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06/2018
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Gabrieli, Gabriele de

<b>Gabriele de Gabrieli</b><br>Allegorisches Porträt. Schabkunstblatt um 1740, gestochen von Johann Jakob Haid nach einer Zeichnung von  Johann Georg Bergmüller,   das Bildnis nach einem Gemälde von J. Winter (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>Das Ovalbildnis steht auf einer Rokoko-Kartusche mit einer Lobesinschrift auf den Architekten. Es ist umrahmt von Messinstrumenten und Architekturelementen. Rechts präsentiert ein Putto die Architekturzeichnung einer Variante des Prinzenschlösschens in der Stadt Ansbach, eines im Schaffen Gabrielis programmatischen Bauwerks, das ihm hohe Anerkennung einbrachte.<BR/>

Gachnang, von

<b>Von Gachnang</b><br>Das Schloss Kefikon in einer Radierung von  David Herrliberger,   1741 (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>Die Burg Kefikon war, nachdem das Geschlecht von Kefikon sie aufgegeben hatte, von 1346 bis Ende des 14. Jahrhunderts im Besitz der Familie von Gachnang. Zum Schloss wurde die Burg erst ab dem 16. Jahrhundert umgebaut.<BR/>

Gadient, Andreas

<b>Andreas Gadient</b><br>Der Vorsteher des Finanz- und Militärdepartements (im hellen gestreiften Anzug), anlässlich der Abschiedsvisite von General Guisan bei der Bündner Regierung am 15. August 1945 (Ringier Bildarchiv, Depot Entfelden: Personen) © Staatsarchiv Aargau / Ringier Bildarchiv.<BR/>

Gadmen

<b>Gadmen</b><br>Pfarrhaus und Kirche auf dem Bühl, um 1823. Kolorierte Aquatinta von  Samuel Weibel (Schweizerische Nationalbibliothek, Sammlung Gugelmann).<BR/>Die Pfarrhäuser galten auf der Berner Landschaft als eigentliche Zentren der Verwaltung. Der Pfarrer als Vertreter des Staates notierte hier die Geburten, Todesfälle und Eheschliessungen. Hier nächtigten auch die ersten ausländischen Touristen und Künstler, die im Oberland und in den Berner Alpen malerische Sujets zu entdecken hofften.<BR/>

Gady, Nicolas de

<b>Nicolas de Gady</b><br>Während der Restauration als Generaloberst der Schweizer Regimenter in französischen Diensten. Ölgemälde von  Johann Friedrich Dietler,   vor 1830  © Museum für Kunst und Geschichte Freiburg.<BR/>

Gagliardi, Ernst

<b>Ernst Gagliardi</b><br>Fotografie, um 1910 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Gais

<b>Gais</b><br>Werbeplakat für die St. Gallen–Gais–Appenzell-Bahn, 1937 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Galeer, Albert

<b>Albert Galeer</b><br>Lithografie eines unbekannten Künstlers, um 1850 (Bibliothèque de Genève, Archives A. & G. Zimmermann).<BR/>

Gallati, Kaspar

<b>Kaspar Gallati</b><br>Porträt als Oberst des Schweizer Garderegiments. Öl auf Leinwand, um 1660 (Schweizerisches Nationalmuseum, Haus Zum Langen Stadelhof, Zürich).<BR/>Das Gemälde gehört zu einer Sammlung von 54 Porträts von französischen Königen, Adligen und Militärpersonen, mit denen der Herrensitz des Zürcher Obersten Heinrich Lochmann in Stadelhofen ausgestattet war. Heute befindet sich eine Rekonstruktion dieses Hauses im Schweizerischen Landesmuseum in Zürich.<BR/>

Gallatin, Albert de

<b>Albert de Gallatin</b><br>Kolorierter Stahlstich, nach einem um 1830 gemalten Porträt von  Alonzo Chappel (Bibliothèque de Genève, Archives A. & G. Zimmermann).<BR/>

Galli, Antonio

<b>Antonio Galli</b><br>Umschlag der <I>Notizie sul Cantone Ticino</I> von 1937 (Archivio di Stato del Cantone Ticino).<BR/>

Galli, Brenno

<b>Brenno Galli</b><br>Als Präsident des Bankrats der Nationalbank. Fotografie, 1959 (Ringier Bildarchiv, RBA1-4-12269) © Staatsarchiv Aargau / Ringier Bildarchiv.<BR/>

Galli-Valerio, Bruno

<b>Bruno Galli-Valerio</b><br>Der Professor für Mikrobiologie in seinem Labor in Lausanne. Fotografiert von  Charles Messaz & Edouard Garraud,  1928 (Musée historique de Lausanne).<BR/>

Gampelen

<b>Gampelen</b><br>Die Dorfgrenzen im Ausschnitt des Generalplans von Gampelen, 1786 (Staatsarchiv Bern, AA IV Erlach 24) © Foto Frutig, Bern.<BR/>Eine detaillierte historische Beschreibung dieses Plans von Andreas Moser findet sich im Sammelband "Gesamtmelioration Ins-Gampelen-Gals 1970–1985", Bern, 1985, S. 14.<BR/>

Gandria

<b>Gandria</b><br>Ansicht des Dorfes von Süden, um 1920 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Begrenzt vom Luganersee und vom steilen Abhang des Monte Brè entging Gandria im 20. Jahrhundert der Verstädterung innerhalb der Agglomeration des benachbarten Lugano.<BR/>

Gangyner, Georg Anton

<b>Georg Anton Gangyner</b><br>Porträt des zehnjährigen Johann Baptist Gaudy, Öl auf Leinwand, 1841 (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>

Gantenbein, Werner

<b>Werner Gantenbein</b><br>Schweizer Pavillon an der Weltausstellung in Brüssel, 1958 (Schweizerische Nationalbibliothek, Sammlung Photopress).<BR/>

Ganzoni, Robert

<b>Robert Ganzoni</b><br>Kopf der zweimal wöchentlich erscheinenden Zeitung "Fögl d'Engiadina", die Ganzoni 1937–45 redigierte  (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Gärten

<b>Gärten</b><br>Die Landgüter Zum Wonneberg und Zum Brunnenhof der Familien Escher und Werdmüller in Zürich-Riesbach. Lavierte Federzeichnung, um 1750 (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>Zu den stattlichen Landsitzen, die Mitte des 17. Jahrhunderts anstelle von bäuerlichen Anwesen errichtet worden waren, gehörten Obstbäume, Weinberge, kunstvoll angelegte Zier- und schlichtere Nutzgärten mit symmetrischen Beeten.<BR/>

Gartenbau

<b>Gartenbau</b><br>Geranienanzucht im Gewächshaus eines Gartencenters in Langnau am Albis, April 2004  © KEYSTONE / Gaëtan Bally.<BR/>In der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts ist der Gartenbau, zuvor entweder Versorgungs- oder aber Luxuskultur, zu einer beliebten Freizeitbeschäftigung geworden. Den Massenbedarf an Beet- und Topfpflanzen decken verkehrsgünstig gelegene Grossgärtnereien und Gartencenter.<BR/><b>Gartenbau</b><br>Erntearbeiterinnen schneiden Kohl auf einem Feld bei Galmiz am Rande vom Grossen Moos, Dezember 2004  © KEYSTONE / Lukas Lehmann.<BR/>Die weite Ebene zwischen Neuenburger- und Murtensee, ein ehemaliges Torfmoor auf lehmigem Untergrund, wurde durch Meliorations- und Drainagearbeiten zu einem der fruchtbarsten Anbaugebiete der Schweiz für Gemüse, Zuckerrüben, Kartoffeln und Getreide.<BR/>

Gasetta Romontscha

<b>Gasetta Romontscha</b><br>Kopf der rätoromanischen Wochenzeitung zwischen 1857 und 1866 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Gaster

<b>Gaster</b><br>Denkmalprojekt für Hans Conrad Escher von der Linth. Kupferstich von  C. Schulthess und Johann Martin Esslinger,   um 1828 (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>Zu Füssen der Sitzfigur der Linthkanal, der ab 1807 unter Eschers Leitung gebaut wurde, im Hintergrund die Ebene des Gasterlandes, durch die sich der trockengelegte alte Flusslauf windet.<BR/>

Gastgewerbe

<b>Gastgewerbe</b><br>Plakat für das Basler Hotel Victoria National von 1930, entworfen von   Niklaus Stoecklin (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Die Luxushotellerie beauftragte nicht selten die namhaftesten zeitgenössischen Grafiker mit der Werbung für ihre Häuser.<BR/>

Gasthäuser

<b>Gasthäuser</b><br>Das Janusgesicht des Wirts. Aquarell von  Hieronymus Hess,   1830 (Kunstmuseum Basel, Kupferstichkabinett, Fotografie Martin Bühler). <BR/>Die Karikatur von Hess prangert das Verhalten bestimmter Wirte an, die den gutbetuchten Bürger hofieren und den einfachen Reisenden hochnäsig behandeln.<BR/><b>Gasthäuser</b><br>Gaststube, um 1920 (Schweizerische Nationalbibliothek, Eidgenössisches Archiv für Denkmalpflege, Sammlung Nicole).<BR/>Kleine traditionelle Gaststube, vermutlich ein Bahnhofbuffet.<BR/><b>Gasthäuser</b><br>Arbeiterrestaurant auf dem Firmengelände der Brown Boveri & Cie. in Baden, um 1910 (Schweizerisches Sozialarchiv, F Fc-0004-48).<BR/>Das 1904 vom Architekten Ferdinand Kuhn im Chaletstil erbaute Gebäude umfasste auch eine Kantine, in der täglich rund 1'500 Beschäftigte verpflegt wurden. 1953 wurde das Haus abgebrochen.<BR/>

Gatschet, Albert Samuel

<b>Albert Samuel Gatschet</b><br>Ideografische Felsinschrift der Pueblo-Indianer aus dem Südosten der Moqui-Mesas in Arizona, 1873. Tafel aus dem Werk "Zwölf Sprachen aus dem Südwesten Nordamerikas" des Berner Ethnolinguisten (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Gatschet interpretiert diese Figuren als Kriegszug oder als Jagdexpedition, deren Teilnehmer durch ihre Totems dargestellt werden.<BR/>

Gauchat, Pierre

<b>Pierre Gauchat</b><br>Plakat für die Bundesfeier 1937 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Gaudard, Jules

<b>Jules Gaudard</b><br>Perspektivische Ansicht, Grundriss und Schnitte der Luzerner Seebrücke, die das Ingenieurbüro  Gaudard & Cuénod  aus Lausanne 1869–1870 erbaute. Stich von  E. Pérot,   abgebildet in den "Annales des Ponts et Chaussées", Paris 1873 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Die technische Schwierigkeit beim Bau der 145 m langen und dicht über der Wasseroberfläche liegenden Brücke bestand in der geringen zur Verfügung stehenden statischen Höhe. Mit sechs Brückenpfeilern gelang es den Ingenieuren, die Dicke der Fahrbahn auf nur einen Meter zu reduzieren.<BR/>

Gaussen, Louis

<b>Louis Gaussen</b><br>Aufnahme des Genfer Malers und Fotografen  François Vuagnat,  um 1850 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Gautier, Emile

<b>Emile Gautier</b><br>Postumes Reiterbildnis des Obersten und Astronomen vor seiner Villa in Cologny, 1892. Kaltnadelradierung von  Evert van Muyden (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Gazette de Lausanne

<b>Gazette de Lausanne</b><br>"Die grosse Westschweizer Tageszeitung", Plakat von 1943, signiert  Richmond (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Gebühren

<b>Gebühren</b><br>Die erste Autobahn-Vignette, realisiert vom Grafiker  Roland Hirter  © KEYSTONE.<BR/>In der Abstimmung vom 26.2.1984 stimmte das Volk der Einführung einer Gebühr für die Benutzung der Nationalstrassen mit 53% Jastimmen zu. Damals kostete die ein Jahr lang gültige Vignette 30 Franken, ab 1995 betrug ihr Preis 40 Franken. Nur mit Vignette versehene Fahrzeuge und Anhänger sind auf dem Schweizer Autobahnnetz zugelassen.<BR/>

Geburt

<b>Geburt</b><br>lllustration aus einer um 1480 entstandenen Abschrift des Werks "Regimen sanitatis" des  Heinrich Laufenberg (Zentralbibliothek Zürich, Ms. C 102b, Fol. 108r).<BR/>Eine gestikulierende Frau in den Wehen wird von einer Helferin gestützt. Die kolorierte Federzeichnung stammt aus dem sechsten Kapitel des Gesundheitsbuchs, das Ratschläge zu Schwangerschaft, Geburt, Säuglingspflege und Kindererziehung gibt.<BR/><b>Geburt</b><br>lllustration aus einer um 1480 entstandenen Abschrift des Werks "Regimen sanitatis" des  Heinrich Laufenberg (Zentralbibliothek Zürich, Ms. C 102b, Fol. 111v).<BR/>Mutter und Amme halten das gewickelte Neugeborene. Die kolorierte Federzeichnung stammt aus dem sechsten Kapitel des Gesundheitsbuchs, das Ratschläge zu Schwangerschaft, Geburt, Säuglingspflege und Kindererziehung gibt.<BR/>

Geburtenregelung

<b>Geburtenregelung</b><br>Die Broschüre der Ärztin Paulette Brupbacher, die 1936 in Zürich erschien, ist eine der vielen Veröffentlichungen auf dem Weg zur modernen Empfängnisverhütung (Schweizerisches Sozialarchiv).<BR/>

Gedenkfeiern

<b>Gedenkfeiern</b><br>Plakat für die Feier zum Eintritt des Kantons Schaffhausen in den Bund vor 400 Jahren, gestaltet 1901 von  Jean Affeltranger (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><b>Gedenkfeiern</b><br>Plakat für die Feier zum Eintritt des Kantons Tessin in den Bund vor 100 Jahren, 1903 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><b>Gedenkfeiern</b><br>Plakat zum hundertjährigen Bestehen von Republik und Kanton Neuenburg 1948, gestaltet von  P. A. Junod (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><b>Gedenkfeiern</b><br>Plakat zur 700-Jahr-Feier der Eidgenossenschaft, gestaltet von  Jean Tinguely (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Gefängnisse

<b>Gefängnisse</b><br>Die 1870 eröffnete Kantonale Strafanstalt auf dem Hügel Saarberg in Neuenburg, aus der Vogelperspektive, nach Plänen von  Samuel Vaucher (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Der Plan übernimmt das panoptische System Jeremy Benthams, dessen Werke von Etienne Dumont zu Beginn des 19. Jahrhunderts übersetzt und in Genf publiziert wurden. Das Gebäude wurde auf Betreiben der ansässigen Unternehmer, die sich vom wirtschaftlichen Erfolg der Gefängniswerkstätten konkurrenziert sahen, schon 1909 zweckentfremdet. Die Insassen wurden dank interkantonaler Übereinkommen in Lausanne und Bern untergebracht.<BR/>

Geflügel

<b>Geflügel</b><br>Illustration des Hahns in  Konrad Gessners   "Vogelbuch", das 1557 bei Christoph Froschauer in Zürich publiziert wurde (Universitätsbibliothek Basel).<BR/>

Geheeb, Paul

<b>Paul Geheeb</b><br>An seinem 90. Geburtstag in Goldern, Gemeinde Hasliberg  © KEYSTONE/Photopress.<BR/>

Gehret, Jean

<b>Jean Gehret</b><br>Plakat für den Film "Le café du cadran", 1947,  Atelier J. Fourastié (Sammlung Cinémathèque suisse, alle Rechte vorbehalten).<BR/>

Geiger, Ernst

<b>Ernst Geiger</b><br>Werbeplakat für die Standseilbahn Ligerz-Tessenberg, 1930 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Ansicht von oben auf die Kirche von Ligerz und die St. Petersinsel mit dem Panorama der Berner Alpen im Hintergrund.<BR/>

Geiger, Hermann

<b>Hermann Geiger</b><br>Mit Willy Spühler (rechts), Vorsteher des Verkehrs- und Energiewirtschaftsdepartements, auf dem Flugplatz von Sitten, um 1964. Foto von  Roland Schlaefli (Schweizerisches Nationalmuseum, Actualités suisses Lausanne).<BR/>

Geigy, Karl

<b>Karl Geigy</b><br>Nach einem Gemälde gefertigter Kupferstich von  Friedrich Weber,  1861 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Geiler von Kaysersberg, Johannes

<b>Johannes Geiler von Kaysersberg</b><br>Der Prediger als älterer Mann. Holzschnitt eines unbekannten Künstlers, 16. Jahrhundert (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Das Bildnis ist eine der zahlreichen Kopien des vom Strassburger Künstler Hans Wechtlin gefertigten Holzschnitts, der 1522 auf dem Titelblatt der "Postille" Geiler von Kaysersbergs erstmals erschien und in der Folge zum populärsten Bild des Theologen wurde.<BR/>

Geistige Landesverteidigung

<b>Geistige Landesverteidigung</b><br>Karikatur aus der "Schweizer Radiozeitung", 1939, Nr. 31 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Vertreter der Volksmusik, der Klassik und des Jazz prügeln sich im Namen der Geistigen Landesverteidigung. Die Karikatur weist darauf hin, dass sich unterschiedliche kulturelle und politische Gruppen auf die Geistige Landesverteidigung beriefen.<BR/><b>Geistige Landesverteidigung</b><br>Plakat für den Film "Füsilier Wipf", der 1938 von  Hermann Haller und Leopold Lindtberg  gedreht und von der Praesens Film AG produziert wurde (Sammlung Cinémathèque suisse, alle Rechte vorbehalten).<BR/>Der Film enthält einen ganzen Katalog von Ideen zur Geistigen Landesverteidigung. Er handelt von den Erlebnissen eines Schweizer Soldaten, der während des Ersten Weltkriegs an den besetzten Grenzen im Einsatz steht, und unterstreicht die Eigenschaften des robusten, disziplinierten und bäuerlichen Eidgenossen, der sein Land verteidigt. Der Film war ein grosser Erfolg: Allein in der Deutschschweiz sahen ihn sich von September bis November 1938 1'200'000 Zuschauer an. Ab Februar 1939 wurde er auch in der Westschweiz und im Tessin gezeigt.<BR/>

Geistiges Eigentum

<b>Geistiges Eigentum</b><br>Doppelseite aus dem Register des Eidgenössischen Amts für Fabrik- und Handels-Marken für die Jahre 1880–1881, aus <I>Schweizerische Fabrik- und Handels-Marken</I>, Bern 1882, S. 18-19 (Universitätsbibliothek Bern).<BR/>Das Eidgenössische Amt für Fabrik- und Handels-Marken war zuerst dem Handels- und Landwirtschaftsdepartement angeschlossen. 1888 wurde es in das Eidgenössische Amt für Geistiges Eigentum (Patentamt) umgewandelt und dem Politischen Departement, 1896 dem Justiz- und Polizeidepartement zugeteilt. Seit 1996 trägt es den Namen Eidgenössisches Institut für Geistiges Eigentum und ist eine selbstständige öffentlich-rechtliche Anstalt.<BR/>

Geistliche Spiele

<b>Geistliche Spiele</b><br>Plakat von   Otto Baumberger  für das "Grosse Welttheater" Calderóns in Einsiedeln,  1937 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><b>Geistliche Spiele</b><br>Plan des Weinmarkts in Luzern mit der Theaterausstattung, die für den ersten Tag der Osterspiele 1583 vorgesehen war. Zeichnung von   Renward Cysat (Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern, Sondersammlung).<BR/>Im Osten, oben auf dem Bühnenplan, ist die Fassade des Hauses Zur Sonne zu erkennen, in dem das Vierwaldstätterkapitel tagte. Dieses Gebäude stellt als Kulisse der Spiele den Himmel und das Paradies dar. Schräg gegenüber in der nordwestlichen Ecke des Platzes hat der Teufel seinen Sitz. An den Rändern sind einige weitere symbolische Örtlichkeiten untergebracht (der Tempel, das Gericht), zwischen denen sich die Zuschauer frei bewegen können. Der Bach, der mitten durch den Platz fliesst, stellt den Jordan dar.<BR/>

Geld

<b>Geld</b><br>Darstellung der Arbeitsschritte bei der Münzprägung. Titelseite des Buchs von  Hugues Darier,  Münzprüfer in Genf, veröffentlicht 1807 (Bibliothèque de Genève, Archives A. & G. Zimmermann).<BR/>Das mit Stichen von Pierre Escuyer illustrierte Werk von Darier zeigt die verschiedenen Gold- und Silbermünzen, die zu Beginn des 19. Jahrhunderts im Handel zirkulierten.<BR/>

Geldwechsel

<b>Geldwechsel</b><br>Wechslerwaage aus Genf, hergestellt um 1700 von  Jacques Blanc (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Hauptsächlich Münzwechsler und Kaufleute benützten solche Waagen zu Kontrollzwecken. Die verschiedenen Gewichte im kleinen Holzkasten entsprachen denjenigen der wichtigsten international zirkulierenden Münzen.<BR/>

Gélieu, Isabelle de

<b>Isabelle de Gélieu</b><br>Porträt eines unbekannten Künstlers, Öl auf Leinwand, um 1815 (Privatsammlung) © Foto Bibliothèque publique et universitaire de Neuchâtel.<BR/>

Gelterkinden

<b>Gelterkinden</b><br>Ansicht des Dorfes mit Umgebung, um 1750. Radierung von   Johann Rudolf Holzhalb  nach einer Zeichnung von   Emanuel Büchel (Museum für Kommunikation, Bern).<BR/>Das Bild illustriert Daniel Bruckners Werk "Versuch einer Beschreibung historischer und natürlicher Merkwürdigkeiten der Landschaft Basel", erschienen 1749–1771.<BR/>

Gemeinde

<b>Gemeinde</b><br>In der Peterskapelle von Luzern, die auch für politische Versammlungen benützt wurde, halten die Luzerner Bürger 1508 eine Gemeinde. Illustration aus der "Luzerner Chronik" (1513) von  Diebold Schilling (Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern, Sondersammlung, Eigentum Korporation Luzern).<BR/><b>Gemeinde</b><br>Die Wappenpyramide der Schweizer Gemeinden an der Landesausstellung von 1964 in Lausanne. Foto von  Robert Schnell (Musée historique de Lausanne).<BR/>Die Lausanner Pyramide erinnert an den Fahnenwald an der Landi 1939 in Zürich.<BR/>

Gemeindebehörden

<b>Gemeindebehörden</b><br>Eine Sitzung der Zürcher Rechenherren im Rathaus, 17. Jahrhundert. Stich eines unbekannten Künstlers (Zentralbibliothek Zürich).<BR/>"Sic ditatur Ærarium" – So wird der Staatsschatz angehäuft, lautet die Überschrift dieses Bildes. Links erkennt man den Rechenschreiber, am Tisch die Rechenherren und im Hintergrund die Amtsperson, deren Rechnung abgenommen wird.<BR/>

Gemeinderschaft

<b>Gemeinderschaft</b><br>Seite mit einem Gemeinderschaftsvertrag aus einem Zürcher Gemächtbuch, 15. Jahrhundert (Staatsarchiv Zürich, B VI 306, fol. 50v).<BR/>In den Zürcher Gemächtbüchern finden sich für das 15. Jahrhundert Dutzende Gemeinderschaftsverträge, meist zwischen Eheleuten. Auf den 2. Februar 1444 beurkundete der Rat die Gemeinderschaft zwischen dem Bürger Hans Wägenly und dessen Frau Elsy. Die Urkundenabschrift betitelte der Schreiber mit "gemeinschaften".<BR/>

Gemeindezusammenschluss

<b>Gemeindezusammenschluss</b><br>Flugschrift, 36 Seiten, herausgegeben vom Aktionskomitee für die Eingemeindung, Zürich 1929 (Schweizerisches Sozialarchiv).<BR/>

Gemmipass

<b>Gemmipass</b><br>Ansicht des südlichen Aufstiegs des Gemmipasses, Aquarell von  Samuel Bodmer,  1701 (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>Dieses Vertikalpanorama zeigt den Weg von Leukerbad auf den Gemmipass. Samuel Bodmer fertigte es im Auftrag Johann Jakob Scheuchzers an, der 1707 in seiner Wochenschrift "Beschreibung der Natur-Geschichten des Schweizerlands" eine Reproduktion dieser Ansicht publizierte, radiert von Johann Melchior Füssli.<BR/>

Gemperlin, Abraham

<b>Abraham Gemperlin</b><br>"Abschrifft eines Japponischen Brieffs sampt dess Lands eignen vund seltzamen Buchstaben". Seite aus dem "Warhafftigen Bericht von den Newerfundnen Japponischen Inseln vnd Königreichen..." von Renward Cysat, 1586 vom Freiburger Drucker publiziert (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Genealogie

<b>Genealogie</b><br>Stammbaum der Familie Sinner, Aquarell um 1795 (Bernisches Historisches Museum).<BR/>Der Baum zeigt die vierzehn Generationen männlicher Nachkommenschaft des 1325 geborenen Rudolf Sinner bis 1795. Das Hochformat eignete sich gut für eine Familie, die sich nicht in zu viele Nebenlinien verzweigte. Die meisten patrizischen Familien der Schweiz strebten dies an, um das Familienvermögen nicht zu verzetteln.<BR/>

General Motors (GM)

<b>General Motors (GM)</b><br>Plakat des Grafikers  Alex Walter Diggelmann   für die Wanderausstellung der neuen Modelle von General Motors Suisse SA Biel. Chromolithografie, 1938 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Generalstab

<b>Generalstab</b><br>General Henri Guisan (rechts) und der Generalstab bei Manövern in Graubünden, zwischen 1940 und 1944 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Links steht Bundesrat Karl Kobelt, der 1940 bis 1954 Vorsteher des Eidgenössischen Militärdepartements war.<BR/>

Genf (Gemeinde)

<b>Genf (Gemeinde)</b><br>Frontispiz der Freiheiten von 1387, in einer 1507 von Jean Belot gedruckten Ausgabe (Bibliothèque de Genève).<BR/>Die Freiheiten, die Bischof Adhémar Fabri den Bürgern Genfs und ihren Syndics gewährte, waren auf Lateinisch abgefasst. 1455 übersetzte Michel Montyon den Text ins Französische. Die Herkunft des Genfer Wappens zeigt sich in der Kombination von Reichswappen (Adler mit zwei Köpfen) und Bistumswappen (zwei gekreuzte Schlüssel). Der Bischof war Stadtherr und Reichsfürst.<BR/><b>Genf (Gemeinde)</b><br>Rues Basses, der Durchgang Four de la Marjolaine fotografiert gegen Ende des 19. Jahrhunderts (Bibliothèque de Genève).<BR/>Mit den Messen entwickelte sich ab Mitte des 13. Jahrhunderts auf der linken Seeseite ein spezialisiertes, dicht bebautes Quartier. Um die Berührungszonen zwischen öffentlichem und privatem Raum zu vermehren und damit das Entstehen von Läden zu fördern, wurden die Hauptstrassen und die Plätze durch ein enges Netz von Passagen und Durchgängen ergänzt, die das Innere der Häuserblocks erschlossen.<BR/><b>Genf (Gemeinde)</b><br>Der Port de la Fusterie, um 1800. Aquarell von  Léonard Revilliod (Bibliothèque de Genève, Archives A. & G. Zimmermann).<BR/>Der Verkehr zu Wasser spielte in Genf vom Mittelalter an eine zentrale Rolle. Auf dem See zirkulierende Ruder- und Segelschiffe gewährleisteten die Versorgung der Stadt. Lebensmittel (in Fässern), Baumaterialien (Steine aus Meillerie) sowie Brennstoffe wurden auf Schiffen befördert, bis Ende des 19. Jahrhunderts das Eisenbahnnetz und die Strassen die Wasserwege ersetzten.<BR/><b>Genf (Gemeinde)</b><br>Ansicht der Treille von Plainpalais aus, um 1800. Aquarellierte Radierung von   Johannes Pfenninger (Bibliothèque de Genève, Archives A. & G. Zimmermann).<BR/>Die Privathäuser der Rue des Granges in der Oberstadt wurden in der 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts gebaut. Sie beherrschen die Ebene von Plainpalais und zeigen die Finanzkraft der Stadt nach dem Zustrom des hugenottischen Kapitals. 1690 gehörten 20 der 32 reichsten Familien zu den Glaubensflüchtlingen.<BR/><b>Genf (Gemeinde)</b><br>Sicht aus der Vogelperspektive, um 1860. Chromolithografie von   Alfred Guesdon (Bibliothèque de Genève, Archives A. & G. Zimmermann).<BR/>Nach dem Abbruch der Stadtbefestigung entwickelten sich am rechten Ufer der Rhone neue Quartiere, hauptsächlich dasjenige um den Bahnhof Cornavin (im Vordergrund), der am 16. März 1858 eingeweiht wurde. Ganz in seiner Nähe befindet sich die 1859 fertiggestellte katholische Kirche Notre-Dame. Am linken Rhoneufer sind Teile der Altstadt rund um die Kathedrale Saint-Pierre zu erkennen. Rechts im Bild ist die noch unberührte Ebene von Plainpalais ersichtlich. Im Hintergrund dominiert der Salève die Genfer Landschaft.<BR/><b>Genf (Gemeinde)</b><br>Innenansicht des Musée Rath, um 1875. Öl auf Leinwand von  Jeanne-Françoise André-Viollier (Musée d'art et d'histoire Genève, Don de Tony André, no inv. 1949-0016).<BR/>Ausgestattet mit den damals aktuellen Ausstellungseinrichtungen präsentierte das erste öffentliche Kunstmuseum der Schweiz die Sammlungen der Société des arts und der Zeichnungsschule. In der Bildmitte erkennt man das bekannte Gemälde "Der wunderbare Fischzug" von Konrad Witz. Dank dem Legat Simon Raths, General in Napoleons Armee, erbaute der Architekt Samuel Vaucher das Museum 1824–1827 auf der Place Neuve in einem neuen Quartier, das von Ingenieur Guillaume-Henri Dufour gefördert wurde. 1851 ging das Musée Rath mitsamt seinen Sammlungen in den Besitz der Stadt über.<BR/><b>Genf (Gemeinde)</b><br>Hauptsitz der Télévision suisse romande  © 2004 KEYSTONE / Laurent Gilliéron.<BR/>Am Boulevard Carl-Vogt, neben dem 1938 für das Radio errichteten Gebäude, wurden in den 1950er Jahren die ersten Studios des Westschweizer Fernsehens gebaut. In unmittelbarer Nähe (Quai Ernest-Ansermet 20), am Ufer der Arve, befindet sich als Erweiterung der bereits bestehenden Einrichtungen der neue Sitz des Fernsehens. Er wurde von Architekt Arthur Bugna ab 1963 etappenweise errichtet, der Turm wurde 1972 eingeweiht.<BR/>

Genf (Kanton)

<b>Genf (Kanton)</b><br>Abmarsch der Zürcher Truppen, die 1586 zur Verteidigung Genfs entsandt wurden. Aquarellierte Federzeichnung aus der 24-bändigen Handschriftensammlung des Chorherrn  Johann Jakob Wick (Zentralbibliothek Zürich, Handschriftenabteilung, Wickiana, Ms. F 34, Fol. 239r).<BR/>Nach dem unbefristeten Bündnis von 1584 zwischen der Republik und den reformierten Orten Bern und Zürich zogen Zürcher Truppen nach Genf, um die Blockade zu durchbrechen, die der Herzog von Savoyen um die Stadt gelegt hatte.<BR/><b>Genf (Kanton)</b><br>Die Escalade (1602). Aquarellierte Federzeichnung eines unbekannten Künstlers, 17. Jahrhundert (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>Als Vorlage für das Aquarell diente der 1603 – also kurz nach der Escalade – erschienene Stich "Delineatio Genevae" von Michel Bénard. Drei Phasen der Escalade sind zu erkennen: Die Savoyarden erklimmen die Mauern der Corraterie, die Genfer schlagen die Feinde zurück, die sich ihrerseits auf der Flucht von der Befestigungsmauer stürzen.<BR/><b>Genf (Kanton)</b><br>Blick vom Landhaus Beau-Séjour auf die Stadt Genf und ihre Landschaft, Ende 18. Jahrhundert. Aquarell von  Christian Gottlieb Geissler (Bibliothèque de Genève, Archives A. & G. Zimmermann).<BR/>Beau-Séjour, das sich oberhalb von Plainpalais befindet, wurde um 1780 für die Familie Pictet erbaut. Im Vordergrund promeniert die feine Gesellschaft und widmet sich dem Spiel. Rund um die Stadt sind Reben angelegt und Kornfelder, auf denen Bauern arbeiten. Im Hintergrund erkennt man die Jurakette. Ganz links im Bild hat der Maler die Camera obscura dargestellt, die er zur Anfertigung seines Panoramas benutzte.<BR/><b>Genf (Kanton)</b><br>Rekonstruktion eines Bürgerhauses aus dem 18. Jahrhundert. Öl auf Leinwand von  Christophe François von Ziegler,   1879. Foto von Maurice Aeschimann (Musée d'art et d'histoire Genève, no inv. HM 0026).<BR/>Der Maler nimmt in seiner Ansicht von 1780, die einen Schnitt durch ein Haus zeigt, die Atmosphäre einer Genfer Uhrmacherwerkstätte auf. Die Werkstätte neben dem Wohnzimmer, auch Loge genannt, befand sich in einem vorspringenden Gebäudeteil über der Strasse.<BR/><b>Genf (Kanton)</b><br>Die Place Saint-Gervais und die Rue de Coutance am rechten Rhoneufer, Ende 18. Jahrhundert. Aquarell von  Christian Gottlieb Geissler (Bibliothèque de Genève, Archives A. & G. Zimmermann).<BR/>Händler von der Landschaft verkaufen Holz, Taglöhner suchen Arbeit. Entlang der Strasse reihen sich Fassaden mit ihren grossen, von Holzpfeilern gestützten Vordächern. Sie schützten den Durchgang vor den kleinen Verkaufsgeschäften und Krambuden. Jean-Jacques Rousseau verbrachte die ersten Jahre seines Leben in der Rue de Coutance.<BR/><b>Genf (Kanton)</b><br>Calvin während einer Vorlesung im Auditorium. Federzeichnung von  Jacques Bourgoin,  um 1560 (Bibliothèque de Genève; Fotografie François Martin).<BR/>Jacques Bourgoin aus Nevers besuchte die Vorlesungen an der Genfer Akademie. Diese von ihm angefertigte Skizze findet sich mit anderen am Schluss des 1511 in Paris erschienenen Buches "Compendium Roberti Gaguini super francorum gestis". Bourgoin hat dieses Werk nicht nur zu Studienzwecken benutzt, sondern auch, um seine Lehrer darin zu verewigen.<BR/><b>Genf (Kanton)</b><br>Der Künstler  Jean Huber  porträtiert Voltaire. Selbstbildnis in Pastell, um 1773  (Musée historique de Lausanne).<BR/>Der Genfer Maler Jean Huber, der den Übernamen "Huber-Voltaire" trug, hat seinen berühmten Nachbarn immer wieder porträtiert (Gemälde, Stiche und Schattenbilder). Voltaire kam 1754 im Alter von sechzig Jahren nach Genf. Er blieb zwanzig Jahre in der Genfer Landschaft, zuerst in Les Délices und im Schloss von Tournay, später in Ferney im Pays de Gex. In Genf verfasste und veröffentlichte er seine Romane und seine zahlreichen Pamphlete gegen jeglichen religiösen Fanatismus. Schriftsteller und Gelehrte aus ganz Europa suchten ihn dort auf.<BR/><b>Genf (Kanton)</b><br>"Le Café du Théâtre". Kolorierte Federzeichnung von  Wolfgang-Adam Töpffer,  1798. Foto von Yves Siza  (Cabinet d'arts graphiques des Musées d'art et d'histoire Genève, no inv. 1922-0003).<BR/>Der Künstler karikiert die bei den Genfer Revolutionären herrschende Unordnung. Die Sympathisanten der Französischen Revolution trafen sich hauptsächlich in den Klubs und Cafés. Während der sechs Jahre dauernden Revolutionsherrschaft (1792–1798) versammelten sich die Mitglieder des Grand Club fraternel im Foyer des Genfer Theaters.<BR/><b>Genf (Kanton)</b><br>Entwurf für das Werk "République de Genève". Öl auf Holz von  Jean-Pierre Saint-Ours (Musée d'art et d'histoire Genève, no inv. 1985-0240).<BR/>Die Allegorie, ein Auftragswerk der Genfer Regierung aus dem Jahr 1794, verwendet die 1792 vom französischen Konvent beschlossenen Symbole der Republik. Die grossflächige definitive Fassung (3,85 auf 1,51 m) wurde im Chor der Kathedrale Saint-Pierre angebracht. Nach der Annexion Genfs durch Frankreich 1798 wurde sie aus dem Gotteshaus entfernt.<BR/><b>Genf (Kanton)</b><br>Die Regierungstruppen ziehen sich bei der Place Bel-Air am 7. Oktober 1846 zurück. Lithografie eines unbekannten Künstlers (Bibliothèque de Genève).<BR/>Die Aufständischen der Arbeiterhochburg Saint-Gervais drängen die regulären Truppen zurück. Sie erreichen, dass der Staatsrat demissioniert und James Fazy mit den Radikalen an die Macht kommt.<BR/><b>Genf (Kanton)</b><br>Die Ankunft der Schweizer im Port Noir von Cologny, 1. Juni 1814. Kolorierter Stich von   Jean DuBois (Bibliothèque de Genève).<BR/>Die Genfer Delegierten, die von der Tagsatzung die Zusage erhalten hatten, dass Genf als Kanton in die Eidgenossenschaft aufgenommen würde, baten die Schweizer Kantone, Genf zu besetzen, bis dass die europäischen Mächte diesen Schritt guthiessen. Truppen von Solothurn und Freiburg landeten darauf am 1. Juni 1814 im Hafen von Cologny.<BR/><b>Genf (Kanton)</b><br>Flüchtlinge beim Appell im Lager Varembé, September 1942. Fotografie von  Willy Roetheli (Ringier Bildarchiv, RBA1-1-75) © Staatsarchiv Aargau / Ringier Bildarchiv.<BR/>Das Stadion von Varembé in Le Petit-Saconnex diente ab August 1942 als temporäres Auffanglager für jüdische Flüchtlinge, die den Razzien in den besetzten Gebieten entkommen konnten. Im September 1943 wurden provisorisch italienische Soldaten aufgenommen, die nach dem Waffenstillstand Italiens von den Deutschen verfolgt worden waren. Danach lebten bis Kriegsende erneut zivile Flüchtlinge in Varembé.<BR/><b>Genf (Kanton)</b><br>Wasserkraftwerk von Chèvres (Gemeinde Vernier), um 1910 (Bibliothèque de Genève).<BR/>Um den wachsenden Bedarf der Genfer Industrie an Elektrizität zu decken, wurde 1893 entschieden, an der Stelle der alten Mühle von Vernier an der Rhone ein Flusskraftwerk zu bauen. Fünf vom Zürcher Unternehmen Escher, Wyss & Cie. gelieferte Wechselstromgeneratoren wurden in der daneben errichteten Halle installiert. 1896 weihte der Ingenieur Théodore Turrettini das Kraftwerk ein, drei Tage vor Eröffnung der Landesausstellung, die er präsidierte. Dieses erste grosse Flusskraftwerk Europas wurde 1943 abgebrochen und durch das leistungsfähigere Kraftwerk von Verbois ersetzt.<BR/><b>Genf (Kanton)</b><br>Werbung von Edouard Elzingre für Stella-Automobile, 1908 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Die Compagnie de l'Industrie Electrique et Mécanique, Vorgängerin der Ateliers de Sécheron, begann 1906 mit der Fabrikation von Automobilen. Die Stella produzierte sie bis 1913.<BR/>

Genfersee

<b>Genfersee</b><br>Die "Carte chorographique du lac Léman et de ses environs" von   Jacques Goulart, 1606 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>In einer humanistisch geprägten, vom Studium antiker Geografen angeregten Sichtweise vermittelt die chorografische Karte eine Synthese der physischen und kulturgeografischen Aspekte, die eine Region charakterisieren. Der Genfer Kartograf hat eine frühere Darstellung des Syndic Jean Duvillard von 1588 überarbeitet.<BR/><BR/><b>Genfersee</b><br>Das Dampfschiff Winkelried I in der Genfer Seebucht, 1824. Kolorierter Stich  (Bibliothèque de Genève, Archives A. & G. Zimmermann).<BR/>Nachdem die Guillaume Tell ihre Fahrt 1823 aufgenommen hatte, war die Winkelried I das zweite Dampfschiff auf dem Genfersee. Sie wurde am 14. Juli 1824 in Genf vom Stapel gelassen. Das Schiff bot bis zu 300 Personen Platz.<BR/>

Genietruppen

<b>Genietruppen</b><br>Übung der Zürcher Pontoniere auf der Sihl, 1758. Radierung eines unbekannten Künstlers (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/><b>Genietruppen</b><br>Das Geniebataillon 27 bei einem Einsatz in Schlans im Bündner Oberland am 20. November 2002  © KEYSTONE / Peter De Jong.<BR/>Die Unwetter vom 16. und 17. November 2002 verursachten starke Schäden. Für die Aufräumarbeiten wurden rund 400 Mann des Geniebataillons 27 eingesetzt.<BR/>

Genoud, Léon

<b>Léon Genoud</b><br>Titelblatt des von Léon Genoud nach seinem Besuch der Weltausstellung in Chicago (1893) verfassten Berichts (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Der Text beschreibt die Berufsbildung im internationalen Vergleich. Sieben Jahre später verfasste Genoud anlässlich der Weltausstellung in Paris einen weiteren Bericht, in dem er die Entwicklungen auf diesem Gebiet darstellte.<BR/>

Gentil, David

<b>David Gentil</b><br>Titelblatt des "Almanach de Lausanne" mit einem Porträt des 27-jährigen Herausgebers (Archives cantonales vaudoises).<BR/>

Genua

<b>Genua</b><br>Schweizer Söldner vor Genua, 1507. Doppelseitige Illustration aus der "Luzerner Chronik" von   Diebold Schilling, 1513 (Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern, Sondersammlung, Eigentum Korporation Luzern).<BR/>Der französische König Ludwig XII. fällt mit seiner Armee, seinen Schweizer Söldnern und seiner Flotte im April 1507 in Genua ein, um seine Herrschaft wieder herzustellen, die ihm Aufständische 1506 gegen den pro-französischen genuesischen Adel entrissen hatten. Dieses Ereignis veranlasste den Illustrator, eine erdachte, aber geografisch plausible Ansicht der Hafenstadt zu zeichnen.<BR/>

Geografie

<b>Geografie</b><br>Allegorische Kartusche, welche die vom deutschen Geografen  Georg Matthäus Seutter  hergestellte Karte von Stadt und Republik Bern ziert. Augsburg, um 1740 (Universitätsbibliothek Bern, Sammlung Ryhiner).<BR/>Der Handelsgott Merkur (links) und die personifizierte Erderkundung (rechts) ermöglichen es dem Staat, den Wohlstand in der Stadt und auf dem Land zu gewährleisten.<BR/><b>Geografie</b><br>Mitgliederausweis für den 5. Internationalen Kongress der geographischen Wissenschaften, ausgestellt auf den Namen des Berner Regierungsrats Albert Gobat, der diesen Anlass präsidierte. Allegorisches Motiv des Berner Malers und Illustrators  Robert Kiener (Mémoires d'Ici, Saint-Imier, Fonds Albert et Marguerite Gobat).<BR/>Der Kongress, der im Rahmen der Feierlichkeiten zur 700-Jahr-Feier der Stadt Bern 1891 im frisch eingeweihten Bundeshaus-Ost stattfand, wurde von einer Ausstellung zur Schulgeografie, zur Geografie der Alpen und zur Geschichte der Schweizer Kartografie begleitet. Die 1972 edierte Neuauflage des mehr als tausendseitigen Tagungsbandes bezeugt die historische Bedeutung dieses Anlasses für die Geografie.<BR/>

Geologie

<b>Geologie</b><br>Analyse der Bohrkerne aus dem Gotthard-Sondierstollen Piora bei Polmengo, Oktober 1997  © KEYSTONE / Karl Mathis.<BR/>Drei Kilometer beträgt die Länge der Gesteinsproben, die in dieser nicht mehr benutzten Telefonzentrale bei Faido gelagert werden. Ihre Untersuchung sollte zeigen, ob die Piora-Mulde auf das Niveau des im Rahmen der neuen Alpentransversale projektierten Gotthard-Basistunnels hinunterreicht.<BR/>

Gerbert, Martin

<b>Martin Gerbert</b><br>"Reisen durch Alemannien, Welschland und Frankreich". Titelblatt und Frontispiz mit Verfasserporträt der deutschen Erstausgabe von 1767 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Der 1765 zuerst lateinisch veröffentlichte Reisebericht beschreibt bedeutende Handschriftenbestände der von Gerbert besuchten Bibliotheken. Der Kupferstich zeigt den gelehrten Fürstabt mit seinen kirchlichen Insignien in einer Bücherstube. Vor ihm liegen Manuskripte aus seinen beiden wichtigsten Forschungsgebieten, der Kirchenmusik und der Liturgie.<BR/>

Gerecke, Eduard

<b>Eduard Gerecke</b><br>Fotografie, um 1960 (ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv).<BR/>

Gerichtswesen

<b>Gerichtswesen</b><br>Das Gericht zu Bern versammelt sich 1470, um den sogenannten Twingherrenstreit beizulegen. Abbildung von 1483 aus der "Amtlichen Berner Chronik" von  Diebold Schilling (Burgerbibliothek Bern, Mss.h.h.I.3, S. 94).<BR/>Am Tisch links im Bild sitzen der Richter (mit erhobenem Gerichtsstab), der Schreiber mit seinem Protokollbuch sowie der Fürsprecher (mit gesenktem Stab). Auf den beiden Bänken haben je fünf Beisitzer Platz genommen. Rechts sind die Twingherren dargestellt, die sich vor dem Gericht verantworten müssen. Die Sitzung findet im Freien statt, um die Öffentlichkeit der Verhandlungen sicherzustellen.<BR/>

Gerlafingen

<b>Gerlafingen</b><br>Arbeiter an den Walzwerken der Giesserei Von Roll.   Fotografie von Hans Peter Klauser,  1942 (Fotostiftung Schweiz, Winterthur) © Fotostiftung Schweiz.<BR/>

Germann

<b>Germann</b><br>Schloss Lütisburg. Kupferstich von  Johann Melchior Füssli,  um 1723 (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>Vom ausgehenden 15. Jahrhundert an war die Burg während fünf Generationen Amtssitz der äbtischen Obervögte aus der Familie Germann. Abgebildet ist die älteste Ansicht, erschienen in Johann Jakob Scheuchzers 1723 gedruckter Beschreibung von Schweizer Alpenreisen. Sie zeigt den wehrhaften Charakter der auf einem Felssporn in einer engen Thurschlaufe liegenden Burg, die vermutlich im 17. Jahrhundert zum Schloss ausgebaut und im 19. Jahrhundert bis auf das Herrenhaus zerstört wurde.<BR/>

Gernler, Lukas

<b>Lukas Gernler</b><br>Aquarelliertes Kupferstichporträt, gestochen von  Johann Jakob Thurneysen   nach einem um 1670 entstandenen Gemälde von Rudolf Werenfels (Universitätsbibliothek Basel, Porträtsammlung).<BR/>

Geroldswil

<b>Geroldswil</b><br>Die Ebene zwischen Dietikon (unten) am linken und Geroldswil am rechten Limmatufer. Luftaufnahme gegen Nordosten von  Walter Mittelholzer,  1930 (ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv / Stiftung Luftbild Schweiz, LBS_MH01-006003A).<BR/>Die Symbiose zwischen Geroldswil und der Limmat drückt sich im Ortswappen aus, das auf blauem Hintergrund die Geräte für den Lachsfang abbildet. Nach dem zerstörerischen Hochwasser von 1876 wurden Kanalisierungsarbeiten ausgeführt, deren negative Auswirkungen man seit 2005 zu korrigieren versucht. Das Flussbett mit seinen vormaligen Windungen ist mit der Modernisierung der Wettinger Staumauer und den entsprechenden ökologischen Kompensationsmassnahmen bereits renaturiert worden.<BR/>

Gersau

<b>Gersau</b><br>Dorfansicht in Richtung Osten mit der Hochflue im Hintergrund. Zeichnung von  Jakob Schwegler,  lithografiert von den Brüdern Eglin in Luzern, um 1837 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Das Bild wirbt für das Hotel Drei Kronen, das von den Brüdern Camenzind geführt wurde. Ein Text in französischer und deutscher Sprache rühmt dessen touristische Vorzüge: Der Anblick des Pilatus sei malerisch, das Hotel mit dem Dampfschiff gut erreichbar und vor Ort gebe es versierte Fremdenführer und trittsichere Pferde für den Aufstieg auf die Rigi.<BR/>

Gerster, Georg

<b>Georg Gerster</b><br>Der St.-Andreas-Graben in Kalifornien, aufgenommen vom Fotografen und Globetrotter am 23. Juli 1999  © KEYSTONE.<BR/>

Gertsch, Franz

<b>Franz Gertsch</b><br>Einweihung des ihm gewidmeten Museums in Burgdorf, 24. Oktober 2002  © KEYSTONE / Jürg Müller.<BR/>Von links nach rechts: Franz Gertsch und Jean-Christophe Ammann, ehemaliger Direktor des Museums für Moderne Kunst in Frankfurt und Mitglied des Stiftungsrats, sowie der Unternehmer und Initiator des Projekts Willy Michel vor dem Porträt "Silvia" anlässlich der Pressekonferenz.<BR/>

Gesamtarbeitsvertrag

<b>Gesamtarbeitsvertrag</b><br>Typografenzeitung, erschienen in Basel am 4. Januar 1907. In dieser Ausgabe wurde die Unterzeichnung des ersten nationalen Gesamtarbeitsvertrags im Druckereisektor angekündigt. <BR/>

Geschichte

<b>Geschichte</b><br>Titelblatt der Basler Chronik von Christian Wurstisen, publiziert in Basel, 1580 (Universitätsbibliothek Basel).<BR/>Die Allegorien der Zeit (links) und der Geschichte (rechts) umrahmen den Titel des Werks.<BR/><b>Geschichte</b><br>Titelblatt der französischen Übersetzung des Werks "Der Geschichten schweizerischer Eidgenossenschaft" von  Johannes von Müller,  publiziert 1795 (Bibliothèque cantonale et universitaire Lausanne).<BR/>Diese epische Geschichte des Schaffhauser Historikers, die auf Quellenstudium beruht, verherrlicht das heroische Zeitalter der Eidgenossenschaft (Müller beschreibt die Zeit bis 1489). Zeitgenossen interpretierten sein Werk als Hymne an die Freiheit. Dem Waadtländer Patrioten Frédéric-César de La Harpe diente es als Inspiration für seinen "Essai sur la Constitution du Pays de Vaud" (1796). Die Übersetzung erschien gleichzeitig in Paris und Lausanne, datiert gemäss dem französischen Revolutionskalender (Jahr III der Republik) und versehen mit dem Abbild des Helden Wilhelm Tell.<BR/><b>Geschichte</b><br>"Les Suisses illustres". Ölgemälde des Pfarrers  Jean-Elie Dautun ,  um 1829 (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Der Künstler versammelt Männer verschiedener Epochen und verschiedenen Glaubens in einer fiktiven gotischen Kathedrale: Helden, Krieger, Theologen, Staatsmänner, Gelehrte, Schriftsteller und Künstler. Er präsentiert die aufklärerische Vorstellung einer gemeinsamen Geschichte, welche die politischen und konfessionellen Konflikte überwindet. Sein Historiengemälde ist ein Aufruf zu Einheit und Toleranz.<BR/><b>Geschichte</b><br>Plakat für Richard Dindos Film "Schweizer im Spanischen Bürgerkrieg", 1973, von   Pierre Brauchli (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Im letzten Viertel des 20. Jahrhunderts nahm das Interesse an der Zeitgeschichte stetig zu. Verantwortlich für diese Entwicklung waren vor allem auch Dokumentarfilme und Fernsehreportagen, die nicht nur Fachleute, sondern ein breites Publikum erreichten.<BR/>

Geschlechterrollen

<b>Geschlechterrollen</b><br>Siegel der Äbtissin Hemma an einer Urkunde (heute verloren) über eine Jahrzeitstiftung vom 11. Februar 1282 aus dem Zisterzienserinnenkloster Rathausen. Lithografie, um 1845 (Universitätsbibliothek Bern).<BR/>Das Siegelbild zeigt die Konventsvorsteherin mit ihren Amtsinsignien. Sie führte als erste Äbtissin des Klosters ein eigenes Siegel. Wichtige Rechtsgeschäfte wie diese Jahrzeitstiftung wurden aber vom Abt des Klosters St. Urban, das die Paternitätsrechte über das Frauenkloster innehatte, mitbesiegelt. Trotz der von Männerkonventen ausgeübten Aufsicht über die geistlichen und weltlichen Belange der Frauenkonvente war der Eintritt ins Kloster für Frauen oft der einzige Weg, zu Bildung zu gelangen und Führungsverantwortung wahrzunehmen.<BR/>

Gesellen

<b>Gesellen</b><br>Arbeitsattest für einen wandernden Gesellen aus Freiburg im Breisgau, ausgestellt von der Luzerner Maurerzunft 1808. Vom Zuger Stecher  Jakob Joseph Clausner  gestaltetes Formular (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>

Gesetze

<b>Gesetze</b><br>Erste Seite des Zürcher Richtebriefs von 1304 (Staatsarchiv Zürich, B III 1).<BR/>Der um 1250 niedergeschriebene Richtebrief ist die früheste Gesetzeskodifikation der reichsfreien Stadt Zürich. 1304 wurde er vom damaligen Stadtschreiber Niklaus Mangold neu gefasst und systematisiert. Dem Autoritätsanspruch verleiht die kostbare Aufmachung des Buchs Nachdruck: Der Schreiber setzte die 350 satzungsrechtlichen Artikel in schönster gotischer Minuskel auf feines Pergament. Auf manchen Seiten sparte er Platz für kunstvolle Zierinitialen aus, die aber nie eingefügt wurden.<BR/>

Gessner, Johannes

<b>Johannes Gessner</b><br>Ausschnitt aus einer Tafel der in Zürich publizierten "Tabulae Phytographicae", 1795–1804 (Zentralbibliothek Zürich).<BR/>Johannes Gessner wollte die botanische Klassifizierung Linnés einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen. In Zusammenarbeit mit dem Zeichner und Kupferstecher Christian Gottlieb Geissler schuf er mehr als 80 Tafeln von Pflanzen, die erst nach Gessners Tod von seinem Grossneffen Christoph Salomon Schinz veröffentlicht wurden.<BR/>

Gessner, Konrad

<b>Konrad Gessner</b><br>Porträt des Gelehrten im Alter von 48 Jahren. Öl und Tempera auf Leinwand von  Tobias Stimmer,   1564 (Museum zu Allerheiligen, Schaffhausen).<BR/><b>Konrad Gessner</b><br>Ein Chirurg behandelt einen Kriegsverletzten. Holzschnitt aus Konrad Gessners Werk "De Chirurgia", publiziert in Zürich von Andreas und Jakob Gessner, 1555 (Zentralbibliothek Zürich).<BR/>Das Werk enthält 260 Illustrationen, die wohl auf Vorlagen des Zeichners Jos Murer beruhen.<BR/>

Gessner

<b>Gessner</b><br>Druckersignet der Offizin Gessner in Zürich. Holzschnitt auf der Titelseite der bei Andreas und Jakob Gessner 1555 gedruckten Ausgabe der "Commentarii in octateuchum" von Prokopios von Gaza (Zentralbibliothek Zürich).<BR/>Das Druckersignet trägt auf dem Schild in der Mitte die verschlungenen Initialen Andreas Gessners (des Jüngeren), umgeben von Bändern mit seinem Namen. Den Rahmen bildet eine mit Fruchtbündeln und Fratzen verzierte Rollwerkkartusche. Die anspruchsvolle Renaissance-Gestaltung bringt das Selbstverständnis der Gessner'schen Buchdruckerei zum Ausdruck.<BR/>

Gesundheitswesen

<b>Gesundheitswesen</b><br>Reglement gegen Scharlatanerie im Gesundheitswesen, das die Berner Kanzlei am 6. September 1785 veröffentlichte (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Im 18. Jahrhundert war das Gesundheitswesen der Waadt dem Sanitätsrat der Berner Herrschaft unterstellt, der in Lausanne durch das Collegium medicum vertreten wurde. Zu seinen Aufgaben gehörte die Zulassung des Heilpersonals. Der Sanitätsrat rechtfertigte das Verbot sogenannt magischer Praktiken damit, dass solche mit tödlichen Gefahren verbunden seien.<BR/><b>Gesundheitswesen</b><br>Gesellschaftsscheibe der Scherer und Bader in Zürich, 1534 (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>In der Mitte der Scheibe blättert der links sitzende Arzt (in Blau) in einem Buch, derjenige rechts (in Rot) examiniert ein Uringlas. In der Badestube im Oberbild werden Massagen und Schröpfbehandlungen durchgeführt. In Zürich gehörte die Gesellschaft der Scherer und Bader zur Schmiedezunft und war in verschiedenen Bereichen des Gesundheitswesens tätig, namentlich in der Einweisung in Krankenanstalten, der Seuchenbekämpfung und der Präventivmedizin.<BR/><b>Gesundheitswesen</b><br>Protestaktion des Pflegepersonals am Zürcher Universitätsspital, 2. Mai 2000  © KEYSTONE.<BR/>In etwa zwanzig Kliniken und Spitälern des Kantons Zürich protestierte im Mai 2000 das Pflegepersonal und verlangte bessere Arbeitsbedingungen sowie höhere Löhne im Gesundheitswesen.<BR/><b>Gesundheitswesen</b><br>Röntgenkampagne in Le Châble, die von der Lungenliga Martigny im Dezember 1944 durchgeführt wurde. Fotografie von Hans Steiner  © Musée de l'Elysée, Lausanne.<BR/>

Getreidebau

<b>Getreidebau</b><br>Plakat von  Peter Birkhäuser,   1944  (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Gewaltmonopol

<b>Gewaltmonopol</b><br>Plakat, das zur nationalen Kundgebung vom April 1978 in Bern gegen die Gründung einer eidgenössischen Sicherheitspolizei aufruft (Bibliothèque de Genève).<BR/>Am 9. März 1978 verabschiedete das Parlament ein Gesetz über die Erfüllung sicherheitspolitischer Aufgaben des Bundes. Die mit dem Referendum bekämpfte Vorlage wurde in der Abstimmung vom 3. Dezember 1978 vom Stimmvolk mit 56% abgelehnt.<BR/>

Gewässerkorrektionen

<b>Gewässerkorrektionen</b><br>Abtragsarbeiten am Durchschnitt für die Kanderkorrektion. Ölgemälde, 1714 (Bernisches Historisches Museum) © Foto Stefan Rebsamen.<BR/>Links die Kander in ihrem alten Bett, rechts der Thunersee mit Thun im Hintergrund.<BR/><b>Gewässerkorrektionen</b><br>Rhonekorrektion in der Umgebung von  Raron, 1888. Öl auf Leinwand (Ausschnitt) von  Raphael Ritz (Kunstmuseum Wallis, Sitten, Inv. BA330) © Kunstmuseum Wallis, Sitten; Fotografie Heinz Preisig.<BR/>

Gewerbepflanzen

<b>Gewerbepflanzen</b><br>Mohnpflanze ("Magsamen"). Kolorierter Holzschnitt aus dem "New Kreüterbuch" des Mediziners und Botanikers  Leonhart Fuchs,   gedruckt in Basel 1543 (Zentralbibliothek Zürich).<BR/>Diese erste systematische illustrierte Pflanzenkunde empfiehlt die Verwendung der Blätter, Blüten, Samen und des Milchsaftes der "zahmen Magsamen" wegen ihrer schmerzlindernden und beruhigenden Wirkung.<BR/><b>Gewerbepflanzen</b><br>Produkte aus Hanf, fotografiert in einem Zürcher Hanfladen 1995  © KEYSTONE.<BR/>Hanf (<I>Cannabis sativa</I>) ist heute noch eine der vielseitigsten Gewerbepflanzen. Die Verwendungsmöglichkeiten reichen von der Öl-, Stoff- und Seilherstellung bis zur Produktion von Kosmetikartikeln, Getränken, Heil- und Rauschmitteln. Der Anbau von Cannabis hat in der Schweiz in den 1990er Jahren industrielle Züge angenommen. Gemäss Bundesamt für Landwirtschaft stieg zwischen 1995 und 1998 allein die Anbaufläche des legal als Rohstoff angepflanzten Hanfs von 10 auf 60 Hektaren, diejenige für andere Nutzungen, vermutlich vor allem für die Produktion von "Drogen-Cannabis", schätzungsweise von 50 auf rund 250 Hektaren.<BR/>

Gewerbepolitik

<b>Gewerbepolitik</b><br>Plakat zur Abstimmung vom 20. Juni 1954 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Auf Initiative des Schweizerischen Gewerbeverbands beschloss das Parlament im Dezember 1953, für das Schuhmacher-, Coiffeur-, Sattler- und Wagnergewerbe einen Fähigkeitsausweis einzuführen. Der Landesring der Unabhängigen ergriff das Referendum, worauf der Beschluss mit grosser Mehrheit verworfen wurde.<BR/><b>Gewerbepolitik</b><br>"Für gute Arbeit: Ja zum Fähigkeitsausweis". Plakat zur Abstimmung vom 20. Juni 1954, das für ein Ja zum Bundesbeschluss über die Einführung eines Fähigkeitsausweises warb, gestaltet von  Pierre Monnerat (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Gewerkschaft Bau und Holz (GBH)

<b>Gewerkschaft Bau und Holz (GBH)</b><br>Plakat, mit dem die Gewerkschaft in Lausanne 1979 für ihre Forderungen kämpfte (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Um die Arbeiter zum Eintritt in die Gewerkschaft – damals noch Schweizerischer Bau- und Holzarbeiterverband SBHV – zu bewegen, stellt das Plakat die Lohnerhöhungen nebeneinander, die den verschiedenen Arbeitergruppen im Vorjahr zugestanden worden waren: "Schweizerischer Bau- und Holzarbeiterverband SBHV 1978: Maler, Fliesenleger, Glaser usw. Weg: + 1.50 Franken, Lohn: + 25 Rappen; Maurer, Handlanger, Kranführer usw. Weg: + 0, Lohn: + 0. Wollen wir solche Ungerechtigkeiten noch lange hinnehmen? Treten wir dem SBHV bei!"<BR/>

Gewerkschaft Industrie, Gewerbe, Dienstleistungen (Smuv)

<b>Gewerkschaft Industrie, Gewerbe, Dienstleistungen (Smuv)</b><br>Der SMUV feiert sein 100-jähriges Bestehen im Berner Kursaal, November 1988  © KEYSTONE.<BR/>

Gewerkschaften

<b>Gewerkschaften</b><br>Einband der Statuten der Société typographique, Sektion Lausanne, 1852 (Musée historique de Lausanne, Collection Bridel).<BR/>1852 gründeten die Lausanner Typografen die Société typographique, eine kämpferische Gewerkschaft, die mit den Druckermeistern über die Tarife verhandeln sollte. 1868 schloss sie sich dem 1858 gegründeten Schweizerischen Typographenbund an.<BR/><b>Gewerkschaften</b><br>Plakat für die Versammlungen des Schweizerischen Verbands des Personals öffentlicher Dienste im Volkshaus Zürich, gestaltet 1935 von  Walter Käch (Museum für Gestaltung, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><b>Gewerkschaften</b><br>Demonstrierende der Gewerkschaft Bau und Holz in der Zürcher Bahnhofstrasse am 1. Mai 1978  © KEYSTONE/Photopress.<BR/>

Gex, Pays de

<b>Pays de Gex</b><br>Handgezeichnete Karte aus der Mitte der 1770er Jahre mit den Grenzen zu Genf und Bern (Universitätsbibliothek Bern, Sammlung Ryhiner).<BR/>Im August 1749 unterzeichneten Genf und Frankreich den Pariser Vertrag, in dem sie unter anderem Rechte und Gebiete im Pays de Gex tauschten sowie die Grenze festlegten. Genf behielt die Exklave Genthod zwischen den Einmündungen von Vengeron und Versoix. 1767 gründete der Herzog von Choiseul, Kriegsminister König Ludwigs XV., neben dem im Pays de Gex liegenden Dorf Versoix eine neue Stadt, die als Uhrmacherzentrum mit einem Hafen Genf konkurrenzieren sollte. Nach dem Sturz des Herzogs im Jahr 1770 wurde das Projekt aufgegeben.<BR/>

Ghiringhelli, Giuseppe

<b>Giuseppe Ghiringhelli</b><br>Gedenkbüste, die der Bildhauer  Antonio Chiattone  im Auftrag der Società Demopedeutica (Verein für Volkserziehung) schuf, 1887. Foto von Daniela Temperli (Ufficio dei beni culturali, Bellinzona).<BR/>Das Denkmal steht in der Eingangshalle des Primarschulhauses Süd an der Via Lugano in Bellinzona.<BR/>

Giessbach

<b>Giessbach</b><br>Grandhotel, Wasserfall und Standseilbahn. Aquatinta von  Johann Rudolf Dikenmann,  um 1883 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Nach dem Brand von 1883 wurde das Hotel nicht mehr als prunkvoller Hotelpalast aufgebaut. Man entschied sich vielmehr für eine Wiederbelebung der Holzbautradition, die als malerischer und dem Geist des Ortes angemessener erschien.<BR/>

Gilliard, Edmond

<b>Edmond Gilliard</b><br>Fotografie, um 1966 (Schweizerisches Nationalmuseum, Actualités suisses Lausanne).<BR/>

Gilliard, Pierre

<b>Pierre Gilliard</b><br>Als junger Lehrer mit seinen zwei Schülerinnen, den Grossfürstinnen Olga und Maria Romanow in Livadia auf der Krim, 1911 (Archives photographiques Pierre Gilliard) © Familie Gilliard / Musée de l'Elysée, Lausanne.<BR/>

Gimel

<b>Gimel</b><br>Kirche und Pfarrhaus, um 1828. Kolorierte Aquatinta von  Samuel Weibel (Musée historique de Lausanne).<BR/>

Gindroz, André

<b>André Gindroz</b><br>Porträt, das der Studentenrat der Lausanner Akademie zu Ehren von Gindroz' Ernennung zum Präsidenten des Verfassungsrats der Waadt bei  Louis Arlaud   bestellt hat. Öl auf Leinwand, 1831 (Collection de l'université de Lausanne; Fotografie Claude Bornand).<BR/>Das Buch im Vordergrund trägt den Titel "Reglement für den Verfassungsrat des Kantons Waadt, 1831". Der Text, an dem Gindroz schreibt, beginnt mit den Worten: "Alle Waadtländer sind vor dem Gesetze gleich. Im Kanton Waadt gibt es kein Vorrecht des Ortes, der Geburt, der Personen oder Familien."<BR/>

Gingins, Frédéric de (La Sarraz)

<b>Frédéric de Gingins (La Sarraz)</b><br>Porträtiert vom Lausanner Fotografen  Samuel Heer,  um 1860 (Bibliothèque de Genève, Archives A. & G. Zimmermann).<BR/>

Gingins

<b>Gingins</b><br>Kirche und Pfarrhaus, 1829.  Kolorierte Aquatinta von  Samuel Weibel (Musée historique de Lausanne).<BR/>

Giornico, Schlacht bei

<b>Schlacht bei Giornico</b><br>Die Eidgenossen schlagen die Mailänder Truppen zurück. Szene aus der Schlacht vom 28. Dezember 1478, nach der "Luzerner Chronik" (1513) von  Diebold Schilling (Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern, Sondersammlung, Eigentum Korporation Luzern).<BR/>Im Vordergrund erkennt man die mit Krummsäbeln und bemalten Rundschildern bewaffneten Mailänder Soldaten mit dem Banner des Herzogs (rechts); die zahlenmässig unterlegene eidgenössische Garnison drängt sich um die Häuser von Giornico, das eher symbolisch als wirklichkeitsgetreu dargestellt ist.<BR/><BR/>

Giornico

<b>Giornico</b><br>Sicht talaufwärts auf das Dorf in der Leventina. Kolorierte Aquatinta von   Rudolf Bodmer,  nach Wilhelm Rudolf Scheuchzer (Schweizerische Nationalbibliothek, Sammlung Gugelmann).<BR/>Diese malerische Aquatinta illustriert den 1833 bei Heinrich Füssli in Zürich erschienenen Reiseführer "Ansichten der neuen St. Gotthards-Strasse von Flüelen bis Lugano". Zu jener Zeit war Giornico eine wichtige Station auf dieser Strecke.<BR/>

Girard, Gregor

<b>Gregor Girard</b><br>Porträt. Öl auf Leinwand, um 1840  © Museum für Kunst und Geschichte Freiburg.<BR/>Mit dem in der rechten oberen Ecke dargestellten Ordenskreuz eines Ritters der französischen Ehrenlegion wurde Père Girard, wie der Porträtierte genannt wurde, 1838 ausgezeichnet.<BR/>

Girardet, Abraham

<b>Abraham Girardet</b><br>Selbstbildnis, um 1800. Kupferstich von   Pierre-Michel Adam (Bibliothèque publique et universitaire de Neuchâtel).<BR/>

Girardet, Edouard

<b>Edouard Girardet</b><br>Postumes Porträt. Auf das Jahr 1881 datierte Radierung seines Sohnes  Robert Girardet (Bibliothèque publique et universitaire de Neuchâtel).<BR/>

Girenbad (Turbenthal)

<b>Girenbad (Turbenthal)</b><br>Ansicht des Kurbads von Südwesten nach dem Umbau von 1826. Lithografie von  Friedrich Schulthess,   um 1840 (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>

Gisikon

<b>Gisikon</b><br>Das Gefecht vom 23. November 1847 während des Sonderbundskriegs. Holzschnitt, der am 17. April 1848 in der Nummer 14 der "Züricher Freitags-Zeitung" als Beilage erschien (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Holzschnitt und Kommentar geben die Ereignisse aus der Perspektive der Sieger wieder. Die Zeitung ehrt die Mitbürger, die sich beim Sturm auf die Brücke von Gisikon – in der Bildlegende fälschlicherweise als Gislikon bezeichnet – unter dem Befehl des Zürcher Obersten und Regierungsrats Paul Karl Eduard Ziegler, Befehlshaber der 4. eidgenössischen Division, erfolgreich schlugen.<BR/>

Gitermann, Valentin

<b>Valentin Gitermann</b><br>Während einer Parteiversammlung der Sozialdemokratischen Partei, 1957 (Schweizerisches Sozialarchiv, F Fa-0007-40).<BR/>

Giubiasco

<b>Giubiasco</b><br>Gesamtplan der Nekropole mit den Ausgrabungsergebnissen von 1900, 1901 und 1905, aufgezeichnet vom Archäologen  Ferdinand Corradi   und ergänzt von seinem Kollegen  David Viollier.   Norden befindet sich links (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Links unten ist die Gotthardlinie dargestellt, deren Bau die ersten Spuren des Gräberfeldes zutage förderte. Die Farben verweisen auf eine erste Periodisierung der von Viollier 1905 erforschten Gräber. Nach 1906 veränderte der industrielle Aufschwung diese Randzone der Gemeinde vollständig und zerstörte die vormalige Agrarstruktur der Heckenlandschaft.<BR/>

Glarean

<b>Glarean</b><br>Als Dichter in einer Federzeichnung von  Hans Holbein dem Jüngeren.   In Basel erschienene Ausgabe der "Stultitiae Laus" ("Lob der Torheit") des Erasmus von Rotterdam, 1515 (Kunstmuseum Basel, Kupferstichkabinett, Inv. 1662.166).<BR/>Erster Besitzer dieser Ausgabe war Oswald Myconius, von dem die handschriftlichen Randbemerkungen stammen. Er beauftragte den jungen Hans Holbein, das Buch mit Randzeichnungen zu illustrieren. Wohl nicht ohne Ironie skizzierte dieser Glarean just auf der Seite, auf der sich Erasmus über die Dichter auslässt.<BR/>

Glarner, Fritz

<b>Fritz Glarner</b><br>Plakat für eine Einzelausstellung 1955 in der Galerie Louis Carré in Paris (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Diese Ausstellung trug in den 1950er Jahren massgeblich dazu bei, die Werke des Künstlers in Europa bekannt zu machen.<BR/>

Glarus (Gemeinde)

<b>Glarus (Gemeinde)</b><br>Jungviehausstellung im Oktober 1955 auf dem Landsgemeindeplatz in Glarus (Ringier Bildarchiv, RBA1-1-11810) © Staatsarchiv Aargau / Ringier Bildarchiv.<BR/>Von den traditionellen Viehausstellungen finden heute noch alljährlich im Oktober die Grossviehschau mit Kühen und trächtigen Rindern sowie die Kleinviehschau mit Schafen und Ziegen statt.<BR/>

Glarus (Kanton)

<b>Glarus (Kanton)</b><br>Werbeplakat für den Wintersport- und Kurort Braunwald von  Herbert Leupin,  1942 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Glas

<b>Glas</b><br>Plakat für die Glashütte Bülach, gestaltet 1933 von  Carl Böckli (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Flaschen und Einmachgläser für das Sterilisieren von Früchten und Gemüse gehörten zur Ausstattung vieler Haushalte, bis Ende der 1960er Jahre Tiefkühlprodukte das Eingemachte zu konkurrieren begannen. Die Glashütte Bülach schloss ihre Tore im Februar 2002.<BR/>

Glasmalerei

<b>Glasmalerei</b><br>Scheibenriss mit der Darstellung einer Glasmaler- und Glaserwerkstatt. Federzeichnung aus dem Umkreis von  Jost Ammann,  1565-1567 (Bernisches Historisches Museum) © Foto Stefan Rebsamen.<BR/>Im vorderen Teil der Werkstatt bearbeitet der Glasmaler an seiner Werkbank eine Wappenscheibe, die er nach einer Zeichnung an der Wand kopiert. Im Nebenraum passt der Glaser Butzenscheiben in Bleifassungen ein. Hinter ihm erkennt man eine offene Kohlepfanne, einen Blasbalg, einen Satz Löteisen und weitere Werkzeuge.<BR/>

Glattfelden

<b>Glattfelden</b><br>Das Scheuchzerhaus, das Gottfried Kellers Familie mütterlicherseits bewohnt hatte, fotografiert kurz vor dem Abbruch 1956  © KEYSTONE/Photopress.<BR/>Gottfried Keller verbrachte seine Kindheit zwischen seinem Elternhaus in Zürich und Glattfelden, dem Wohnsitz seines Onkels, der schon früh zu seinem Vormund ernannt wurde. Kellers Roman "Der grüne Heinrich" bezeugt seine Verbundenheit mit diesem vormals am Mühlebach gelegenen Haus. Die restaurierten Gebäude im Glattfelder Dorfkern, die seit 1985 das Gottfried-Keller-Zentrum beherbergen, stehen in keiner direkten Beziehung zu den Lebensräumen der Familie Keller-Scheuchzer.<BR/>

Glauser, Friedrich

<b>Friedrich Glauser</b><br>Der Schriftsteller fotografiert von  Gotthard Schuh,  1938 (Fotostiftung Schweiz, Winterthur) © Fotostiftung Schweiz.<BR/>

Gleichstellung

<b>Gleichstellung</b><br>"Ja zu gleichen Rechten in Familie, Ausbildung und Arbeitswelt". Plakat für die Abstimmung über den bundesrätlichen Gegenentwurf "Gleiche Rechte für Mann und Frau" vom 14. Juni 1981 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><b>Gleichstellung</b><br>Plakat für den nationalen Frauenstreiktag vom 14. Juni 1991, von   Agnes Weber (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Das Motto des Streiks lautete: "Wenn Frau will, steht alles still."<BR/>

Gletscher

<b>Gletscher</b><br>Plakat für die Region des Aletschgletschers, auf Basis einer Fotografie von   Heinz Preisig,  1983 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Gleyre, Charles

<b>Charles Gleyre</b><br>Porträt. Daguerreotypie, aufgenommen 1858 im Lausanner Studio von  Samuel Heer (Musée historique de Lausanne).<BR/>

Glockenbecherkultur

<b>Glockenbecherkultur</b><br>Becher und andere Fundstücke aus der megalithischen Begräbnisstätte Le Petit-Chasseur in Sitten (Kantonales Museum für Archäologie, Sitten, PC1 MVI_1) © Geschichtsmuseum Wallis, Sitten; Fotografie Heinz Preisig.<BR/>

Gloor, Kurt

<b>Kurt Gloor</b><br>Der Zürcher Filmemacher, links im Bild, und der Schauspieler Ettore Cella während der Dreharbeiten zum Fernsehspiel "Em Lehme si Letscht" (Lehmanns letzter Arbeitstag), auf einer Fotografie vom August 1977   © KEYSTONE/Photopress.<BR/>

Glücksspiele

<b>Glücksspiele</b><br>Spielergesellschaft im Hotel "Wilder Mann" in Basel. Karikatur des Münchner Malers  Adolf Mende,  Lithografie, 1851 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Bei den Porträtierten handelt es sich um Basler Persönlichkeiten aus Industrie, Finanz und Grosshandel. Das Spiel ermöglicht ihnen, wie es scheint, dem Verhaltenskodex bürgerlicher Vornehmheit für einige Stunden zu entrinnen.<BR/>

Gnägi, Rudolf

<b>Rudolf Gnägi</b><br>Der neue Bundesrat (links) am 4. Januar 1966 mit seinen Kollegen (von links nach rechts) Ludwig von Moos, Paul Chaudet und Hans Schaffner, dem Bundespräsidenten von 1966 (Schweizerisches Nationalmuseum, Actualités suisses Lausanne).<BR/>

Gobat, Albert

<b>Albert Gobat</b><br>Im Kreis seiner Familie, 1908 (Mémoires d'Ici, Saint-Imier, Fonds Albert et Marguerite Gobat).<BR/>Albert Gobat steht oben in der Mitte, umgeben von seinen Töchtern Marguerite (rechts), Hélène (links) und Louise, die neben ihrem Mann Théodore Vannod und ihren beiden Kindern sitzt.<BR/>

Godard, Jean-Luc

<b>Jean-Luc Godard</b><br>Der Filmemacher und Vertreter der Nouvelle vague mit Ehefrau Anna Karina Anfang der 1960er Jahre. Fotografie von   Giancarlo Botti  © KEYSTONE.<BR/>1960 drehte Jean-Luc Godard mit Anna Karina seinen ersten Film mit dem Titel "Le petit soldat". Bis 1966 folgten sechs weitere Spielfilme. Die Schauspielerin und der Regisseur heirateten 1961 und trennten sich 1965 wieder.<BR/>

Godet, Frédéric

<b>Frédéric Godet</b><br>Heliogravüre von Dujardin Paris, nach einer Foto von  Fred Boissonnas, Genf,  um 1875 (Bibliothèque publique et universitaire de Neuchâtel).<BR/><BR/>

Goetz, Hermann

<b>Hermann Goetz</b><br>Porträt des Komponisten, Zürich 1874. Heliogravüre von  H. Feh,  Zürich (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Goldast, Melchior (von Haiminsfeld)

<b>Melchior Goldast</b><br>"Alamannicarum rerum scriptores aliquot vetusti". Titelblatt des ersten Bandes der Erstausgabe, gedruckt 1606 in der Offizin Wolfgang Richter in Frankfurt am Main (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Goldau

<b>Goldau</b><br>Der Bergsturz von 1806 vom Fuss der Rigi aus gesehen. Kolorierte Radierung von  David Alois Schmid (Schweizerische Nationalbibliothek, Sammlung Gugelmann).<BR/>In der Bildmitte erhebt sich der Rossberg, von dem die Felsmassen abgerutscht sind. Ein Ausläufer der Schuttlawine reichte bis in den Lauerzersee (unten rechts), das Dorf Steinerberg (rechts) blieb verschont. Links im Hintergrund erkennt man den Zugersee.<BR/>

Goldenberg, von

<b>Von Goldenberg</b><br>Schloss Goldenberg in der Gemeinde Dorf. Getuschte und aquarellierte Federzeichnung von  Hans Conrad Nözli,   1742, eingeklebt in Johann Konrad Vögelis handschriftlicher Zürcher Geschichte von 1812–1826 (Zentralbibliothek Zürich, Ms. W 65, S. 471b).<BR/>Die mutmassliche Stammburg der Herren von Goldenberg entstand in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts. 1599 wurde sie durch einen Brand weitgehend zerstört, im 17. und 18. Jahrhundert um den unversehrten und zum Wohnturm umgestalteten Bergfried zur schlossartigen Anlage ausgebaut. Unten links im Bild sind der Ort Dorf, darüber Buch und die Hügelkette des Irchel zu erkennen. Über der Zeichnung sind das Goldenbergwappen mit der Helmzier und eine Miniatur des Schlosses eingeklebt.<BR/>

Göldi, Anna

<b>Anna Göldi</b><br>Steckbrief in der "Neuen Zürcher Zeitung" vom 9. Februar 1782 (Zentralbibliothek Zürich).<BR/>Der Steckbrief erschien im Auftrag der Obrigkeit von Evangelisch-Glarus. Als Belohnung für die Auslieferung Anna Göldis an die Justiz wird die hohe Summe von 100 Kronentalern in Aussicht gestellt.<BR/>

Göldlin (von Tiefenau)

<b>Göldlin (von Tiefenau)</b><br>Wappen des Zürcher Bürgermeisters Heinrich Göldli und seiner Frau Barbara von Peyern im Stamm- und Freundschaftsbuch der Brüder Johann Kaspar und Renward Göldlin von Tiefenau, Mitgliedern der ersten Luzerner Linie des Geschlechts (Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern, Sondersammlung, Pp. Msc. 20.4).<BR/>Das Stamm- und Freundschaftsbuch besteht aus einzelnen Blättern, die in ein kleinformatiges Bändchen der "Emblemata" von Andrea Alciato eingebunden sind. Sie enthalten handgemalte Wappen und Widmungen von Verwandten und Freunden der beiden Brüder. Die aufgeschlagene Seite zeigt das Vollwappen ihrer Grosseltern. Oberhalb des Wappens hat der spätere Luzerner Stadtschreiber Renward Cysat, ein Neffe der beiden Brüder, ein lateinisches Lobgedicht auf diese Eheverbindung gesetzt. Darunter folgen weitere Verszeilen des schreibfreudigen Cysat.<BR/>

Göldlin, Franz Bernhard (von Tiefenau)

<b>Franz Bernhard Göldlin (von Tiefenau)</b><br>Titelblatt und Textseite seines Werks "Versuch einer urkundlichen Geschichte des Drey Waldstätte-Bundes" von 1808 (Zentralbibliothek Zürich).<BR/>Göldlins Abhandlung erschien gemäss der damals gängigen, auf Aegidius Tschudi zurückgehenden Datierung der Befreiungstradition zum 500-jährigen Bestehen der Eidgenossenschaft. Tschudi hatte Rütlischwur, Tellsage, Burgenbruch und Tyrannenmord in die Jahre 1301–1308 gelegt.<BR/>

Goms (Zenden, Bezirk)

<b>Goms (Zenden, Bezirk)</b><br>Das Rhonetal von der Grimsel bis Visp. Ausschnitt aus der Karte in der "Cosmographia" (1550) von  Sebastian Münster (Bibliothèque de Genève, Archives A. & G. Zimmermann).<BR/><b>Goms (Zenden, Bezirk)</b><br>Heuernte in Niederwald. Fotografie von  André Kern,  um 1920 (Mediathek Wallis, Martigny).<BR/><b>Goms (Zenden, Bezirk)</b><br>Plakat, das 1935 ausgehend von einer Panoramafotografie der Agentur Photoglob/Wehrli entstand (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><b>Goms (Zenden, Bezirk)</b><br>Plakat, gestaltet 1976 für das Tourismusbüro von Lax (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Gondo

<b>Gondo</b><br>Fünf Inhaberaktien der Société suisse des mines d'or de Gondo im Wert von je 25 Franken. Sitten, 14. September 1895 (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>

Gonin, Jules

<b>Jules Gonin</b><br>Darstellung der Ignipunktur, eines vom Lausanner Augenarzt entwickelten Operationsverfahrens zur Heilung der Netzhautablösung. Illustration aus Gonins Synthese "Le décollement de rétine", 1934 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Ein Fetzen der Bindehaut wird dort, wo der Netzhautriss lokalisiert worden ist, aufgeschnitten und mittels eines Spreizers (unten rechts) offen gehalten. Dann wird der Augapfel mit Hilfe der Pinzette (links) ruhiggestellt und der Chirurg markiert auf der Lederhaut die genaue Lage des Risses. Ein kleiner Einschnitt ermöglicht es nun, den bis zur Weissglut erhitzten Thermokauter durch die Lederhaut auf die Netzhaut zu führen, den Riss auszubrennen und auf diese Weise den Verschluss des Risses durch Vernarbung herbeizuführen.<BR/>

Gonseth, Ferdinand

<b>Ferdinand Gonseth</b><br>Der Mathematiker und Wissenschaftsphilosoph, fotografiert um 1930 (ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv).<BR/>Das Porträt stammt aus dem Album der Maschineningenieurabteilung der ETH Zürich von 1938.<BR/>

Gonzenbach, Willi von

<b>Willi von Gonzenbach</b><br>Fotografie, um 1935 (ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv).<BR/>

Goretta, Claude

<b>Claude Goretta</b><br>Plakat zum Filmstart von "L'invitation" in der Schweiz. Grafische Gestaltung von  Jean-Pierre Arlaud,  Genf 1973 (Sammlung Cinémathèque suisse, alle Rechte vorbehalten).<BR/>

Gösgen, von

<b>Von Gösgen</b><br>Blick auf die Burg Niedergösgen an der Aare. Lavierte Federzeichnung von  Emanuel Büchel,   1758 (Kunstmuseum Basel, Kupferstichkabinett).<BR/>Nach 1230 durch Gerhard von Gösgen erbaut, blieb die Burg bis 1382 im Besitz dieses Geschlechts. Aus dieser Zeit stammt der hoch aufragende Bergfried, der als Glockenturm in die 1903 auf dem Burgareal errichtete katholische Pfarrkirche integriert wurde. Beim Franzoseneinfall 1798 wurde die Burg weitgehend zerstört.<BR/>

Gossau (SG)

<b>Gossau (SG)</b><br>Plakat der Brauerei Stadtbühl. Lithografie, um 1900 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Gossau (ZH)

<b>Gossau (ZH)</b><br>Zehntenplan, aufgenommen mit dem Messtisch vom Zürcher Ingenieur und Mathematiker  Johann Heinrich Vogel,  1700  (Staatsarchiv Zürich, Plan Q 46).<BR/>Mit der Neuvermessung des Gossauer Territoriums konnten 30 zusätzliche Hektaren Land dem Zehnten unterworfen werden. In der unteren Vignette ist der Landvermesser im Gespräch mit Johannes Blarer, Rechenrats-Obmann der Stadt Zürich, dargestellt. Die Kartusche rechts, die mit dem Wappen des 1525 säkularisierten Klosters Rüti bekrönt ist, enthält die Legende zu den Katastereinträgen.<BR/>

Gotik

<b>Gotik</b><br>Die Kathedrale von Lausanne, Blick vom Langhaus gegen den Chor. Fotografie von  Claude Bornand,  Lausanne. <BR/>Nach mehreren Planänderungen wurde die Kathedrale zwischen 1180/1190 und 1232/1234 nach einem einheitlichen Konzept in den wichtigsten Teilen vollendet und 1275 geweiht. Die Baumeister orientierten sich hauptsächlich an den Kathedralen von Canterbury und Laon und schufen den ersten gotischen Bau auf Reichsgebiet und einen der frühesten ausserhalb Frankreichs. Er war richtungsweisend für die regionale Entwicklung des neuen Baustils.<BR/>

Gottesdienst (reformiert)

<b>Gottesdienst (reformiert)</b><br>Abendmahl im Fraumünster. Tafel VII des Werks "Kurze Beschreibung der Gottesdienstlichen Gebräuche wie solche in der Reformierten Kirche der Stadt und Landschaft Zürich begangen werden", von   David Herrliberger, 1752 (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>

Gotteshausbund

<b>Gotteshausbund</b><br>Ausschnitt aus der "Carte des Grisons et des communautez qui composent leurs ligues", die im zweiten Band des "Atlas historique" von  Zacharias Châtelain  und  Nicolas Gueudeville  1718 in Amsterdam erschien (Universitätsbibliothek Bern, Sammlung Ryhiner).<BR/>Das Gebiet des Gotteshausbunds erstreckt sich von Chur bis in die Täler des Engadins, Puschlavs und Bergells. Im Westen grenzt es an das Territorium des Grauen Bunds und im Norden an dasjenige des Zehngerichtenbunds, der auf dieser Karte "Ligue des Droitures" genannt wird.<BR/>

Gotthardbahn

<b>Gotthardbahn</b><br>Arbeiter in Göschenen vor dem Nordportal des Gotthardtunnels (im Bau). Ausschnitt aus einem Foto von  Adolphe Braun,   um 1880 (ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv).<BR/>

Gotthardpass

<b>Gotthardpass</b><br>Ansicht der Passhöhe mit den Hospizgebäuden, um 1780. Kolorierte Umrissradierung von  Caspar Wyss (Museum für Kommunikation, Bern).<BR/>Im Vordergrund erkennt man den Saumweg und die Totenkapelle, im Hintergrund die Gebäude (Kapelle, Ställe) um das ältere Hospiz, das 1799 zerstört wurde.<BR/><b>Gotthardpass</b><br>Die Brücke über die Tremola und die Serpentinen der neuen, zwischen 1827 und 1830 gebauten Strasse. Farblithografie von  Jean DuBois   aus dem Album <I>Souvenirs de la Suisse</I>, das um 1840 in Genf veröffentlicht wurde (Archivio di Stato del Cantone Ticino).<BR/>Die neue, sechs Meter breite Fahrstrasse, gebaut unter der Leitung des Ingenieurs Francesco Meschini, ermöglichte ab 1835 die Einführung eines regelmässigen Postkutschendienstes. Die polygonalen Stützmauern wurden später durch abgerundetes Stützwerk ersetzt.<BR/><b>Gotthardpass</b><br>Detailansicht einer Kurvenbrücke auf der Tessiner Seite der Halb-Autobahn A2 Basel–Chiasso, die im Juli 1967 eröffnet wurde. Postkarte (Museum für Kommunikation, Bern).<BR/>Bei der Serpentine nahe von Fieud führt die Strasse in enger Kurve über eine grosse Wendeplatte, in deren Winkel man das Dorf Fontana im Talgrund des Val Bedretto erkennt. Drei Wendeplatten dieser Art ersetzen die 30 Spitzkurven der Strasse in der Tremolaschlucht.<BR/>

Gotthelf, Jeremias

<b>Jeremias Gotthelf</b><br>Die Gotthelf-Stube in Lützelflüh, fotografiert im Oktober 1954  © KEYSTONE/Photopress.<BR/>Museale Inszenierung an der letzten Wirkungsstätte des Pfarrers und Dichters: An der Wand hängt das berühmte, von Johann Friedrich Dietler 1844 gemalte Porträt Gotthelfs neben dem Bildnis seiner Frau. Das Sofa soll von Gotthelf selbst noch benutzt worden sein. Das kleine Museum wurde 1954 zu seinem 100. Todestag im Pfarrhausspeicher eingerichtet.<BR/>

Gottstatt

<b>Gottstatt</b><br>Die ehemalige Abtei an der Zihl. Lavierte Tuschzeichnung von  Karl Ludwig Zehender,   1794 (Bernisches Historisches Museum) © Foto Stefan Rebsamen.<BR/>Eine Schlaufe der unteren Zihl, die vor der Juragewässerkorrektion noch ihrem natürlichen Lauf folgte, bildet den Rahmen dieser ländlichen Szene. Im Hintergrund rechts erkennt man die Abtei und ihre Nebengebäude.<BR/>

Gourd, Emilie

<b>Emilie Gourd</b><br>Foto, um 1909 (Schweizerisches Sozialarchiv, F Fb-0009-28).<BR/>

Graber, Ernest Paul

<b>Ernest Paul Graber</b><br>Der Redaktor der sozialdemokratischen Zeitung "La Sentinelle" mit einem Exemplar der Zeitung in der Tasche. Fotografie, um 1920 (Schweizerisches Sozialarchiv, F 5008-Fb-009).<BR/>

Graber, Pierre

<b>Pierre Graber</b><br>Als Stadtpräsident von Lausanne, 1948. Foto von  Roland Schlaefli (Schweizerisches Nationalmuseum, Actualités suisses Lausanne).<BR/>

Graf, Anton

<b>Anton Graf</b><br>Porträt seiner Frau Elisabetha Sophie Augusta geborene Sulzer. Öl auf Leinwand, 1771 (Kunstmuseum Basel, Fotografie Martin Bühler).<BR/>

Graf, Urs (der Ältere)

<b>Urs Graf (der Ältere)</b><br>Satire auf die Laster der Landsknechte. Federzeichnung in schwarzer Tusche, um 1514 (Kunstmuseum Basel, Kupferstichkabinett).<BR/>Die eidgenössischen Söldner verabscheuten die deutschen Landsknechte (mit dem Andreaskreuz auf dem Ärmel) und machten sich über ihre kurzen Hosen und die nach vorne fallenden Federn auf ihrem Barett lustig. Urs Graf ergänzt dieses Bild mit einer Reihe von sexuellen Symbolen, die sich auf der Lanze im Gleichgewicht halten. Sie muten heute rätselhaft an, doch vermochte sie das Publikum des 16. Jahrhunderts als Anspielungen auf die legendäre Lasterhaftigkeit der Landsknechte zu deuten. Ratte und Maus zum Beispiel versinnbildlichen Prostituierte, die Eule ist ein Zeichen für Schamlosigkeit und das leere Salzfässchen ein Bild für verlorene Männlichkeit (die Soldaten nahmen damals Salz als Potenzmittel).<BR/>

Graffenried, Abraham von

<b>Abraham von Graffenried</b><br>Der Berner Schultheiss. Ölbildnis auf Holz, 1596 (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Der Porträtierte posiert in Schultheissentracht vor einer Wand mit seinem Wappen und seinen Initialen. Der an ihn adressierte Brief in seiner rechten Hand und das Papiersiegel mit dem Berner Bären auf einem zweiten Brief weisen ihn als Amtsträger aus. Das aus der Inschrift zu erschliessende Geburtsjahr (1540) stimmt nicht mit seinen tatsächlichen Lebensdaten (1533–1601) überein.<BR/>

Graffenried, Christoph von

<b>Christoph von Graffenried</b><br>Reisetagebuch mit dem Plan der 1710 gegründeten Kolonie New Bern in North Carolina (Burgerbibliothek Bern, Mss.Mül.466[1], S. 6d).<BR/>Die neue Stadt für die Schweizer und Pfälzer Siedler entstand am Zusammenfluss der Flüsse River und Neuse. Graffenried residierte im sogenannten Hof an der unteren Spitze des dreieckigen Stadtgrundrisses. Flussaufwärts ist die sternförmige Schanze (im Plan "Redoute") eingezeichnet, die er zum Schutz gegen Indianerüberfälle aufwerfen liess.<BR/>

Graffenried, Toulo de

<b>Toulo de Graffenried</b><br>Der Schweizer Rennfahrer am Steuer seines Maserati 4CLT 48, anlässlich des Grossen Preises von Grossbritannien in Silverstone vom 14. Mai 1949  © KEYSTONE.<BR/>Neben dem Wagen stehen seine Frau Elsa de Graffenried, geborene Tacchini, Enrico Platè, der Chef des privaten Rennstalls Maserati, und ein unbekannter Zuschauer.<BR/>

Grafisches Gewerbe

<b>Grafisches Gewerbe</b><br>"Papier: eine neue Sprache der Kunst". Plakat des Grafikers Werner Jeker für eine Ausstellung im "Musée des arts décoratifs" Lausanne, 1983 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Die Kunstgewerbeschulen von Basel, Bern, Zürich und Lausanne, besonders deren grafische Abteilungen, sowie die Museen trugen im 20. Jahrhundert zum internationalen Ruf der schweizerischen grafischen Kunst bei.<BR/>

Grancy

<b>Grancy</b><br>Kirche und Pfarrhaus, 1830. Aquatinta von  Samuel Weibel (Musée historique de Lausanne).<BR/>Die mittelalterliche Kirche wurde Mitte des 18. Jahrhunderts umgebaut, das Pfarrhaus 1738 errichtet.<BR/>

Grande Dixence

<b>Grande Dixence</b><br>Tourismusplakat des Walliser Verkehrsvereins, 1986 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Grandson (Gemeinde)

<b>Grandson (Gemeinde)</b><br>Blick auf Schloss und Städtchen um 1786 von Nordosten aus. Kolorierte Umrissradierung von  Balthasar Anton Dunker,  nach einer Zeichnung von  Niklaus Sprüngli,  Architekt der Berner Herrschaft (Schweizerische Nationalbibliothek, Sammlung Gugelmann).<BR/>Der Berner Drucker und Buchhändler Jakob Bürgi versah die Radierung mit einer Widmung an den "Herrn Pierre-Henri Bethman [geb. Metzler] von Grandson, von seinem ergebensten Diener". Bethman hatte in die auch in Bordeaux tätige Frankfurter Bankiers- und Kaufmannsfamilie eingeheiratet. 1795 wurde ihm das Bürgerrecht von Grandson verliehen.<BR/><b>Grandson (Gemeinde)</b><br>Werbeplakat für die Zigarettenmarke Maryland Vautier (1932), das Vorzeigeprodukt der von 1831 bis 1972 in Grandson angesiedelten Fabrik (Musée historique de Lausanne).<BR/>

Grandson, Otto I. von

<b>Otto I. von Grandson</b><br>Grabfigur im Chor der Kathedrale von Lausanne. Fotografie von  Claude Bornand,  Lausanne. <BR/>Die Figur des Ritters aus weissem Marmor ruht auf einer schwarzmarmornen Grabtumba unter einem gotischen Baldachin aus Sandstein.<BR/>

Grangeneuve

<b>Grangeneuve</b><br>Für die Schüler der Landwirtschaftsschule herausgegebene Postkarte, um 1900 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Granges-près-Marnand

<b>Granges-près-Marnand</b><br>Das Pfarrhaus und die aus dem 14. Jahrhundert stammende vierte Kirche mit dem Kirchturm von 1808. Kolorierte Aquatinta von  Samuel Weibel,  um 1828 (Musée historique de Lausanne).<BR/>

Grasburg

<b>Grasburg</b><br>Die Burgruine um 1660. Aquarell mit Federkonturen von  Albrecht Kauw (Bernisches Historisches Museum) © Foto Stefan Rebsamen.<BR/>

Grasset, François

<b>François Grasset</b><br>Frontispiz und Titelseite der "Biblia sacra", die der Lausanner Drucker 1759 unter dem fiktiven Erscheinungsort Antwerpen herausgab (Bibliothèque cantonale et universitaire Lausanne).<BR/>Der Kupferstich zeigt den knienden François Grasset, wie er Papst Benedikt XIV. das Werk überreicht. Diesem war er auf einer Geschäftsreise nach Italien 1758, dem Todesjahr des Papstes, vorgestellt worden.<BR/>

Graubünden

<b>Graubünden</b><br>Die Talsperre von Castelmur (Gemeinde Bondo) in einer Gesamtansicht von Nordwesten, aufgenommen zwischen 1923 und 1926 während der vom Zürcher Archäologen  Otto Schulthess  geleiteten Ausgrabungsarbeiten (Schweizerische Nationalbibliothek, Eidgenössisches Archiv für Denkmalpflege).<BR/>Alle Wege durchs Bergell bündeln sich bei diesem Felssporn, der das Tal verengt. Die Bischöfe von Chur, Inhaber des Zollregals im Bergell, befestigten diesen strategischen Punkt zwischen dem 10. und dem 16. Jahrhundert laufend weiter, um Zölle einziehen zu können. Die Strasse, die um den Felssporn herumführt, wurde 1859 gebaut.<BR/><b>Graubünden</b><br>Bärenhatz. Friesartige Fassadenmalerei aus dem 14. Jahrhundert am Westturm des Schlosses Rhäzüns (Foto Rätisches Museum, Chur).<BR/>Dem Ritter (links) gehen seine Jagdknechte mit Hunden voraus, die dem Bären mit einem Speer den Todesstoss versetzen sollen. Rechts erkennt man das Wappen von Rhäzüns.<BR/><b>Graubünden</b><br>"Ursprung des Hinderen undt Vorderen Rheins". Ansicht aus der Vogelperspektive in Richtung Südwesten auf einem Stich von  Matthaeus Merian,   der 1642 in Frankfurt in dessen "Topographia Helvetiae, Rhaetiae et Valesiae" erschien (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>Die Rheinebene wird im Nordosten (unten im Bild) durch eine Palisade abgesperrt, die mit der Grenze zwischen dem Oberen bzw. Grauen Bund und dem Gotteshausbund übereinstimmt. Gegenüber erhebt sich am anderen Ufer die Ruine der Burg Felsberg (B). Im Hintergrund überragen der Turm (A) und die Kirche von Domat/Ems zwei der zahlreichen tumulusförmigen Hügel, die auf den Bergsturz des Calanda (E) zurückgehen. Beim Zusammenfluss des Vorder- und Hinterrheins erkennt man Reichenau, am Hinterrhein im Bildhintergrund Bonaduz und Rhäzüns mit seiner hoch gelegenen Burg.<BR/><b>Graubünden</b><br>Seite aus der Chronik "Raetia" des Johannes Guler von Wyneck, 1616 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Diese acht Wappen der Herren von Rhäzüns, Vaz, Flums, Rietberg, Belmont, Montalt, Hewen und Falera beschliessen eine Auflistung von vierundzwanzig Herrschaften, deren Rivalitäten und wechselhafte Allianzen die Regionalgeschichte des 14. und 15. Jahrhunderts prägten.<BR/><b>Graubünden</b><br>Schlacht an der Calven vom 22. Mai 1499. Illustration aus der "Luzerner Chronik" von  Diebold Schilling,  1513  (Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern, Sondersammlung, Eigentum Korporation Luzern).<BR/>Unter dem Banner des Grauen Bundes und des Gotteshausbundes (rechts) treten die Bündner Truppen der Armee von Maximilian I. entgegen.<BR/><b>Graubünden</b><br>Italienische Version der "Veltliner Statuten", 1549 (Staatsarchiv Graubünden, Familienarchiv von Tscharner / Ortenstein, D V/37 B 05.04).<BR/>Bei der italienischen Fassung, die bei Dolfino Landolfo in Poschiavo erschien, handelt es sich um die vom Juristen Georg Travers unter Mitarbeit von Giacomo Cattaneo besorgte Übersetzung des lateinischen Originaltextes. Dieser war von der Kommission, die der Bundstag im August 1547 eingesetzt hatte, ausgearbeitet und im darauffolgenden Jahr von den Drei Bünden endgültig angenommen worden. Abgesehen von der Zeitspanne zwischen 1620 und 1639, während der das Veltlin von französischen, spanischen und päpstlichen Truppen besetzt war, behielten die Statuten (mit einigen Revisionen) bis 1797 ihre Gültigkeit.<BR/><b>Graubünden</b><br>Satirische Darstellung der politischen Zustände im Freistaat der Drei Bünde, um 1618. Gouache eines unbekannten Karikaturisten (Rätisches Museum, Chur).<BR/>Der Freistaat wird durch einen der herrschenden Adeligen verkörpert, dessen Hände durch die Bänder von drei Geldbeuteln mit den Wappen Venedigs, Frankreichs und Spaniens gefesselt sind. Angespielt wird damit auf die Pensionsgelder, die von diesen Mächten an Bündner Parteienvertreter gingen. Die Tierköpfe, die den Porträts von einflussreichen Männern wie Jörg Jenatsch, Rudolf Salis und Pompejus von Planta zugeordnet sind, konnte ein mit Volkssagen vertrautes Publikum mühelos auf die Laster der dargestellten Persönlichkeiten beziehen.<BR/><b>Graubünden</b><br>Unterzeichnung des Bündnisvertrags zwischen der Republik Venedig und dem Freistaat Gemeiner Drei Bünde am 17. Dezember 1706 im Rathaus von Chur. Radierung (Rätisches Museum, Chur).<BR/>Der Gesandte von Venedig Vendramino Bianchi und die Häupter der Bünde sitzen vor den Fenstern ganz hinten im Saal. Ihnen gegenüber liest der Schreiber des Gotteshausbunds (Mitte), platziert zwischen seinem Kollegen des Zehngerichtenbunds (links) und demjenigen des Grauen Bunds, den Bündnistext, während die Unterzeichnenden ihr Exemplar prüfen. Die Gesandten, die der Zeremonie beiwohnen, spiegeln auf den ihnen zugewiesenen Plätzen wie ihre Repräsentanten die Zusammensetzung der Drei Bünde.<BR/><b>Graubünden</b><br>Bündner Zuckerbäcker in Venedig. Illustration aus dem Band "Le arti che vanno per via nella Città di Venezia" (Strassenhändler in der Stadt Venedig). Kupferstich von  Gaetano Zompini,   1753 (Rätisches Museum, Chur).<BR/>Dem gereimten Kommentar zufolge besassen die Bündner in Venedig das Privileg, sogenannte <I>buzzolai</I> (kleine süsse Hefekuchen) zu verkaufen sowie in allen Quartieren Zuckerbäckerläden zu eröffnen.<BR/><b>Graubünden</b><br>Ruinen der ehemaligen Silberschmelzerei von S-charl. Foto von  Rudolf Zinggeler,  um 1920 (Schweizerische Nationalbibliothek, Eidgenössisches Archiv für Denkmalpflege, Sammlung Zinggeler).<BR/>Der Bergbau ist in S-charl seit dem beginnenden 14. Jahrhundert mit zwei Privilegien belegt, die der Graf von Tirol einigen Engadiner Familien verliehen hatte. Das Silbererz wurde zunächst Richtung Meran, später nach Hall im Tirol ausgeführt. Die ersten Poch-, Wasch- und Schmelzanlagen wurden im 15. Jahrhundert errichtet, als die Mine ihre Blütezeit erlebte. Die im Vordergrund erkennbaren Ruinen stammen von nachfolgenden Wiederaufbauten am selben Ort an einem Kanal. Das Wohn- und Verwaltungsgebäude im Hintergrund hatte der Ingenieur Johann Hitz 1819 bauen lassen. Es beherbergt seit 1997 ein Bergbaumuseum.<BR/><b>Graubünden</b><br>Zolltarife in den Drei Bünden. Zusammenstellung von 51 Seiten, die 1756 in Chur von  Johannes Pfeffer  gedruckt wurde (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Das Verzeichnis listet die zahlreichen Abgaben auf, die für Personen, Vieh, Rohstoffe und Gewerbeprodukte auf der Durchreise durch das Bündner Gebiet zu leisten waren. Rechts abgebildet ist eine Seite mit den letzten Zeilen zu den Churer Zolltarifen. Diese wurden aufgrund des von den Ottonen verliehenen Privilegs zugunsten des Churer Bischofs erhoben, wie Ulrich de Mont, auf den die Neuredaktion der Churer Zolltafel von 1677 zurückgeht, in der Präambel anmerkt. Die Tarifliste gibt einen Einblick in die grosse Palette der Handelsgüter. So werden unter W unter anderem Winterthurer Bändel, Wetzstein, Welsche Früchte (Früchte aus Norditalien) und Wein aufgezählt, unter Z Zimt, Zwilch, Zucker, Zinn, Zandel (Sandelholz), Zinnober und Zwetschgen. Unten auf der Seite beginnt der italienischsprachige Vorspann zum Zoll der Talsperre von Castelmur im Bergell, dessen Einkünfte ebenfalls dem Bischof zugute kamen.<BR/><b>Graubünden</b><br>Dreisprachiges Plakat für die Wahl der Bündner Nationalräte 1987,  Hatrick-Werbung,  Domat/Ems (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/><b>Graubünden</b><br>Von  Christian Gottlob Richter  gemaltes Porträt Jakob Ulrich Sprechers von Bernegg. Gouache auf Karton, erstes Viertel des 19. Jahrhunderts (Rätisches Museum, Chur).<BR/>Als Mitglied der Consulta in Paris 1802–1803 spielte der Porträtierte bei der Schaffung des Kantons Graubünden eine entscheidende Rolle. 1803 präsidierte er die Eröffnungssitzung des neu geschaffenen Bündner Grossrats.<BR/><b>Graubünden</b><br>Das 1813 bis 1848 verwendete Schild der Bündner Kantonalpost mit dem Wappen der Drei Bünde  (Rätisches Museum, Chur).<BR/>Der kantonale Postdienst, zunächst auf den Briefverkehr beschränkt, beförderte ab 1835 auch Passagiere. 1848 übernahm die Eidgenossenschaft das Postwesen.<BR/><b>Graubünden</b><br>Das Postkutschenschild der Eidgenossenschaft, welches das Schild der Bündner Kantonalpost 1848 abgelöst hat (Museum für Kommunikation, Bern).<BR/>Der kantonale Postdienst, zunächst auf den Briefverkehr beschränkt, beförderte ab 1835 auch Passagiere. 1848 übernahm die Eidgenossenschaft das Postwesen.<BR/><BR/><b>Graubünden</b><br>Plakat von  Otto Morach,  1928 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Die auf Antrieb des Leiters des Davoser Verkehrsbüros Willem Jan Holsboer ab 1888 innerhalb von zwei Jahren gebaute Eisenbahnlinie verband den Luftkurort mit dem Bahnnetz der SBB in Landquart und gab damit den entscheidenden Impuls für den Bau des Schienennetzes der Rhätischen Bahn (RhB).<BR/><b>Graubünden</b><br>Angestellte der Kantonalbank, fotografiert um 1911 in den Büros des neu eröffneten Sitzes an der Churer Grabenstrasse. Aufnahme von  Lienhard & Salzborn,  Chur und St. Moritz (Staatsarchiv Graubünden, Bestand Lienhard & Salzborn, FN IV 24/30 C 028a).<BR/>Bei ihrer Gründung 1870 wurde die Kantonalbank im kantonalen Regierungsgebäude, dem ehemaligen Stadtpalais der von Salis-Soglio in der Reichsgasse, untergebracht. 1878 zog sie an die Grabenstrasse in einen Neubau, der auch den Grossrat und das Kantonsgericht beherbergte. Seit 1911 präsentiert sich die Bank in einem Jugendstilgebäude an dieser Prachtstrasse des Bündner Hauptortes, ein Wechsel, der sowohl ihrem damaligen Aufschwung wie auch ihrem Selbstverständnis als Motor des Fortschritts Ausdruck verlieh.<BR/><b>Graubünden</b><br>Das mit der Grenzbewachung am Maloja und am Umbrail beauftragte Bataillon beim Verlassen des Bahnhofs von St. Moritz, 1914. Fotografie aus dem Album des Zürcher Oberleutnants  Heinrich Escher (Staatsarchiv Graubünden, Nachlass Heinrich Escher, FN VIII/C 74).<BR/>Im krisengeschüttelten, von der internationalen Kundschaft verlassenen Kurort entfalteten der Hotelpalast der Familie Badrutt, dessen charakteristische Umrisse man rechts erkennt, und die Hotels am Hang ihre architektonische Pracht vergeblich.<BR/><b>Graubünden</b><br>Schülerinnen und Lehrerinnen der Koch- und Haushaltungsschule, fotografiert in Chur um 1900, im Garten der ersten Niederlassung am Ufer der Plessur. Aufnahme von  Lienhard & Salzborn (Staatsarchiv Graubünden, Bestand Lienhard & Salzborn, FN IV 18/24 P 051).<BR/>Die 1895 auf Anregung der Gemeinnützigen Gesellschaft Graubünden gegründete Schule begann ihre Tätigkeit mit zwölf Internatsschülerinnen, die eine Ausbildung von drei bis fünf Monaten absolvierten. 1902 bezog sie einen Neubau an der Loëstrasse, 1912 schloss sie sich mit der Frauenarbeitsschule zusammen und nahm 1918, nachdem sie mit der Ausbildung der Hauswirtschaftslehrerinnen und Kindergärtnerinnen beauftragt worden war, den Namen Bündner Frauenschule an.<BR/><b>Graubünden</b><br>Transport von Reisegepäck in St. Moritz, um 1900. Foto von  Rudolf Zinggeler (Schweizerische Nationalbibliothek, Eidgenössisches Archiv für Denkmalpflege, Sammlung Zinggeler).<BR/>In der Zeit des beschleunigten Übergangs von der Agrarwirtschaft zur Dienstleistungsgesellschaft behielt das Hotelpersonal oftmals einen Fuss in der Landwirtschaft. Das in der Landwirtschaft genutzte Pferdegespann konnte problemlos für die Beförderung des Gepäcks der Gäste, die in den Hotelpalästen logierten, umfunktioniert werden.<BR/>

Grauer Bund

<b>Grauer Bund</b><br>Plakat von  Otto Baumberger  zur 500-Jahrfeier des Grauen Bunds in Trun im Juni 1924 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Hinter dem Ahornbaum, unter dem der Sage nach 1424 die Erweiterung des Bundes feierlich beschworen worden ist, erkennt man die Kapelle St. Anna von Trun. Die Lokalisierung der Zeremonie unter einem Gerichtsbaum verweist, obwohl legendenhaft, auf eines der wichtigsten Ziele des Bundes, der die lokalen Rechtspraktiken vereinheitlichte und reformierte.<BR/>

Grebel, von

<b>Von Grebel</b><br>Familienwappen mit Helmzier im Wappenbuch der Adeligen Gesellschaft, um 1590 (Staatsarchiv Zürich, Archiv der Gesellschaft zur Constaffel, W I 15 41a, S. 53).<BR/>Das Wappen zeigt auf Rot einen silbernen halben Löwen mit rotem Stern auf der Brust. Die von Grebel stiessen als führende Familie der Stadt Zürich in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts zur Konstaffel, die sich nach der Reformation zur sogenannten Adeligen Gesellschaft wandelte. Das um 1590 angelegte Wappenbuch unterstützte das neue adlige Leit- und Geschichtsbild.<BR/>

Greifensee (Gemeinde)

<b>Greifensee (Gemeinde)</b><br>Belagerung der Stadt während des Alten Zürichkriegs im Mai 1444. Illustration aus der Chronik von   Johann Jakob Wick (Zentralbibliothek Zürich, Handschriftenabteilung, Wickiana, Ms. F 13, Fol. 49r).<BR/>

Greifensee (See)

<b>Greifensee (See)</b><br>Aussicht vom Schloss Greifensee auf den See, 1754. Radierung im Werk "Neue und vollständige Topographie der Eydgnoßschaft" (1754–1777) von  David Herrliberger (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>Der Blick gleitet vom Schloss gegen Südwesten über den See, in Richtung Pfannenstiel und Forch. Am gegenüberliegenden Ufer ist links Maur mit dem Schloss zu erkennen.<BR/><BR/>

Greith, Carl Johann

<b>Carl Johann Greith</b><br>Auf dem hölzernen Schaukelpferd. Karikatur von  Jakob Albrecht  im humoristisch-satirischen Volksblatt "Der Inspekter" vom 1. Juni 1861 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Obschon er ab 1853 nicht mehr Mitglied des Grossen Rats von St. Gallen war, hatte Carl Johann Greith innerhalb der konservativen Partei noch immer grossen Einfluss. Der Karikaturist stempelt ihn zu deren Repräsentanten und stattet den damaligen Domdekan mit der Halsbinde der Jesuiten aus. Er lässt ihn laut Wegweiser über Feldkirch, die benachbarte Niederlassung der Jesuiten, nach Rom reiten.<BR/><BR/>

Grenchen

<b>Grenchen</b><br>Blick auf die Uhrenrohwerk-Fabrik Ebauches SA. Fotografie, nach 1926 (Schweizerische Nationalbibliothek, Eidgenössisches Archiv für Denkmalpflege, Sammlung Photoglob).<BR/>Die etappenweise erweiterte Anlage wurde 1904 Sitz der Uhrenfabrik Adolf Michel, die sich 1926 mit den bedeutendsten Grenchner Rohwerk-Fabriken zur Ebauches SA vereinigte. Die Fotografie zeigt die 1918–1919 errichteten Flügel mit dem monumentalen konkaven Eckbau, der als Empfangstrakt reich gegliedert und von der Uhr als sprechendem Firmenschild bekrönt ist. Die Uhrenindustrie hat mit ihren kastenartigen und grosszügig befensterten Fabrikbauten das Siedlungsbild der Stadt entscheidend geprägt.<BR/>

Grenzen

<b>Grenzen</b><br>Zeichnung der Grenze zwischen Bern und Wallis von  Samuel Bodmer,  1705 (Staatsarchiv Bern, Atlanten 2, Nr. 262).<BR/>In einer eindrücklichen perspektivischen Verkürzung, die sich um die tatsächlichen Distanzen nicht kümmert, zieht Bodmer in Rot die Grenze nach. Sie folgt erst dem Gebirgsgrat, zwängt sich zwischen den beiden Dents de Morcles hindurch, führt dann bei Saint-Maurice, dargestellt durch eine Gruppe von Häusern, ins Rhonetal hinunter und weiter entlang der Rhone Richtung Genfersee. Links oben erkennt man Martigny und ganz rechts deuten drei Gebäude die Salzminen von Bex an.<BR/>

Gretler, Heinrich

<b>Heinrich Gretler</b><br>Fotografie des Zürcher Schauspielers in der Gegend von Ovronnaz 1938, während der Dreharbeiten am Film "Farinet ou l'or dans la montagne" (Sammlung Cinémathèque suisse, alle Rechte vorbehalten).<BR/>Gretler, der die Rolle des Charrat spielte, versah das Porträt mit folgender französischer Widmung in deutscher Orthografie: "Pur mong schär Mettör ang Sähn, mong ami Max Haufler awägg mä mäjöhr wöh" (Für meinen lieben Regisseur und Freund Max Haufler mit meinen besten Wünschen).<BR/>

Greulich, Herman

<b>Herman Greulich</b><br>Fotografiert an der Delegiertenversammlung der Internationalen Vereinigung für gesetzlichen Arbeiterschutz, die vom 23. bis 25. September 1925 in Bern stattfand (Schweizerisches Sozialarchiv, F Fc-0003-01).<BR/>Herman Greulich (links) zusammen mit Vertretern der Vereinigung: dem Präsidenten Adrien Lachenal, Genfer Nationalrat (Mitte), und dem Generalsekretär Stephan Bauer, Professor für Wirtschaftspolitik .<BR/>

Greyerz (Gemeinde)

<b>Greyerz (Gemeinde)</b><br>Ansicht von der Ebene aus, um 1760. Radierung im Werk "Neue und vollständige Topographie der Eydgnoßschaft" (1754–1777) von  David Herrliberger (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Von links nach rechts erheben sich auf dem Hügelrücken das Schloss (A), das Rathaus, das Spital (B) und das Freiburgertor (C), auf das die steile Strasse von der ehemals sumpfigen Ebene zuführt.<BR/><b>Greyerz (Gemeinde)</b><br>Touristen auf dem Marktplatz an einem Sonntag im August 1947. Fotografie von  Simon Glasson (Musée gruérien, Bulle).<BR/>Das Schild mit dem weissen Kranich (links) bezeichnet das Rathaus. Das Gebäude mit dem pyramidenförmigen Dach in der Verlängerung des Platzes ist das ehemalige Salzlager. Es wurde "Kalvarienberg" genannt, nachdem die Figurengruppe, die zuvor die Hinterseite des Belluard-Tors geschmückt hatte, an seiner Fassade angebracht worden war. Auf dem Hügel im Hintergrund erhebt sich die Schlossanlage.<BR/>

Greyerz (Grafschaft, Bezirk)

<b>Greyerz (Grafschaft, Bezirk)</b><br>Ausschnitt aus der 1578 entstandenen Karte des Standes Bern von  Thomas Schöpf  in einer Kopie von  Alfred Weitzel,  die 1916 in Freiburg erschien (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Die mit den Ortsnamen verbundenen Symbole spiegeln die Verwaltungshierarchie und enthalten keine Hinweise auf das effektive Siedlungsbild. Die schraffierte Linie im oberen Teil des Bildes markiert die Grenze, die mit der Teilung der Grafschaft Greyerz zwischen Bern und Freiburg 1555 gezogen worden war. Norden befindet sich unten.<BR/><b>Greyerz (Grafschaft, Bezirk)</b><br>Die ehemaligen Lagerhallen der Fromage Gruyère SA in der Rue du Moléson in Bulle. Fotografie von  Simon Glasson,  1924 (Musée gruérien, Bulle).<BR/>Die 1913 gegründete Genossenschaft für den Verkauf von Greyerzerkäse (SCVFG) wurde 1916 eine Aktiengesellschaft von landesweiter Bedeutung. Ab 1924 war ihr Schicksal mit den Laiteries genevoises réunies verbunden, deren mit Käselaiben beladenes Fahrzeug man in der Bildmitte erkennt. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts belegte das Unternehmen Fromage Gruyère SA schweizweit den zweiten Platz unter den Produzenten und Vertreibern von Greyerzerkäse.<BR/><b>Greyerz (Grafschaft, Bezirk)</b><br>Arbeitsschluss in der Schokoladenfabrik Cailler in Broc. Fotografie von  Simon Glasson,  um 1935 (Musée gruérien, Bulle).<BR/>Die 1898 gegründete Schokoladefabrik Cailler in Broc, die ab 1929 für die Société des Produits Nestlé produzierte, beschäftigte 1930 etwa 1800 Arbeiter und Arbeiterinnen.<BR/>

Grieder, Adolf

<b>Adolf Grieder</b><br>Plakat für das Seidengeschäft an der Zürcher Bahnhofstrasse, gestaltet 1917 von  Karl Bickel (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Griffon, Jean

<b>Jean Griffon</b><br>Rhinoplastie nach der Methode von Gaspare Tagliacozzi. Stich aus dem Werk "De Curtorum chirurgia per insitionem libri duo", Venedig 1597 (Universitätsbibliothek Basel).<BR/>Die Wiederherstellung einer Nase mit Hilfe eines Hautfetzens vom Arm war eine der chirurgischen Kunstfertigkeiten Griffons, die ihm zum Erfolg verhalfen. Die meisten Militärchirurgen implantierten jedoch weiterhin nach dem Vorbild von Ambroise Paré künstliche Nasen aus Silber.<BR/>

Grimentz

<b>Grimentz</b><br>Das Dorf vor der touristischen Entwicklung in den 1960er und 70er Jahren. Fotografie von  Hyppolite Chappuis,  um 1920 (Mediathek Wallis, Martigny).<BR/>

Grimm, Robert

<b>Robert Grimm</b><br>Der Leiter der Sektion Kraft und Wärme (links) in der kriegswirtschaftlichen Administration im Gespräch mit einem Beamten, um 1944. Foto von   Theo Frey (Schweizerische Nationalbibliothek, Eidgenössisches Archiv für Denkmalpflege, Sammlung Frey).<BR/>

Grimselpass

<b>Grimselpass</b><br>Ein Postauto auf der Fahrt zum alten Grimselhospiz, um 1925 (Museum für Kommunikation, Bern).<BR/>

Grindelwald

<b>Grindelwald</b><br>Panorama von Grindelwald 1669. Aquarell von  Albrecht Kauw (Bernisches Historisches Museum) © Foto Stefan Rebsamen.<BR/>Hinter dem Dorf erkennt man (von links nach rechts) das Wetterhorn, den Oberen Grindelwaldgletscher, den Mettenberg, den Unteren Grindelwaldgletscher und den Eiger. Das Aquarell Kauws gehört zu den frühen Beispielen von Gebirgspanoramen.<BR/><b>Grindelwald</b><br>Der Maler Ferdinand Hodler mit Valentine Godé-Darel in Grindelwald, Winter 1912  © KEYSTONE/Photopress.<BR/><BR/><b>Grindelwald</b><br>Tourismusplakat von  Armin Bieber,   1927 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Grock

<b>Grock</b><br>Der Clown tritt in die Manege seines eigenen Zirkus. Fotografie, entstanden zwischen 1952 und 1954  © KEYSTONE/Photopress.<BR/>

Grolley

<b>Grolley</b><br>Die Frauen von Grolley vertreiben die Männer einer Freischar aus Estavayer, 7. Januar 1847. Von  Louis-Joseph Schmid   veröffentlichte Lithografie  © Museum für Kunst und Geschichte Freiburg.<BR/>Einige Monate vor dem Sonderbundskrieg machte sich eine aus Radikalen zusammengesetzte Freischar aus Estavayer nach Freiburg auf, um dort gegen den Freiburger Beitritt zum Sonderbund zu protestieren. In Grolley besetzten etwa fünfzig Männer der Freischar die Dorfherberge (Bildmitte). Da die Männer des Ortes abwesend waren, warfen sich die Frauen auf die Besetzer und schlugen sie in die Flucht.<BR/>

Grossbritannien

<b>Grossbritannien</b><br>"König Lear verstösst seine jüngste Tochter Cordelia". Erste Szene im ersten Akt von Shakespeares Drama "King Lear", gezeichnet von  Johann Heinrich Füssli.  Stich von  Richard Earlom  aus dem Jahr 1792 (Kunstmuseum Basel, Kupferstichkabinett, Fotografie Martin Bühler).<BR/>Der Zürcher Maler, ordentliches Mitglied der Royal Academy, gehörte zu den Initianten der Galerie The Boydell Shakespeare Gallery in London, die Gemälde der bedeutendsten Künstler der Zeit zu allen Dramen Shakespeares ständig ausstellte. Die meisten der Werke wurden dann als Stiche verbreitet. 1805 wurde die Boydell Gallery geschlossen und die Bildersammlung aufgelöst.<BR/><b>Grossbritannien</b><br>"Allegorie Nr. 6: Lady Zwietracht treibt politische Alchemie". Kolorierte Lithografie, publiziert unter dem Namen  Patrioty,   veröffentlicht 1849 in Paris (Bernisches Historisches Museum) © Foto Stefan Rebsamen.<BR/>Die Karikatur, die zu einer Reihe von sechs Allegorien politischer Propaganda gehört, prangert die Unterstützung der radikalen Schweiz von 1848 durch Grossbritannien an: England (rechts) bezahlt einen finsteren Kerl, der mit einem Blasebalg das Feuer ("Bürgerkrieg") schürt und einen roten Lavastrom ("revolutionäre Propaganda") über Europa verbreitet. Ein grosser preussischer Feuerwehrmann versucht mit der Hilfe von Österreichern und Russen (links) das Lauffeuer zu löschen. Die Schweiz, symbolisiert durch eine kleine Alpenhirtin, kümmert sich nicht um die autokratischen Regime.<BR/><BR/><b>Grossbritannien</b><br>Ankunft von Winston Churchill in Zürich am 19. September 1946  © KEYSTONE/Photopress.<BR/>Der ehemalige Premierminister begibt sich nach seiner Ankunft auf dem Flugplatz Dübendorf zur Universität, wo er eine Rede über die Notwendigkeit der Schaffung eines geeinten und starken Europas halten wird (<I>"Let Europe arise"</I>).<BR/>

Grossdietwil

<b>Grossdietwil</b><br>Das Dorf in einer Luftaufnahme von  Hugo Kopp,   1960 (Schweizerische Nationalbibliothek, Eidgenössisches Archiv für Denkmalpflege, Sammlung Kopp).<BR/>Das kleine Dorf wird dominiert von der katholischen Pfarrkirche, die um 1880 nach Plänen von Johann Meyer errichtet wurde. Von der mittelalterlichen Kirche ist der im Kern romanische Glockenturm erhalten geblieben. Unten links ist das 1959 erbaute zweite Schulhaus mit der Turnhalle zu erkennen.<BR/>

Grosser Sankt Bernhard (Hospiz)

<b>Grosser Sankt Bernhard (Hospiz)</b><br>Ansicht von der Walliser Seite aus in Richtung Süden . Kolorierte Aquatinta von  Sigismond Himely  nach einer Vorlage von  Gabriel Lory (Fils)  (Schweizerische Nationalbibliothek, Sammlung Gugelmann).<BR/>Die Abbildung aus Raoul Rochettes Werk "Voyage pittoresque dans la Vallée de Chamouni et autour du Mont-Blanc", das 1826 bei Jean-Frédéric d'Ostervald in Paris erschien, verweist auf die internationale Bekanntheit und touristische Bedeutung des bereits in der Antike genutzten Alpenübergangs. Das Hospiz zeigt sich in der Gestalt des zwischen 1671 und 1693 erfolgten Umbaus, bei dem die Kirche (im Osten) und die Wohnräume unter einem Dach vereinigt worden sind.<BR/>

Grosser Sankt Bernhard (Pass)

<b>Grosser Sankt Bernhard (Pass)</b><br>Autobus der italienischen Eisenbahngesellschaft Ferrovie dello stato auf der Passhöhe vor dem Hospiz, um 1910 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>1905 wurde auf der italienischen Seite die Fahrstrasse, deren Bau 1893 auf Schweizer Seite begonnen worden war, fertiggestellt. Noch in der Vorkriegszeit konnte deshalb eine regelmässige Busverbindung zwischen Aosta und dem Pass eingerichtet werden.<BR/><b>Grosser Sankt Bernhard (Pass)</b><br>Eröffnung des Tunnels am 19. März 1964 (Mediathek Wallis, Martigny; Fotografie Presse-Diffusion).<BR/>Der Gebühreneinzug verursachte eine lange Warteschlange.<BR/>

Grosses Moos

<b>Grosses Moos</b><br>Karikatur von  Heinrich von Arx,   um 1850 (Burgerbibliothek Bern).<BR/>Das Fass im Hintergrund ist als "Danaiden Fass" gekennzeichnet, eine Anspielung auf die Legende der fünfzig Töchter des Danaos, die auf ewig dazu verdammt waren, Wasser in ein Fass ohne Boden zu giessen.<BR/><BR/>

Grosses Schisma

<b>Grosses Schisma</b><br>Papst Martin V. auf dem Konzil von Konstanz im Kreis von Bischöfen und Kardinälen, dargestellt 1485 vom Illustrator der "Spiezer Chronik"  Diebold Schillings (Burgerbibliothek Bern, Mss.h.h.I.16, S. 665).<BR/>Der Chronist erinnert an die denkwürdige Wahl von Kardinal Oddone Colonna zum Papst Martin V. im November 1417.<BR/>

Grossmann, Marcel

<b>Marcel Grossmann</b><br>Fotografie, um 1935 (ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv).<BR/>

Grossmünster

<b>Grossmünster</b><br>Ansicht von Nordosten. Tuschzeichnung von  Gerold Escher,   um 1710 (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>An den Chor der romanischen Kirche schliesst das dreiflügelige Stiftsgebäude mit dem Kreuzgang in der Mitte an. Nach der Reformation nahm es die Grossmünsterschule auf und der Kreuzgang wandelte sich vom Friedhof der Chorherren zur privilegierten Grabstätte der Oberschicht.<BR/><b>Grossmünster</b><br>Bücherverteilung an Studenten und Schüler in der Grossmünsterkirche. Kupferstich von  David Herrliberger,   1751 (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>Das Zeremoniell spielt sich vor dem Kanzellettner ab, der 1526 mit der Anpassung der Kirche an den reformatorischen Gottesdienst zwischen Schiff und Chor eingebaut worden war. Für den Boden der Lettnerbühne und des Kanzelkorbs hatte man Platten der abgebrochenen Altäre der Stadtkirchen verwendet. Die Bücher, die der Rektor verteilt, sind auf dem Taufstein gestapelt, der auch als Abendmahlstisch diente und mit der Kanzel die liturgische Achse des reformierten Predigtraums bildete.<BR/>

Grubenmann, Hans Ulrich

<b>Hans Ulrich Grubenmann</b><br>"Plan, Durchschnitt und Aufriss der berühmten Schaffhauser Brücke über den Rhein". Kupferstich nach den Originalplänen Grubenmanns von  Christian von Mechel,  veröffentlicht in Basel 1803 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Die 1756–1758 errichtete Schaffhauser Brücke zählte bald zum Pflichtprogramm der europäischen Architekten und Ingenieure, die auf ihrer Grand Tour die Schweiz besuchten. Das Interesse an der Brücke überdauerte deren Zerstörung im Jahr 1799. Um die Neugier der Reisenden zu befriedigen, veröffentlichte Christian von Mechel diese Tafel zusammen mit zwei weiteren, welche die Limmatbrücke in Wettingen und die von Joseph Ritter erbaute Reussbrücke in Mellingen zeigen.<BR/>

Grundbesitz

<b>Grundbesitz</b><br>Plakat für die Abstimmung vom 2. Juli 1967 über die Volksinitiative gegen die Bodenspekulation (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Die 1963 von der Sozialdemokratischen Partei und dem Schweizerischen Gewerkschaftsbund eingereichte Volksinitiative stiess auf heftigen Widerstand bei den Verteidigern des Eigentums, die zum Kampf gegen die "Verstaatlichung des Bodens" aufriefen. Die Stimmbevölkerung lehnte das Volksbegehren mit 67,3% Neinstimmen ab.<BR/><BR/>

Grundherrschaft

<b>Grundherrschaft</b><br>Zierinitialen und Illustrationen am Anfang eines Eintrags im Urbar von Louis de Chalon, Herr von Arlay und Grandson, für das Meieramt (métralie) von Provence, 16. März 1451  (Archives cantonales vaudoises, Fq 7, Foto Rémy Gindroz).<BR/>Die ältesten Urbare bestanden aus zusammengenähten Pergamenten (<I>rotuli</I>). Ab dem 15. Jahrhundert wurden sie, von einigen wenigen Ausnahmen abgesehen, durch Bücher ersetzt.<BR/>

Grüne Parteien

<b>Grüne Parteien</b><br>Plakat der Grünen Partei Freiburg für die Nationalratswahlen 1987 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/><b>Grüne Parteien</b><br>Plakat der Grünen Partei Baselland für die Nationalratswahlen 1987 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Grünenberg

<b>Grünenberg</b><br>Die Berner Truppen 1383 bei den Vorbereitungen zum Angriff auf die Feste Grünenberg. Illustration in der "Spiezer Chronik" (1485) von  Diebold Schilling (Burgerbibliothek Bern, Mss.h.h.I.16, S. 433).<BR/>Zwei Knechte entfernen sich von der Feste, um Holz zu sammeln (Bildvordergrund). Zwei Berner Soldaten stürzen sich auf das offen gebliebene Tor und bedeuten den im Wald versteckten Bernern und Solothurnern, zum Angriff überzugehen. Diese Episode des Burgdorfer Kriegs ist vom Chronisten Konrad Justinger überliefert, von dessen Darstellung sich der Illustrator inspirieren liess.<BR/>

Gruner, Gottlieb Sigmund

<b>Gottlieb Sigmund Gruner</b><br>Frontispiz und Titelseite des ersten Bandes seines Hauptwerks, das 1760 bei Abraham Wagner in Bern erschien (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Der Kupferstich von Adrian Zingg nach einer Zeichnung von Johann Ludwig Aberli, der von zwei Gedichtversen Albrecht von Hallers begleitet wird, zeigt die Staubbachfälle im Lauterbrunnental. Es handelt sich um eine der ersten nach der Natur gezeichneten Alpenansichten. Die Begegnung zwischen dem Maler Aberli, dem Dichter und Naturforscher Haller und dem Gelehrten Gruner steht für die Wiederentdeckung der Schweizer Alpen, die von nun an Scharen von Reisenden aus ganz Europa anziehen sollten.<BR/>

Grüninger, Paul

<b>Paul Grüninger</b><br>Porträt von Paul Grüninger. Fotografie von  Reto Hügin,  1971 (Ringier Bildarchiv, RBA1-4-13985) © Staatsarchiv Aargau / Ringier Bildarchiv.<BR/>Vor und während des Zweiten Weltkriegs riskierten viele nichtjüdische Personen ihr Leben, um Juden vor der Verfolgung zu retten. Sie wurden als "Gerechte unter den Völkern" mit der Medaille des Instituts Yad Vashem, der Gedenkstätte der Shoah in Jerusalem, geehrt, so auch Paul Grüninger im Jahr 1971.<BR/>

Grütliverein

<b>Grütliverein</b><br>Titel der Erstausgabe der Genossenschaftszeitung vom 1. Oktober 1851 (Schweizerisches Sozialarchiv).<BR/>

Gryon

<b>Gryon</b><br>Pfarrhaus und Kirche, um 1828. Kolorierte Aquatinta von  Samuel Weibel (Musée historique de Lausanne).<BR/>

Gschwind, Stefan

<b>Stefan Gschwind</b><br>Der Sozialdemokrat, aufgenommen von einem unbekannten Fotografen. Postkarte, um 1890 (Schweizerisches Sozialarchiv, F Ka-0002-025).<BR/>

Gstaad

<b>Gstaad</b><br>Tourismusplakat von  Alex Walter Diggelmann,   1933 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Gubler, Max

<b>Max Gubler</b><br>Der Maler in seinem Atelier, um 1950. Foto von   Theo Frey (Schweizerische Nationalbibliothek, Eidgenössisches Archiv für Denkmalpflege, Sammlung Frey).<BR/>

Gugelberg von Moos

<b>Gugelberg von Moos</b><br>Schloss Salenegg. Lithografie von Karl Heinrich Gernler nach einer Fotografie von  Dietrich Jecklin,  publiziert in dessen Werk über die Burgen und Schlösser Rätiens von 1870 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Die lang gestreckte, dreigeschossige Anlage mit Turm geht weitgehend auf Erweiterungen und Ausbauten des 17. und 18. Jahrhunderts im Auftrag der Gugelberg von Moos zurück. Der in den Weinbergen über Maienfeld gelegene Herrschaftssitz, bis heute in Familienbesitz, gilt als eines der reizvollsten Patrizierhäuser Graubündens.<BR/>

Guggenheim, Alis

<b>Alis Guggenheim</b><br>Die Künstlerin bei sich zu Hause. Foto, um 1920 (Schweizerisches Sozialarchiv, F 5090-Fa-003).<BR/>

Gügler, Alois

<b>Alois Gügler</b><br>Porträt des Luzerner Theologen. Lithografie aus dem Jahr 1821 von  Bernhard Eglin (Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern, Sondersammlung).<BR/>

Guiguer, Charles-Jules (de Prangins)

<b>Charles-Jules Guiguer</b><br>Der General 1838 hoch zu Ross. Lithografie von  Louis Wegner,  veröffentlicht 1842 von F. Elgger in Luzern (Musée historique de Lausanne).<BR/>

Guillebert, Alphonse

<b>Alphonse Guillebert</b><br>Der Neuenburger Pfarrer, 1843. Kohle- und Pastellzeichnung von  Nancy Merienne (Musée d'art et d'histoire Neuchâtel).<BR/>

Guillimann, Franz

<b>Franz Guillimann</b><br>"Habsburgiaca sive de antiqua et vera origine domus Austriae". Titelblatt der 1605 in Mailand publizierten Geschichte des Hauses Habsburg (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Seine erste Studie zur Geschichte des Hauses Habsburg widmete der Autor Kaiser Rudolf II. Das Werk fand bei den Habsburgern Anklang und trug Guillimann die Förderung durch den Kaiser ein.<BR/>

Guler von Wyneck, Johannes

<b>Johannes Guler von Wyneck</b><br>Titelseite der Erstausgabe der Chronik "Raetia", die 1616 von Johann Rudolf Wolf in Zürich gedruckt wurde (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Die Kopfvignette stellt Augsburg als Hauptstadt der Raetia Prima dar. Chur, Hauptstadt der Raetia Secunda, erscheint in der Fussvignette, eingerahmt von Allegorien des Rheins (links) und des Inns (rechts). Der vollständige Titel rühmt die Ausführlichkeit des Inhalts und die Fülle des Bildmaterials, das mehrere unter der Leitung des Autors eigens angefertigte Landkarten umfasst.<BR/><BR/>

Guler von Wyneck

<b>Guler von Wyneck</b><br>Der Landammann des Zehngerichtenbunds und Chronist Johannes Guler von Wyneck im Alter von 69 Jahren. Unsigniertes Ölporträt, 1631 (Rätisches Museum, Chur).<BR/><BR/>

Gümligen

<b>Gümligen</b><br>Das alte Schloss. Aquarell mit Federkonturen von  Albrecht Kauw,   1674 (Bernisches Historisches Museum) © Foto Stefan Rebsamen.<BR/>Die Ansicht, von Nordosten Richtung Gurten, zeigt den Landsitz vor dem Umbau, den Beat von Fischer im 18. Jahrhundert veranlasst hat.<BR/>

Gümmenenkrieg

<b>Gümmenenkrieg</b><br>Die Belagerung von Gümmenen 1331. Illustration in der "Spiezer Chronik" (1485) von  Diebold Schilling (Burgerbibliothek Bern, Mss.h.h.I.16, S. 200).<BR/>Die Truppen sind unter den Mauern der Feste versammelt, die Fussknechte tragen die Banner Berns und seiner Verbündeten (Otto von Grandson, Thun, Biel, Aarberg, Stadt und Bischof von Basel, Solothurn). Hinter der Feste erscheinen am Horizont savoyische Kriegsleute hoch zu Ross, um den Freiburgern zu Hilfe zu eilen.<BR/>

Gute Dienste

<b>Gute Dienste</b><br>Bundesrat Karl Kobelt verabschiedet das zweite Kontingent der Schweizer Korea-Mission am Flughafen Zürich Kloten, Juli 1953  © KEYSTONE/Photopress.<BR/>

Güterzusammenlegung

<b>Güterzusammenlegung</b><br>Flurplan der Gemeinde Büren zum Hof, vor und nach der Güterzusammenlegung, 1920 und 1921 (Staatsarchiv Bern, AA IV 1883).<BR/>Die in der oberen Bildhälfte dargestellte starke Parzellierung der Ackerflächen, unter anderem eine Folge der Realteilung unter Erben, verhinderte eine rationelle, rentable Bodenbewirtschaftung. Die Güterzusammenlegung in Büren senkte die Zahl der Grundstücke von 816 auf 143 und schuf somit bessere Voraussetzungen für deren Nutzung.<BR/>

Gutzwiller, Stephan

<b>Stephan Gutzwiller</b><br>Der Präsident des Verfassungsrats von Basel-Landschaft Stephan Gutzwiller, auf der Rednertribüne anlässlich des in Liestal begangenen ersten Jahrestages der Ereignisse vom 21. August 1831. Kolorierte Lithografie (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Das Volksfest erinnerte an alle diejenigen, die während der gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Baselbieter Antiseparatisten und Separatisten unter der Führung von Gutzwiller ums Leben gekommen waren.<BR/>

Guyer, Adolf

<b>Adolf Guyer-Zeller</b><br>Reaktion auf den Machtwechsel bei der Schweizerischen Nordostbahn (NOB). Karikatur von  Johann Friedrich Boscovits  im "Nebelspalter" vom 4. August 1894 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Adolf Guyer-Zeller reitet der NOB als neuer Verwaltungsratspräsident voraus und schlägt den alten Verwaltungsrat und die alte Direktion in die Flucht.<BR/>

Gwalther, Rudolf

<b>Rudolf Gwalther</b><br>Titelseite des "Endtchrist", 1546 gedruckt bei Christoph Froschauer in Zürich (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Dieses Pamphlet enthält fünf Predigten, mit denen Gwalther beweisen will, dass der Papst in Rom der eigentliche Antichrist sei.<BR/><b>Rudolf Gwalther</b><br>Illustration aus dem "Endtchrist", 1546 gedruckt bei Christoph Froschauer in Zürich(Schweizerische Nationalbibliothek).   <BR/>Das Pamphlet enthält fünf Predigten, mit denen Gwalther beweisen will, dass der Papst in Rom der eigentliche Antichrist sei. Der Holzschnitt am Schluss des Bändchens zeigt den Papst in Satansgestalt, die Bücher der Heiligen Schrift mit den Hufen traktierend.<BR/>

Gymnasium

<b>Gymnasium</b><br>Schüler und Lehrer im Hof des Collège de Genève im Mai 1872. Fotostudio Garcin, Genf (Bibliothèque de Genève).<BR/>Das Gebäude des Collège, das von Johannes Calvin gegründet und in der Mitte des 16. Jahrhunderts gebaut worden war, wurde zunächst nur von Knaben besucht. Der Neuordnung von 1886 gemäss folgen auf drei einheitliche Schuljahre vier Oberstufenjahre, die in vier Typen gegliedert sind (klassisch, lateinisch, naturwissenschaftlich und neusprachlich). Die Studien werden im Alter von zwölf Jahren begonnen und mit der Maturität abgeschlossen. Mit der Einführung gemischter Klassen 1969 nahm die Schule den Namen Collège Calvin an.<BR/>

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