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06/2017
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Aarberg (Gemeinde)

<b>Aarberg (Gemeinde)</b><br>Die Holzbrücke über die Aare, 1893 gezeichnet von   Eduard von Rodt (Bernisches Historisches Museum, Sammlung von Rodt) © Foto Stefan Rebsamen.<BR/>Eduard von Rodt, Architekt und Mitglied der Eidgenössischen Kommission für Denkmalpflege, hat die jahrhundertealte Brücke dargestellt und rechts oben die Bauinschrift von 1568 wiedergegeben. Die Brücke wurde mehrmals restauriert, zuletzt 1786 und 1973.<BR/>

Aare

<b>Aare</b><br>Werbeplakat von 1981, Druck der   Brügger AG, Meiringen (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Seit der Mitte des 18. Jahrhunderts stellt die spektakuläre Schlucht eine grosse Touristenattraktion dar.<BR/>

Aargau

<b>Aargau</b><br>Jüdischer Friedhof zwischen Lengnau und Endingen, Stich von   Johann Balthasar Bullinger nach Johann Rudolf Holzhalb, aus "Johann Caspar Ulrichs Sammlung jüdischer Geschichten", Basel, 1768 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Wegen der Zurzacher Messen und der geringeren Diskriminierung in den gemeinen Herrschaften hatten sich in der frühen Neuzeit viele Juden in der Grafschaft Baden, v.a. in Lengnau und Endingen, niedergelassen. 1750 bauten sie ihren Friedhof zwischen den beiden Orten. Vorher hatten sie die Toten auf einer Insel im Rhein, dem sogenannten Judenäule, bestatten müssen, die sie von der Stadt Waldshut gekauft hatten.<BR/>

Aargauer Klosterstreit

<b>Aargauer Klosterstreit</b><br>Anonymer Holzschnitt (Bernisches Historisches Museum) © Foto Stefan Rebsamen.<BR/>Dieser antikatholische Stich kritisiert die angebliche Zuchtlosigkeit und das ausschweifende Leben in den Klöstern. Er zeugt von der Heftigkeit der Polemik während der konfessionellen Spannungen, die 1845 zur Gründung des Sonderbunds führten. Etwa zu diesem Zeitpunkt dürfte die boshafte Karikatur verbreitet worden sein.<BR/>

Aarwangen (Gemeinde)

<b>Aarwangen (Gemeinde)</b><br>Zertifikat der Republik Bern für einen Metzgergesellen von Langenthal, ausgestellt im Oktober 1777 durch den Meister Ueli Mattis von Gutenburg. Die drei Vignetten stammen vom Berner Kleinmeister    Johann Ludwig Nöthiger (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>

Abfall

<b>Abfall</b><br>Plakat der Konservenfabrik Lenzburg von 1941 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Ablasswesen

<b>Ablasswesen</b><br>Memorialtafel mit dem Ablassbrief des Weihbischofs von Konstanz, aus der Schlosskapelle Wyher in Ettiswil, 1593 (Schweizerisches Nationalmuseum, LM-21219).<BR/>Der Pergamentbrief erklärt den Gläubigen in der Schlosskapelle den vierzigtägigen Ablass. Am Ende des Textes findet sich das Allianzwappen des Stifterpaars Ludwig Pfyffer von Altishofen und Elisabeth von Sonnenberg, flankiert von den Namenspatronen heiliger Ludwig und heilige Elisabeth.<BR/>

Abrüstung

<b>Abrüstung</b><br>Abstimmungsplakat für die eidgenössische Volksinitiative «Rüstungskontrolle und Waffenausfuhrverbot» vom 24. September 1972 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><BR/><b>Abrüstung</b><br>Abstimmungsplakat gegen die eidgenössische Volksinitiative «Rüstungskontrolle und Waffenausfuhrverbot» vom 24. September 1972 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><BR/>

Absinth

<b>Absinth</b><br>Karikatur zur Abstimmung von 1908, die in der satirischen Zeitschrift "Guguss'" in Genf erschien (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Abstinenzbewegung

<b>Abstinenzbewegung</b><br>Plakat zum 75-jährigen Jubiläum des Blauen Kreuzes 1877–1952, von   H. Pache (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><b>Abstinenzbewegung</b><br>Plakat des Schweizerischen Bundes abstinenter Frauen, von   Jeanne Lombard  um 1900  (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Abtreibung

<b>Abtreibung</b><br>Ja zur Fristenlösung, Plakat der Referendumskampagne 1977–78 von   Daniel Will (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Agrarpolitik

<b>Agrarpolitik</b><br>Abstimmungsplakat zur Eidgenössischen Volksinitiative vom 4. Juni 1989, gestaltet vom Atelier Weibel (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Die Volksinitiative der Schweizerischen Vereinigung zum Schutz der kleinen und mittleren Bauern wurde mit 51,1% Neinstimmen nur knapp abgelehnt.<BR/>

Aktivdienst

<b>Aktivdienst</b><br>Mobilmachung nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Die Aufgebote wurden sowohl auf Plakaten wie auch im Radio bekannt gemacht.<BR/>

Alltagsgeschichte

<b>Alltagsgeschichte</b><br>Szenen aus dem Berner Aargau um 1780: Indiennefabrik und Gasthof der Familie Laué bei Wildegg, Ausschnitt aus einem aquarellierten Stich von  Johann Jakob Aschmann (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Auch wenn der ländliche Alltag in den Werken der Kleinmeister oft idealisiert wurde, so liefern diese der historischen Forschung viele nützliche Informationen, wie hier z.B. über die Transportmethoden.<BR/>

Almanache

<b>Almanache</b><br>Kalenderblatt für das Jahr 1552, Monate Januar bis März, Holzschnitt gedruckt bei  Eustachius Froschauer, Zürich (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>

Alpen

<b>Alpen</b><br>Ansicht von Leukerbad 1786, Aquarell von  Abraham Samuel Fischer (Schweizerische Nationalbibliothek, Sammlung Gugelmann).<BR/>Dieses Bild vermittelt ein idyllisches Bild des bergbäuerlichen Alltags. Aufschlussreich sind aber die Darstellungen der Transportmethoden, der arbeitenden Frauen und der ersten Touristen aus den Städten. In dem typischen Walliserdorf waren die Kirche und das Gasthaus die einzigen Steinbauten.<BR/><b>Alpen</b><br>Kaufleute am Fuss der Alpen im 17. Jahrhundert, Scheibenriss von   Gottfried Stadler (Bernisches Historisches Museum, Depositum der Eidgenossenschaft) © Foto Stefan Rebsamen.<BR/>Die Kaufleute - vielleicht Zürcher Händler mit Wein aus dem Veltlin - verabschieden sich auf dem Dorfplatz vor den beladenen Saumtieren. Der Kopf der Kolonne hat schon mit dem Aufstieg begonnen.<BR/><b>Alpen</b><br>"Und wenn die Transitlastwagen den Zug nehmen würden? Für Europas Verkehrswesen von morgen, am 20. Februar: JA!" Volksabstimmung über die Alpeninitiative vom 20. Februar 1994, Plakat von  Christina Borer (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><b>Alpen</b><br>Von der Schweizerischen Verkehrszentrale 1935 in Auftrag gegebenes Plakat von  Herbert Matter (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><b>Alpen</b><br>Rigi-Kulm um 1820, Gemälde von   Johann Heinrich Bleuler (Schweizerische Nationalbibliothek, Sammlung R. und A. Gugelmann).<BR/>Einzelne Berge der Zentralschweizer Voralpen zogen wegen der hervorragenden Aussicht auf die höchsten Gipfel viele Touristen an. Besonders geschätzt war die Rigi, auf der man im 1816 errichteten Hotel übernachten konnte.<BR/><b>Alpen</b><br>Plakat für das Hôtel Belvédère an der Furkastrasse um 1906 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Das Hotel wurde 1882 von Joseph Seiler, dem schon das Hôtel du Glacier du Rhône (im Medaillon dargestellt) gehörte, eröffnet. Die Szene kombiniert einzelne Abschnitte der Furkastrasse frei mit dem berühmten alpinen Symbol der "Gotthardpost" (Gemälde von Rudolf Koller 1874) und Ansichten des Rhonegletschers. Ausserdem werden auf dem Plakat auch die Betriebe der Hoteliersfamilie Seiler in Zermatt und auf der Riffelalp erwähnt.<BR/>

Alpinismus

<b>Alpinismus</b><br>Bergsteiger in den Alpen um 1910 (Schweizerisches Nationalmuseum, Sammlung Herzog).<BR/>Seit Beginn des 20. Jahrhunderts werden in Tourismusregionen gewisse Passagen mit Fixseilen gesichert. Viele Touren wurden damit auch fürs breite Publikum machbar.<BR/>

Alter

<b>Alter</b><br>Plakat der Pro Senectute 1943, gestaltet von  Martin Peikert (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>In den wirtschaftlich schwierigen Jahren vom Ersten Weltkrieg bis zur Einführung der AHV 1948 lancierte die Pro Senectute mehrere Plakatkampagnen.<BR/>

Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV)

<b>Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV)</b><br>Plakat für die Abstimmung vom 24. Mai 1925 von  Carl Scherer (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/><b>Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV)</b><br>"Für die Witwen und Waisen, für die Alten: JA". Plakat für die Abstimmung vom 6. Dezember 1931 von  Jules Courvoisier (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/><b>Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV)</b><br>Abstimmung vom 6. Juli 1947, Plakat von  Hans Erni  für die AHV (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Altersvorsorge

<b>Altersvorsorge</b><br>Abstimmungsplakat zur Volksinitiative «für die 10. AHV-Revision ohne Erhöhung des Rentenalters» vom 27. September 1998 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Die in der Referendumsabstimmung von 1995 angenommene 10. AHV-Revision legte das Rentenalter für Männer auf 65 Jahre und für Frauen auf 64 Jahre fest. Deshalb lancierte der Schweizerische Gewerkschaftsbund eine Volksinitiative, die das Rentenalter der Frauen wieder auf 62 Jahre senken wollte. Dieses Volksbegehren wurde mit 58,5% Neinstimmen abgelehnt.<BR/>

Amiet, Cuno

<b>Cuno Amiet</b><br>Der Künstler vor der Staffelei, Fotografie von   A. Käser, Burgdorf (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Amnesty International (AI)

<b>Amnesty International (AI)</b><br>"Nein zur Todesstrafe", Plakat aus dem Jahr 1988 von   Stephan Bundi (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Anbauschlacht

<b>Anbauschlacht</b><br>Appell an die Jugend, sich an der Anbauschlacht zu beteiligen. Plakat von   Noël Fontanet (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Die Kampagne wurde 1941 von der Genfer Aide volontaire à l'agriculture lanciert.<BR/>

Anderwert, Fridolin

<b>Fridolin Anderwert</b><br>Fotografie des Bundesrats von  Emil Nicola-Karlen (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Andreae, Volkmar

<b>Volkmar Andreae</b><br>Der Komponist beim Partiturstudium, anonyme Fotografie (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Annabelle

<b>Annabelle</b><br>Werbeplakat für die Zeitschrift von 1975 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Antiklerikalismus

<b>Antiklerikalismus</b><br>"Solothurner Pfaffen-Jagd", anonyme Karikatur von 1873 (Schweizerische Nationalbibliothek, Graphische Sammlung).<BR/>In den Bildern aus der Zeit des Kulturkampfs präsentiert sich der Antiklerikalismus häufig sehr gewalttätig. Hier wird auf die Aufhebung der Klöster und die Absetzung des Bischofs Eugène Lachat angespielt.<BR/>

Antisemitismus

<b>Antisemitismus</b><br>Diese Karikatur erschien am 26. Mai 1933 in der Zeitschrift "Der Eiserne Besen", dem Organ der Nationalen Front (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>

Appenzell (Ausserrhoden)

<b>Appenzell (Ausserrhoden)</b><br>Hauskonzert. Darstellung auf einer Orgel, die 1811 von einem wahrscheinlich aus Herisau oder Heiden stammenden Appenzeller Künstler für die Familie Schweizer-Preisig gefertigt wurde (Schweizerisches Nationalmuseum, LM-20848).<BR/><b>Appenzell (Ausserrhoden)</b><br>Plakat 1933 von   Arnold Bossard (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Im Vordergrund die touristische Infrastruktur, im Hintergrund die Landschaft mit ihren Sehenswürdigkeiten sowie das durch Bauer und Stickerin symbolisierte Alltagsleben.<BR/>

Appenzell (Innerrhoden)

<b>Appenzell (Innerrhoden)</b><br>Allegorische Darstellung des Rats, "Kleine Ratsrose" genannt, Öl auf Holz, 1688 von  Johann Martin Geiger (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Im Zentrum eine antike Allegorie der Gerechtigkeit (Richter Bias von Priene weint, nachdem er einen Verbrecher zum Tode verurteilen musste), im mittleren Kreis die Wappen der Rhoden, die Schutzheiligen und bewaffnete Bären sowie im äusseren Kreis die Wappen der Mitglieder des Geheimen Rats. Im Rathaus von Appenzell befindet sich die bezüglich der Ikonografie ähnliche "Grosse Ratsrose", gemalt 1651 von Hans Bildstein.<BR/><b>Appenzell (Innerrhoden)</b><br>Die Auferstehung Christi. Links und rechts die beiden Landespatrone Mauritius und Achatius. Glasmalerei von 1599 (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>

Arbeit

<b>Arbeit</b><br>Scheibenriss mit der Darstellung verschiedener Tätigkeiten, braun lavierte Tuschzeichnung von Daniel Lindtmayer, 1601 (Schweizerisches Nationalmuseum, LM-42979).  <BR/>In der oberen Bildfolge beschlägt der Hufschmid das Pferd mit dem von Schmieden geschlagenen Hufeisen. Die Bilder in der Mitte zeigen den Müller beim Mahlen des Getreides sowie den Bäcker und die Bäckerin beim Zubereiten des Teigs und Backen des Brots. Im unteren Bildteil tragen die Wirtin und der Wirt ihren Gästen in der Gartenlaube Speisen und Getränke auf. Es handelt sich um fünf Entwurfszeichnungen, die Glasmaler und Künstler als Vorlagen für Wappenscheiben oder für Bestellungen der Zünfte verwendeten, die an Darstellungen des moralischen Werts der Arbeit Gefallen fanden.<BR/><b>Arbeit</b><br>Werbekampagne einer Vermittlungsfirma für Temporärarbeit aus dem Jahre 1973 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste). [1/3]<BR/>Seit der Krise der 1970er Jahre nimmt die Vielfalt der Erwerbsformen stark zu. Beschäftigungsverhältnisse wie Temporärarbeit bieten den Arbeitnehmenden einerseits grössere Zeitsouveränität und Raum zur Selbstverwirklichung, gleichzeitig sind sie aber auch geprägt durch geringere Kontroll- und Einflussmöglichkeiten sowie erhöhte Prekarität und Instabilität von Arbeitsplatz und Einkommen.<BR/><b>Arbeit</b><br>Werbekampagne einer Vermittlungsfirma für Temporärarbeit aus dem Jahre 1973 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste). [2/3]<BR/>Seit der Krise der 1970er Jahre nimmt die Vielfalt der Erwerbsformen stark zu. Beschäftigungsverhältnisse wie Temporärarbeit bieten den Arbeitnehmenden einerseits grössere Zeitsouveränität und Raum zur Selbstverwirklichung, gleichzeitig sind sie aber auch geprägt durch geringere Kontroll- und Einflussmöglichkeiten sowie erhöhte Prekarität und Instabilität von Arbeitsplatz und Einkommen.<BR/><b>Arbeit</b><br>Werbekampagne einer Vermittlungsfirma für Temporärarbeit aus dem Jahre 1973 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste). [3/3]<BR/>Seit der Krise der 1970er Jahre nimmt die Vielfalt der Erwerbsformen stark zu. Beschäftigungsverhältnisse wie Temporärarbeit bieten den Arbeitnehmenden einerseits grössere Zeitsouveränität und Raum zur Selbstverwirklichung, gleichzeitig sind sie aber auch geprägt durch geringere Kontroll- und Einflussmöglichkeiten sowie erhöhte Prekarität und Instabilität von Arbeitsplatz und Einkommen.<BR/>

Arbeiter

<b>Arbeiter</b><br>Stich aus der Serie "Une danse macabre" 1919, von  Edmond Bille (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Das Bild der geistig und körperlich ausgezehrten Arbeiter wurde schon in der Literatur und Malerei des 19. Jahrhunderts oft dargestellt. Nach dem Ersten Weltkrieg griffen viele sozial engagierte Maler das Thema auf.<BR/><b>Arbeiter</b><br>Das Plakat zur Abstimmung über die Überfremdungsinitiative vom 7. Juni 1970 rief schweizerische und ausländische Arbeiter zum gemeinsamen Kampf gegen James Schwarzenbach und das Bürgertum auf (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Nach 1968 war die intellektuelle Linke besorgt über die mangelnde Solidarität eines Teils der Schweizer Arbeiterschaft, die sich durch die Gastarbeiter konkurrenziert sah.<BR/><b>Arbeiter</b><br>Plakat von  Dora Hauth   zur eidgenössischen Abstimmung von 1924 über die Revision des Fabrikgesetzes, die eine Erhöhung der Arbeitszeit von 48 auf 54 Wochenstunden vorsah (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Arbeiterbewegung

<b>Arbeiterbewegung</b><br>Sonderausgabe des "Neuen Postillons" (Kopf). Anlass für das Central-Fest war das 70-jährige Jubiläum des Grütlivereins in Zürich 1908 (Schweizerisches Nationalmuseum, Dokumentation).<BR/>Die Arbeiterbewegung übernimmt Symbole (Fahnen, Schweizerkreuz, Landschaft) und Strukturen von traditionellen patriotischen Gruppierungen wie Turn- oder Gesangsvereinen.<BR/><b>Arbeiterbewegung</b><br>"Der Neue Postillon" (Titelblatt), November 1905 (Schweizerisches Nationalmuseum, Dokumentation).<BR/>Das humoristisch-satirische Monatsblatt wurde 1895 bis 1914 in der Druckerei des Grütlivereins in Zürich gedruckt.<BR/><b>Arbeiterbewegung</b><br>Umschlag der "Geschichte der Schweiz in ihren Klassenkämpfen", erschienen 1920 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Grimm stellt die Schweizer Geschichte aus marxistischer Sicht dar. Er verfasste sein anspruchsvolles Werk während der Haft, zu der er für seine Rolle im Generalstreik 1918 verurteilt worden war.<BR/>

Arbeiterschutz

<b>Arbeiterschutz</b><br>Plakat für das Gesetz vom 6. März 1920 über die Arbeit in den Transportunternehmen, von  Carl Scherer (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Arbeiterwohlfahrt

<b>Arbeiterwohlfahrt</b><br>Titelseite des zweibändigen Pionierwerks von  Victor Böhmert  , erschienen in Zürich, 1873 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Der Bundesrat beauftragte Böhmert im Hinblick auf die Weltausstellung in Wien 1873 mit der Verfassung dieser Studie. Der deutsche Nationalökonom, Professor am Eidgenössischen Polytechnikum in Zürich, lieferte eine sozialstatistische Analyse zu den sozialpolitischen Massnahmen, die in den Fabriken umgesetzt worden waren.<BR/><BR/>

Arbeitslosenversicherung (ALV)

<b>Arbeitslosenversicherung (ALV)</b><br>Persönlicher Ausweis der Versicherten, 1995 (Privatsammlung) © Schweizerisches Nationalmuseum.<BR/>Das regelmässige "Stempeln" bei der zuständigen Gemeindebehörde dient der Kontrolle der Arbeitslosen. Dort müssen diese auch belegen, dass sie Arbeit suchen. Das ausgefüllte Stempelblatt berechtigt zum Bezug des monatlichen Arbeitslosengelds.<BR/>

Arbeitslosigkeit

<b>Arbeitslosigkeit</b><br>Plakat gegen das Gesetz für eine Arbeitslosenversicherung im Kanton Basel-Stadt 1926, von  Otto Plattner (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>In der Abstimmung vom 26./27. Juni 1926 wurde das Gesetz mit 13'649 gegen 7'823 Stimmen angenommen.<BR/>

Arbeitszeit

<b>Arbeitszeit</b><br>Plakat gegen die sogenannte Lex Schulthess, die eine Anhebung der Wochenarbeitszeit von 48 auf 54 Stunden vorsah. Die Vorlage wurde am 17. Februar 1924 verworfen. Lithografie von   Florentin Moll (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Archäologie

<b>Archäologie</b><br>Forschungen im Genfersee 1854 (Bernisches Historisches Museum) © Foto Stefan Rebsamen.<BR/>In einem Taucherhelm aus Weissblech untersucht der Berner Gelehrte Adolf von Morlot am 24. August 1854 ein Pfahlwerk vor Morges. Er wird dabei vom Historiker François Forel und vom Konservator der Antikensammlung des Musée cantonal in Lausanne, Frédéric-Louis Troyon, unterstützt.<BR/>

Architektur

<b>Architektur</b><br>Plakat 1977 von  Peter Hajnoczky (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Armbrust

<b>Armbrust</b><br>Plakat von 1935 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Seit 1931 sind der Markenname "Schweiz", die stilisierte Armbrust und das Wort "Armbrust" international registriert und geschützt.<BR/>

Armee

<b>Armee</b><br>Plakat des Schweizerischen Aktionskomitees gegen die Armeeabschaffungsinitiative, 1989 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Arp, Hans

<b>Hans Arp</b><br>Der Künstler mit Sophie Taeuber in seinem Atelier um 1918, anonyme Fotografie (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Die Marionetten im Hintergrund wurden von Sophie Taeuber für das Stück "König Hirsch" von Carlo Gozzi 1918 geschaffen. Aufbewahrt werden sie heute im Museum Bellerive in Zürich.<BR/>

Artillerie

<b>Artillerie</b><br>Die Flugbahnen der Geschosse konnten mit trigonometrischen Kenntnissen berechnet werden. Radierung von Johann Melchior Füssli  im <I>Neujahrsblatt der Gesellschaft der Constaflern und Feuerwerkern im Zeughause zu Zürich</I> 1726 (Schweizerisches Nationalmuseum, Dokumentation). <BR/>

Arx, Cäsar von

<b>Cäsar von Arx</b><br>Der Schriftsteller kurz vor seinem Tod  © KEYSTONE/Photopress.<BR/>

Aschmann, Johann Jakob

<b>Johann Jakob Aschmann</b><br>Manöver der militärischen Gesellschaft Zürich in der Nähe von Wallisellen am 20. August 1786  (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>

Atomenergie

<b>Atomenergie</b><br>Aufruf zu einer Demonstration gegen die Inbetriebnahme des Atomkraftwerks Gösgen 1977 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Atomwaffen

<b>Atomwaffen</b><br>Plakat der Schweizerischen Friedensbewegung aus dem Jahr 1954 von   Hans Erni (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Attenhofer, Elsie

<b>Elsie Attenhofer</b><br>Plakat für eine Aufführung im Jahr 1950, gezeichnet von   Hans Falk (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>

Ausländer

<b>Ausländer</b><br>Die italienische Gewerkschaft ruft die Maurer und Handlanger zum Besuch einer Versammlung auf. Plakat der Tipografia Operaia, Lausanne, um 1900 (Schweizerisches Nationalmuseum, LM-78314).<BR/>

Auslandschweizer

<b>Auslandschweizer</b><br>Plakat für den 50. Auslandschweizer-Kongress im August 1972 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Im Rahmen der Tagung fanden an mehreren Veranstaltungsorten in Bern Ausstellungen, Konzerte und Volksfeste statt.<BR/>

Aussenpolitik

<b>Aussenpolitik</b><br>Bündniserneuerung zwischen Ludwig XIV. und der Eidgenossenschaft in der Kathedrale Notre-Dame in Paris am 18. November 1663. Tapisserie aus der königlichen Gobelin-Manufaktur von Paris, gewoben nach einer Vorlage von Charles Le Brun  (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>In der Bildmitte hält Kardinal Antonio Barberini die geöffnete Bibel, auf die der Zürcher Bürgermeister Heinrich Waser (in schwarzer Tracht) und der König von Frankreich (Königshut mit Federbusch) ihre rechte Hand legen. Hinter Waser steht der Berner Schultheiss Anton von Graffenried mit den eidgenössischen Gesandten, die keine Perücken und vergleichsweise einfache Kleidung tragen, während sich die Höflinge des Sonnenkönigs in prachtvolle Gewänder hüllen.<BR/><b>Aussenpolitik</b><br>Schild des Schweizer Konsulats in Bordeaux, Öl auf Holz, 1815  (Schweizerisches Nationalmuseum).<BR/>Das erste Schweizer Konsulat öffnete 1798 zur Zeit der Helvetischen Republik in Bordeaux seine Tore. Zwischen 1798 und 1848 entstanden weltweit etwa 30 weitere Konsulate. Honorarkonsule waren bis 1848 Schweizer Kaufleute, denen die Vertretung wirtschaftlicher Interessen anvertraut wurde.<BR/><b>Aussenpolitik</b><br>Die Ehrengarde empfängt Wilhelm II. auf dem Bahnhofplatz Zürich am 3. September 1912  © KEYSTONE/Photopress.<BR/>Der deutsche Kaiser schreitet an der Spitze der Parade, direkt hinter ihm folgt Bundespräsident Ludwig Forrer (mit weissem Bart). Während des viertägigen Staatsbesuchs besichtigte Wilhelm II. Zürich und Bern, vor allem aber wohnte er an zwei Tagen den Manövern des 3. Armeekorps bei, die im Kanton St. Gallen zwischen Wil und Kirchberg stattfanden.<BR/><b>Aussenpolitik</b><br>Max Petitpierre, Vorsteher des Eidgenössischen Politischen Departements, in einer Besprechung mit Walter Stucki (links)  in seinem Bundesratsbüro, 1946 © KEYSTONE/Photopress.<BR/>Eine Schweizer Delegation unter der Leitung von Walter Stucki folgte 1946 der Einladung nach Washington zu Verhandlungen mit den Alliierten. Diese fanden im Mai 1946 im sogenannten Washingtoner Abkommen ihren Abschluss. Unter anderem verpflichtete sich die Schweiz, die im Zweiten Weltkrieg in der Schweiz deponierten deutschen Vermögenswerte zu liquidieren und 250 Millionen Franken als Entschädigung für den Kauf von deutschem Raubgold durch die Schweizerische Nationalbank zu zahlen. Dank dieses Abkommens gelang es der Schweiz, ihren Platz in der neuen Weltordnung der Nachkriegszeit zu finden.<BR/><b>Aussenpolitik</b><br>Micheline Calmy-Rey, Vorsteherin des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten, überschreitet die Demarkationslinie zwischen Nord- und Südkorea, 20. Mai 2003  © KEYSTONE.<BR/>Auf ihrem Staatsbesuch bot die Aussenministerin die Vermittlerdienste der Schweiz für Friedensgespräche zwischen den beiden Korea an. Ihr "kleiner Schritt" über die Grenze, die seit 50 Jahren die beiden Länder trennt, war von grosser symbolischer Bedeutung während der nordkoreanischen Atomkrise.<BR/>

Ausstellungen

<b>Ausstellungen</b><br>Jakob Stämpfli eröffnet am 27. Juni 1857 die dritte Schweizerische Industrieausstellung in der Berner Heiliggeistkirche. Holzschnitt, erschienen in der "Illustrirten Zeitung" vom 1. August 1857 (Bernisches Historisches Museum) © Foto Stefan Rebsamen.<BR/>Die symbolträchtige Heiliggeistkirche war wohl deshalb gewählt worden, weil an diesem Ort früher schon die Tagsatzung und die Bundesversammlung ihre Eröffnungszeremonien veranstaltet hatten. <BR/><b>Ausstellungen</b><br>Plakat für die kantonale Walliser Ausstellung von 1909 von  Ludwig Werlen (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Im Wallis hielt man noch im 20. Jahrhundert an der zu Beginn des 19. Jahrhunderts entstandenen Tradition einer kantonalen Gesamtschau von Industrie, Landwirtschaft und Kunst fest. Im 20. Jahrhundert weichen die Gesamtschauen allmählich den Fachausstellungen.<BR/><b>Ausstellungen</b><br>Plakat für die Muba 1917, von  Burkhard Mangold (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><b>Ausstellungen</b><br>Plakat für den Comptoir suisse 1923, von  Percival Pernet (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><b>Ausstellungen</b><br>Plakat für die erste Fiera Svizzera in Lugano 1937, von  Mario Pescini (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/><b>Ausstellungen</b><br>Plakat aus dem Jahr 1929 von    Hans Arp und Walter Cyliax (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Nach dem Ersten Weltkrieg nahm das Interesse an Kunstausstellungen zu. Vor allem im letzten Viertel des 20. Jahrhunderts wurden einige solche Ausstellungen zu grossen Publikumserfolgen.<BR/>

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z