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12/2017
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Haab, Robert

<b>Robert Haab</b><br>Porträt des Bundesrats, aufgenommen um 1922 vom Fotostudio  Hermann Stauder  in Zofingen (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Haartracht

<b>Haartracht</b><br>Erneuerung der Allianz zwischen Ludwig XIV. und den Eidgenossen in der Notre-Dame von Paris am 8. November 1663. Ausschnitt aus dem "Allianzteppich", einem Gobelin von   Charles Le Brun (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/><b>Haartracht</b><br>Frau und Mädchen in Beckenried 1814, Aquarellzeichnung von  Ludwig Vogel (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/><b>Haartracht</b><br>Werbeplakat für einen Coiffeursalon in Biel 1993 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>In der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts erweist sich die Mode sehr oft als nostalgischer Rückgriff auf frühere Trends.<BR/>

Habsburg (Burg)

<b>Habsburg (Burg)</b><br>Ansicht der Burg. Radierung aus der 1654 veröffentlichten "Topographia Helvetiae, Rhaetiae et Valesiae" von  Matthaeus Merian (Zentralbibliothek Zürich).<BR/>

Habsburg, Leopold III. von

<b>Leopold III. von Habsburg</b><br>Kopie eines Bildnisses im sogenannten Wappenbuch Luzern, angelegt von Renward Cysat, 1580. Aquarellierte Federzeichnung (Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern, Sondersammlung, BB Ms. 124 fol., fol. 16v und 17r).<BR/>Das Brustbild zeigt den Herzog (irrtümlich als Leopold II. bezeichnet) barhäuptig im Dreiviertelprofil. Das verschollene, wohl kurz nach seinem Tod entstandene Original befand sich in der Klosterkirche Königsfelden, wo der Herzog mit seinem Rittergefolge ursprünglich begraben war. Es war von der hier wiedergegebenen Beischrift begleitet, die es als "wahres Konterfei" Leopolds auswies.<BR/>

Habsburg, von

<b>Von Habsburg</b><br>Ansicht der Habsburg und ihrer Umgebung. Stich nach einer Zeichnung von  Johann Heinrich Meier  für die "Genealogia diplomatica augustae gentis Habsburgica", die 1737 in Wien von Marquard Herrgott veröffentlicht wurde (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>Die Ansicht aus der Vogelperspektive zeigt den Zusammenfluss von Limmat, Reuss und Aare sowie die Orte, die mit der Geschichte der Habsburger und ihrer Burg verbunden sind: Brugg, Königsfelden, Windisch und Brunegg.<BR/><b>Von Habsburg</b><br>Der Sarg der Kaiserin Zita in der Habsburger Kapelle des Klosters Muri im März 1989, vor seiner Überführung nach Wien  © KEYSTONE.<BR/>Seit 1971 ist in der Loretokapelle im Kreuzgang des ehemaligen habsburgischen Hausklosters die Familiengruft der Nachfahren des Hauses Habsburg untergebracht. Hier wurde das Herz der letzten österreichischen Kaiserin neben demjenigen ihres 1922 verstorbenen Gatten Kaiser Karl I. beigesetzt.<BR/>

Hackbrett

<b>Hackbrett</b><br>Eine höfische Dame mit Hackbrett. Zwickelbild der Wappenscheibe des Berner Junkers Sebastian vom Stein aus dem Jahr 1504 (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Das Hackbrett erscheint hier in pikantem Kontext, denn in den Händen von Damen galt das Instrument damals als anstössig und wurde in der zeitgenössischen Grafik den Liebesdienerinnen zugeordnet. Die Eule auf dem Arm des Junkers, die hier als Liebes- oder Lockvogel zu deuten ist, unterstreicht die erotische Anspielung.<BR/>

Hagel

<b>Hagel</b><br>Hagel in der Region Zug am 5. August 1586. Kolorierte Federzeichnung aus einem der 24 Handschriftenbände der Chronik des Chorherrn  Johann Jakob Wick (Zentralbibliothek Zürich, Handschriftenabteilung, Wickiana, Ms. F 34, Fol. 216v).<BR/>Für die Jahre zwischen 1560 und 1587 erwähnt der Chorherr 16 schlimme Hagelunwetter. Das hier dargestellte betraf das Gebiet zwischen Zugerberg und Hirzel.<BR/>

Haldenstein

<b>Haldenstein</b><br>Radierung nach einer Zeichnung von  Johann Melchior Füssli,  veröffentlicht in Augsburg 1731 (Schweizerische Nationalbibliothek, Sammlung Gugelmann).<BR/>Die Tafel, die das Rheintal unterhalb von Chur von Nordenosten aus zeigt, gehört zu einer Serie von 24 malerischen Ansichten der Schweiz. Bei <I>a</I> erkennt man Chur, bei <I>b.b.b.</I> den Verlauf des Rheins und bei <I>c.c.c.</I> das Dorf Haldenstein mit der Kirche St. Gereon, dargestellt kurz vor ihrer Zerstörung 1732, dem Schloss (links), das von Jean Jacques de Castion 1544 errichtet wurde, und der Stammburg der Herren von Haldenstein (rechts). Bei <I>d</I> schliesslich lokalisiert die Originallegende Domat/Ems, das durch seine Burg repräsentiert wird.<BR/>

Haller, Albrecht von

<b>Albrecht von Haller</b><br>Der Bildhauer Hugo Siegwart an der Arbeit am Gipsmodell für die Bronzestatue Albrecht von Hallers. Fotografie, 1907/1908 (Burgerbibliothek Bern).<BR/>Das Denkmal für den Universalgelehrten wurde anlässlich seines 200. Geburtstags auf der Grossen Schanze vor dem Hauptgebäude der Berner Universität errichtet und am 16. Oktober 1908 enthüllt.<BR/><b>Albrecht von Haller</b><br>Alpen-Kratzdistel. Zeichnung von  Christian Jeremias Rollin,  Stich von  Christian Friedrich Fritzsch,  beide Mitglieder der Göttinger Akademie (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Die Tafel wurde wiederholt veröffentlicht: Sie illustrierte 1742 die "Enumeratio methodica stirpium Helvetiae indigenarum", damals die vollständigste Sammlung helvetischer Flora. 1768 erschien sie in der gelehrten Abhandlung "Historia stirpium indigenarum Helvetiae inchoata". Die Berner Typographische Gesellschaft schliesslich nahm sie 1795 in den Band "Icones plantarum Helvetiae" auf, der 1813 eine Neuauflage erlebte und der alle Abbildungen aus Hallers botanischen Studien einem breiten Publikum zugänglich machte.<BR/>

Haller, Fritz

<b>Fritz Haller</b><br>Der Bundesrat stellt sich für das offizielle Gruppenporträt 2005 in eine abstrakte räumliche Kulisse, die für diesen Anlass aus Elementen des Möbelsystems USM Haller aufgebaut worden ist. Fotografie von  Marc Latzel,  Zürich (Bundeskanzlei) © KEYSTONE.<BR/>Fritz Haller und die Metallbaufirma Schärer in Münsingen haben sich mit ihrem kombinierbaren Stahlmöbelsystem eine weltweit führende Stellung im Geschäft der Büroausstattung geschaffen. Das vom Fotografen für dieses Porträt gewählte Requisit setzt ein für die Schweiz und insbesondere für die öffentliche Verwaltung zum Emblem gewordenes Designprodukt ein.<BR/>

Haller, Karl Ludwig von

<b>Karl Ludwig von Haller</b><br>Titelseite der Schrift, in der Haller seine Konversion zum Katholizismus erklärt. Deutsch-französische Ausgabe, Stuttgart 1821 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Haller schickte sein französisch verfasstes Konversionsschreiben am 13. April 1821 von Paris nach Bern. Am 18. April wurde es in der Familie verlesen, danach mit Einverständnis des Autors in verschiedenen Ausgaben veröffentlicht.<BR/>

Hallstattzeit

<b>Hallstattzeit</b><br>Kegelhalsgefäss aus Dinhard bei Winterthur (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Das mit geometrischen Motiven schwarz und rot bemalte Gefäss ist typisch für die sogenannte Alb-Salemkeramik der Hallstattzeit, die man von der Schwäbischen Alb bis in die östliche Schweiz verbreitet findet.<BR/>

Hallwyl, Franziska Romana von

<b>Franziska Romana von Hallwyl</b><br>Ölporträt von  Georg Friedrich Adolph Schöner,   1804 (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Die damals 46-jährige Schlossherrin präsentiert sich in schlichter Kleidung. Die Haube und der bestickte Schleier verleihen ihr eine zurückhaltende Vornehmheit. Im gleichen Jahr hatte der aus Bremen stammende Porträtmaler Schöner auch die mit Franziska Romana von Hallwyl eng befreundeten Johann Heinrich und Anna Pestalozzi gemalt.<BR/>

Hallwyl, Johann Georg von

<b>Johann Georg von Hallwyl</b><br>Ölbildnis auf Leinwand, wohl spätere Kopie nach einer Vorlage von 1604 (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Das anlässlich seines Todes entstandene Bildnis zeigt den Bischof ohne Amtsinsignien vor einem Betpult mit offenem Buch. Die vor ihm auf dem Tisch angeordneten Requisiten – Schreibgerät, Tischuhr, Brevier und Kruzifix – verweisen auf die Vergänglichkeit des irdischen Strebens, auf Tod und Erlösung.<BR/>

Hallwyl, von

<b>Von Hallwyl</b><br>Illustration zur Ringsage mit Ansicht vom Schloss Hallwil im Zürcher Exemplar des Hausbuchs der Herren von Hallwyl, 1581 (Schweizerisches Nationalmuseum, SH-228.7-8).<BR/>Der Herr von Hallwyl überreicht seinem nach Frankreich ziehenden Sohn die Hälfte eines entzweigebrochenen goldenen Rings, damit er sich für alle Zeiten als rechtmässiger Erbe ausweisen könne. Im Hintergrund ist die auf zwei Inseln in der Aa gebaute Stammburg und der zugehörige Gewerbekomplex mit Getreidemühle zu sehen. Die hier erstmals niedergeschriebene und illustrierte Familiensage entstand möglicherweise wie das Hausbuch selbst im Auftrag von Burkhard III. von Hallwyl.<BR/>

Halten

<b>Halten</b><br>Zerstörung der Burgen Aeschi und Halten im Jahr 1332 während des Gümmenenkriegs. Kolorierte Federzeichnung in der Chronik von  Benedikt Tschachtlan,   1470 (Zentralbibliothek Zürich, Handschriftenabteilung, Ms. A 120, S. 129).<BR/>Im unteren Bild ziehen die Solothurner und Berner Truppen nach der Eroberung der Burg von Halten mit dem erbeuteten Banner der Grafen von Kyburg ab. Von der um 1200 erbauten Burg ist heute nur noch der Turm teilweise erhalten. Er besass bis zum Brand im frühen 16. Jahrhundert einen Oberbau aus Holz, wie er in der Illustration noch zu sehen ist.<BR/>

Hammer, Bernhard

<b>Bernhard Hammer</b><br>Fotoporträt, um 1889 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Handel

<b>Handel</b><br>Scheibenriss einer Krämerzunft (vermutlich aus Bern). Lavierte Federzeichnung eines unbekannten Meisters, um 1490 (Bernisches Historisches Museum, Sammlung Wyss) © Foto Stefan Rebsamen.<BR/>Links kümmert sich ein Krämer um zwei Kunden, rechts bringt ein fliegender Händler neue Waren.<BR/><b>Handel</b><br>Miniatur aus dem handschriftlichen Reisebüchlein von  Andreas Ryff   von 1600 (Universitätsbibliothek Basel).<BR/>Der Basler berichtet von seinen Reisen als Kaufmann und Diplomat von 1575 bis 1600 in der Eidgenossenschaft und in Europa. Die Illustration am Anfang des Büchleins, welche die von Ryff verwendeten Transportmittel darstellt, stammt vermutlich vom zwischen 1580 und 1620 in Basel tätigen Miniaturisten Hieronymus Vischer.<BR/><b>Handel</b><br>Jubiläumsplakat zum 25-jährigen Bestehen des schweizerischen Ursprungszeichens 1957 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Mitten in der Wirtschaftskrise zu Beginn der 1930er Jahre nahmen die Zürcher Konsumentinnen mit Vertretern der Textilindustrie Kontakt auf und trugen dadurch zur Gründung der Zentralstelle des schweizerischen Ursprungszeichens im Oktober 1931 bei. Um den Kauf von in der Schweiz hergestellten Gütern zu fördern, versah die Zentralstelle die Schweizer Qualitätsprodukte mit einer von Alfred Steinmann gestalteten stilisierten Armbrust, in Anspielung auf die Tell-Legende. Das Zeichen wurde bis in die 1980er Jahre häufig verwendet.<BR/><BR/>

Handwerk

<b>Handwerk</b><br>Der Schneider. Holzschnitt aus dem "Ständebuch" von  Jost Ammann,  1568 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/><b>Handwerk</b><br>Der Schuhmacher. Holzschnitt aus dem "Ständebuch" von  Jost Ammann,  1568 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/><b>Handwerk</b><br>Gesellenbrief für einen 29-jährigen Augsburger, der während 23 Wochen bei einem Schreinermeister in Aarau gearbeitet hatte (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Der vom 16. Januar 1792 datierende Brief diente zugleich als Zeugnis, als Empfehlungsschreiben und als Passierschein. Deshalb sind körperliche Merkmale und Alter vermerkt.<BR/><b>Handwerk</b><br>Plakat für eine Ausstellung im Hotel Freihof, 1946 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><b>Handwerk</b><br>Nagelschmiede in einem Familienbetrieb in Obersulz (Schweizerisches Nationalmuseum, Actualités suisses Lausanne).<BR/>Der Zweite Weltkrieg verhalf in diesem aargauischen Weiler, der 1940 200 Einwohner zählte, einem lokalen Gewerbe zu neuem Leben. Während die Männer im Auftrag des Bundes Nägel für die Ordonnanzschuhe der Schweizer Soldaten anfertigten, verrichteten Frauen und Kinder die Arbeit auf den Bauernhöfen.<BR/>

Hardegger, Margarethe

<b>Margarethe Hardegger</b><br>Die Berner Gewerkschafterin bei sich zu Hause. Fotografie, um 1930 (Schweizerisches Sozialarchiv).<BR/>

Hartmann, Nicolaus

<b>Nicolaus Hartmann</b><br>Innendekoration aus geschnitztem Arvenholz, präsentiert an der Bündnerischen Industrie- und Gewerbeausstellung 1913 in Chur. Foto von  Rudolf Zinggeler (Schweizerische Nationalbibliothek, Eidgenössisches Archiv für Denkmalpflege, Sammlung Zinggeler).<BR/>Die Freie Vereinigung Oberengadiner Gewerbetreibender beteiligte sich an der Ausstellung mit einem vollständig ausgestatteten "Engadiner Haus", das unter der Leitung von Nicolaus Hartmann ganz im Sinne des vom Jugendstil vertretenen Ideals des Gesamtkunstwerks gestaltet worden war. Nach der Ausstellung verlegte der Architekt die Ausstattung in sein Wohnhaus, das Haus Heimat, in St. Moritz.<BR/>

Hasliberg

<b>Hasliberg</b><br>Blick ins Haslital Richtung Meiringen. Stahlstich von Heinrich Zollinger nach einer Zeichnung von  Konrad Corradi,  um 1840 (Museum für Kommunikation, Bern).<BR/>Durch das vor der Aarekorrektion und dem Bau einer Fahrstrasse noch verträumt-romantische Haslital zieht eine Reisegruppe talaufwärts gegen Meiringen am Fusse des Haslibergs (im Mittelgrund links). Über Meiringen erhebt sich auf einem Hügel die Burg Resti, im Hintergrund schliesst der Blattenstock das Panorama ab.<BR/>

Haufler, Max

<b>Max Haufler</b><br>Bildausschnitt aus dem Film "Der Prozess", den  Orson Welles  1962 drehte (Sammlung Cinémathèque suisse, alle Rechte vorbehalten).<BR/>Hauptdarsteller des Films sind Anthony Perkins, Jeanne Moreau, Suzanne Flon, Romy Schneider, Elsa Martinelli, Orson Welles und Arnoldo Foà. Max Haufler erscheint hier in der Nebenrolle des Onkel Max.<BR/>

Hauptwil

<b>Hauptwil</b><br>"Die Herrschaft Hauptweil im obern Thurgäu", um 1792. Kolorierte Umrissradierung von  Johann Jakob Aschmann (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>Das Dorf hatte sich seit der Mitte des 17. Jahrhunderts, als es die Kaufmannsfamilie Gonzenbach in ein Zentrum der Leinwandherstellung mit dazugehöriger Infrastruktur wie Bleichereien, Teiche und Lager verwandelt hatte, kaum verändert. Im Vordergrund bietet eine Krämerfamilie am Strassenrand Töpferwaren an.<BR/>

Hauser, Walter

<b>Walter Hauser</b><br>Federlithografie aus der "Schweizerischen Portrait-Gallerie", die 1888–1907 bei Orell Füssli in Zürich erschien (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Haushalt

<b>Haushalt</b><br>Die Familie des Vogtes von Greifensee am Tisch. Öl auf Leinwand eines unbekannten Künstlers, 1643 (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Hans Conrad Bodmer, Witwer von Anna Nürenberger, seine zweite Frau Anna Barbara Collin verwitwete Gossweiler und zwölf ihrer Kinder, die hier beim Tischgebet dargestellt sind, repräsentieren eine typische zusammengesetzte Familie: sieben Kinder stammen aus Bodmers erster Ehe (Wappen mit Lindenblatt), fünf aus der Familie Gossweiler (Wappen mit Entenkopf). Das Kind in der Wiege ist vermutlich aus der zweiten Ehe hervorgegangen.<BR/>

Haushaltsmaschinen

<b>Haushaltsmaschinen</b><br>Plakat von  Otto Baumberger,   1913 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><b>Haushaltsmaschinen</b><br>Plakat von  Willi Bolleter   für die E. Grossenbacher Co., 1933 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><BR/>

Hausierer

<b>Hausierer</b><br>"Der Krämer". Holzschnitt aus dem "Ständebuch" von  Jost Ammann, 1568 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Hausrind

<b>Hausrind</b><br>Zwei Sennen mit ihrer Herde. Scheibenriss (Ausschnitt) von  Niklaus von Riedt,   1581 (Bernisches Historisches Museum, Sammlung Wyss) © Foto Stefan Rebsamen.<BR/>Die Wappenscheibe umfasst das Wappen der Familie de Rougement, das von einem Weibel und einem Seckelmeister, beide prachtvoll ausstaffiert, flankiert wird. Der Umstand, dass der Viehzucht ein Ausschnitt gewidmet ist, veranschaulicht deren Bedeutung für die Familie.<BR/><b>Hausrind</b><br>Ochsengespann. Anonyme Fotografie, um 1920 (Schweizerische Nationalbibliothek, Eidgenössisches Archiv für Denkmalpflege, Sammlung Wehrli).<BR/>Auf dem Land dienten Ochsen bis ins 20. Jahrhundert als Zugtiere.<BR/>

Haustiere

<b>Haustiere</b><br>Vor einen Pflug gespannte Ochsen und Pferde. Scheibenriss von  Daniel Lindtmayer,  1601 (Schweizerisches Nationalmuseum, Dokumentation).<BR/><b>Haustiere</b><br>Vor einen Pflug gespannte Pferde. Scheibenriss von  Daniel Lindtmayer,  1601 (Schweizerisches Nationalmuseum, Dokumentation).<BR/><b>Haustiere</b><br>Werbeplakat, gezeichnet von   Donald Brun,  1961 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Da immer mehr Haustierbesitzer in den Städten wohnten, nahm auch die Nachfrage nach Tiernahrung in Büchsen zu. Industriell produziertes Hunde- und Katzenfutter entwickelte sich zu einem gewinnträchtigen Zweig der Nahrungsmittelindustrie.<BR/>

Hauterive (Kloster)

<b>Hauterive (Kloster)</b><br>Die Abtei in der Saaneschlaufe. Ansicht vom Felsplateau, welches das Südufer des Flusses überragt und dem Ort den Namen gab, um 1925 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Die Kirche aus dem 12. Jahrhundert und die im 18. Jahrhundert neu errichteten Klostergebäude umschliessen den Kreuzgang. Im Westen, links im Bild, erkennt man den Giebel der Scheune, im Vordergrund ausserhalb des Gartens die Mühle. Auf mittlerer Höhe bilden das Tor, das 1732 fertig gestellte Gästehaus und die ehemalige Kapelle des heiligen Lupus den Empfangsbereich für Besucher. Im Hintergrund, auf der Terrasse von Grangeneuve, wo sich einer der neun im 13. Jahrhundert von der Zisterziensergemeinschaft bewirtschafteten Höfe befand, erkennt man das zum Zeitpunkt der Aufnahme expandierende Landwirtschaftliche Institut des Kantons Freiburg.<BR/>

Heaton, Clement

<b>Clement Heaton</b><br>Teil des Stands, der die Arbeiten des Neuenburger Atelier d'art an der Weltausstellung in Paris 1900 präsentierte. Foto von Bettina Jacot-Descombes (Musée d'art et d'histoire Genève, no inv. C 0526).<BR/>Diese aus Glasmosaik sowie getriebenem und emailliertem Kupfer gearbeitete Wandtafel und die dazugehörenden Vasen mit ihren Verzierungen in Cloisonné-Technik wurden mit einer Goldmedaille ausgezeichnet. Das Genfer Musée des arts décoratifs kaufte Clement Heaton das Ausstellungsgut ab, um es lokalen Kunsthandwerkern und Kunstgewerbeschülern als Studienobjekt zur Verfügung zu stellen.<BR/>

Hebammen

<b>Hebammen</b><br>Entwurf einer Hebammentracht. Abbildung aus dem "Schnittmusterbuch von Salomon Erb" von 1730 (Bernisches Historisches Museum) © Foto Stefan Rebsamen.<BR/>Die Abbildung zeigt eine Berner Hebamme auf dem Taufgang. Die Taufe erfolgte bis Ende des 18. Jahrhunderts meist am Sonntag nach der Geburt, wenn die Mutter noch unter der Obhut der Hebamme stand.<BR/>

Heeb, Friedrich

<b>Friedrich Heeb</b><br>Der sozialistische Politiker auf der Redaktion des "Volksrechts", um 1940. Foto von   Theo Frey (Schweizerische Nationalbibliothek, Eidgenössisches Archiv für Denkmalpflege, Sammlung Frey).<BR/>

Heer, Joachim

<b>Joachim Heer</b><br>Der Bundesrat um 1875, porträtiert von  Emil Nicola-Karlen,  Fotograf in Bern (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Heiden

<b>Heiden</b><br>Ansicht des Dorfes vor dem Grossbrand vom 7. September 1838. Kolorierte Radierung von  Johann Ulrich Fitzi (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Der Appenzeller Maler stellt die Landschaft in dem Augenblick dar, als das erste Haus (rechts im Bild) Feuer fängt. Zusammen mit diesem Stich erschien bei Büchler in Heiden eine Ansicht mit den zerstörten Gebäuden.<BR/>

Heidi

<b>Heidi</b><br>Während der Dreharbeiten an Franz Schnyders Film "Heidi und Peter". Fotografie, 1954   © KEYSTONE/Photopress.<BR/>Der Erfolg des Films "Heidi" von Luigi Comencini 1952 regte die Zürcher Filmgesellschaft Praesens-Film zu einer Grossproduktion mit einer neuen Folge für den amerikanischen Markt an. Der an Spezialeffekten reiche Spielfilm von Franz Schnyder, der erste in der Schweiz gedrehte Farbfilm, eroberte das Publikum jenseits des Atlantiks mühelos.<BR/>

Heiliger Stuhl

<b>Heiliger Stuhl</b><br>Erinnerungsblatt an die Ehrengeschenke von Papst Julius II. an die Eidgenossen im Jahr 1512.   Hans Rüegger  zugeschriebener Holzschnitt, 1513 (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>Die Päpste von Avignon hatten im 14. Jahrhundert den Brauch eingeführt, an Weihnachten ein silbernes Prunkschwert und einen bestickten seidenen Herzogshut zu segnen und diese einem Fürsten oder Kriegsmann zu übergeben. Die Eidgenossen waren im Januar 1512 nach der Einnahme des von Frankreich besetzten Bologna die ersten, denen diese Ehre als Gemeinwesen zugesprochen wurde (das Schwert ist im Schweizerischen Landesmuseum ausgestellt, der Hut ist nicht erhalten). Nach der Eroberung von Pavia verlieh ihnen Julius II. am 5. Juli zudem den Titel "Verteidiger der Freiheit der Kirche" und übergab ihnen zwei Banner mit dem Wappen des Heiligen Stuhls (Mittelbild), zudem für jeden Ort, der Söldner geliefert hatte, ein neues Banner (Blattrand).<BR/>

Heiliges Römisches Reich

<b>Heiliges Römisches Reich</b><br>Petermann Etterlin widmet seine "Kronica von der loblichen Eydtgnoschaft" dem Heiligen Römischen Reich. Holzschnitt in der Ausgabe von 1507 (Zentralbibliothek Zürich).<BR/>Der Luzerner Chronist (im Vordergrund) präsentiert sein Werk König Maximilian und den sieben Kurfürsten. Der Holzschnitt ist der ersten Ausgabe der Chronik, die in Basel bei Michael Furter erschien, eingedruckt. Das Titelblatt zeigt ausserdem den Reichsadler, umgeben von den Wappen der eidgenössischen Orte und der Zugewandten.<BR/>

Heilkräuter

<b>Heilkräuter</b><br>Frontispiz und Titelseite der Originalausgabe des Pflanzenbuchs "Theatrum Botanicum" von  Theodor Zwinger,  das 1696 in Basel erschien (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Heilsarmee

<b>Heilsarmee</b><br>Plakat der Heilsarmee (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><BR/>

Heim, Albert

<b>Albert Heim</b><br>Mit seinen Studenten auf Exkursion in Tiefenstein (Schwarzwald), 14. Mai 1899 (ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv).<BR/>Tiefenstein gilt als günstiger Ort für die Untersuchung europäischer Reliefbildung im Herzynian. Den Professor erkennt man in Hemdsärmeln in der Bildmitte.<BR/>

Heim, Marie

<b>Marie Heim-Vögtlin</b><br>Die Ärztin (rechts) in der von ihr geleiteten Kinderstube des Frauenspitals an der Pflegerinnenschule in Zürich. Fotografie, Anfang des 20. Jahrhunderts (ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv).<BR/>

Heimarbeit

<b>Heimarbeit</b><br>Strohflechterfamilie im Freiamt, um 1840. Öl auf Leinwand eines unbekannten Künstlers (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Die Bauernfamilie stellt in ihrer Stube Strohhüte und -körbe her. Vor dem Kachelofen in der Bildmitte steht der Fergger (Zwischenhändler) in Stadtkleidung. 1857 waren 25'000 Aargauer Arbeiterinnen und Arbeiter in der Strohindustrie beschäftigt, die ihr Zentrum in Wohlen hatte und ihre Erzeugnisse weltweit exportierte.<BR/><b>Heimarbeit</b><br>Plakat für die erste Schweizerische Heimarbeitausstellung im Sommer 1909 von  Burkhard Mangold (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Da die Heimarbeit keinen Reglementierungen unterstand und der Bundesrat 1907 auch nichts zum Schutz der Heimarbeiter (und vor allem der Heimarbeiterinnen) unternehmen wollte, realisierten die Arbeiterorganisationen in Zürich eine Ausstellung über die Erzeugnisse und Arbeitsbedingungen der Heimarbeit und veranstalteten im Anschluss daran den ersten schweizerischen Heimarbeiterschutzkongress.<BR/>

Heimatliteratur

<b>Heimatliteratur</b><br>Der Film von Ernst Lubitsch nach Jakob Christoph Heers Roman "Der König der Bernina", angekündigt in der Zeitschrift "Illustrierter Film-Kurier", 1929 (Sammlung Cinémathèque suisse, alle Rechte vorbehalten).<BR/>"Der König der Bernina" erschien zunächst im Feuilleton des deutschen Familienblatts "Die Gartenlaube", deren Redaktor Heer war. Mit dem Buch, das 1900 bei Cotta in Stuttgart erschien, feierte er einen beachtlichen Erfolg. Arnold Rossel überzeugte die "Gazette de Lausanne", den von ihm übersetzten und nach seinen Aussagen wahrhaft schweizerischen Roman im Feuilleton zu publizieren, bevor das Buch 1908 bei Lucien Vincent herauskam.<BR/>

Heimatstil

<b>Heimatstil</b><br>Erweiterungsprojekt für den Kursaal Interlaken von  Paul Bouvier.  Aquarellierter Aufriss der Gartenfassade, 1898 (Schweizerische Nationalbibliothek, Eidgenössisches Archiv für Denkmalpflege).<BR/>Dieses bauliche Ensemble verkörpert die architektonischen Reformbestrebungen, die Paul Bouvier an der Landesausstellung von 1896 in Genf und in der Schweizer Sektion der Weltausstellung von 1900 in Paris umgesetzt hatte. Im Gegensatz zu diesen für eine befristete Dauer erstellten Bauten überdauerte der Interlakner Kursaal die Zeit ohne grossen Schaden. Seit 1986 steht er unter eidgenössischem Denkmalschutz.<BR/>

Heinrich VII.

<b>Heinrich VII.</b><br>Der Aufenthalt Heinrichs von Luxemburg in Bern 1310, nach der Vorstellung des Zeichners von  Diebold Schillings   "Spiezer Chronik" 1485 (Burgerbibliothek Bern, Mss.h.h.I.16, S. 146).<BR/>Unter einem Baldachin und unterhalten von Jongleuren reist der deutsche König nach Rom, wo er zum Kaiser gekrönt werden soll. Vor dem Zug (links) erkennt man seine Gattin Margarete von Brabant in Begleitung der Erzbischöfe von Mainz und Trier, im Bildhintergrund die Stadtbefestigung und die Türme von Bern.<BR/>

Heizung

<b>Heizung</b><br>Darstellung des Monats Dezember mit einem Kachelofen. Ausschnitt aus einem Monatsbilderzyklus, Fresko aus dem Haus zum Langen Keller in Zürich, Anfang des 14. Jahrhunderts, heute im Schweizerischen Landesmuseum (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/><BR/><b>Heizung</b><br>Werbeplakat für den Kohleofen "Eskimo", gestaltet 1925 von  Niklaus Stoecklin (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Helvetia (Allegorie)

<b>Helvetia (Allegorie)</b><br>Frontispiz der von Johann Jacob Leu 1721 in Zürich veröffentlichten Ausgabe von Josias Simlers Werk "Von dem Regiment der Lobl. Eÿdgenoßschafft" (Zentralbibliothek Zürich).<BR/>Der Stich von Johann Melchior Füssli nimmt das Motiv der Titelseite der Ausgabe von 1645 auf, verändert es aber, indem er die Eidgenossenschaft als souveränen Staat (mit Löwe und Freiheitshut) darstellt. Die Figur der Helvetia unten rechts ist nicht mehr nur eine Allegorie des Überflusses (mit Früchten als Symbolen der Fruchtbarkeit), sondern sie ist auch mit einem politischen Attribut versehen, nämlich dem zu ihren Füssen liegenden republikanischen Symbol des Liktorenbündels mit dem Motto <I>Vis Unita </I> ("vereinte Kraft", d.h. Einheit macht stark).<BR/><b>Helvetia (Allegorie)</b><br>Sitzende Helvetia, gezähnt. Briefmarke der Schweizer Post, herausgegeben 1862–1883 (Museum für Kommunikation, Bern) © Die Schweizerische Post.<BR/>

Helvetische Gesellschaft

<b>Helvetische Gesellschaft</b><br>Frontispiz und Titelseite der "Schweizerlieder" von  Johann Kaspar Lavater,  veröffentlicht 1767 in Bern bei Beat Ludwig Walthard (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Lavater, der ab 1765 an den Versammlungen der Gesellschaft teilnahm, verfasste die patriotischen Liedtexte, der Musiker Johannes Schmidlin vertonte sie 1769. Die Sammlung mit ihren Liedern auf die Heldentaten und Schlachten der alten Eidgenossen erlebte mehrere Auflagen.<BR/>

Helvetische Republik

<b>Helvetische Republik</b><br>Aufruf zum Dienst in der helvetischen Legion (Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern, Sondersammlung).<BR/>Um den inneren Frieden zu sichern, hatte die helvetische Regierung im Dezember 1798 die Aushebung einer Legion von 1500 Mann beschlossen, einer eigentlichen Berufsarmee. Der Solothurner Augustin Keller übernahm den Oberbefehl über diese erste helvetische Legion. Für die Verteidigung nach aussen stellte die Helvetische Republik zudem eine Milizarmee von etwa 20'000 Soldaten auf.<BR/><b>Helvetische Republik</b><br>"Berns Triumph über die Helvetik 18. September 1802". Aquarellierte Zeichnung eines unbekannten Künstlers (Bernisches Historisches Museum) © Foto Stefan Rebsamen.<BR/>Nachdem er den Freiheitsbaum umgehauen hat, tritt der von einem Adler mit Lorbeeren bekränzte Berner Bär, die alte geflammte Fahne in der Hand, diejenige der Helvetischen Republik in den Farben grün, gelb und rot mit den Füssen. In Letztere ist ein Bär eingerollt, der die Berner darstellt, die das Ancien Régime verraten haben. Der Affe mit dem Dreizack symbolisiert den Äusseren Stand, die jungen Patrizier, der Harfe spielende Teufel und der Fuchs die Anhänger der Helvetik, die am 18. September 1802 aus der Hauptstadt Bern vertrieben worden sind.<BR/>

Helvetische Revolution

<b>Helvetische Revolution</b><br>"Einheit und Eintracht". Proklamation der provisorischen Repräsentativversammlung der Waadt, 24. Januar 1798 (Archives cantonales vaudoises).<BR/>Nachdem General Ménard den Waadtländern den Schutz der französischen Armee zugesichert hatte, erklärten sich die in aller Eile in Lausanne versammelten Abgeordneten der Waadtländer Städte und Gemeinden bereit, bis zur Einsetzung neuer Behörden als provisorische Repräsentativversammlung zu fungieren. Die Proklamation ruft die Bürger zudem auf, Religion, Eigentum, Gesetze und eingesetzte Behörden zu respektieren.<BR/><b>Helvetische Revolution</b><br>"Die Erweckung des Schweizers". Allegorie der Helvetischen Revolution von 1798. Kolorierte Radierung des Solothurner Künstlers  Lorenz Ludwig Midart (Bernisches Historisches Museum) © Foto Stefan Rebsamen.<BR/>Während über den Bergen, auf deren Kuppen ein gallischer Hahn stolziert, ein neuer Tag anbricht, bringt eine Freiheitsfigur in den Farben der französischen Trikolore einem noch erschöpften und auf den Symbolen vergangener Siege ausruhenden Schweizer Waffen und einen Hut in den Farben der Helvetischen Republik. Die Allegorie gehört zu den wenigen Werken, die während der Helvetischen Revolution entstanden sind. Die Französische Revolution dagegen hatte zu einer Fülle von Bildern Anlass gegeben.<BR/>

Helvetismus

<b>Helvetismus</b><br>Titelseite der "Etrennes Helvétiennes" von 1789 (Musée historique de Lausanne).<BR/>Ab 1783 publizierte der Pfarrer Philippe-Sirice Bridel in Lausanne die Reihe "Etrennes Helvétiennes", die im 19. Jahrhundert unter dem Titel "Le Conservateur Suisse" fortgesetzt wurde.<BR/>

Hemmerli, Felix

<b>Felix Hemmerli</b><br>Sebastian Brants Werkausgabe von Hemmerlis Schriften "Clarissimi viri [...] varie oblectationis opuscula et tractatus", erschienen in Strassburg 1497. Titelseite mit Darstellung des Zürcher Gelehrten in koloriertem Holzschnitt (Zentralbibliothek Zürich).<BR/>Hemmerli ist mit Attributen ausgezeichnet, die sich aus der Lobschrift unter dem Bild deuten lassen. Der Hammer spielt auf seine Schlagkraft gegen Anfeindungen sowie auf den Familiennamen an. Das Buch verweist auf seine Gelehrsamkeit. Die seinen Kopf umschwirrenden Insekten sind bildhafter Ausdruck für die Stiche der Feinde, denen Hemmerli zeitlebens ausgesetzt war.<BR/>

Hemmerling, Carlo

<b>Carlo Hemmerling</b><br>Der Musiker während einer Probe, 1945 (Schweizerisches Nationalmuseum, Actualités suisses Lausanne).<BR/><BR/>

Henke

<b>Henke</b><br>Werbeplakat von 1955 für den im Vorjahr auf den Markt gebrachten, weltweit ersten Schnallenskischuh (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><BR/>

Henkel, Augustin

<b>Augustin Henkel</b><br>Altar der Heiligen Familie, dem Schaffhauser Künstler zugeschrieben, aus geschnitztem und farbig gefasstem Lindenholz, datiert auf das Jahr 1521, aus der St.-Anna-Kapelle in Unterschächen im Kanton Uri (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Die heilige Anna, die Jungfrau Maria und das Jesuskind in der Mitte werden von den Heiligen Joseph und Joachim flankiert.<BR/>

Henne, Rolf

<b>Rolf Henne</b><br>An einer Versammlung der Nationalen Front in Winterthur, 1936  © KEYSTONE/Photopress.<BR/>In der Bildmitte, dem Betrachter zugewandt, grüsst Rolf Henne einen Zürcher Frontisten, während er dem Rechtsanwalt Leo Victor Bühlmann die Hand reicht.<BR/>

Henripolis

<b>Henripolis</b><br>Lageplan der Stadt, die Henri II. von Orléans-Longueville auf dem Gebiet der Gemeinden von Marin und Epagnier entstehen lassen wollte. Anonyme Variante des Plans, gestochen in Lyon von Claude Savary und Barthélemy Gaultier zur Illustration der französischen Ausgabe der Werbebroschüre, 1626 (Zentralbibliothek Zürich, Abteilung Karten und Panoramen).<BR/>Die neue Stadt sollte in günstiger Lage in der Nähe der Zihl errichtet werden und mit dem Ausbau der Wasserstrasse zwischen Basel und dem Genfersee an Bedeutung gewinnen. Werbeprospekte wurden in Frankreich, Holland und Deutschland verbreitet, wobei die verschiedenen Kartenausgaben leicht voneinander abwichen.<BR/>

Herbort, Albrecht

<b>Albrecht Herport</b><br>Die Befestigung von Selandia in Taiwan. Radierung von  Conrad Meyer   nach einer Zeichnung von Wilhelm Stettler, erschienen in Herports "Reise nach Java, Formosa, Vorder-Indien und Ceylon 1659–1668", in einem Nachdruck von 1669 (Bernisches Historisches Museum) © Foto Stefan Rebsamen.<BR/>

Hermance

<b>Hermance</b><br>Der untere Teil des Marktfleckens, fotografiert um 1895 vom Turm der ehemaligen Burg von Aymon de Faucigny aus,  Charnaux Frères,  Genf (Schweizerische Nationalbibliothek, Graphische Sammlung).<BR/>Die regelmässige Geometrie dieser Neugründung des 13. Jahrhunderts ist im Strassennetz und in der Parzelleneinteilung deutlich erkennbar geblieben. Die erste Strasse von links, die im Westen zum Genfersee führt, säumt den ehemaligen Stadtgraben. Die Südfassade der St. Georgskirche in der Gestalt des 17. Jahrhunderts setzt die vormalige Befestigung fort, von der noch ein Stück in der Rückfassade der an sie angebauten Häuser zu sehen ist.<BR/>

Hermann, Nicolaus

<b>Nicolaus Hermann</b><br>Federlithografie aus der "Schweizerischen Portrait-Gallerie", die 1888–1907 bei Orell Füssli in Zürich erschien (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Hermetschwil

<b>Hermetschwil</b><br>Das Benediktinerinnenpriorat St. Martin von Süden. Fotografie, 1910 (Schweizerische Nationalbibliothek, Eidgenössisches Archiv für Denkmalpflege).<BR/>Die Kirche und das Konventgebäude (rechts) wurden zu Beginn des 17. Jahrhunderts neu errichtet. Die Grösse der Wirtschaftsgebäude (links) und der Zehntscheune (Mitte) verweisen auf den bedeutenden Grundbesitz, der mit der ursprünglichen Klosterstiftung verbunden war. Das Gebäude mit dem Türmchen im Hintergrund wurde 1889 für das Kinderheim St. Benedikt gebaut.<BR/>

Herrliberger, David

<b>David Herrliberger</b><br>Der Sitz Herrlibergers während seiner Amtszeit als Gerichtsherr von Maur. Radierung nach einer Zeichnung von  Hans Conrad Nözli  aus dem Jahr 1750, veröffentlicht 1754 in  David Herrlibergers   "Topographie der Eydgnoßschaft", S. 30 (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>

Hersch, Jeanne

<b>Jeanne Hersch</b><br>Die Genfer Philosophin fotografiert bei sich zu Hause in Carouge, um 1950 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Hertenstein, Wilhelm Friedrich

<b>Wilhelm Friedrich Hertenstein</b><br>Federlithografie aus der "Schweizerischen Portrait-Gallerie", Zürich, Orell Füssli, 1888–1907 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/><BR/>

Hertenstein, von

<b>Von Hertenstein</b><br>Hirschjagd bei der Burg Buonas. Wandgemälde im Hertensteinhaus in Luzern, vermutlich von Hans Holbein dem Älteren. Nachzeichnung in Aquarell von  Jakob Schwegler,  1825 (Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern, Sondersammlung, Eigentum Korporation Luzern).<BR/>Das Gemälde befand sich im reich geschmückten Saal des Wohnhauses, das Jakob von Hertenstein nach 1510 erbauen und mit Malereien des älteren und jüngeren Holbein ausstatten liess (1825 abgebrochen). Der Bauherr und seine Frau Anna von Hallwyl dürften im Paar, das der Jagd beiwohnt, dargestellt sein. Im Hintergrund ist der Familiensitz am Zugersee zu sehen.<BR/>

Herzog, Hans

<b>Hans Herzog</b><br>Der General um 1871. Porträt des Zürcher Fotografen  Johannes Ganz (Schweizerische Nationalbibliothek, Graphische Sammlung)<BR/>

Herzog, Jakob

<b>Jakob Herzog</b><br>Porträt des Mitbegründers der Kommunistischen Partei der Schweiz. Fotografie, 1922 (Schweizerisches Sozialarchiv, F 5008-Fa-016).<BR/>

Herzogenbuchsee

<b>Herzogenbuchsee</b><br>Die Erstürmung des Kirchhofs durch die Berner im Gümmenenkrieg 1332. Kolorierte Federzeichnung in der Chronik von  Benedikt Tschachtlan,   1470 (Zentralbibliothek Zürich, Handschriftenabteilung, Ms. A 120, S. 128).<BR/>Text und Bild beschreiben den mit Mauern und Graben befestigten Kirchhof, der auch "viele Häuser" einschloss. Er diente der Bevölkerung und ihrem Hab und Gut als Zufluchtsort in Kriegszeiten, bis er im Bauernkrieg 1653 eingeäschert wurde.<BR/><b>Herzogenbuchsee</b><br>Der ehemalige Hauptsitz der Schuhfabrik Hug & Co. an der Lagerstrasse, erbaut 1925 von Architekt Ernst Bützberger, fotografiert im Oktober 1968 (Schweizerische Nationalbibliothek, Graphische Sammlung).<BR/>Die 1884 gegründete und in Herzogenbuchsee niedergelassene Firma sicherte sich rasch eine bedeutende Stellung in der schweizerischen Schuhbranche und war ein wichtiger Arbeitgeber in der Region. Die Pressefotografie entstand nach der Ankündigung der Firma, die Produktion im Werk Dulliken zusammenzufassen und die Werke Herzogenbuchsee und Kreuzlingen zu schliessen. 800 Arbeitskräfte von insgesamt 940 mussten entlassen werden.<BR/>

Hess, David

<b>David Hess</b><br>"Einquartierung auf dem Lande im Jahre 1798". Aquarellierte Radierung von  David Hess,   veröffentlicht 1801 (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Die Karikatur thematisiert in polemisierender Weise das überhebliche Benehmen der Soldaten der französischen Republik gegenüber den Schweizer Bauern während der Besetzung 1798. Zusammen mit der Radierung "Einquartierung in der Stadt" gehörte sie zu einer gross angelegten und vom Patriziat der Schweizer Städte organisierten Hetzkampagne gegen die neue Ordnung der Helvetischen Republik.<BR/>

Hesse, Hermann

<b>Hermann Hesse</b><br>Der Schriftsteller in seiner Bibliothek in Montagnola. Fotografie, um 1950  © KEYSTONE/Photopress.<BR/>

Heusler, Andreas

<b>Andreas Heusler</b><br>Der Basler Jurist und Rechtshistoriker, fotografiert um 1900 von  Albert Teichmann (Schweizerische Nationalbibliothek, Graphische Sammlung).<BR/><BR/>

Hexenwesen

<b>Hexenwesen</b><br>Was mit zwei Hexen der Berner Landschaft in der Mitte des 16. Jahrhunderts geschah. Illustration aus der Chronik des Chorherrn  Johann Jakob Wick (Zentralbibliothek Zürich, Handschriftenabteilung, Wickiana, Ms. F 18, Fol. 146v).<BR/>Johann Jakob Wick erzählt in seiner Chronik, was er über einen Hexenprozess in der Herrschaft Erlach 1568 vernommen hat. Der Zeichner stellt links die Hochzeit des Teufels mit dem jungen Mädchen dar, das dessen Mutter dem Satan versprochen hat. Die rechte Bildhälfte zeigt den Prozess und, im Hintergrund, den Scheiterhaufen, auf dem die beiden Frauen am 28. August 1568 wegen Hexerei verbrannt worden sind.<BR/>

Heynlin, Johannes

<b>Johannes Heynlin</b><br>Anfangsworte des ersten Buches der "Aeneis" in der von Johannes Heynlin um 1470 in Paris gefertigten Abschrift der Werke Vergils (Universitätsbibliothek Basel, F III 3, 96r).<BR/>Heynlin liess seine Handschrift in der Zeit, als er Rektor an der Universität Paris war, in einer lokalen Werkstatt illuminieren. Die prächtigen Buchmalereien, die mit Blattgold verziert sind, bezeugen den Wohlstand des Basler Humanisten.<BR/>

Hignou, Isaac

<b>Isaac Hignou</b><br>Porträt des Lausanner Druckers. Öl auf Leinwand von  Benjamin Bolomey,  1810 (Musée historique de Lausanne).<BR/>

Hilfswerke

<b>Hilfswerke</b><br>Titelblatt der Monatsschrift «Gebirgshilfe», Ausgabe vom März 1942 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Das von Alfons Raeber redigierte und in Luzern gedruckte Monatsblatt erschien vom Februar 1941 bis Dezember 1946 unter diesem Titel. Während des Zweiten Weltkriegs entstanden verschiedene Solidaritätsbewegungen zugunsten der Bergregionen. Um deren Bemühungen wie überhaupt das Engagement der Hilfswerke besser zu koordinieren, verleiht die 1934 geschaffene Zentralauskunftsstelle für Wohlfahrtsunternehmungen (ZEWO) seit 1942 ein Gütesiegel für die Einhaltung der Standards. <BR/>

Hilty, Carl

<b>Carl Hilty</b><br>Der Jurist und Nationalrat, porträtiert vom Berner Fotografen  Emil Vollenweider,  um 1890 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/><BR/>

Hindelbank

<b>Hindelbank</b><br>Arbeitende Frauen im Ehrenhof des als Strafanstalt umgenutzten Schlosses. Fotografie, 1918 (Schweizerische Nationalbibliothek, Eidgenössisches Archiv für Denkmalpflege).<BR/>Die von Architekt Daniel Stürler 1721–1725 nach französischen Vorlagen erbaute grosszügige Schlossanlage nahm ab 1896 die Frauenstrafanstalt auf. Die Einführung des getrennten Strafvollzugs für erstmalige und rückfällige Täterinnen erforderte zwei Neubauten, die 1961/1962 in Betrieb genommen wurden. Das restaurierte Schloss dient seither als Verwaltungs- und Repräsentationsbau der Strafanstalt.<BR/>

Hinwil, von

<b>Von Hinwil</b><br>Wappentafel mit den 16 Ahnen des Hans von Hinwil und seiner Gattin Beatrix von Hohenlandenberg. Aquarellierte Federzeichnung des  Hans von Hinwil,   1541 (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>Die Tafel, welche die adlige Herkunft auf vier Generationen zurück dokumentiert, entstand etwa gleichzeitig mit Hans von Hinwils Familienbuch, in dessen Einleitung er seine Sorge um die vom Aussterben bedrohten alten Adelsgeschlechter und um seine eigene Dynastie bekundet.<BR/>

Hirtenvolk

<b>Hirtenvolk</b><br>Ansicht der Stadt Bern vom Sandrain aus. Kolorierte Aquatinta von  Gabriel Lory (Père),  um 1814/1819, nach einer Zeichnung von  Christoph Rheiner (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Die Hirtenidylle vor den Toren der Stadt lässt die im 19. Jahrhundert verbreitete Vorstellung, die Schweizer würden Kühe melken und friedlich leben (Victor Hugo, La légende des siècles, 1859), glaubhaft erscheinen. Über das Bild vom freien und wilden Hirten, der in den Bergen seine Herden hütet, legte sich nach und nach dasjenige vom ländlichen, in einer Art Arkadien lebenden Schweizer. Dieses Stereotyp wurde in Europa durch die Malerei der Kleinmeister weit verbreitet.<BR/>

Hirzel, Hans Caspar

<b>Hans Caspar Hirzel</b><br>Der Zürcher Stadtarzt und Schriftsteller, porträtiert von  Friedrich Oelenhainz.   Öl auf Leinwand, 1790 (Zentralbibliothek Zürich).<BR/>Das Bildnis entstand im Auftrag der Naturforschenden Gesellschaft nach Hirzels Wahl zum neuen Vorsteher. Vor sich eine Bildnisbüste seines Amtsvorgängers Johannes Gessner, blickt Hirzel selbstbewusst aus dem Bild. Seine Hände ruhen auf einer Ausgabe von Catos Schrift "De agricultura liber" und seinem eigenen, nach Catos Exempel verfassten Manuskript "Die Wirthschaft eines philosophischen Bauers". Ein Porträt des von Hirzel entdeckten, erfindungsreichen Bauern Jakob Gujer, genannt Kleinjogg, hängt über die Tischkante herab.<BR/>

Hirzel, Salomon

<b>Salomon Hirzel</b><br>Der Zürcher Bürgermeister in Amtstracht. Vermutlich postumes Kupferstichporträt, eingeklebt im Zürcher Geschlechterbuch ("Stemmatologia Tigurina") von Erhard Dürsteler, das vor 1723 begonnen wurde (Zentralbibliothek Zürich, Ms. E 18a, Fol. 453r).<BR/>

Hirzel

<b>Hirzel</b><br>Erste Seite der Familiengeschichte im Zürcher Geschlechterbuch ("Stemmatologia Tigurina") von Erhard Dürsteler, begonnen vor 1723 (Zentralbibliothek Zürich, Ms. E 18a, Fol. 452r).<BR/>Die aquarellierten Familienwappen mit Helmzier künden die Familiengeschichte an. Mit den biografischen Hauptdaten erwähnt sind auf dieser Seite der Tuchhändler Peter Hirzel (1511–1573) aus Pfäffikon, Stammvater der wichtigsten Familienzweige, und sein Sohn Salomon (1544–1601), ein einflussreicher Politiker, dessen gleichnamiger Sohn (1580–1652) 1637 zum Bürgermeister von Zürich ernannt wurde.<BR/>

Historismus (Kunst)

<b>Historismus (Kunst)</b><br>Landesmuseum Zürich, Ausführungsplan des Architekten  Gustav Gull   vom Juni 1892. Aufriss der Hoffassade und Schnitte der Seitenflügel (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Die Bauaufgabe eines Historischen Museums regte den Architekten an, die wesentlichen Motive der Zivil-, Militär- und Sakralarchitektur in einem Bau mit enzyklopädischem Charakter zu vereinen. Der Zweck war nicht nur ein architektonisch-monumentaler, sondern auch ein didaktischer: Den Besuchern wie auch den Schülern der Kunst- und Gewerbeschule, die bis 1933 im Nordostflügel des Komplexes untergebracht war, sollten Vorbilder vor Augen geführt werden.<BR/><BR/>

Hochberg, Rudolf von

<b>Rudolf von Hochberg</b><br>Der Graf von Neuenburg (links sitzend) bestätigt im September 1474 vor Schultheiss und Rat von Bern das Burgrecht mit Bern und Solothurn. Illustration von 1483 in der "Amtlichen Berner Chronik" von  Diebold Schilling (Burgerbibliothek Bern, Mss.h.h.I.3, S. 575).<BR/>Angesichts der Spannungen zwischen Karl dem Kühnen und den Eidgenossen am Vorabend der Burgunderkriege baten die Berner und Solothurner Rudolf von Hochberg, der auch Vasall des Herzogs von Burgund war, sich für eine Seite zu entscheiden.<BR/>

Hochdorf (Gemeinde)

<b>Hochdorf (Gemeinde)</b><br>Plakat für das Eröffnungsschauspiel des neuen Theatersaals 1893, gestaltet von  N. Bucher,  lithografiert von A. Eglin, Luzern (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Dieses 1893 eröffnete Theater, das erste in Hochdorf, ging aus einem Umbau des Festsaals des Hotels Hirschen hervor. Das lokale Theaterleben erlebte einen solchen Aufschwung, dass 1899 ein eigenständiger Bau von beachtlicher Grösse realisiert werden konnte. In den 1930er Jahren wurde dieser durch einen Brand teilweise zerstört.<BR/>

Hochwachten

<b>Hochwachten</b><br>Ausschnitt eines Hochwachtenplans. Lavierte Federzeichnung von  Johannes Haller,   um 1620 (Zentralbibliothek Zürich).<BR/>Die Zeichnung zeigt die ideale Ausrüstung einer Hochwacht: ein Wachthäuschen, ein optisches Orientierungsinstrument, ein galgenartiges Gerüst mit einer Pfanne, die Harz enthält und hochgezogen werden kann. Bei der Realisierung von Johannes Hallers Vorschlägen zur Reorganisation des Zürcher Wehrwesens wurde unter anderem 1624 das System der 23 Zürcher Hochwachten eingerichtet.<BR/>

Hofmann, Armin

<b>Armin Hofmann</b><br>Plakat für eine Ausstellung über dänische Architektur im Gewerbemuseum Basel, 1951 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Hofmeister, Sebastian

<b>Sebastian Hofmeister</b><br>Erste Seite der Schrift des Reformators über den Verlauf des Religionsgesprächs von Ilanz, zu dem sich am Montag und Dienstag nach dem Fest der Heiligen Drei Könige 1526 die Priester Graubündens versammelt hatten. Publiziert im selben Jahr bei Christoph Froschauer in Zürich (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Die Initiale erinnert an den Richtspruch des Salomon. Hofmeister nahm als Abgeordneter des Zürcher Rats am Ilanzer Religionsgespräch teil. Die Altgläubigen lehnten jedoch sein Angebot, als Schiedsrichter zu figurieren, ab, da sie ihn der Parteilichkeit verdächtigten. Die Disputation spielte sich sodann unter der Leitung der Vorsteher der Drei Bünde ab.<BR/><BR/>

Hofstätten

<b>Hofstätten</b><br>Ausschnitt aus dem Lausanner Katasterplan mit dem Quartier du Bourg von  Jean-Philippe Rebeur,  1679 (Archives cantonales vaudoises, GB 132c, Fol. 30-31, Foto Rémy Gindroz).<BR/>Die rechteckigen schmalen Hofstätten sind senkrecht zur Hauptstrasse angeordnet.<BR/>

Hofstetter, Mina

<b>Mina Hofstetter</b><br>Die Ernährungsreformerin und Pionierin des biologischen Landbaus, fotografiert in den 1930er Jahren  © KEYSTONE.<BR/>

Hofwil

<b>Hofwil</b><br>Aufsicht eines Schlafsaals im Institut Fellenberg. Lavierte Federzeichnung von  Johannes Leuzinger,   1826 (ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv).<BR/>Diese Innenperspektive gehört zu einer Reihe von Ansichten, welche die verschiedenen Angebote des Modellinstituts wie die Bibliothek, die Turnhalle, den Speisesaal und den Garten dokumentieren. In der Betonung von Ordnung und Sauberkeit entsprechen sie der Ästhetik des Biedermeiers. Zugleich ist jede Tafel eine Lektion in Projektionsgeometrie. Der Zeichner wurde 1825 als Lehrer ans Institut berufen, doch kam es nicht zu einer dauerhaften Zusammenarbeit.<BR/>

Holy, Adrien

<b>Adrien Holy</b><br>Der Künstler 1941 in Genf. Foto von   Theo Frey (Schweizerische Nationalbibliothek, Eidgenössisches Archiv für Denkmalpflege, Sammlung Frey).<BR/>

Holzhalb, Hans Heinrich

<b>Hans Heinrich Holzhalb</b><br>Als Zürcher Bürgermeister. Postumes Kupferstichporträt von  Hans Schwyzer,   eingeklebt im Zürcher Geschlechterbuch ("Stemmatologia Tigurina") von Erhard Dürsteler, begonnen vor 1723 (Zentralbibliothek Zürich, Ms. E 18b, Fol. 544r).<BR/>

Holzhalb

<b>Holzhalb</b><br>Stammbaum. Öl auf Leinwand,  Johann Rudolf Holzhalb   zugeschrieben, 1750 (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Der bis ins 19. Jahrhundert nachgeführte Stammbaum erhebt sich vor dem Anwesen des Schlösschens Susenberg auf dem Zürichberg, dem Sitz des Begründers der Susenberg-Linie. Er geht aus dem mit einem Schriftband versehenen Wappen des Stammvaters Ulrich Holzhalb hervor und wird flankiert von einem geharnischten Pionier und einem Wilden Mann, dem Hauszeichen der Familie. In der Kartusche links ist die Zürcher Mordnacht von 1350 dargestellt, in deren Folge derselbe Ulrich Bürgermeister wurde.<BR/>

Holzwirtschaft

<b>Holzwirtschaft</b><br>Zimmerleute beim Bau eines Hauses. Fragment eines Scheibenrisses, Tuschzeichnung aus dem Umkreis von  Tobias Stimmer,   um 1600 (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Im Vordergrund werden Werkzeuge für die Bearbeitung von Holz (Äxte, Sägen, Holzbohrer), im Mittelgrund der Bau eines Dachstuhls gezeigt. Im Hintergrund transportiert ein Spezialfuhrwerk einen Baumstamm.<BR/><BR/>

Homosexualität

<b>Homosexualität</b><br>Richard Puller von Hohenburg und sein Geliebter am 24. September 1482 auf dem Scheiterhaufen, beschrieben und illustriert in der "Luzerner Chronik" von  Diebold Schilling,  1513 (Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern, Sondersammlung, Eigentum Korporation Luzern).<BR/>Der Elsässer Ritter und sein Geliebter, der Musiker und Barbier Anton Maetzler, die wegen Sodomie zum Tod auf dem Scheiterhaufen verurteilt worden sind, werden in Gegenwart der Vertreter der Zürcher Zünfte hingerichtet.<BR/>

Honegger, Arthur

<b>Arthur Honegger</b><br>Der Komponist (links) mit dem Dirigenten Ernest Ansermet am Flügel während der Vorbereitungen für eine Radiouraufführung 1942 (Schweizerisches Nationalmuseum, Actualités suisses Lausanne).<BR/>Für das Westschweizer Radio vertonte Honegger "Christophe Colomb", ein Werk von William Aguet (stehend hinter Ansermet).<BR/>

Honegger, Elise

<b>Elise Honegger-Egger</b><br>Kopf der "Schweizer Frauen-Zeitung". Ausgabe vom 7. Januar 1882 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Die von Elise Honegger von 1881 bis 1911 herausgegebene Wochenzeitung stellte die traditionellen Geschlechterrollen nicht in Frage, sondern trat durch ihre inhaltlichen Schwerpunkte für eine Professionalisierung der Haushaltsführung ein. Auch das Bildsignet propagiert programmatisch die primäre Bestimmung der Frau für die Hausarbeit.<BR/>

Honegger, Fritz

<b>Fritz Honegger</b><br>Der Bundespräsident und Papst Johannes Paul II. im Juni 1982  © KEYSTONE/Archiv.<BR/>Während seines Pastoralbesuchs bei den internationalen Organisationen in Genf trug sich der Papst zusammen mit Fritz Honegger in das Goldene Buch des Flughafens Cointrin ein.<BR/>

Hopf, Heinz

<b>Heinz Hopf</b><br>Während einer Mathematikvorlesung an der ETH Zürich, 1953 (ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv).<BR/>

Horgen (Gemeinde)

<b>Horgen (Gemeinde)</b><br>Die Beschiessung durch die von Zürich aufgebotenen eidgenössischen Truppen am 28. März 1804. Kolorierter Umrissstich aus einer Bildserie zum Bockenkrieg von  Johann Jakob Aschmann (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>Über die angreifenden Truppen hinweg bietet uns der Zeichner eine Ansicht des Dorfs, das vom Rokokobau der reformierten Kirche überragt wird. Am Seeufer erhebt sich die Sust mit ihrem steilen Walmdach. Das Landgut Bocken, wo die aufständische Landbevölkerung auf die Regierungstruppen traf und sie in einem ersten Gefecht besiegte, ist als Silhouette auf der Anhöhe rechts der Kirchturmspitze zu erkennen.<BR/>

Hory, Jean

<b>Jean Hory</b><br>Siedlungsplan von Henripolis. Stich von  Claude Savary und Barthélemy Gaultier   für die französische Ausgabe des Prospekts, der für die Stadtgründung werben sollte, Lyon 1626 (Zentralbibliothek Zürich, Abteilung Karten und Panoramen).<BR/>Es ist zwar nicht bekannt, auf wen das Konzept der Anlage von Henripolis genau zurückgeht, doch gab es in der Zeit, als Jean Hory und seine Partner an dem Projekt arbeiteten, zahlreiche Beispiele ähnlicher Entwürfe, sowohl in Abhandlungen zum Städtebau wie auch in illustrierten Chroniken zur kolonialen Expansion Europas.<BR/>

Hospiz

<b>Hospiz</b><br>Das Hospiz auf dem Simplonpass. Farblithografie von  Adolphe Cuvillier,  um 1850 (Museum für Kommunikation, Bern).<BR/>Im Zusammenhang mit dem Bau der Strasse ordnete Napoleon Bonaparte 1801 den Bau eines Hospizes auf der Passhöhe an und übertrug dessen Leitung den Chorherren vom Grossen St. Bernhard. Die Grundsteinlegung des auch als Kaserne geplanten Monumentalbaus erfolgte 1813 kurz vor dem Sturz des Kaisers. Nach dem Rückkauf durch den Kanton Wallis 1825 vollendeten die Chorherren den Bau nach Plänen des Lausanner Architekten Henri Perregaux und bezogen ihn 1831. Das bis heute von Chorherren als Begegnungshaus und Pension betriebene Alpenhospiz ist das grösste Europas.<BR/><BR/>

Hotelbau

<b>Hotelbau</b><br>Plakat für das Grand-Hôtel Giessbach, um 1918 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Vom Beginn des 19. Jahrhunderts an zogen die Giessbachfälle viele Touristen an, die dort eine bescheidene Herberge vorfanden. 1873 wurde ein Hotel gebaut, das zehn Jahre später durch einen Brand zerstört und schliesslich durch ein noch grösseres Gebäude in historisierendem Stil ersetzt wurde.<BR/>

Hottinger, Johann Heinrich

<b>Johann Heinrich Hottinger</b><br>Der Theologe und Orientalist im Alter von 44 Jahren vor der Stadtkulisse Zürichs. Kupferstichporträt von  Conrad Meyer,   1664, eingeklebt im Zürcher Geschlechterbuch ("Stemmatologia Tigurina") von Erhard Dürsteler, begonnen vor 1723 (Zentralbibliothek Zürich, Ms. E 18b, Fol. 598r).<BR/>

Hottinger, Klaus

<b>Klaus Hottinger</b><br>Hinrichtung des Bilderstürmers Klaus Hottinger in Luzern am 9. März 1524. Illustration in der 1605 von Heinrich Thomann angefertigten Abschrift der Reformationsgeschichte Heinrich Bullingers  (Zentralbibliothek Zürich, Ms. B 316, Fol. 116v).<BR/>Der anonyme Zeichner widmete Hottingers Leben sechs Vignetten, ein eigentliches kleines Zeichencomic. Er zollte damit dem Zürcher Bilderstürmer grössere Beachtung als dem Reformator Huldrych Zwingli.<BR/>

Hotz, Johannes

<b>Johannes Hotze</b><br>Der Zürcher Arzt um 1791. Öl auf Leinwand,   Friedrich August Oelenhainz   zugeschrieben (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>

Huber, Eduard

<b>Eduard Huber</b><br>Der Sinologe in chinesischer Kleidung. Nach einer Fotografie gemaltes postumes Ölporträt in der "Portrait-Gallerie merkwürdiger Luzerner", aus dem Besitz der Bürgerbibliothek Luzern (Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern, Sondersammlung, Eigentum Korporation Luzern).<BR/>

Huber, Eugen

<b>Eugen Huber</b><br>Fotografie, um 1890 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Huber, Gottfried

<b>Gottfried Huber-Pestalozzi</b><br>Porträt des Naturwissenschaftlers, 1915 (ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv).<BR/>

Huber, Johannes

<b>Johannes Huber</b><br>Titelseite einer Broschüre des in Rorschach tätigen Anwalts, veröffentlicht 1918 in St. Gallen (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Nach dem Generalstreik vom November 1918 publizierte Huber, der als Anwalt Mitglieder des Oltener Aktionskomitees verteidigte, diese Broschüre beim Organ der St. Galler Sozialdemokratie "Volksstimme". Er erklärt darin die ideologischen Unterschiede und Gegensätze zwischen dem Bolschewismus und dem Sozialismus, indem er die verschiedenen Entstehungskontexte der beiden Richtungen aufzeigt.<BR/>

Huber, Vinzenz

<b>Vinzenz Huber</b><br>Porträt auf einer Lithografie, auf der die Mitglieder des schweizerischen Nationalrats von 1849 bis 1850 abgebildet sind (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Hubmaier, Balthasar

<b>Balthasar Hubmaier</b><br>Postumes Porträt des Täufers. Kupferstich, 16. Jahrhundert (Universitätsbibliothek Basel).<BR/>Im Hintergrund sind Hubmaiers Verbrennung auf dem Scheiterhaufen (links) sowie die Ertränkung seiner Frau Elsbeth Hügline dargestellt.<BR/><BR/>

Hülsenfrüchte

<b>Hülsenfrüchte</b><br>Werbeplakat für Erbsenkonserven der Firma Hero in Lenzburg, 1958 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Nach der Einführung der Drescherbsen in der Schweiz 1947 konnten dank maschineller Ernte die Produktionsmengen von Erbsenkonserven massiv gesteigert werden.<BR/>

Humanismus

<b>Humanismus</b><br>Holzschnitt von  Urs Graf   für das Titelblatt der "Helvetiae descriptio", die Glarean 1514 bei Adam Petri in Basel veröffentlichte (Universitätsbibliothek Basel).<BR/>Die Broschüre enthält das Loblied auf Maximilian I., das Glarean 1512 persönlich vor den in Köln versammelten Kurfürsten vorgetragen hat und das ihm den Titel eines <I>Poeta laureatus</I> eingetrug. Das geografische und politische Porträt der Schweiz wie auch das anschliessende Lobgedicht sind nach der Art der Epen Homers und Vergils in Hexametern verfasst. Systematisch zieht Glarean die Geografen der Antike, namentlich Caesar, Strabo, Ptolemäus und Plinius den Älteren, heran. Die Protagonisten der Schweizer Geschichte charakterisiert er mit Bezug auf die grossen Persönlichkeiten des Altertums.<BR/><b>Humanismus</b><br>Titelseite der "Colloques" von   Mathurin Cordier,  zweisprachige lateinisch-französische Ausgabe, herausgegeben 1598 in Genf (Bibliothèque publique et universitaire de Neuchâtel).<BR/>Die Erstausgabe der "Colloquiorum scholasticorum" stammt von 1564. Der Pädagoge Cordier hatte sich bei der Entwicklung seiner Methode zur Erlernung des Lateinischen von den Kolloquien des Erasmus inspirieren lassen. Sein Lehrbuch wurde bis Anfang des 19. Jahrhunderts in der Schweiz und andernorts in Europa immer wieder aufgelegt. Es enthält Akzentzeichen, "damit die Kinder sich leichter an die richtige Aussprache der lateinischen Sprache gewöhnen".<BR/>

Hund

<b>Hund</b><br>Meute einer Berner Jagdgesellschaft, im Hintergrund Aarburg. Ölgemälde eines unbekannten Malers aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts (Bernisches Historisches Museum) © Foto Stefan Rebsamen.<BR/>

Hünenberg, von

<b>Von Hünenberg</b><br>Ansicht der Burgruine Hünenberg. Kolorierte Radierung von  Marquard Wocher   nach einem Ölgemälde von Caspar Wolf, um 1780 (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>Die um 1100 auf einem Geländesporn zwischen zwei Bachläufen erbaute und um 1200 erneuerte Stammburg der Herren von Hünenberg war ab dem 15. Jahrhundert unbewohnt und zerfiel zunehmend. Allein die Turmruine blieb bis ins 19. Jahrhundert erhalten. Das Blatt erschien in einer Reihe von Schweizer Schloss- und Landschaftsansichten im Selbstverlag von Caspar Wolf.<BR/><BR/>

Hungersnöte

<b>Hungersnöte</b><br>Verhungerte Kinder während der Krise von 1573 (Zentralbibliothek Zürich, Handschriftenabteilung, Wickiana, Ms. F 22, Fol. 488).<BR/>Gemäss der Chronik des Chorherrn Johann Jakob Wick assen viele Kinder aus Hunger Gras.<BR/><b>Hungersnöte</b><br>Erinnerungsbild an die Hungerkrise 1816–1817 von   Johann Jakob Hürlimann (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Die drei Zierbildchen über dem Marktbericht weisen auf die Ursachen der Not hin: sintflutartige Regenfälle, schlechte Ernten und Arbeitslosigkeit.<BR/>

Hüningen

<b>Hüningen</b><br>Räumung der Brückenschanze von Hüningen durch französische Truppen im Februar 1797. Kolorierte Radierung von  Christian von Mechel (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>Am Ende des ersten Koalitionskriegs verliessen die Franzosen den Brückenkopf von Hüningen auf der rechten Seite des Rheins und landeten mit Waffen und Gepäck am linken Rheinufer in der Nähe von Hüningen, um sich in die Festung von Vauban zurückzuziehen.<BR/>

Hürlimann, Hans

<b>Hans Hürlimann</b><br>Als Vorsteher des Departements des Innern bei der Einweihung der neuen Gebäude der ETH Zürich Hönggerberg am 10. Mai 1974  © KEYSTONE/Photopress.<BR/>1974 wurde die erste Phase der Erweiterung der ETH Zürich abgeschlossen.<BR/>

Hürlimann

<b>Hürlimann</b><br>Werbeplakat von  Otto Baumberger,  kurz nach dem Ende des Ersten Weltkriegs (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><BR/>

Hus, Jan

<b>Jan Hus</b><br>Hinrichtung des böhmischen Reformators in Konstanz 1415, dargestellt vom Zeichner der "Spiezer Chronik" von  Diebold Schilling,   1485 (Burgerbibliothek Bern, Mss.h.h.I.16, S. 660).<BR/>Jan Hus, der vom Konstanzer Konzil als Ketzer verurteilt und auf der Burg Gottlieben (TG) gefangen gehalten worden war, wurde am 6. Juli 1415 vor den Toren der Stadt Konstanz bei lebendigem Leib verbrannt.<BR/>

Hutten, Ulrich von

<b>Ulrich von Hutten</b><br>Doppelseite aus der sogenannten Steckelberger Sammlung, erschienen bei Johann Schöffer in Mainz, 1519 (Zentralbibliothek Zürich, Abteilung Alte Drucke und Rara, KK 407a 12).<BR/>Das aus Huttens Nachlass stammende Exemplar ist mit dessen handschriftlichen Korrekturen für eine geplante Neuauflage versehen. Für die "Heluetij" setzte Hutten systematisch "Suiceri" ein, sein abfälliges Urteil über diese nahm er aber nicht zurück. Im hier abgebildeten Ausschnitt seines Briefs an König Franz I. von Frankreich änderte Hutten das "Rusticani homines et extreme rudes Heluetij" ("ungehobelt und äusserst tölpelhaft") fein säuberlich ab in: "Rusticani homines imprimis rudes Suiceri" ("ungehobelt und vor allem tölpelhaft", unten rechts).<BR/>

Huttwil

<b>Huttwil</b><br>Das Dorf nach dem Brand in der Nacht vom 8. auf den 9. Juni 1834. Anonyme Lithografie, veröffentlicht und vertrieben von C. Fischer und Co. in Bern zu Gunsten der Geschädigten (Schweizerische Nationalbibliothek, Graphische Sammlung).<BR/>Die Ansicht ist vom Einschlagsort des Blitzes aus gegen Norden aufgenommen. Die fünfzehn Scheunen, die im Vordergrund standen, sind vollkommen zerstört, von den sechzehn Reihenhäusern an der Südseite des Platzes steht nur noch eine Brandmauer. Von den Gasthäusern Zwei Mohren und Krone sowie von der Kirche und dem Pfarrhaus sind grössere Ruinen übrig geblieben. Der Brand war nicht zuletzt deshalb so verheerend, weil die Emme infolge einer Dürreperiode ausgetrocknet war.<BR/>

Hygiene

<b>Hygiene</b><br>Plakat von  Alex Billeter,  1953 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Die Schweizerische Lungenliga, vormals Schweizerische Vereinigung gegen Tuberkulose und Lungenkrankheiten, lancierte wiederholt Kampagnen, um die Bevölkerung zu mehr Hygiene aufzurufen: Mit Sauberkeit, reiner Luft und Sonnenbestrahlung sollten Infektionskrankheiten überwunden werden.<BR/>

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