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11/2017
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z 

Aa, Albert von der

<b>Albert von der Aa</b><br>Der Lausanner Stadtrat, Leiter des Sozialwesens, in seinem Büro im Oktober 1961, Foto von  Roland Schlaefli (Schweizerisches Nationalmuseum, Actualités suisses Lausanne).<BR/><BR/>

Aarau

<b>Aarau</b><br>Telefonistinnen bei der Arbeit, 1924  (Museum für Kommunikation, Bern).<BR/>Ab 1887 wurde in Aarau ein Telefonnetz installiert, das mit einer Handzentrale ausgestattet war. Diese blieb bis zur Einrichtung einer automatischen Zentrale im Juni 1940 in Betrieb.<BR/>

Aarberg (Gemeinde)

<b>Aarberg (Gemeinde)</b><br>Die Holzbrücke über die Aare, 1893 gezeichnet von   Eduard von Rodt (Bernisches Historisches Museum, Sammlung von Rodt) © Foto Stefan Rebsamen.<BR/>Eduard von Rodt, Architekt und Mitglied der Eidgenössischen Kommission für Denkmalpflege, hat die jahrhundertealte Brücke dargestellt und rechts oben die Bauinschrift von 1568 wiedergegeben. Die Brücke wurde mehrmals restauriert, zuletzt 1786 und 1973.<BR/><b>Aarberg (Gemeinde)</b><br>Die Zuckerfabrik, 1986. Foto von  Roland Schlaefli (Schweizerisches Nationalmuseum, Actualités suisses Lausanne).<BR/>In der Zuckerfabrik + Raffinerie Aarberg AG (ZRA) wurden 1999 ca. 7'000 t Zuckerrüben pro Tag zu Zucker verarbeitet. 1997 fusionierte sie mit der Zuckerfabrik von Frauenfeld.<BR/>

Aare

<b>Aare</b><br>Die Aare und das Marzili in Bern, kolorierter Stich 1787 von   Johann Niklaus Schiel (Burgerbibliothek Bern).<BR/>Die Ansicht vermittelt eine Vorstellung von der Vielfältigkeit der Wasserfahrzeuge und den Gütermengen, die am Quai aufgestapelt wurden.<BR/><b>Aare</b><br>Werbeplakat von 1981, Druck der   Brügger AG, Meiringen (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Seit der Mitte des 18. Jahrhunderts stellt die spektakuläre Schlucht eine grosse Touristenattraktion dar.<BR/>

Aargau

<b>Aargau</b><br>Jüdischer Friedhof zwischen Lengnau und Endingen, Stich von   Johann Balthasar Bullinger nach Johann Rudolf Holzhalb, aus "Johann Caspar Ulrichs Sammlung jüdischer Geschichten", Basel, 1768 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Wegen der Zurzacher Messen und der geringeren Diskriminierung in den gemeinen Herrschaften hatten sich in der frühen Neuzeit viele Juden in der Grafschaft Baden, v.a. in Lengnau und Endingen, niedergelassen. 1750 bauten sie ihren Friedhof zwischen den beiden Orten. Vorher hatten sie die Toten auf einer Insel im Rhein, dem sogenannten Judenäule, bestatten müssen, die sie von der Stadt Waldshut gekauft hatten.<BR/>

Aargauer Klosterstreit

<b>Aargauer Klosterstreit</b><br>Anonymer Holzschnitt (Bernisches Historisches Museum) © Foto Stefan Rebsamen.<BR/>Dieser antikatholische Stich kritisiert die angebliche Zuchtlosigkeit und das ausschweifende Leben in den Klöstern. Er zeugt von der Heftigkeit der Polemik während der konfessionellen Spannungen, die 1845 zur Gründung des Sonderbunds führten. Etwa zu diesem Zeitpunkt dürfte die boshafte Karikatur verbreitet worden sein.<BR/>

Aarwangen (Gemeinde)

<b>Aarwangen (Gemeinde)</b><br>Zertifikat der Republik Bern für einen Metzgergesellen von Langenthal, ausgestellt im Oktober 1777 durch den Meister Ueli Mattis von Gutenburg. Die drei Vignetten stammen vom Berner Kleinmeister    Johann Ludwig Nöthiger (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>

Ab Yberg, Theodor

<b>Theodor Ab Yberg</b><br>Der konservative Schwyzer Kommandant wird auf einer Lithografie karikiert (Burgerbibliothek Bern).<BR/>

Abeille, Joseph

<b>Joseph Abeille</b><br>Projekt für das Berner Burgerspital, Aufriss der Südfassade, Mittelstück (Burgerbibliothek Bern, Burgerspitalarchiv, BP 53).<BR/>

Abfall

<b>Abfall</b><br>Kehrichtentsorgung mit dem «Ochsnerkübel» beim Hotel Beau-Rivage Palace in Lausanne 1914  (Musée historique de Lausanne).<BR/><b>Abfall</b><br>Plakat der Konservenfabrik Lenzburg von 1941 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Ablasswesen

<b>Ablasswesen</b><br>Memorialtafel mit dem Ablassbrief des Weihbischofs von Konstanz, aus der Schlosskapelle Wyher in Ettiswil, 1593 (Schweizerisches Nationalmuseum, LM-21219).<BR/>Der Pergamentbrief erklärt den Gläubigen in der Schlosskapelle den vierzigtägigen Ablass. Am Ende des Textes findet sich das Allianzwappen des Stifterpaars Ludwig Pfyffer von Altishofen und Elisabeth von Sonnenberg, flankiert von den Namenspatronen heiliger Ludwig und heilige Elisabeth.<BR/>

Abrüstung

<b>Abrüstung</b><br>Abstimmungsplakat für die eidgenössische Volksinitiative «Rüstungskontrolle und Waffenausfuhrverbot» vom 24. September 1972 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><BR/><b>Abrüstung</b><br>Abstimmungsplakat gegen die eidgenössische Volksinitiative «Rüstungskontrolle und Waffenausfuhrverbot» vom 24. September 1972 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><BR/>

Absinth

<b>Absinth</b><br>Karikatur zur Abstimmung von 1908, die in der satirischen Zeitschrift "Guguss'" in Genf erschien (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Abstimmungen

<b>Abstimmungen</b><br>Abstimmung mit offenem Handmehr, Ausserrhoder Landsgemeinde in Trogen, 1941 (Schweizerisches Nationalmuseum, Actualités suisses Lausanne, Foto Presse-Diffusion).<BR/>

Abstinenzbewegung

<b>Abstinenzbewegung</b><br>Plakat zum 75-jährigen Jubiläum des Blauen Kreuzes 1877–1952, von   H. Pache (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><b>Abstinenzbewegung</b><br>Plakat des Schweizerischen Bundes abstinenter Frauen, von   Jeanne Lombard  um 1900  (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Abtreibung

<b>Abtreibung</b><br>Ja zur Fristenlösung, Plakat der Referendumskampagne 1977–78 von   Daniel Will (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Adel

<b>Adel</b><br>Anonyme Pariser Karikatur des städtischen Patriziats aus der Zeit der Französischen Revolution (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>Der Aristokrat richtet sich einerseits an die "grossmächtigen Herren der Schweiz" (das kleine blaue Werk in seiner Hand trägt den Titel "Aux magnifiques Seigneurs de la Suisse, premiers jours de février 1789 et pour la dernière fois"), andererseits ersucht er die Bauern um Unterstützung (aus seiner Manteltasche ragt das Pamphlet "Adresse aux paysans de la Suisse pour soutenir la noblesse des villes").<BR/>

Affoltern am Albis

<b>Affoltern am Albis</b><br>Die eidgenössischen Truppen stürmen während des Bockenkriegs von 1804 den Ort, Aquarell von  Johann Jakob Aschmann (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>In der Nacht vom 27. auf den 28. März befreite ein Zug der sogenannten Chevaulegers (leichte Reiter) den Obersten Johann Jakob Füssli und zwei seiner Offiziere, die von den Aufständischen als Geiseln festgehalten wurden. Die Anführer des Aufstands wurden am 25. April 1804 hingerichtet.<BR/>

Agasse, Jacques-Laurent

<b>Jacques-Laurent Agasse</b><br>"Forge de Lausanne", Radierung 1800 von  Nicolas Schencker  nach einem Gemälde des Künstlers (Musée historique de Lausanne).<BR/>Das Originalgemälde von Agasse befindet sich heute im Musée d'art et d'histoire in Genf.<BR/>

Agassiz, Louis

<b>Louis Agassiz</b><br>Fotografie von  Paul Vionnet (Musée historique de Lausanne).<BR/>

Agrarmarkt

<b>Agrarmarkt</b><br>Markttag in Freiburg, 1944 (Schweizerisches Nationalmuseum, Actualités suisses Lausanne, Presse- Diffusion). <BR/>Die Bauern fahren mit ihren Körben, Harassen und Gemüsekisten je nach Ort ein- bis zweimal wöchentlich auf den Markt, um den Stadtbewohnern ihre Produkte zum Verkauf anzubieten. Im 21. Jahrhundert behauptet sich der Wochenmarkt trotz der zunehmenden Bedeutung der Supermärkte im Nahrungsmittelbereich, denn viele Konsumenten wollen die Herkunft der Produkte kennen. Ausserdem bevorzugen sie solche aus biologischem Anbau und von kleinen Betrieben.<BR/><BR/>

Agrarpolitik

<b>Agrarpolitik</b><br>Abstimmungsplakat zur Eidgenössischen Volksinitiative vom 4. Juni 1989, gestaltet vom Atelier Weibel (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Die Volksinitiative der Schweizerischen Vereinigung zum Schutz der kleinen und mittleren Bauern wurde mit 51,1% Neinstimmen nur knapp abgelehnt.<BR/>

Agrarverfassung

<b>Agrarverfassung</b><br>Das Dorf Hettlingen vom Wobrig aus betrachtet. Aquatinta von  Franz Hegi,   1820 (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>Die Agrarverfassung des Ancien Régime wirkte noch weit ins 19. Jahrhundert hinein. Im Beispiel von Hettlingen bildet der als Hecke zu erkennende Dorfzaun (Etter) die Baugrenze rund ums Dorf. Die Felder im Vordergrund liegen in Gemengelage und wurden in gegenseitiger Absprache abgeerntet. Erst zwischen 1835 und 1860 einigten sich die Grundeigentümer auf den Bau von zwanzig Güterstrassen, welche die individuelle Nutzung des Bodens ermöglichten.<BR/><BR/>

Aktivdienst

<b>Aktivdienst</b><br>Mobilmachung nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Die Aufgebote wurden sowohl auf Plakaten wie auch im Radio bekannt gemacht.<BR/>

Alchemie

<b>Alchemie</b><br>Anonymes, koloriertes Manuskript, um 1550 (Universitätsbibliothek Basel, Handschriftenabteilung, L IV 1).<BR/>Als "geheime Kunst" bediente sich die Alchemie in Bild und Text einer komplexen, oft nur schwer zu entschlüsselnden Symbolik.<BR/>

Alkoholismus

<b>Alkoholismus</b><br>Am 8. Dezember 1561 tötete Rudolf Hurter von Uerzlikon im Rausch seine schwangere Ehefrau (Zentralbibliothek Zürich, Handschriftenabteilung, Wickiana, Ms. F 12, Fol. 254r).<BR/>Der Zeichner setzt das von Johann Jakob Wick überlieferte Ereignis phantasievoll um: Das überraschte Opfer ruft Jesus um Hilfe an, während der triumphierende Teufel aus seinem Versteck hinter der Tür hämisch hervorgrinst.<BR/>

Allamand, François-Louis

<b>François-Louis Allamand</b><br>Pastellporträt um 1770, anonym (Musée historique de Lausanne).<BR/>

Allamand, Jean-Nicolas-Sébastien

<b>Jean-Nicolas-Sébastien Allamand</b><br>Stich von  Christian Prestel (Musée historique de Lausanne).<BR/>

Allianzen

<b>Allianzen</b><br>Zeremonie nach dem Vertragsschluss zwischen Bern, Zürich, den Drei Bünden und der Republik Venedig am 12. Januar 1706, Stich von   Johann Melchior Füssli (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>

Alltagsgeschichte

<b>Alltagsgeschichte</b><br>Szenen aus dem Berner Aargau um 1780: Indiennefabrik und Gasthof der Familie Laué bei Wildegg, Ausschnitt aus einem aquarellierten Stich von  Johann Jakob Aschmann (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Auch wenn der ländliche Alltag in den Werken der Kleinmeister oft idealisiert wurde, so liefern diese der historischen Forschung viele nützliche Informationen, wie hier z.B. über die Transportmethoden.<BR/>

Almanache

<b>Almanache</b><br>Kalenderblatt für das Jahr 1552, Monate Januar bis März, Holzschnitt gedruckt bei  Eustachius Froschauer, Zürich (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/><b>Almanache</b><br>"Etrennes helvétiennes et patriotiques, pour l'an de Grâce 1789", Nr. VII, Lausanne 1788 (Musée historique de Lausanne).<BR/>Die kleinformatige Publikation enthält einige Radierungen, die sich auseinanderfalten lassen. Für die Ausgabe von 1789 wählte der Verleger eine Ansicht der Tellskapelle. Die Jakobiner sollten später Wilhelm Tell in eine Reihe mit dem antiken Freiheitshelden Brutus stellen.<BR/>

Alpen

<b>Alpen</b><br>Ansicht von Leukerbad 1786, Aquarell von  Abraham Samuel Fischer (Schweizerische Nationalbibliothek, Sammlung Gugelmann).<BR/>Dieses Bild vermittelt ein idyllisches Bild des bergbäuerlichen Alltags. Aufschlussreich sind aber die Darstellungen der Transportmethoden, der arbeitenden Frauen und der ersten Touristen aus den Städten. In dem typischen Walliserdorf waren die Kirche und das Gasthaus die einzigen Steinbauten.<BR/><b>Alpen</b><br>Riese (im Tessiner Dialekt <I>sovenda</I>). In der Leventina wurden im 18. Jahrhundert solche Rutschen zum Holztransport eingesetzt. Radierung von   Johann Rudolph Schellenberg  aus Hans Rudolf Schinz' "Beyträge zur nähern Kenntniss des Schweizerlandes", 1784 (Zentralbibliothek Zürich).<BR/><b>Alpen</b><br>Kaufleute am Fuss der Alpen im 17. Jahrhundert, Scheibenriss von   Gottfried Stadler (Bernisches Historisches Museum, Depositum der Eidgenossenschaft) © Foto Stefan Rebsamen.<BR/>Die Kaufleute - vielleicht Zürcher Händler mit Wein aus dem Veltlin - verabschieden sich auf dem Dorfplatz vor den beladenen Saumtieren. Der Kopf der Kolonne hat schon mit dem Aufstieg begonnen.<BR/><b>Alpen</b><br>Flüsse und Lawinenhänge waren die Hindernisse, die Reisende während einer Alpenüberquerung im 16. Jahrhundert überwinden mussten. Zeichnung aus der Chronik von   Johann Jakob Wick (Zentralbibliothek Zürich, Handschriftenabteilung, Wickiana, Ms. F 34, Fol. 28r).<BR/>Wie in einem Comicstrip illustriert der Zeichner den Bericht über Ereignisse vom 24. Februar 1586.<BR/><b>Alpen</b><br>"Und wenn die Transitlastwagen den Zug nehmen würden? Für Europas Verkehrswesen von morgen, am 20. Februar: JA!" Volksabstimmung über die Alpeninitiative vom 20. Februar 1994, Plakat von  Christina Borer (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><b>Alpen</b><br>Von der Schweizerischen Verkehrszentrale 1935 in Auftrag gegebenes Plakat von  Herbert Matter (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><b>Alpen</b><br>Rigi-Kulm um 1820, Gemälde von   Johann Heinrich Bleuler (Schweizerische Nationalbibliothek, Sammlung Gugelmann).<BR/>Einzelne Berge der Zentralschweizer Voralpen zogen wegen der hervorragenden Aussicht auf die höchsten Gipfel viele Touristen an. Besonders geschätzt war die Rigi, auf der man im 1816 errichteten Hotel übernachten konnte.<BR/><b>Alpen</b><br>Plakat für das Hôtel Belvédère an der Furkastrasse um 1906 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Das Hotel wurde 1882 von Joseph Seiler, dem schon das Hôtel du Glacier du Rhône (im Medaillon dargestellt) gehörte, eröffnet. Die Szene kombiniert einzelne Abschnitte der Furkastrasse frei mit dem berühmten alpinen Symbol der "Gotthardpost" (Gemälde von Rudolf Koller 1874) und Ansichten des Rhonegletschers. Ausserdem werden auf dem Plakat auch die Betriebe der Hoteliersfamilie Seiler in Zermatt und auf der Riffelalp erwähnt.<BR/><b>Alpen</b><br>Vermessung des Staubbachfalls im Lauterbrunnental, Radierung von   Balthasar Anton Dunker und Joseph Störklin   nach einer Skizze von   Caspar Wolf   aus Jakob Samuel Wyttenbachs "Merkwürdige Prospekte aus den Schweizer-Gebürgen und derselben Beschreibung", gedruckt 1777 bei Abraham Wagner in Bern (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>Die Zusammenkunft am 28. Juli 1776 des Gelehrten Wyttenbach (rechts), des Künstlers Wolf (vor der Staffelei), des Verlegers Wagner (links) und einer Dame aus der aufgeklärten Gesellschaft, Sophie Müller, steht unter der Schirmherrschaft Albrecht von Hallers (im Medaillon).<BR/>

Alpinismus

<b>Alpinismus</b><br>Miniatur aus einer Handschrift zur Kriegstechnik des 15. Jahrhunderts (Zentralbibliothek Zürich, Ms. Rh. hist. 33b, Fol. 117r).<BR/>Dieser an Händen und Füssen mit Steigeisen ausgerüstete Bergsteiger lässt vermuten, dass das Militär schon lange vor dem Beginn des modernen Alpinismus gewisse Klettertechniken verwendet hat.<BR/><b>Alpinismus</b><br>Bergsteiger in den Alpen um 1910 (Schweizerisches Nationalmuseum, Sammlung Herzog).<BR/>Seit Beginn des 20. Jahrhunderts werden in Tourismusregionen gewisse Passagen mit Fixseilen gesichert. Viele Touren wurden damit auch fürs breite Publikum machbar.<BR/>

Altdorf (UR)

<b>Altdorf (UR)</b><br>Der Flecken vor dem Brand von 1799, Zierbild auf einem Gesellenbrief von 1785, Radierung von Karl Alois Triner (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/><b>Altdorf (UR)</b><br>Ortsansicht aus der Vogelperspektive, Stich 1884 von  L. Wagner (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>Zu erkennen sind die neue Strasse zum Bahnhof von 1880, die rechtwinklig zur eingedämmten Reuss verläuft, sowie im Hintergrund die Urner Alpen.<BR/>

Alter

<b>Alter</b><br>Plakat der Pro Senectute 1943, gestaltet von  Martin Peikert (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>In den wirtschaftlich schwierigen Jahren vom Ersten Weltkrieg bis zur Einführung der AHV 1948 lancierte die Pro Senectute mehrere Plakatkampagnen.<BR/>

Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV)

<b>Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV)</b><br>Plakat für die Abstimmung vom 24. Mai 1925 von  Carl Scherer (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/><b>Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV)</b><br>"Für die Witwen und Waisen, für die Alten: JA". Plakat für die Abstimmung vom 6. Dezember 1931 von  Jules Courvoisier (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/><b>Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV)</b><br>Abstimmung vom 6. Juli 1947, Plakat von  Hans Erni  für die AHV (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Altersvorsorge

<b>Altersvorsorge</b><br>Abstimmungsplakat zur Volksinitiative «für die 10. AHV-Revision ohne Erhöhung des Rentenalters» vom 27. September 1998 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Die in der Referendumsabstimmung von 1995 angenommene 10. AHV-Revision legte das Rentenalter für Männer auf 65 Jahre und für Frauen auf 64 Jahre fest. Deshalb lancierte der Schweizerische Gewerkschaftsbund eine Volksinitiative, die das Rentenalter der Frauen wieder auf 62 Jahre senken wollte. Dieses Volksbegehren wurde mit 58,5% Neinstimmen abgelehnt.<BR/>

Amiet, Cuno

<b>Cuno Amiet</b><br>Der Künstler vor der Staffelei, Fotografie von   A. Käser, Burgdorf (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Amnesty International (AI)

<b>Amnesty International (AI)</b><br>"Nein zur Todesstrafe", Plakat aus dem Jahr 1988 von   Stephan Bundi (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Anbauschlacht

<b>Anbauschlacht</b><br>Appell an die Jugend, sich an der Anbauschlacht zu beteiligen. Plakat von   Noël Fontanet (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Die Kampagne wurde 1941 von der Genfer Aide volontaire à l'agriculture lanciert.<BR/>

Andermatt

<b>Andermatt</b><br>Drei Touristen begegnen 1862 einem Bauern mit Fuhrwerk, Farblithografie von   Eugène Cicéri (Museum für Kommunikation, Bern).<BR/>

Anderwert, Fridolin

<b>Fridolin Anderwert</b><br>Fotografie des Bundesrats von  Emil Nicola-Karlen (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Andreae, Volkmar

<b>Volkmar Andreae</b><br>Der Komponist beim Partiturstudium, anonyme Fotografie (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Annabelle

<b>Annabelle</b><br>Werbeplakat für die Zeitschrift von 1975 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Ansermet, Ernest

<b>Ernest Ansermet</b><br>Der Dirigent studiert eine Partitur mit Lola Benda, die am Concours d'exécution musicale Genève 1940 den ersten Preis für Violine gewann, Foto von  Roland Schlaefli (Schweizerisches Nationalmuseum, Actualités suisses Lausanne).<BR/>

Anshelm, Valerius

<b>Valerius Anshelm</b><br>Seite aus der Berner Chronik, Ereignisse von 1474 (Burgerbibliothek Bern, Mss.h.h.I.4, f. 41v).<BR/>

Anstand

<b>Anstand</b><br>Eine wohlhabende Zürcher Familie nimmt eine Mahlzeit gemäss den Vorgaben der "Tischzucht" ein; Radierung von  Conrad Meyer,   erschienen 1645 im "Neujahrsblatt" der Stadtbibliothek Zürich (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>Das Fleisch, das die Dienerin zur Linken aufträgt, ist eine Speise der Privilegierten und markiert wie das Tafelbesteck (Löffel und Messer, noch nicht die Gabel) soziale Distinktion. Nur die Kinder essen noch von Hand.<BR/>

Antiatombewegung

<b>Antiatombewegung</b><br>Pfingstmarsch gegen radioaktive Abfälle, Lucens 1978, Foto von  Roland Schlaefli (Schweizerisches Nationalmuseum, Actualités suisses Lausanne).<BR/>

Antiklerikalismus

<b>Antiklerikalismus</b><br>"Solothurner Pfaffen-Jagd", anonyme Karikatur von 1873 (Schweizerische Nationalbibliothek, Graphische Sammlung).<BR/>In den Bildern aus der Zeit des Kulturkampfs präsentiert sich der Antiklerikalismus häufig sehr gewalttätig. Hier wird auf die Aufhebung der Klöster und die Absetzung des Bischofs Eugène Lachat angespielt.<BR/>

Antisemitismus

<b>Antisemitismus</b><br>Miniatur aus der "Amtlichen Berner Chronik"  von Diebold Schilling,   um 1483 (Burgerbibliothek Bern, Mss.h.h.I.1, S. 44).<BR/>1294 wurden die Berner Juden eines Ritualmordes an einem christlichen Kind angeklagt. In vielen europäischen Städten und Landschaften leiteten solche Beschuldigungen Pogrome ein.<BR/><b>Antisemitismus</b><br>Diese Karikatur erschien am 26. Mai 1933 in der Zeitschrift "Der Eiserne Besen", dem Organ der Nationalen Front (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Aostatal

<b>Aostatal</b><br>Ein Bergsturz zerstört 1564 ein ganzes Dorf (Zentralbibliothek Zürich, Handschriftenabteilung, Wickiana, Ms. F 16, Fol. 156r).<BR/>Der Chorherr Johann Jakob Wick erwähnt einen Brief über den Bergsturz im Dorf "Arras" (der Ort ist nicht eindeutig identifiziert) am 6. Juli 1564. Dieser Text diente dem Zeichner als Grundlage.<BR/>

Apotheker

<b>Apotheker</b><br>Apotheke um 1800, Aquatinta aus dem Erbauungsbuch "Gallerie der vorzüglichsten Künste und Handwerke", Zürich und Leipzig 1804-1805 (Zentralbibliothek Zürich).<BR/><BR/>

Appenzell (Ausserrhoden)

<b>Appenzell (Ausserrhoden)</b><br>Hauskonzert. Darstellung auf einer Orgel, die 1811 von einem wahrscheinlich aus Herisau oder Heiden stammenden Appenzeller Künstler für die Familie Schweizer-Preisig gefertigt wurde (Schweizerisches Nationalmuseum, LM-20848).<BR/><b>Appenzell (Ausserrhoden)</b><br>Landsgemeinde in Trogen, 1940 (Schweizerisches Nationalmuseum, Actualités suisses Lausanne, Foto Presse-Diffusion).<BR/><b>Appenzell (Ausserrhoden)</b><br>Plakat 1933 von   Arnold Bossard (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Im Vordergrund die touristische Infrastruktur, im Hintergrund die Landschaft mit ihren Sehenswürdigkeiten sowie das durch Bauer und Stickerin symbolisierte Alltagsleben.<BR/>

Appenzell (Innerrhoden)

<b>Appenzell (Innerrhoden)</b><br>Allegorische Darstellung des Rats, "Kleine Ratsrose" genannt, Öl auf Holz, 1688 von  Johann Martin Geiger (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Im Zentrum eine antike Allegorie der Gerechtigkeit (Richter Bias von Priene weint, nachdem er einen Verbrecher zum Tode verurteilen musste), im mittleren Kreis die Wappen der Rhoden, die Schutzheiligen und bewaffnete Bären sowie im äusseren Kreis die Wappen der Mitglieder des Geheimen Rats. Im Rathaus von Appenzell befindet sich die bezüglich der Ikonografie ähnliche "Grosse Ratsrose", gemalt 1651 von Hans Bildstein.<BR/><b>Appenzell (Innerrhoden)</b><br>Die Auferstehung Christi. Links und rechts die beiden Landespatrone Mauritius und Achatius. Glasmalerei von 1599 (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/><b>Appenzell (Innerrhoden)</b><br>Ansicht von Weissbad um 1840, Aquatinta von  Kaspar Burkhardt (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>Vor dem Aufkommen des Massentourismus war der Besuch der Thermalbäder einer privilegierten Elite vorbehalten.<BR/>

Arbeit

<b>Arbeit</b><br>Scheibenriss mit der Darstellung verschiedener Tätigkeiten, braun lavierte Tuschzeichnung von Daniel Lindtmayer, 1601 (Schweizerisches Nationalmuseum, LM-42979).  <BR/>In der oberen Bildfolge beschlägt der Hufschmid das Pferd mit dem von Schmieden geschlagenen Hufeisen. Die Bilder in der Mitte zeigen den Müller beim Mahlen des Getreides sowie den Bäcker und die Bäckerin beim Zubereiten des Teigs und Backen des Brots. Im unteren Bildteil tragen die Wirtin und der Wirt ihren Gästen in der Gartenlaube Speisen und Getränke auf. Es handelt sich um fünf Entwurfszeichnungen, die Glasmaler und Künstler als Vorlagen für Wappenscheiben oder für Bestellungen der Zünfte verwendeten, die an Darstellungen des moralischen Werts der Arbeit Gefallen fanden.<BR/><b>Arbeit</b><br>Werbekampagne einer Vermittlungsfirma für Temporärarbeit aus dem Jahre 1973 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste). [1/3]<BR/>Seit der Krise der 1970er Jahre nimmt die Vielfalt der Erwerbsformen stark zu. Beschäftigungsverhältnisse wie Temporärarbeit bieten den Arbeitnehmenden einerseits grössere Zeitsouveränität und Raum zur Selbstverwirklichung, gleichzeitig sind sie aber auch geprägt durch geringere Kontroll- und Einflussmöglichkeiten sowie erhöhte Prekarität und Instabilität von Arbeitsplatz und Einkommen.<BR/><b>Arbeit</b><br>Werbekampagne einer Vermittlungsfirma für Temporärarbeit aus dem Jahre 1973 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste). [2/3]<BR/>Seit der Krise der 1970er Jahre nimmt die Vielfalt der Erwerbsformen stark zu. Beschäftigungsverhältnisse wie Temporärarbeit bieten den Arbeitnehmenden einerseits grössere Zeitsouveränität und Raum zur Selbstverwirklichung, gleichzeitig sind sie aber auch geprägt durch geringere Kontroll- und Einflussmöglichkeiten sowie erhöhte Prekarität und Instabilität von Arbeitsplatz und Einkommen.<BR/><b>Arbeit</b><br>Werbekampagne einer Vermittlungsfirma für Temporärarbeit aus dem Jahre 1973 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste). [3/3]<BR/>Seit der Krise der 1970er Jahre nimmt die Vielfalt der Erwerbsformen stark zu. Beschäftigungsverhältnisse wie Temporärarbeit bieten den Arbeitnehmenden einerseits grössere Zeitsouveränität und Raum zur Selbstverwirklichung, gleichzeitig sind sie aber auch geprägt durch geringere Kontroll- und Einflussmöglichkeiten sowie erhöhte Prekarität und Instabilität von Arbeitsplatz und Einkommen.<BR/>

Arbeiter

<b>Arbeiter</b><br>Winterliche Arbeiten in der Landwirtschaft, Monatsbild November, Radierung 1663, von  Conrad Meyer (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/><b>Arbeiter</b><br>Stich aus der Serie "Une danse macabre" 1919, von  Edmond Bille (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Das Bild der geistig und körperlich ausgezehrten Arbeiter wurde schon in der Literatur und Malerei des 19. Jahrhunderts oft dargestellt. Nach dem Ersten Weltkrieg griffen viele sozial engagierte Maler das Thema auf.<BR/><b>Arbeiter</b><br>Telefonzentrale in Chur, 1943 (Museum für Kommunikation, Bern).<BR/><b>Arbeiter</b><br>Bei der Tabakernte im Wallis, 1942 (Schweizerisches Nationalmuseum, Actualités suisses Lausanne, Foto Presse-Diffusion).<BR/><b>Arbeiter</b><br>Das Plakat zur Abstimmung über die Überfremdungsinitiative vom 7. Juni 1970 rief schweizerische und ausländische Arbeiter zum gemeinsamen Kampf gegen James Schwarzenbach und das Bürgertum auf (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Nach 1968 war die intellektuelle Linke besorgt über die mangelnde Solidarität eines Teils der Schweizer Arbeiterschaft, die sich durch die Gastarbeiter konkurrenziert sah.<BR/><b>Arbeiter</b><br>Plakat von  Dora Hauth   zur eidgenössischen Abstimmung von 1924 über die Revision des Fabrikgesetzes, die eine Erhöhung der Arbeitszeit von 48 auf 54 Wochenstunden vorsah (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Arbeiterbewegung

<b>Arbeiterbewegung</b><br>Der Teufel und seine Grossmutter halten die Symbole der Reaktion und des Sozialismus, Karikatur von  Johann Jakob Ulrich (Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv).<BR/>Ulrichs Lithografie basiert auf einer Karikatur von Paulus Usteri aus der Zeit der Französischen Revolution: Dort stritten sich der Teufel und seine Grossmutter, wer der Menscheit grösseres Übel gebracht habe, die Höflinge oder die Jakobiner. In der Karikatur Ulrichs, die 1845 in Zürich erschien, hält der Teufel einen Jesuiten und einen Aristokraten, seine Grossmutter einen radikalen Jakobiner und einen Kommunisten. Das Werk bezeugt die ab 1840 grassierende Angst vor den Kommunisten. Der Zürcher Regierungsrat Johann Caspar Bluntschli hatte 1843 für die Verfolgung von Wilhelm Weitling gesorgt und einen im gesamten deutschen Sprachraum beachteten Bericht über die kommunistischen Umtriebe veröffentlicht. <BR/><b>Arbeiterbewegung</b><br>Sonderausgabe des "Neuen Postillons" (Kopf). Anlass für das Central-Fest war das 70-jährige Jubiläum des Grütlivereins in Zürich 1908 (Schweizerisches Nationalmuseum, Dokumentation).<BR/>Die Arbeiterbewegung übernimmt Symbole (Fahnen, Schweizerkreuz, Landschaft) und Strukturen von traditionellen patriotischen Gruppierungen wie Turn- oder Gesangsvereinen.<BR/><b>Arbeiterbewegung</b><br>"Der Neue Postillon" (Titelblatt), November 1905 (Schweizerisches Nationalmuseum, Dokumentation).<BR/>Das humoristisch-satirische Monatsblatt wurde 1895 bis 1914 in der Druckerei des Grütlivereins in Zürich gedruckt.<BR/><b>Arbeiterbewegung</b><br>Umschlag der "Geschichte der Schweiz in ihren Klassenkämpfen", erschienen 1920 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Grimm stellt die Schweizer Geschichte aus marxistischer Sicht dar. Er verfasste sein anspruchsvolles Werk während der Haft, zu der er für seine Rolle im Generalstreik 1918 verurteilt worden war.<BR/>

Arbeiterschutz

<b>Arbeiterschutz</b><br>Plakat für das Gesetz vom 6. März 1920 über die Arbeit in den Transportunternehmen, von  Carl Scherer (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Arbeiterwohlfahrt

<b>Arbeiterwohlfahrt</b><br>Titelseite des zweibändigen Pionierwerks von  Victor Böhmert  , erschienen in Zürich, 1873 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Der Bundesrat beauftragte Böhmert im Hinblick auf die Weltausstellung in Wien 1873 mit der Verfassung dieser Studie. Der deutsche Nationalökonom, Professor am Eidgenössischen Polytechnikum in Zürich, lieferte eine sozialstatistische Analyse zu den sozialpolitischen Massnahmen, die in den Fabriken umgesetzt worden waren.<BR/><BR/>

Arbeitsbeschaffung

<b>Arbeitsbeschaffung</b><br>Bau des grossen Beckens im Seebad Bellerive in Lausanne, Aufnahme von 1937 (Musée historique de Lausanne, Album de l'entreprise Losinger). <BR/>Die nach den Wahlen 1933 sozialdemokratisch dominierte Stadtregierung von Lausanne nahm mehrere grosse Bauvorhaben in Angriff, um Arbeitslose zu beschäftigen. Diesem Ziel diente auch die Einrichtung der öffentlichen Bäder in Bellerive in der Zeit zwischen 1936 und 1937. Der Stadtrat verbot aufgrund der Arbeitsmarktlage sogar die Benutzung von Schäl- und Rüstmaschinen.<BR/><BR/>

Arbeitslosenversicherung (ALV)

<b>Arbeitslosenversicherung (ALV)</b><br>Persönlicher Ausweis der Versicherten, 1995 (Privatsammlung) © Schweizerisches Nationalmuseum.<BR/>Das regelmässige "Stempeln" bei der zuständigen Gemeindebehörde dient der Kontrolle der Arbeitslosen. Dort müssen diese auch belegen, dass sie Arbeit suchen. Das ausgefüllte Stempelblatt berechtigt zum Bezug des monatlichen Arbeitslosengelds.<BR/>

Arbeitslosigkeit

<b>Arbeitslosigkeit</b><br>Plakat gegen das Gesetz für eine Arbeitslosenversicherung im Kanton Basel-Stadt 1926, von  Otto Plattner (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>In der Abstimmung vom 26./27. Juni 1926 wurde das Gesetz mit 13'649 gegen 7'823 Stimmen angenommen.<BR/>

Arbeitszeit

<b>Arbeitszeit</b><br>Plakat gegen die sogenannte Lex Schulthess, die eine Anhebung der Wochenarbeitszeit von 48 auf 54 Stunden vorsah. Die Vorlage wurde am 17. Februar 1924 verworfen. Lithografie von   Florentin Moll (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Archäologie

<b>Archäologie</b><br>Forschungen im Genfersee 1854 (Bernisches Historisches Museum) © Foto Stefan Rebsamen.<BR/>In einem Taucherhelm aus Weissblech untersucht der Berner Gelehrte Adolf von Morlot am 24. August 1854 ein Pfahlwerk vor Morges. Er wird dabei vom Historiker François Forel und vom Konservator der Antikensammlung des Musée cantonal in Lausanne, Frédéric-Louis Troyon, unterstützt.<BR/>

Architektur

<b>Architektur</b><br>Plakat 1977 von  Peter Hajnoczky (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Archive

<b>Archive</b><br>Prospekt des Schweizerischen Sozialarchivs in Zürich vom Ende der 1990er Jahre (Schweizerisches Sozialarchiv).<BR/>

Armbrust

<b>Armbrust</b><br>Plakat von 1935 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Seit 1931 sind der Markenname "Schweiz", die stilisierte Armbrust und das Wort "Armbrust" international registriert und geschützt.<BR/>

Armee

<b>Armee</b><br>Plakat des Schweizerischen Aktionskomitees gegen die Armeeabschaffungsinitiative, 1989 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Arp, Hans

<b>Hans Arp</b><br>Der Künstler mit Sophie Taeuber in seinem Atelier um 1918, anonyme Fotografie (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Die Marionetten im Hintergrund wurden von Sophie Taeuber für das Stück "König Hirsch" von Carlo Gozzi 1918 geschaffen. Aufbewahrt werden sie heute im Museum Bellerive in Zürich.<BR/>

Artillerie

<b>Artillerie</b><br>Die Flugbahnen der Geschosse konnten mit trigonometrischen Kenntnissen berechnet werden. Radierung von Johann Melchior Füssli  im <I>Neujahrsblatt der Gesellschaft der Constaflern und Feuerwerkern im Zeughause zu Zürich</I> 1726 (Schweizerisches Nationalmuseum, Dokumentation). <BR/>

Arx, Cäsar von

<b>Cäsar von Arx</b><br>Der Schriftsteller kurz vor seinem Tod  © KEYSTONE/Photopress.<BR/>

Ärzte

<b>Ärzte</b><br>Eine Frau wird zur Ader gelassen. Illustration aus einer um 1480 entstandenen Abschrift des Werkes "Regimen sanitatis" von  Heinrich Laufenberg (Zentralbibliothek Zürich, Ms. C 102b, Fol. 91v.).<BR/>Der Aderlass war eine seit der Antike häufig praktizierte Therapie und wurde auch von Laufenberg empfohlen. Die Kritik an dieser Praxis, die im 16. Jahrhundert mit Alexander Zeitz und Paracelsus einsetzte, hatte zunächst keine Auswirkungen.<BR/><b>Ärzte</b><br>"De humani corporis fabrica libri septem", Stich auf dem Vorsatzblatt. Das Buch von  Andreas Vesalius   erschien in Basel 1543 (Universitätsbibliothek Basel).<BR/>

Aschmann, Johann Jakob

<b>Johann Jakob Aschmann</b><br>Manöver der militärischen Gesellschaft Zürich in der Nähe von Wallisellen am 20. August 1786  (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>

Asyl

<b>Asyl</b><br>Porträt von Jean-Antoine Oboussier und seiner Tochter, Öl auf Leinwand, von einem unbekannten Maler um 1770 (Musée historique de Lausanne).<BR/>Die Familie Oboussier flüchtete 1685 aus der Dauphiné und bürgerte sich 1768 in Lausanne ein. Wie viele andere hugenottische Flüchtlinge beteiligten sich die Familienangehörigen am gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben des Gastlandes. Jean-Antoine Oboussier wurde nach der waadtländischen Revolution von 1798 sogar Präsident der Munizipalität Lausanne.<BR/>

Atomenergie

<b>Atomenergie</b><br>Aufruf zu einer Demonstration gegen die Inbetriebnahme des Atomkraftwerks Gösgen 1977 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Atomwaffen

<b>Atomwaffen</b><br>Plakat der Schweizerischen Friedensbewegung aus dem Jahr 1954 von   Hans Erni (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Attenhofer, Elsie

<b>Elsie Attenhofer</b><br>Plakat für eine Aufführung im Jahr 1950, gezeichnet von   Hans Falk (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Aubert, Pierre

<b>Pierre Aubert</b><br>In einer Diskussion mit Bundesrat Pierre Graber (links) im November 1977, Foto von  Roland Schlaefli (Schweizerisches Nationalmuseum, Actualités suisses Lausanne).<BR/>

Aufklärung

<b>Aufklärung</b><br>Porträt von Jean-Antoine-Noé Polier und seiner ersten Frau um 1760, Öl auf Leinwand, keine Signatur, früher im Schloss Mézery (Musée historique de Lausanne).<BR/>Der Pastor Polier, Herr von Bottens, unterhielt einen Briefwechsel mit bekannten europäischen Intellektuellen. Eine enge Beziehung verband ihn auch mit Voltaire seit dessen Aufenthalt in Lausanne. Er war Autor von neun Artikeln in der "Encyclopédie".<BR/>

Ausländer

<b>Ausländer</b><br>Die italienische Gewerkschaft ruft die Maurer und Handlanger zum Besuch einer Versammlung auf. Plakat der Tipografia Operaia, Lausanne, um 1900 (Schweizerisches Nationalmuseum, LM-78314).<BR/><b>Ausländer</b><br>Plakat gegen die Eidgenössische Volksinitiative "gegen die Überfremdung und Überbevölkerung der Schweiz". Die Initiative wurde am 20. Oktober 1974 verworfen (Musée historique de Lausanne, Fonds Meylan).<BR/>

Auslandschweizer

<b>Auslandschweizer</b><br>Plakat für den 50. Auslandschweizer-Kongress im August 1972 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Im Rahmen der Tagung fanden an mehreren Veranstaltungsorten in Bern Ausstellungen, Konzerte und Volksfeste statt.<BR/>

Aussenpolitik

<b>Aussenpolitik</b><br>Bündniserneuerung zwischen Ludwig XIV. und der Eidgenossenschaft in der Kathedrale Notre-Dame in Paris am 18. November 1663. Tapisserie aus der königlichen Gobelin-Manufaktur von Paris, gewoben nach einer Vorlage von Charles Le Brun  (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>In der Bildmitte hält Kardinal Antonio Barberini die geöffnete Bibel, auf die der Zürcher Bürgermeister Heinrich Waser (in schwarzer Tracht) und der König von Frankreich (Königshut mit Federbusch) ihre rechte Hand legen. Hinter Waser steht der Berner Schultheiss Anton von Graffenried mit den eidgenössischen Gesandten, die keine Perücken und vergleichsweise einfache Kleidung tragen, während sich die Höflinge des Sonnenkönigs in prachtvolle Gewänder hüllen.<BR/><b>Aussenpolitik</b><br>Schild des Schweizer Konsulats in Bordeaux, Öl auf Holz, 1815  (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Das erste Schweizer Konsulat öffnete 1798 zur Zeit der Helvetischen Republik in Bordeaux seine Tore. Zwischen 1798 und 1848 entstanden weltweit etwa 30 weitere Konsulate. Honorarkonsule waren bis 1848 Schweizer Kaufleute, denen die Vertretung wirtschaftlicher Interessen anvertraut wurde.<BR/><b>Aussenpolitik</b><br>Die Ehrengarde empfängt Wilhelm II. auf dem Bahnhofplatz Zürich am 3. September 1912  © KEYSTONE/Photopress.<BR/>Der deutsche Kaiser schreitet an der Spitze der Parade, direkt hinter ihm folgt Bundespräsident Ludwig Forrer (mit weissem Bart). Während des viertägigen Staatsbesuchs besichtigte Wilhelm II. Zürich und Bern, vor allem aber wohnte er an zwei Tagen den Manövern des 3. Armeekorps bei, die im Kanton St. Gallen zwischen Wil und Kirchberg stattfanden.<BR/><b>Aussenpolitik</b><br>Max Petitpierre, Vorsteher des Eidgenössischen Politischen Departements, in einer Besprechung mit Walter Stucki (links)  in seinem Bundesratsbüro, 1946 © KEYSTONE/Photopress.<BR/>Eine Schweizer Delegation unter der Leitung von Walter Stucki folgte 1946 der Einladung nach Washington zu Verhandlungen mit den Alliierten. Diese fanden im Mai 1946 im sogenannten Washingtoner Abkommen ihren Abschluss. Unter anderem verpflichtete sich die Schweiz, die im Zweiten Weltkrieg in der Schweiz deponierten deutschen Vermögenswerte zu liquidieren und 250 Millionen Franken als Entschädigung für den Kauf von deutschem Raubgold durch die Schweizerische Nationalbank zu zahlen. Dank dieses Abkommens gelang es der Schweiz, ihren Platz in der neuen Weltordnung der Nachkriegszeit zu finden.<BR/><b>Aussenpolitik</b><br>Micheline Calmy-Rey, Vorsteherin des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten, überschreitet die Demarkationslinie zwischen Nord- und Südkorea, 20. Mai 2003  © KEYSTONE.<BR/>Auf ihrem Staatsbesuch bot die Aussenministerin die Vermittlerdienste der Schweiz für Friedensgespräche zwischen den beiden Korea an. Ihr "kleiner Schritt" über die Grenze, die seit 50 Jahren die beiden Länder trennt, war von grosser symbolischer Bedeutung während der nordkoreanischen Atomkrise.<BR/>

Äusserer Stand

<b>Äusserer Stand</b><br>Ostermontagsprozession 1781, aquarellierte Radierung von  Johannes Müller (Burgerbibliothek Bern).<BR/>

Ausstellungen

<b>Ausstellungen</b><br>Jakob Stämpfli eröffnet am 27. Juni 1857 die dritte Schweizerische Industrieausstellung in der Berner Heiliggeistkirche. Holzschnitt, erschienen in der "Illustrirten Zeitung" vom 1. August 1857 (Bernisches Historisches Museum) © Foto Stefan Rebsamen.<BR/>Die symbolträchtige Heiliggeistkirche war wohl deshalb gewählt worden, weil an diesem Ort früher schon die Tagsatzung und die Bundesversammlung ihre Eröffnungszeremonien veranstaltet hatten. <BR/><b>Ausstellungen</b><br>Plakat für die kantonale Walliser Ausstellung von 1909 von  Ludwig Werlen (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Im Wallis hielt man noch im 20. Jahrhundert an der zu Beginn des 19. Jahrhunderts entstandenen Tradition einer kantonalen Gesamtschau von Industrie, Landwirtschaft und Kunst fest. Im 20. Jahrhundert weichen die Gesamtschauen allmählich den Fachausstellungen.<BR/><b>Ausstellungen</b><br>Plakat für die Muba 1917, von  Burkhard Mangold (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><b>Ausstellungen</b><br>Plakat für den Comptoir suisse 1923, von  Percival Pernet (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><b>Ausstellungen</b><br>Plakat für die erste Fiera Svizzera in Lugano 1937, von  Mario Pescini (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><b>Ausstellungen</b><br>Plakat aus dem Jahr 1929 von    Hans Arp und Walter Cyliax (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Nach dem Ersten Weltkrieg nahm das Interesse an Kunstausstellungen zu. Vor allem im letzten Viertel des 20. Jahrhunderts wurden einige solche Ausstellungen zu grossen Publikumserfolgen.<BR/>

Automobil

<b>Automobil</b><br>Das erste Postauto der Marke Berna 1906 vor dem Postgebäude Papiermühle, Ittigen (Museum für Kommunikation, Bern).<BR/><b>Automobil</b><br>Die Autobahn Bern-Zürich im Februar 1982, Foto von  Roland Schlaefli (Schweizerisches Nationalmuseum, Actualités suisses Lausanne).<BR/>

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