br>Plakat des Komitees Weltoffenes Zürich, von der Agentur  Rudolf Farner   gestaltet, 1970 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Die 1968 gegründete Interessengruppe Weltoffenes Zürich kämpft für die Förderung des Flughafens Zürich-Kloten. Das Komitee warb mit diesem Plakat für einen wichtigen Kredit zum Ausbau des Flughafens, über den das Stimmvolk des Kantons Zürich abzustimmen hatte.<BR/><BR/>

Knebel, Johannes

<b>Johannes Knebel</b><br>Seite aus dem zweiten Band des "Diarium" mit Ereignissen zu Beginn des Jahres 1476 (Universitätsbibliothek Basel, A II 3a, Fol. 215r).<BR/>Lebhaft schildert Johannes Knebel die Ereignisse seiner Zeit. Zur Vielfalt der Nachrichten gehören nebst dem politischen Geschehen im Umfeld der Burgunderkriege und Basler Lokalnachrichten auch Unglücksfälle und Skandale. Auch der Tod seines Hündchens namens Frogindorumb ("Frag ihn darum") ist Knebel am 10. Januar 1476 eine Notiz wert (zweiter Abschnitt der Seite).<BR/>

Knie

<b>Knie</b><br>Plakat von  Heiner Bauer   für die Vorstellungen der Schweizer Tournee des Zirkus 1948  (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Der untere Teil des Plakats konnte je nach Ort der Veranstaltung geändert werden.<BR/>

Knorr

<b>Knorr</b><br>Werbung für die Streuwürze Aromat aus dem Jahr 1967 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Gut sichtbar auf der Dose ist die Figur des Knorrli, eine Schöpfung des Tessiner Grafikers Hans Tomamichel.<BR/>

Knüsel, Josef Martin

<b>Josef Martin Knüsel</b><br>Federlithografie aus der "Schweizerischen Portrait-Gallerie", die 1888–1907 bei Orell Füssli in Zürich erschien (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Koalitionskriege

<b>Koalitionskriege</b><br>Auf dem Rückzug vor der österreichischen Armee stecken die französischen Soldaten am 13. April 1799 die Brücke über den Rhein bei Schaffhausen in Brand. Aquarell eines unbekannten Künstlers (Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern, Sondersammlung).<BR/>

Kobelt, Karl

<b>Karl Kobelt</b><br>Eine Bundesratsdelegation trifft Winston Churchill im September 1946 im Garten des Schlosses Allmendingen  © KEYSTONE/Photopress.<BR/>Bundespräsident Karl Kobelt befindet sich rechts im Bild. In der Mitte erkennt man Churchill im Gespräch mit den Bundesräten Ernst Nobs und Max Petitpierre.<BR/>

Koch, Walter

<b>Walter Koch</b><br>Werbeplakat für das Grafikatelier der Gebrüder Fretz in Zürich, gestaltet von Walter Koch 1913 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Koechlin, Alphons

<b>Alphons Koechlin</b><br>Lichtdruck, um 1885 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/><BR/>

Kohler, Jean-Jacques

<b>Jean-Jacques Kohler</b><br>Plakat, gestaltet 1932 von  Hans Tomamichel (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Nach der Fusion der Gruppe Peter, Cailler, Kohler mit Nestlé 1929 behielt das Unternehmen den Firmennamen der Schokoladefabrik von Jean-Jacques Kohler. Es unterstrich sogar seine Identität, indem es beim Tessiner Grafiker Hans Tomamichel ein neues Markenzeichen für die Marken Kohler und Cailler bestellte, die Zwillinge Fip und Fop. Fast überall in der Schweiz entstanden Fip-Fop-Clubs, die sich ausschliesslich an Kinder wandten und diesen unter anderem zwei Kinovorstellungen im Jahr anboten.<BR/><BR/>

Kolin, Karl Kaspar

<b>Karl Kaspar Kolin</b><br>Porträt in imaginärem Denkmal. Lithografie im "Zugerischen Neujahrsblatt für die Jugend und ihre Freunde" von 1842, nach einer Zeichnung von  Wilhelm Moos (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Das Bildnis umrahmen Kolins Familienwappen, Insignien seiner politischen Ämter und seine Schrift "Versuch, der zugerischen Jugend die Thaten ihrer allgemeinen und besondern Vorväter aus dem alten und mittleren Zeitalter einiger Massen bekannt zu machen". Diese war 1785/86 als erstes Zuger Neujahrsblatt erschienen und sollte, im Sinne der späten Aufklärung, die Jugend in vaterländischer Geschichte bilden.<BR/>

Koller, Arnold

<b>Arnold Koller</b><br>Am 6. März 1997 empfing der Bundespräsident (rechts) im Bundeshaus den Historiker Jean-François Bergier, der im Gefolge der Auseinandersetzungen um nachrichtenlose Vermögen von Juden soeben von der Bundesversammlung zum Präsidenten der Unabhängigen Expertenkommission Schweiz – Zweiter Weltkrieg ernannt worden war  © KEYSTONE / Alessandro della Valle.<BR/>

Kolportageliteratur

<b>Kolportageliteratur</b><br>"Der Genfer Kolporteur", Detail aus einer Karikatur. Kolorierte Radierung eines unbekannten Künstlers, 1782 (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>Die Karikatur gibt vor, dass dieser Kolporteur nur politische Streitschriften verkauft. In Tat und Wahrheit umfasste die angebotene Ware in der Regel ein breiteres Spektrum, unter anderem Grafiken, Almanache, Abenteuerromane und Kalender.<BR/>

Kommerzialisierung

<b>Kommerzialisierung</b><br>Doppelseite aus der "Schweizer Illustrierten Zeitung" Nr. 41 vom 9. Oktober 1929 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Redaktion und Verlag wenden sich mit der Frage "Warum so viele Inserate?" an die Leser und versuchen, den starken Ausbau des Inserateteils gegen Ende der 1920er Jahre zu rechtfertigen. Als Zeichen des wirtschaftlichen Aufschwungs und des sich verändernden Konsumverhaltens hat sich der Umfang eines Jahrgangs der Zeitschrift von 954 Seiten im Jahr 1925 auf 2'224 Seiten 1929 weit mehr als verdoppelt.<BR/>

Kommunikationswissenschaften

<b>Kommunikationswissenschaften</b><br>Titelblatt aus dem Erstdruck von Giovanni Pierio Valeriano Bolzanios "Hieroglyphica", erschienen in der Offizin Michael Isengrins in Basel, 1556 (Zentralbibliothek Zürich, Abteilung Alte Drucke und Rara, Y 41).<BR/>Die "Hieroglyphica" fanden in Dutzenden von Auflagen schnell europaweit Verbreitung. Das abgebildete Exemplar stammt aus dem Besitz Konrad Gessners (handschriftlicher Besitzvermerk unten auf dem Titelblatt: "Con. Gesneri ex dono typographi.").<BR/><b>Kommunikationswissenschaften</b><br>Seite aus dem Erstdruck von Giovanni Pierio Valeriano Bolzanios "Hieroglyphica", erschienen in der Offizin Michael Isengrins in Basel, 1556 (Zentralbibliothek Zürich, Abteilung Alte Drucke und Rara, Y 41).<BR/>Der italienische Humanist und Theologe Valeriano beschäftigte sich bereits im 16. Jahrhundert mit Kommunikationsformen. Im 37. Buch seiner umfassenden enzyklopädischen Quellensammlung listet er die Darstellung von Zahlen durch Zeichen (auf der Seite oben) und Gebärden (unten) auf, die der Verständigung im Handelsverkehr gedient haben. Im Falle der Handzeichen werden bestimmte Zahlen mittels unterschiedlicher Kombination gebeugter und gestreckter Finger angezeigt.<BR/>

Kommunismus

<b>Kommunismus</b><br>Wahlplakat von  Carl Scherer,   1922 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><b>Kommunismus</b><br>"Kommunismus und Zusammenbruch gehen zusammen. Stimmen Sie Ja gegen den Kommunismus". Plakat zugunsten der Totalrevision der Bundesverfassung für die Abstimmung vom 8. September 1935, gestaltet von  Jacques Wasem (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Die 1934 von rechtsextremen Kreisen lancierte Initiative wurde von Volk und Ständen deutlich abgelehnt. Das Plakat stellt die Totalrevision der Bundesverfassung als Kampf gegen die bolschewistische Gefahr dar.<BR/><BR/><b>Kommunismus</b><br>"Das Volk von Genf ehrt J.V. Stalin, den genialen Erbauer des Kommunismus, den grossen Verteidiger des Friedens, am Montag, 9. März 1953, 20.30 Uhr, Salle du Faubourg, Partei der Arbeit". Vier Tage nach dem Tod des sowjetischen Diktators berief die Partei der Arbeit mit Plakaten eine Feier zu seinen Ehren ein (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><BR/>

Kommunistische Partei (KP)

<b>Kommunistische Partei (KP)</b><br>Wahlplakat der Kommunistischen Partei Zürich, 1933. Linolschnitt eines unbekannten Künstlers, Unionsdruckerei Zürich (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><BR/>

Konfessionalismus

<b>Konfessionalismus</b><br>Öffentliche Verbrennung lutherischer Bibeln in Zug am 28. Januar 1556. Illustration in der Nachrichtensammlung des Chorherrn  Johann Jakob Wick (Zentralbibliothek Zürich, Handschriftenabteilung, Wickiana, Ms. F 12, Fol. 17r).<BR/>Die Bibelverbrennung wirkte auf die Reformierten als Provokation. Sie wurde entsprechend kritisch in einer Flugschrift dargestellt, deren Illustration Wick kopierte. Auf der Badener Tagsatzung am 15. Juni 1556 stellte Zug die reformierten Orte wegen der tendenziösen Darstellung zur Rede, doch diese stritten den Druck der Flugschrift ab. Das Ereignis und die Polemik, die es auslöste, widerspiegeln die Heftigkeit der konfessionellen Auseinandersetzungen auf beiden Seiten.<BR/><b>Konfessionalismus</b><br>"Lucerna". Lithografie von  Hieronymus Hess,  1833 (Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern, Sondersammlung).<BR/>Die Karikatur ist charakteristisch für die Konfessionalisierung der Kämpfe zwischen Radikalen und Konservativen nach der Rückkehr der Gesellschaft Jesu nach Luzern. Sie prangert die angeblich aufklärungsfeindliche Haltung der Jesuiten an, indem sie mit der Bedeutung des Wortes "Lucerna" (Lampe, Luzern) spielt: Ein reaktionärer Jesuit versucht, das Licht auszublasen, mit dem die erste, mit "Lucerna" beschriftete Strassenbeleuchtung Luzerns angezündet werden soll.<BR/>

König, Samuel

<b>Samuel König</b><br>Als Professor für Mathematik und Orientalistik in Bern. Schabkunstblatt (1743) von  Johann Ludwig Nöthiger   nach einem Gemälde von Robert Gardelle (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/><BR/>

Königsfelden

<b>Königsfelden</b><br>Das Kloster von Südwesten. Aquarell im sogenannten Wappenbuch Luzern, angelegt von  Renward Cysat,  1580 (Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern, Sondersammlung, Ms. 124 fol., fol. 15v).<BR/>Die Ansicht strebt keine wirklichkeitsgetreue Wiedergabe an; so steht etwa der gotische Chor quer zum Langhaus, und die Anordnung der Konventbauten ist willkürlich. Bild und Beischrift dokumentieren den rechtlichen Status des Klosters, das seit der Aufhebung 1528 als Verwaltungssitz der bernischen Landvogtei Königsfelden diente. Auf die Berner Herrschaft weisen die beiden an den Toreingang gemalten Wappen hin. Links des Tors steht das klosterzeitliche Kornhaus, in welchem die bernische Hofschreiberei eingerichtet wurde.<BR/>

Köniz (Gemeinde)

<b>Köniz (Gemeinde)</b><br>Kirche und Pfarrhaus, 1825. Aquarell von Samuel Weibel  (Schweizerische Nationalbibliothek, Sammlung Gugelmann)  .<BR/><BR/><b>Köniz (Gemeinde)</b><br>Werbeplakat zur Eröffnung der Gurtenbahn im September 1899, entworfen von  Anton Reckziegel (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Für die auf dem Gebiet der Gemeinde Köniz erbaute Gurtenbahn wurde im grossen Stil geworben. An den Kosten für das Plakat beteiligte sich auch die bei der Talstation gelegene, in der untersten Vignette abgebildete Brauerei zum Gurten. Die übrigen Veduten preisen die Vorzüge des nun bequem erschlossenen, nahe der Stadt Bern gelegenen Ausflugsbergs mit dem einzigartigen Alpenpanorama.<BR/>

Köniz (Vogtei, Kommende)

<b>Köniz (Vogtei, Kommende)</b><br>Ansicht von Süden. Postkarte, um 1940 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Der Gebäudekomplex, der einst von einer Ringmauer umgeben war, erhebt sich auf einem Moränenhügel über dem Dorfkern von Köniz. Dem romanischen Schiff mit seitlichem Turm fügten die Deutschherren um 1300 den hohen gotischen Chor an. Hinter diesem erhebt sich das Walmdach des Schlosses, welches im Kern das um 1262 errichtete Ordenshaus birgt. 1732–98 diente es als Amtssitz der Landvogtei. Die beiden lang gestreckten Bauten rechts gehören zum Wirtschaftshof, der wohl seit den Anfängen an dieser Stelle lag.<BR/>

Konkordanzdemokratie

<b>Konkordanzdemokratie</b><br>Plakat für die eidgenössische Abstimmung vom 27. November 1938 von  Noël Fontanet (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Eine Koalition aus fast allen Parteien verhalf dem Bundesbeschluss betreffend die Übergangsordnung des Finanzhaushaltes in der Volksabstimmung 1938 zur klaren Annahme.<BR/>

Konrad von Mure

<b>Konrad von Mure</b><br>Der "Liber Ordinarius" des Zürcher Grossmünsters von 1260 (Zentralbibliothek Zürich, Ms. C 8b, Fol. 1r).<BR/>Konrad von Mure kompilierte das "Regiebuch" für die Liturgie im Jahr 1260 in seiner Funktion als erster Amtsinhaber der Kantorenstelle am Chorherrenstift. Dies bezeugen die Überschrift in den ersten beiden Zeilen und der fast gleichzeitig mit dem Grundtext verfasste Nachtrag zur dritten Zeile. Die ersten Kapitel des 169 Pergamentblätter umfassenden Codex enthalten statuarische Bestimmungen zur Regelung gottesdienstlicher Aufgaben für das vierundzwanzigköpfige Chorherrenkapitel, dann folgen die liturgischen Anweisungen für die einzelnen Tage und Feste des Kirchenjahrs.<BR/>

Konservatismus

<b>Konservatismus</b><br>"Wilhelm Tell und sein Sohn bekämpfen den Drachen der Revolution". Aquarell von  Balthasar Anton Dunker,   um 1798 (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>In der Ikonografie des revolutionären Frankreich wurde das tyrannische Königtum gerne als Hydra dargestellt. In dieser Karikatur kehrt Dunker die Rollen um und brandmarkt die Revolution, welche eine Jakobinermütze trägt und vom Schweizer Nationalhelden besiegt wird.<BR/><b>Konservatismus</b><br>Konservative Karikatur von 1839, die auf den Straussenhandel Bezug nimmt. Kolorierte Lithografie (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>Die Karikatur zeigt den liberalen Zürcher Bürgermeister Conrad Melchior Hirzel, der dem Deutschen David Friedrich Strauss den freien Lehrstuhl für Kirchengeschichte an der Universität Zürich anbietet. Der als Vogel Strauss dargestellte Theologe wird von Mephisto geritten. Die Köpfe der Esel und jener des Schweins repräsentieren die liberalen Mitglieder des Zürcher Grossrats.<BR/><BR/><b>Konservatismus</b><br>Porträt von Philipp Anton von Segesser in der "Portrait-Gallerie merkwürdiger Luzerner" um 1850, aus dem Besitz der Bürgerbibliothek Luzern (Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern, Sondersammlung).<BR/><b>Konservatismus</b><br>Gonzague de Reynold auf seinem Schloss in Cressier (FR) um 1930 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/><b>Konservatismus</b><br>Plakat der Zürcher Demokratischen Partei für die Wahlen 1967 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Von den 1960er Jahren an wurde das Thema Überfremdung von konservativen Rechtsparteien regelmässig zur Sprache gebracht.<BR/><BR/>

Konservenindustrie

<b>Konservenindustrie</b><br>Von  Steinmann & Bolliger   gestaltetes Werbeplakat für Roco Ravioli, 1937 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Konservierung

<b>Konservierung</b><br>Eisgewinnung am Klöntalersee im Februar 1877. Holzschnitt in der "Illustrirten Zeitung" vom 14. April 1877 (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>Bis in die 1950er Jahre, als der Kühlschrank in den Haushalten und Betrieben Einzug hielt, wurden Gemüse, Früchte, Milchprodukte und Getränke mit Hilfe von Natureis frisch gehalten.<BR/><b>Konservierung</b><br>Werbeplakat von 1924 für die Konfitüren von Doxa (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><BR/>

Konstaffel

<b>Konstaffel</b><br>Der grosse Rüde. Silbervergoldeter Tafelaufsatz von einem Augsburger Meister und dem Schaffhauser Goldschmied  Hans Jakob Läublin,   1700 (Schweizerisches Nationalmuseum, DEP-2854.1-4).<BR/>Das gut 50 cm hohe barocke Trinkgeschirr hat die Form eines Rüden, des Wappentiers der Konstaffel. Auf dem Fuss sind die emaillierten Wappenmedaillons der Familien der Adeligen Gesellschaft zum Rüden angebracht, die das Gefäss 1698 in Auftrag gegeben hatten. Es gilt bis heute als Identifikationsstück der Konstaffel.<BR/>

Konstanz (Stadt)

<b>Konstanz (Stadt)</b><br>Nach der Schlacht bei Schwaderloh 1499 suchen Konstanzer Frauen und Priester mit Erlaubnis der Eidgenossen nach toten und verwundeten Angehörigen. Illustration aus der "Luzerner Chronik" von  Diebold Schilling,  1513 (Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern, Sondersammlung, Eigentum Korporation Luzern).<BR/>

Konstanz, Konzil von

<b>Konzil von Konstanz</b><br>Herzog Friedrich IV. von Österreich verhilft dem Gegenpapst Johannes XXIII. im März 1415 zur Flucht vor dem Konzil. Darstellung in der "Amtlichen Berner Chronik" von  Diebold Schilling,  1483 (Burgerbibliothek Bern, Mss.h.h.I.1, S. 336).<BR/>

Konsumverhalten

<b>Konsumverhalten</b><br>Plakat von  Burkhard Mangold,   1915 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Die Basler Konsum-Gesellschaft war ein Zusammenschluss verschiedener Basler Geschäfte. Zur Förderung der Kundentreue bot sie Sparmarken an, die in ein Büchlein geklebt wurden. War dieses voll, erhielt die Kundschaft eine Rückerstattung.<BR/><BR/>

Kopp, Elisabeth

<b>Elisabeth Kopp</b><br>Die erste Schweizer Bundesrätin legt am 2. Oktober 1984 vor der Vereinigten Bundesversammlung ihren Amtseid ab (Schweizerische Nationalbibliothek) © Bild + News, Zürich.<BR/>

Kopp, Joseph Eutych

<b>Joseph Eutych Kopp</b><br>Brief aus Turin an den Historiker Johann Friedrich Böhmer, 21. Oktober 1847 (Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern, Sondersammlung, Nachlass Joseph Eutych Kopp).<BR/>Von seiner archivalischen Ausbeute in Turin schickt Kopp seinem Freund, dem Begründer und Herausgeber der "Regesta Imperii", Abschriften einiger Urkunden. Die minutiöse Handschrift und die peinlich genaue Angabe der täglich im Archiv verbrachten Arbeitsstunden verraten den gewissenhaften und exakten Quellenforscher.<BR/>

Koppigen

<b>Koppigen</b><br>Die gotische Kirche und das Pfarrhaus des 18. Jahrhunderts von Osten. Aquarell von  Samuel Weibel,  um 1823 (Schweizerische Nationalbibliothek, Sammlung Gugelmann).<BR/><BR/>

Körpererziehung

<b>Körpererziehung</b><br>Turnstunde von Basler Schülern, 1897 (Schweizerisches Nationalmuseum, Sammlung Herzog).<BR/><BR/>

Korporativismus

<b>Korporativismus</b><br>Plakat des Aktionskomitees für die Volksabstimmung vom 8. September 1935 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Kosmetik

<b>Kosmetik</b><br>Werbeplakat von  Martin Peikert  für einen Badezusatz der Marke Bella, 1948 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><BR/>

Kramer, Hugo

<b>Hugo Kramer</b><br>Der sozialdemokratische Publizist (rechts) im Gespräch mit dem Theologen und Religionssoziologen Emil Fuchs. Fotografie, 1950er Jahre (Schweizerisches Sozialarchiv).<BR/>

Krankenkassen

<b>Krankenkassen</b><br>Plakat der SEC Werbeagentur in Luzern für die Öffentlichen Krankenkassen der Schweiz (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><BR/>

Krankheit

<b>Krankheit</b><br>Glasscheibe von 1635 (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Die Darstellung gehört zu einer Gruppe von sieben kleinen Scheiben unbekannter Herkunft, die vermutlich für den Privatgebrauch bestimmt waren. Sie illustrieren die Worte Christi zu den Sieben Werken der Barmherzigkeit: Der Christ soll Hungrige speisen, Durstige tränken, Nackte bekleiden, Fremde aufnehmen, Kranke besuchen, Gefangene befreien und die Toten bestatten.<BR/>

Kredit

<b>Kredit</b><br>Werbeplakat für die Visa-Kreditkarte anlässlich des 700-Jahr-Jubiläums der Eidgenossenschaft, 1991 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><BR/><b>Kredit</b><br>Werbeplakat der Agentur  Favo  in Basel, 1991 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Kreuzzüge

<b>Kreuzzüge</b><br>Der ungarische König Sigismund von Luxemburg (1368–1437) zieht zu Schiff in einem der letzten (1396) als Kreuzzüge deklarierten Feldzug gegen die Türken, nach der "Luzerner Chronik" von   Diebold Schilling,  1513 (Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern, Sondersammlung, Eigentum Korporation Luzern).<BR/>

Kriegführung

<b>Kriegführung</b><br>Ein 1619 in Bern gedrucktes Werk über die militärische Taktik für die Infanterie, verfasst und herausgegeben vom Berner Festungsbaumeister   Valentin Friderich (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/><BR/><b>Kriegführung</b><br>Kampf um die Brücke von Lunnern bei Obfelden während des Sonderbundskriegs am 12. November 1847. Aquarell von   Edouard Castres (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>Die eidgenössischen Truppen, die mobiler und schneller waren als die Sonderbundstruppen, kamen diesen bei der Kontrolle des Reussübergangs zuvor.<BR/>

Kriegsschiffe

<b>Kriegsschiffe</b><br>Schiffsmanöver auf dem Zürichsee, organisiert von der militärischen Gesellschaft der Stadt Zürich am 8. September 1783. Kolorierte Radierung von   Johann Jakob Aschmann (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>

Kriminalität

<b>Kriminalität</b><br>Hinrichtung von Verbrechern im elsässischen Herrlisheim, 1373. Illustration von 1485 in der "Spiezer Chronik"   Diebold Schillings (Burgerbibliothek Bern, Mss.h.h.I.16, S. 401).<BR/>Die Verbrecher wurden gehängt, enthauptet und gerädert. Die Richter (links im Bild) wohnten der Vollstreckung des Urteils bei.<BR/><b>Kriminalität</b><br>Hinrichtung von Rosine Graetz 1731. Anonyme Flugschrift, gedruckt in Zürich (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>Die glücklose Frau wurde gemäss dem Befehl der Berner Obrigkeit wegen Kindstötung gehängt und dann verbrannt. Der Text unter dem Bild berichtet von ihrem Leben als Waise, als Verdingkind und als Witwe und erwähnt auch ihre "schlechte Veranlagung und ihre Boshaftigkeit". Ziel solcher Flugschriften war, der Volkserziehung zu dienen und der Kriminalität vorzubeugen.<BR/>

Kubly, Felix Wilhelm

<b>Felix Wilhelm Kubly</b><br>Kurhaus Tarasp-Scuol, erbaut 1861–1865. Fotografie, 1930er Jahre (Schweizerische Nationalbibliothek, Eidgenössisches Archiv für Denkmalpflege).<BR/>Den kubisch gegliederten fünfgeschossigen Baukomplex mit seinem klassizistisch schmucklosen Äussern projektierte der Architekt in seiner letzten Schaffensphase. Durch die Einbettung in Natur und Park, die Monumentalität des Gebäudes und die Infrastruktur nimmt das Kurhotel den Typus des Hotelpalastes des Fin-de-siècle vorweg.<BR/>

Küche

<b>Küche</b><br>Werbeplakat von  Eric de Coulon,   1938 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><BR/>

Küherwesen

<b>Küherwesen</b><br>Küher beim Melken und bei der Käseherstellung. Zeichnung von  Daniel Lindtmayer dem Jüngeren,   um 1601 (ETH-Bibliothek Zürich, Graphische Sammlung, 338.4 [Depos. GKS]).<BR/>Die Kühe waren klein (verglichen mit dem melkenden Küher) und im Allgemeinen magerer als jene, die Lindtmayer darstellte. Im Winter lieferten sie nur wenig Milch, sodass die Käseherstellung bis Ende des 19. Jahrhunderts auf den Sommer beschränkt blieb.<BR/>

Kuhlmann, Karl

<b>Karl Kuhlmann</b><br>Fotografie, um 1915 (ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv).<BR/>

Kuhreihen

<b>Kuhreihen</b><br>Eine 1710 von Theodor Zwinger in Basel veröffentlichte Seite aus einem Nachdruck des Werks "Dissertatio medica de Nostalgia oder Heimwehe" von  Johannes Hofer  aus dem Jahr 1688 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Zwinger ersetzt die Worte "De Nostalgia" und veröffentlicht die Dissertation von Hofer unter dem geänderten Titel "De Pothopatridalgia. Vom Heimwehe", wobei er den Kuhreihen "Cantilena Helvetica" hinzufügt.<BR/>

Kulturkampf

<b>Kulturkampf</b><br>Antiklerikale Karikatur aus dem "Nebelspalter", 1875, Nr. 44 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Auf einer Bühne wird die "grosse Aufklärungskomödie" angekündigt, drei Bischöfe treten als Spielleute auf (von links nach rechts): Der 1873 von der Landesregierung ausgewiesene Gaspard Mermillod tritt von der Bühne ab, der Bischof von Basel, Eugène Lachat, verlangt den Peterspfennig für die römische Kurie, und der Bischof von St. Gallen, Carl Johann Greith, schwenkt den von ihm verfassten Hirtenbrief des schweizerischen Episkopats zur päpstlichen Unfehlbarkeit. Der Titel der Karikatur "Die Stillen im Lande" bezieht sich auf eine Gruppe deutscher Pietisten des 18. Jahrhunderts, die für ihre tiefe Frömmigkeit bekannt waren.<BR/><BR/>

Kulturpolitik

<b>Kulturpolitik</b><br>Abstimmungsplakat für die Kulturinitiative vom 28. September 1986, gestaltet von Bruno Kammerer (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Mit ihrer Volksinitiative verlangte die Sozialdemokratische Partei der Schweiz, dass ein Prozent der jährlich budgetierten Gesamtausgaben des Bundes für kulturelle Zwecke verwendet würden. Das Stimmvolk lehnte sie mit 75,2% ab.<BR/>

Kunstfaserindustrie

<b>Kunstfaserindustrie</b><br>Werbeplakat für Helanca, 1970 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Das elastische Kunstgarn, das pflegeleicht und intensiver als Naturfasern zu färben war, wurde unter der Schutzmarke Helanca ab den 1930er Jahren von der Firma Heberlein & Co. in Wattwil produziert und weiterentwickelt. Es revolutionierte zunächst den Strumpfmarkt und in den 1960er und 70er Jahren die Mode.<BR/><BR/>

Kunsthandel

<b>Kunsthandel</b><br>Kunstauktion der Galerie Koller in Zürich im November 1964. Plakat von  Walter Grieder (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Kunsthandwerk

<b>Kunsthandwerk</b><br>Von einem unbekannten Kunsthandwerker bemalte Hausorgel aus Schwellbrunn, datiert auf das Jahr 1811 (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Diese Orgel wurde vom Appenzeller Ratsherrn Johann Schweizer aus Schwellbrunn für seine Stube in Auftrag gegeben. Faux-bois-Malerei auf Holz und vergoldete, damals modische Verzierungen im Empirestil rahmen die in einem volkstümlichen, rustikalen Stil gemalten Bilder ein.<BR/><b>Kunsthandwerk</b><br>Plakat zur Nationalen Ausstellung angewandter Kunst, 1922 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Die erste Ausstellung für angewandte Kunst fand in Lausanne statt und wurde unter Aufsicht der fünf Mitglieder der 1917 gegründeten Eidgenössischen Kommission für angewandte Kunst vom Schweizerischen Werkbund und der Westschweizer Organisation L'Œuvre durchgeführt.<BR/><BR/><b>Kunsthandwerk</b><br>Nationale Ausstellung für freie und angewandte Kunst im Palais des expositions in Genf, 1931. Ausstellungsplakat von  Jean-Jacques Mennet (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>In diesem Jahr fanden die beiden nationalen Ausstellungen am selben Ort statt: die 18. Nationale Kunstausstellung der Schweiz und die 2. Nationale Ausstellung angewandter Kunst. Letztere wurde von der Westschweizer Organisation L'Œuvre unter der Leitung ihres Präsidenten, des Architekten Alphonse Laverrière, und Gustave-Edouard Magnats organisiert.<BR/><BR/>

Kunstvereine

<b>Kunstvereine</b><br>Plakat für die Ausstellung des Turnus von 1909 in Zürich. Farblithografie von  Burkhard Mangold,   realisiert von Wolfensberger in Zürich (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Kuoni

<b>Kuoni</b><br>Von der Agentur  Rudolf Farner   realisiertes Werbeplakat des Reiseunternehmens, 1989 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><BR/>

Kurmann, Franz Josef

<b>Franz Josef Kurmann</b><br>Fotografiert im Dezember 1972, kurz vor seinem Rücktritt als Präsident der CVP Schweiz im Januar 1973 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Kutter, Hermann

<b>Hermann Kutter</b><br>"Religiös-soziale Konferenz" in Degersheim, Oktober 1906 (Zentralbibliothek Zürich, Nachlass Hermann Kutter).<BR/>An der Degersheimer Konferenz wurde von jungen Pfarrern im kleinsten Kreis die "religiös-soziale Konferenz" ins Leben gerufen, die bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs noch sechsmal tagte. Das Gruppenfoto zeigt in der vorderen Reihe Hermann Kutter (links), den Reformpädagogen Johann Georg Hagmann und Leonhard Ragaz, hinten in der Mitte den Degersheimer Dorfpfarrer Hans Bader, flankiert von den Pfarrern Oskar Pfister (links) und Emanuel Tischhauser.<BR/>

Kyburg (Grafschaft, Burg)

<b>Kyburg (Grafschaft, Burg)</b><br>Das Kyburger Urbar von 1482. Vorrede und erste Seite mit den Vogtsteuern in Winterthur (Staatsarchiv Zürich, F IIa 252).<BR/>Laut Vorrede wurde das Urbar mit den Rechten der Stadt Zürich in der Herrschaft Kyburg unter Landvogt Felix Schwarzmurer neu angelegt. Es verzeichnet die jährlichen Abgabeverpflichtungen, unterschieden nach den verschiedenen Geld- und Naturalleistungen. Die jüngsten Nachträge stammen von 1819, aus der Zeit der Restauration, als die Kyburg Sitz eines Oberamts (heutiger Bezirk Pfäffikon) war.<BR/>

Kyburg, von

<b>Von Kyburg</b><br>Stammbaum der Grafen von Kyburg und von Dillingen. Wollwirkerei, 1568 (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Der Stammbaum beginnt oben mit den Eltern des heiligen Ulrich, Bischofs von Augsburg, und stellt das Geschlecht der Grafen von Kyburg und von Dillingen unter den Schutz des familieneigenen Heiligen (in der dritten Reihe, zweites Medaillon von rechts). In den unteren Ecken sind die Auftraggeber des Wandteppichs, der Zürcher Bürgermeister Bernhard von Cham und seine Gattin Agnes Zoller, durch ihre Wappen repräsentiert. Bernhard war 1542–48 Landvogt von Kyburg.<BR/>

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